Donnerstag, 24. August 2017

Digitalistan: Internetsucht

Das Blog "Digitalistan" des WDR widmet sich anlässlich der gamescom und der Vorstellung des Drogen- und Suchtberichts der Drogenbeauftragten der Bundesregierung in einem ausgewogenen und lesenswerten Beitrag dem Thema Internetsucht:
Dennis Horn
: "Internetabhängigkeit - die Krankheit, die es vielleicht gar nicht gibt" (18.08.2017)

Donnerstag, 27. Juli 2017

"Kindersitter" fürs Internet

Bei meiner Suche nach einem guten Thema bin ich bei Chip.de hängen geblieben. Diese haben unter dem folgenden Link ein paar gute Kinderschutzprogramme aufgelistet. Hier werden auch Vor- und Nachteile aufgezeigt: http://praxistipps.chip.de/die-besten-kinderschutz-programme-fuers-internet_9749

Waffen- und Drogenhandel auf Instagram

Die Plattform Instagram, eigentlich als eine Art "Fototagebuch" bekannt, wurde von Waffen- und Drogendealern zweckentfremdet. Völlig hemmungslos bieten zum Beispiel Drogendealer ihre Produkte auf Instagram an und erreichen durch verschiedene Hashtags auch eine breite Masse.

Wie das ganze abläuft und wie man den Dealern jetzt versucht an den Kragen zu gehen, findet ihr hier: https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article122188888/Bei-Instagram-gibt-es-Waffen-und-Drogen-zu-kaufen.html

Mittwoch, 26. Juli 2017

Drive-by Downloads

Drive-by Downloads sind unbewusste oder unbemerkte Downloads. Diese sind meist Viren. Oft sehen Seiten, auf denen man solche Downloads findet, aus wie seriöse Websites, beispielsweise von Anti-Virenprogrammen. Dort werden teilweise Kontodaten abgefragt. Hier findet man genaue Informationen und einige Möglichkeiten, sich davor zu schützen: http://www.cio.com/article/2448967/security0/6-ways-to-defend-against-drive-by-downloads.html

Donnerstag, 20. Juli 2017

Die zehn größten Gefahren im Internet

Der Verein Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., kurz Bitkom e.V., stellt auf seiner Internetseite https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Die-zehn-groessten-Gefahren-im-Internet.html die zehn größten Gefahren im Internet vor.

Gefahren im Web 2.0 - Online-Betrug

Online Abzocke - Was tun?

Besondere Angebote, kostenlose Artikel oder simples Gewinnspiel - eine kurze Anmeldung genügt und schon erhält man Post. Unwissentlich einen Vertrag abgeschlossen und es drohen saftige Rechnungen. Die betrügerischen Maschen im Internet werden immer dreister und trickreicher, daher ist stets Vorsicht geboten. So können Sie sich wehren:

10 Tipps gegen Online Abzocke

1. Vorsicht vor vermeintlich kostenlosen Angeboten
Im Internet findet man nur selten bis garnicht Artikel, die kostenlos verschenkt werden. Seien Sie also stets misstrauisch! Informieren Sie sich über die Firma und lesen Sie das Kleingedruckte!

2. Gewinnspiele
Gewinnspiele sind eine effektive Methode, um den Verbraucher abzuzocken. Sie denken sich nicht viel dabei und machen spaßeshalber bei einem kostenlosen Gewinnspiel mit und kurze Zeit später erhalten Sie eine E-Mail oder gar einen Anruf, dass sie gewonnen haben. Ab diesem Punkt ist äußerste Vorsicht geboten. Das Gewinnspiel selbst ist nicht die Masche, sondern was damit einhergeht. Meist werden Sie im Anschluss dazu aufgerufen ein Abonnement abzuschließen um etwaige Steuerkosten abzudecken. Die Personen sind sehr gut darin, jemanden hinters Licht zu führen! Für Sie hört sich das alles zunächst sehr logisch an, doch trauen Sie ihnen nicht! Stellen Sie viele Fragen und versuchen Sie so viele Informationen wie möglich herauszulocken. Sie werden schnell merken, wie unseriös dieses Angebot ist.

3. Persönliche Daten nicht weitergeben
Die Angabe von persönlichen Daten im Netz ist immer schwierig. Im Zweifelsfall lieber einen falschen Namen mit falscher Adresse verwenden oder gar nicht erst angeben. Auf gar keinen Fall dürfen sie Ihre Kontodaten am Telefon weitergeben. Bei kostenlosen Angeboten sind Kontodaten eigentlich überflüssig. Seien Sie also wachsam!

4. Auf keinen Fall zahlen
Falls es welchen Gründen auch immer dazu kommt, dass Sie aufgefordert werden eine Rechnung zu bezahlen, zahlen Sie nicht! Wenn sie erst einmal gezahlt haben, wird es schwierig, das Geld zurückzuholen. Eine Zahlung kann vor Gericht als Schuldeingeständnis zählen.

5. Machen Sie deutlich, dass kein Anspruch besteht
Rechtsanwalte raten dennoch nicht dazu, die Forderungen komplett zu ignorieren. Stattdessen solle man auf jeden Fall deutlich machen, dass kein Anspruch besteht. Wer mit einem Brief einmal mitgeteilt hat, dass das Angebot unerwünscht ist, befindet sich auf der sicheren Seite.

6. Keine Angst vor Gerichtsverfahren
Lassen Sie sich nicht von Gerichtsurteilen irre machen, die den Inkasso-Schreiben beigelegt werden. Urteile im Sinne der Abzocker kämen nur in Ausnahmefällen zustande, etwa wenn die Gegenseite nicht vor Gericht erscheine.
"Häufig befassen sich die zitierten Urteile zudem mit ganz anderen Sachverhalten, zum Beispiel mit Klagen geprellter Kunden auf Schadenersatz. Die Inkassobüros selbst können keine Maßnahmen anordnen. So lange keine Post vom Gericht kommt, können Sie Mahnschreiben daher getrost weiter ignorieren."

7. Informieren Sie die Bank
Ein effektiver Weg, sich gegen die Machenschaften der Inkassofirmen zu wehren, ist es, Beschwerde bei dem Kreditinstitut einzulegen, bei dem das Konto der Abzocker geführt wird. Informieren Sie auch ihre Bank darüber, dass keine Einzugsermächtigung vorliegt, sodass Sie ihr Geld zurücküberwiesen bekommen.

8. Erstatten Sie Strafanzeige
Wenn Sie von Inkassobüros mit unberechtigten Forderungen unter Druck gesetzt werden, können Sie auch zur Gegenoffensive übergehen. Dies ist eine sinnvolle Maßnahme gegen die Betrüger, die sich meist danach zurückziehen. Eine Strafanzeige ist völlig kostenfrei.

9. Klagen Sie auf Schadenersatz
Um auf Schadenersatz klagen zu können, muss der Kunde nachweisen, dass ihm tatsächlich ein (monetärer) Schaden entstanden ist. Hat die Abzockfirma ihren Sitz in Deutschland, sind die Erfolgsaussichten relativ gut. Vor allem, wenn die entsprechende Firma einschlägig bekannt ist. Bei einem Firmensitz im Ausland wird es schwieriger. Halten Sie aus diesen Gründe Beweise fest. Speichern Sie die E-Mails oder machen Sie ein Screenshot von der Homepage.

10. Informieren Sie sich
Wird Ihnen ein verlockendes Angebot unterbreitet, schlagen Sie nicht sofort zu. Informieren Sie sich über das Produkt, den Hersteller und die Firma. Fragen Sie Freunde oder Familienangehörige nach ihrer Meinung. Sie werden schnell feststellen, dass es in den meisten Fällen um ein unseriöses Angebot geht. Denken Sie nicht: "Ja mir wird das nie passieren!", wenn Sie Maschen nicht kennen, dann ist Ihnen nicht klar, wie leicht man Opfer eines solchen Betrugs werden kann.

Zum Weiterlesen:

Phishing - die unbekannte Gefahr

Phishing ist ein Kunstwort und setzt sich zusammen aus “Password” und “fishing”, zu Deutsch “nach Passwörtern angeln”. Phishing-Betrüger fälschen E-Mails und Internetseiten, um an vertrauliche Daten wie Passwörter, Zugangs- oder Kreditkartendaten heranzukommen.

Wie potenzielle Phishing-Betrüger zu erkennen sind und welche wirksamen Schutzmaßnahmen bestehen, zeigt das folgende Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=J5f2zvO_e-8&t=3s

Sicherlich kann dieses Angebot lediglich einen ersten Eindruck davon vermitteln, welche Gefahren das zugrundeliegende Phänomen birgt. In diesem ersten Schritt erscheint es mir jedoch von viel größerer Bedeutung, dass Menschen überhaupt für die Thematik sensibilisiert werden und ein Bewusstsein für diese Erscheinung entwickeln. Schließlich ist der Begriff des "Phishing" insbesondere für sehr junge und für ältere Internetnutzer noch Neuland. Nicht ohne Grund sprechen Experten auch von einer unbekannten Gefahr. Erst im zweiten Schritt können dann im Zuge einer tiefergehenden Analyse weitere Schwerpunkte gesetzt und der Versuch unternommen werden, die Thematik noch besser zu durchdringen.

Mythos Darknet

In der Dokumentation über das Darknet wird die Funktionsweise, sowie Gefahren und Chancen erläutert: https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/mythos-darknet-verbrechen-ueberwachung-freiheit-100.html

Hierfür wird genauer auf den Internetbrowser "Tor" eingegangen. Stellt er eine Art Ausweg aus der "Krise der Privatheit" dar? Außerdem wird die Frage gestellt, ob dies als neutrales Werkzeug eingesetzt werden kann oder ob Verantwortung für Geschehnisse im Darknet übernommen werden muss. Auch die vermeintliche Sicherheit des Darknets wird thematisiert. In der Dokumentation werden auch Aspekte aus dem Themenbereich "Freiheit und Sicherheit" mit einbezogen.

Cybermobbing - Unterrichtsideen für jede Klassenstufe

Mit Grundschulkindern über Cybermobbing zu reden und hierfür geeignete Materialien zu finden, scheint für den einen oder anderen schwierig zu sein. Die Internetseite http://www.sicherheit-macht-schule.de/Unterrichtsideen/Klasse_1_6/1256_Cyber_Mobbing.htm liefert hierfür Unterrichtsideen.

Diese sind in drei Altersstufen untergliedert und sollten somit sowohl Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule, der Sekundarstufe und der Oberstufe geeignete Materialien liefern. Die Seite liefert nicht nur Anregungen, sondern zum Teil auch konkrete Unterrichtseinheiten. Beispielsweise ermöglicht die kindgerechte Geschichte „Rudi und Wolle“ selbst in Grundschulklassen einen guten Einstieg in die Thematik.

Die Macht von Big Data im Wahlkampf

Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt. - Der Psychologe Michal Kosinski hat eine Methode entwickelt, um Menschen anhand ihres Verhaltens auf Facebook minutiös zu analysieren. Und verhalf so Donald Trump mit zum Sieg.

Der folgende Artikel spricht für sich. Er zeigt, wie aus digitalen Fußabdrücken reale Menschen mit Ängsten, Bedürfnissen, Interessen und mit einer Wohnadresse werden und wie diese Daten zum politischen Wahlkampf genutzt werden. Cambridge Analytica behauptet, ein Modell entwickelt zu haben, das die Persönlichkeit jedes Erwachsenen in den USA berechnen kann.

Ein wachrüttelnder Artikel, der zeigt, wie mächtig und wertvoll unsere persönlichen Daten sind, die wir mit einem einzigen Facebook Like freigeben: https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/

Internet-ABC - Web für Groß & Klein einfach gemacht

Bei der Seite Internet-ABC handelt es sich um eine Internetseite, die Schülern, Eltern und Lehrern nützliche Tipps & Tricks rundum das Thema digitale Bildung vermittelt und auch auf Risiken sowie Gefahren anschaulich aufmerksam macht. Unter Anderem werden geeignete Spiele- und Lernsoftwares vorgestellt. Bei Interesse schaut doch einmal vorbei und macht euch ein eigenes Bild davon :)

Dienstag, 18. Juli 2017

Botnetze - Botfrei

Ein Botnetz ist eine Gruppe von automatisierten Schadprogrammen, sogenannter Bots. Diese laufen auf vernetzten Computern zu einem Botnetz zusammen, welches von einem Botmaster kontrolliert wird. Botmaster haben die Möglichkeit, persönliche Passwörter oder Daten auszuspähen, das Netzwerk zum Versenden gefährlicher Spam-Mails zu verwenden oder gar einen Angriff auf ein IT-System zu starten.
Von Tom-b - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9084453

Die Infizierung eines Rechners kann auf verschiedene Arten erfolgen. Zum einen durch Malware, indem ein Nutzer eine Mail mit einer entsprechenden Programminstallation oder einen Link auf eine infizierte Website erhält. Zum anderen durch Downloads, indem der Nutzer freiwillig eine Applikation herunterlädt, die mit einem Trojaner verbunden ist. Darüber hinaus durch Exploits und manuelle Installation. Inzwischen haben die Betreiber, auch aufgrund bereits zerschlagener Botnetzwerke, ihre Strategie verändert und Smartphones, Webserver, Router oder andere vernetzte Geräte im Internet neben Computern integriert.


Doch wie kann man als Normalverbraucher und Laie diesem Problem begegnen? Im Jahr 2010 wurde die Homepage www.botfrei.de als "Anti-Botnet-Beratungszentrum" in Betrieb genommen. Das kurzfristige Ziel dieser privatwirtschaftlichen Initiative war das Verschwinden Deutschlands in den Top 10 der Botnetzaktivitäten. Dieses Ziel wurde 2013 erreicht. Seitdem wird das Projekt als Service des eco Verbands weiterbetrieben. Und so bietet sich diese Homepage als ein hilfreiches Mittel an, dieser Thematik zu begegnen, entgegenzutreten und vorzusorgen.

Die Homepage liefert Informationen zur Thematik, gibt Tipps und Anwendungshilfen für unterschiedliche Schutzprogramme und bietet einen guten Service in Form von Werkzeugen und Anleitungen. Darüber hinaus hat botfrei.de ein eigenes Wiki, welches sich speziell mit Internetsicherheit beschäftigt.

Meines Erachtens eine Website mit guten praktischen Hilfestellungen und wichtigen, aber eher unbekannten, Hintergrundinformationen. Ein Besuch lohnt sich und hat möglicherweise positive Folgeerscheinungen.

Montag, 17. Juli 2017

klicksafe.de


Wer kennt diese Werbung nicht: "Im wirklichen Leben würden Sie ihre Kinder schützen. Dann machen Sie es doch auch im Internet!" - Mit diesem Slogan fordert die Sensibilisierungskampagne, welche im Auftrag der EU handelt, alle Eltern auf, sich den Gefahren des Internets bewusst zu werden und ihre Kinder zu schützen.

Bei "klicksafe.de" handelt es sich um eine Kampagne, welche zur Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet beitragen soll. Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) riefen dieses Projekt ins Leben, mit dem Hintergrund des Aktionsplans "Safer Internet Programme" der EU aus dem Jahr 1999. Ziele hierbei waren die Bekämpfung von illegalen, unerwünschten oder schädlichen Inhalten sowie die Förderung eines sicheren Umfelds.

Zielperson dieser Kampagne ist jeder, der etwas mit dem Internet zu tun hat. Egal ob Kinder, Jugendliche, Eltern, Pädagogen, Organisationen sowie Unternehmer und Betreiber von Internetseiten. Da die Zielgruppe der Kinder sehr schwer auf so eine Thematik anzusprechen ist, richtet sich diese Werbung vor allem an ihre Eltern, welche sie, durch ihre tägliche Nähe und im täglichen Umgang mit ihnen, im Hinblick auf einen kompetenten Umgang mit dem Internet besser sensibilisieren können: http://www.klicksafe.de/

Montag, 3. Juli 2017

Der Kampf gegen Fake News

Das Internet, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2017 und kämpfen gegen einen fast unbesiegbaren Gegner: Die Täuschung. Ein Jahrtausende altes Prinzip bekommt im endlosen Raum des Internets neuen Aufschwung. Die Waffen: billig und simpel gestrickt. Ihre Auswirkungen: so groß, dass man ihnen zutraut, nichts weniger als politische Systeme zum Einsturz zu bringen. 

Die Rede ist von Fake News. Über das Internet, vorwiegend in sozialen Netzwerken, bewusst verbreitete Falschnachrichten, die sich im schlimmsten Fall als virales Lauffeuer verbreiten, um möglichst viele Leser zu infizieren und zu manipulieren. Das alles klingt wie die Zombie Apokalypse 2.0? Nicht ganz, immerhin haben wir dieser Invasion etwas entgegenzusetzen. Eine starke Waffe. Teuer und schwierig in der Herstellung, aber stark genug, um die schlimmsten Katastrophen zu verhindern: Bildung!

Know your enemy ist der erste Schritt im Kampf um die Wahrheit, aber dazu muss erstmal klar sein, von was gesprochen wird, wenn man von Fake News spricht. Unter dem Begriff werden heute unterschiedliche Phänomene und Interessen subsumiert. 


Was sind Fake News und wofür werden sie generiert?

Fake News sind, wie der Name schon besagt, Falschnachrichten. Allerdings verfolgen ihre Erzeuger unterschiedliche Ziele. Und wie so oft haben diese vor allem mit Geld und Macht zu tun. Mit Fake News, die gut „clicken“, sich also im Internet stark und schnell verbreiten, lässt sich viel Geld verdienen und das mit minimalem Aufwand.

Zu Zeiten des amerikanischen Wahlkampfes machte eine Handvoll politisch völlig unmotivierter mazedonischer Jugendlicher mit Fake News sehr viel Geld. Sie produzierten am laufenden Band Falschnachrichten über die beiden US-Spitzenkandidaten. Gefragt waren private und sehr schmutzige Details. Selbst augenscheinliche Unwahrheiten, die etwa behaupteten, Hillary Clinton würde einen Kinderpornoring betreiben, wurden gern angeklickt und weiterverbreitet.

Mittwoch, 28. Juni 2017

Hatespeech - Einblick in das Phänomen und wie politische Bildung darauf reagieren kann

„Stammtischparolen“ erreichen durch das Web 2.0 eine neue Dimension. Nirgendwo lassen sich fragwürdige Informationen, abwertende Gerüchte und Scheinwahrheiten schneller und mit so großer Reichweite verbreiten wie in sozialen Netzwerken. Die Glaubwürdigkeit dieser Nachrichten scheint hoch, auch wenn die ursprüngliche Quelle schwer nachvollziehbar ist - die Flut an Informationen kann gezielte Stimmungsmache und Meinungsmanipulation sein -, jedoch wird sie von Freund*innen, Bekannten und Familienmitgliedern geteilt.

Digitale Hatespeech in Form von Shitstorms, beleidigenden Kommentaren oder Fake News begegnet Internetnutzer*innen täglich. Gerade internetaffine Jugendliche sind somit ständig mit Hatespeech konfrontiert, ihnen fehlt jedoch im Umgang damit eine sichere Handlungsfähigkeit. Vielmehr reichen ihre Reaktionen - seien sie nun Teil der angegriffenen Gruppe oder nicht - von einem unguten Gefühl der Ohnmacht über ein Ausblenden der abwertenden Inhalte bis hin zu Resignation oder sogar zur Annahme, die teils durch Social Bots generierten und in Filterblasen verdichteten, immer wiederkehrenden Behauptungen entsprächen der Wahrheit.

Hatespeech – was ist darunter zu verstehen?

Hatespeech, zu deutsch Hassrede, ist Ausdruck von Rücksichtlosigkeit, Intoleranz und Brutalität sozialer Umgangsformen und Sprache, die an analogen Stammtischen und online in sozialen Medien zunehmen. Kennzeichen von Hatespeech ist das Schaffen eines zu verteidigenden „Wir“ durch die Konstruktion und Abwertung eines fremden bedrohlichen „Ihr“. Dieses Herabsetzen von „den Anderen“ geht einher mit gesellschaftlichen Differenzierungs- und Zugehörigkeitsprozessen, die rassistische Abwehrhaltungen zur Folge haben.

Getarnt wird Hatespeech oft durch den Vorwand der freien Meinungsäußerung à la „Man wird ja noch sagen dürfen, dass…“; sie ist jedoch als Diskriminierung und Tatbestand der Volksverhetzung zu verstehen, der erfüllt ist, sobald eine Person „in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, 1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder 2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet“ (StGB, §130(1)).

Das Ministerkomitee des Europarates hat bereits vor 20 Jahren, nämlich 1997, eine Empfehlung R (97) 20 über Hatespeech erlassen und dabei Hatespeech wie folgt definiert: „Jegliche Ausdrucksformen, welche Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus oder andere Formen von Hass, die auf Intoleranz gründen, propagieren, dazu anstiften, sie fördern oder rechtfertigen, einschliesslich der Intoleranz, die sich in Form eines aggressiven Nationalismus und Ethnozentrismus, einer Diskriminierung und Feindseligkeit gegenüber Minderheiten, Einwanderern und der Einwanderung entstammenden Personen ausdrückt“ (human rights.ch, 2017).

Montag, 26. Juni 2017

YouTube in der FAZ

Nachdem sich gleich mehrere Beiträge im Rahmen unserer Fundgrube zum Thema "digitale Bildung" mit YouTube und der überragenden Bedeutung des Videoportals für das (Selbst-)Lernen beschäftigt haben, hat niemand geringeres als die FAZ das Thema heute aufgegriffen: Sara Kreuter: "Nachhilfe auf YouTube. Stochastik in fünf Minuten":
"Schüler lassen sich den Lernstoff immer öfter auf Youtube erklären. Aber was taugt die digitale Nachhilfe und worauf muss man achten?"
Am Ende des Artikels werden folgende Kanäle kurz vorgestellt:

Donnerstag, 22. Juni 2017

Ein wenig YouTube muss sein... (Part 2)

YouTube -  Das Non Plus Ultra zur Vermittlung von Medienkompetenz an Jugendliche?

Wie bereits im Seminar Netzpolitik erwähnt,halte ich YouTube für DAS optimalste Medium zur Vermittllung von Medienkompetenzen, da es ,neben Google, einer der am häufigsten besuchten Seiten im World Wide Web ist, die stärkste Onlinevideostreamingplattform darstellt und in der heutigen Gesellschaft, vorallem unter den Jugendlichen, maßgeblich an Meinungsbildung, Informationsgewinn und Recherche beteiligt ist.
YouTube bietet außerdem die Möglichkeit Anschluss zu finden an Jugendliche und ihrem Alltag.
Das Ziel ist es, den SuS mithilfe geeigneter Kanäle und einer klaren Struktur, natürlich mit den jeweiligen didaktischen und pädagogischen Feinjustierungen, grundlegende Kompetenzen zur Internetrecherche, Differenzierung, Validität etc zu vermitteln.
Es würde mich sehr freuen, wenn im Laufe des Seminars/Semesters/Studiums ein Austausch zu relevanten und nützlichen Kanälen stattfindet. Ich habe euch ein paar informative, aber auch lustige, Videos verlinkt. Klickt sie ruhig an und natürlich nicht vergessen:
KOMMENTIERT, SUBSCRIBED UND LASST EIN LIKE DA :D


YouTube in Referaten

In der heutigen Zeit gibt es durch YouTube eine öffentliche Plattform für jeden, um Videoinhalte im Internet hochzuladen. Hier liegt es nahe, dass dies durchaus auch zur Wissensvermittlung verwendet wird. Mittlerweile gibt es nahezu für jedes Thema ein adäquates Tutorial oder “How-to”-Video, und gerade politische Inhalte erhalten immer mehr Aufrufe.

Für die Schüler heutzutage ist YouTube meist die erste Anlaufstelle, wenn sie etwas anschaulich erklärt bekommen wollen. Demnach ist es logisch, dass Youtube auch als Unterrichtsmedium eingesetzt werden kann und eingesetzt werden sollte.

Derzeit sehen wir, dass eigentlich kein Referat ohne Video auskommt, gerade im Fach Politikwissenschaft. Jedoch wird meist nicht das volle Potenzial der Videos ausgeschöpft, da diese oft ohne jegliche Einbindung ins Referat eingesetzt werden. Deshalb möchte ich nun grundsätzliche Richtlinien für die Verwendung von Videos, sowohl in Vorträgen als auch allgemein im Unterricht, vorstellen. Hierfür werde ich einige Verwendungsarten von YouTube-Videos behandeln.

1) Zu Beginn der Stunde/des Referats: Hierfür sollte grundsätzlich keine Einführung nötig sein, das Video ist lediglich dazu da, um die Aufmerksamkeit des Zuhörers zu bekommen. Wichtig ist hierbei, dass das Video einen engen Bezug zum Unterrichts-/Referatsthema hat und dass man direkt an den Inhalt des Videos anknüpft.

2) Während der Stunde/des Referats: Wichtig ist hierbei eine Einführung, welche beinhaltet, wovon das Video handelt und worauf zu achten ist, sowie eine kurze Auswertung dessen, was im Video geschah. Auch hier ist enger Themenbezug essenziell.

3) Am Ende der Stunde/des Referats, als Transfer oder zur Festigung: Hier ist es zwingend notwendig, den Kontext des Videos zu klären sowie einen Arbeitsauftrag im Voraus bereitzustellen. Das Video kann als Diskussionsgrundlage oder auch als Basis eines Arbeitsauftrags verwendet werden. Hier ist es weniger wichtig, einen engen Bezug zum Thema zu haben, da hier durchaus auch Transfer gefordert werden kann.

Ein Beispiel für die richtige Verwendung von Videos, beispielsweise im Referat, möchte ich noch nennen. Referatsthema: Rechtspopulismus am Beispiel Donald Trump (Video von Beginn bis Min 1:42)



Direkt anknüpfend daran stellt sich die Frage, wie ein derartig unseriöser Charakter zum Präsidenten der USA gewählt werden konnte. Hier wurde ein Video verwendet, welches keine Einführung benötigt, und es wurde ein direkter Themenbezug hergestellt.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Game der UN-Flüchtlingshilfe für den Schulunterricht

Die UNHCR zählt heute weltweit mehr als 65,3 Millionen Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen mussten. Auch hier in Deutschland spürt man die "Flüchtlingskrise". Schülerinnen und Schüler bekommen durch die Medienlandschaft und Gesellschaft viele verschiedene Eindrücke, was es bedeutet, ein Flüchtling zu sein. Auf der einen Seite gibt es eine große "Willkommenskultur" und viele Möglichkeiten, sich für Geflüchtete zu engagieren, und auf der anderen Seite wird gewarnt vor den kulturellen Unterschieden und der Überforderung Deutschlands.

Wie können sich Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Bild machen? Ist es möglich, sich in Menschen hineinzuversetzen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihren Heimatländern fliehen müssen? Die UNHCR entwickelte 2007 ein Online-Spiel für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren, in dem sich die Spieler in die Situation von Geflüchteten hineinversetzen müssen.

Das Spiel besteht aus drei Teilen: Im ersten Teil befindet man sich in einer Situation, die einen zwingt, aus dem eigenen Land zu flüchten. Im zweiten Teil steht der Spieler dann vor einer neuen Herausforderung und ist auf der Suche nach Schutz und einer Unterkunft in einem fremden Land, dessen Sprache er nicht mächtig ist. Im dritten und letzten Teil des Spiels ist man schließlich sicher in einem neuen Land angekommen und hat einen genehmigten Asylantrag. Dennoch gibt es neue Herausforderungen bei der Integration und Arbeitssuche, und man wird mit vielen gängigen Vorurteilen konfrontiert.

Das Ziel des Spiels ist es, die Situation von Menschen auf der Flucht für Jugendliche zu veranschaulichen und ein Gespür dafür zu entwickeln, wie es sich anfühlt, sein Land verlassen und in einer Gesellscalft neu anfangen zu müssen. Ergänzt wird das Spiel durch ein "Fakten-Web", bei dem es viele Hintergrundinformationen zu den beiden großen Themen Flucht und Menschenrechte gibt. Außerdem gibt es einen Lehrerleitfaden (http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/teachersupervision/de/pdf/Lehrerleitfaden.pdf) mit didaktischen Empfehlungen für den Unterricht. Hier geht es zu dem Online-Spiel: http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/game.html

openPetition

openPetition ist eine offene Internetplatform für Online-Petitionen. Jeder Nutzer kann auf dieser Plattform seine eigene Petition erstellen. Der Aktionsraum von openPetition ist vor allem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in anderen EU-Ländern. Ziel ist die Information der Bürger über politische Entscheidungsprozesse und Förderung des bürgerschaftlichen Engagements: https://www.openpetition.de/

Online-Planspiele für den Politikunterricht

Politik Planspiele online durchführen. Verfügbar für Klein- und Großgruppen. Anpassung an verschiedene Altersstufen: www.planpolitik.de/

Online-Nachhilfe Duden Learnattack

Duden Learnattack ist eine Online-Plattform, auf der man mit Hilfe von Videos, Übungen und Tests seine Noten in der Schule verbessern kann. Wie lernt man mit Learnattack? In drei Schritten zum Erfolg! Mit einem strukturierten Lernprozess zu besseren Noten: Verstehen, Üben, Prüfen! So einfach kann lernen sein.

Mit Nachhilfe kann man seine Noten ganz einfach verbessern. Egal ob in Deutsch, Englisch, Physik, Latein oder vielen weiteren Fächern, die Duden Learnattack anbietet. Solltest du Aufgaben von deinem Lehrer in der Schule nicht auf Anhieb verstehen, ist dir die Nachhilfe von Duden Learnattack beim Nachholen – auch von komplizierten Sachverhalten – behilflich. Um deine Noten zu verbessern, bieten wir viele Übungsaufgaben an, sodass du die verschiedenen Themengebiete schnell und einfach verstehen sowie online lernen kannst. Whatsapp-Nachhilfe. Professionelle Nachhilfelehrer helfen dem Nutzer schnell und persönlich weiter. Schnell und unkompliziert Fragen loswerden.

Ein Bild und dessen Auswirkungen



Ein Bild, sehr unterschiedliche Interpretationen. Wie unterschiedlich die Wahrnehmung eines jeden Menschen ist und was diese Wahrnehmung mit der politischen Einstellung zu tun hat, zeigt uns dieses Video auf eine sehr anschauliche Weise.

Mittwoch, 31. Mai 2017

QR-Code Nutzung im Unterricht

Digitale Medien im Unterricht gezielt einzusetzen und diese auch noch mit möglichst wenig Aufwand vorbereiten zu können, bereitet angehenden Lehrerinnen und Lehrern immer wieder Kopfzerbrechen. Dabei sind QR-Codes, welche man sonst beispielsweise von Plakatwerbungen kennt, ein mögliches Mittel, das bisher kaum eingesetzt wird.

Im Unterricht können diese QR-Codes ganz unterschiedlich eingesetzt werden, sei es als Möglichkeit der Selbstkontrolle für gemachte Aufgaben, als Zusatzaufgaben für besonders schnelle Schülerinnen und Schüler oder als Möglichkeit, um sehr einfach weitere Hintergrundinformationen zu einem Thema anzubieten. Dabei lassen sich hiermit Grafiken, Bilder oder kleine Filme viel besser im Unterricht integrieren, als es beispielsweise nur mit schwarz-weiß Kopien auf Arbeitsblättern möglich ist. Auch lässt sich hiermit deutlich einfacher ein individueller Unterricht gestalten und auf einzelne Schüler eingehen als beispielsweise mit Frontalunterricht.

Der große Vorteil der QR-Codes ist, dass diese sowohl kostenlos als auch lizenzfrei verfügbar sind und jeder sie mit kostenlosen Apps sowohl lesen als auch erstellen kann. Voraussetzung für die Arbeit mit QR-Codes ist natürlich, dass jeder Schüler über ein Smartphone oder Tablet verfügt, mit welchem diese QR-Codes abgerufen werden können. Auch sollte die Schule über ein WLAN-Netzwerk verfügen, da Grafiken oder Filme sonst das Datenvolumen extrem belasten.

Die Idee der QR-Code-Nutzung im Unterricht stammt aus dem Blog der Internetseite Digitaler Bildungspakt (http://digitaler-bildungspakt.de/blog/), wo sich zum Thema Digitale Bildung viele verschiedene Autoren äußern. Hier werden auch Vorschläge für mögliche Apps gegeben, welche sich in den Augen der Autorin besonders gut eignen.

Ich persönlich denke, dass QR-Codes vor allem für den Einstieg ein geeignetes Mittel sind, da ich hierbei den Schülerinnen und Schülern schnell weitere Informationen zugänglich machen kann, die ich davor persönlich ausgewählt habe. Allerdings muss ich sicher sein, dass jeder in meiner Klasse ein Smartphone besitzt, oder ich muss für alle Tablets zur Verfügung stellen. Auch benötigt die Schule ein WLAN-Netzwerk, welches für die Schülerinnen und Schülern zugänglich sein muss.

Der Lehrerberuf im digitalen Wandel

Der Beruf, den wir alle später einmal ergreifen wollen, ist einem steten Wandel unterworfen. Als kompetente Lehrperson ist es daher unerlässlich, sich gesellschaftlichen und technologischen Neuerungen nicht zu verschließen, sondern im Gegenteil darauf bedacht zu sein, eben jenen Veränderungen permanent Rechnung zu tragen. Mit anderen Worten: Das Berufsbild des Lehrers erfordert heutzutage insbesondere Flexibilität. Neben einer sich wandelnden Gesaprächskultur im Klassenzimmer oder der zunehmenden Bedeutung, die das Thema Inklusion beansprucht, geht es in dieser Hinsicht vor allem um die neuen Herausforderungen, denen Lehrpersonen im Zuge der Digitalisierung ausgesetzt sind. 

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet auf ihrer Homepage ein Dossier zum Thema "Digitale Bildung" an. Passend zu dem von mir gewählten Thema wurde dort vor etwa einem Monat ein kurzes Interview mit einem Gymnasiallehrer aus Frankfurt geführt, das sowohl die Chancen als auch die Widrigkeiten in den Blick nimmt, welche die digitale Revolution für die Schule eröffnet (https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/245958/vergessene-schuelerpasswoerter-und-andere-herausforderungen).

Da ich von der Annahme ausgehe, dass jeder, der zufällig auf diesen Blogeintrag aufmerksam geworden ist, auch die Muße besitzt, sich den verlinkten Artikel zu Gemüte zu führen, werde ich dessen genauen Inhalt nicht noch einmal bis in das letzte Detail aufdröseln. Einige Anmerkungen, die den Umgang mit ihm erleichtern, möchte ich dennoch noch zum Besten geben. 

Zunächst einmal ist bei der Lektüre die Tatsache zu beachten, dass es sich um einen sehr kurzen Artikel handelt, der zudem lediglich eine subjektive und individuelle Sicht einer einzigen Lehrperson widergibt. Der Leser sollte sich demnach darüber im Klaren sein, dass der Artikel nur einen Einstieg in das Thema ermöglichen kann, keinesfalls aber eine fundierte Analyse. 

Dennoch habe ich das Interview für die Fundgrube ausgwählt. Warum? Zum einen, weil die befragte Lehrperson konsequent versucht, beide Seiten der Medaille abzubilden. Trotz der Kürze des Artikels wird der Fokus sowohl auf die Chancen als auch auf die Widrigkeiten der digitalen Schule gelegt. Falls das Interview also als Einstieg in die Thematik genutzt wird, wird der Leser nicht wissentlich in eine bestimmte Position getrieben, sondern kann sich eigenständig Gedanken zu dem Beschriebenen machen.

Zum anderen deshalb, weil mir die Fokussierung auf den Umgang einer Lehrperson mit digitalen Mitteln zugesagt hat. Sehr viele Berichte drehen sich um die Möglichkeiten und Gefahren, die Schüler in diesem Themenfeld erleben. Der von mir ausgwählte Bericht unternimmt nun den Versuch, auch die Lehrperson mit ins Boot zu holen und dadurch eine breitere Themenpalette abzudecken.

Memrise - eine gute Alternative zum Sprachenlernen?

Mit dem Web 2.0 kann man erstmals in der Geschichte das Wissen Vieler nutzen, um sein eigenes Wissen weiter auszubauen und zu vervielfältigen. Mittlerweile wurden viele Apps und Websites entwickelt, um E-learning zu verbesssern und weiter zu verbreiten.

Eine dieser E-learning-Plattformen ist Memrise, bei der das Sprachenlernen durch Hilfe anderer Nutzer, aber vor allem durch die Hilfe Einheimischer kinderleicht gemacht werden soll. Die folgenden Links führen zu einem Memrise Praxis-Test und zu einem kleinen Video über den "Membus": 

Dienstag, 23. Mai 2017

Twitter in der Bildung

Bis vor etwa drei Wochen war ich selbst kein Twitter-User. Durch ein Gespräch im Seminar Web 2.0 erstellte ich mir dann allerdings einen Account und lernte den Kurznachrichtendienst etwas kennen. Dadurch bin ich nicht zu einem Dauernutzer oder absoluten Liebhaber von Twitter geworden, aber ich empfand es als sehr interessant, durch eigene Nutzung diesen Dienst besser kennenzulernen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet unter http://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/ eine Werkstatt zu dem Themenfeld „Digitale Bildung“ an. Unter anderem lassen sich dort Artikel zu unterschiedlichen Themen finden. Ich bin auf einen Artikel mit der Überschrift „Twitter in der Bildung“ (https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/244924/twitter-in-der-bildung) gestoßen, was mein Interesse, auch aufgrund bereits genannter Tatsache, weckte.

Der Artikel klärt zunächst, was Twitter überhaupt ist, inwiefern es anderen Sozialen Netzwerken gleicht oder sich unterscheidet und von wem es genutzt wird. Des Weiteren wird erklärt, wie Twitter funktioniert und - durch die Erklärung der wichtigsten Schlagwörter - wie man Twitter nutzen kann.

Ein großer Abschnitt des Artikels behandelt die Einsatzmöglichkeiten von Twitter in Bildungskontexten. Dabei werden die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten beleuchtet und erläutert (Austausch und Vernetzung mit Fachleuten, Methode im Unterricht, z.B. Deutsch- und Geschichtsunterricht, Fachleute im Unterricht einbeziehen,…). Zum Ende wird an die Wachsamkeit bezüglich Öffentlichkeit, Dynamik, Hatespeech etc. bei der Nutzung von Twitter appelliert. Darüber hinaus gibt es auch noch weiterführende Links mit konkreten Praxisbeispielen und Anwendungsideen.

Ich persönlich empfinde den Artikel als sehr hilfreich, gerade auch für angehende Lehrerinnen und Lehrer, um mit dem Medium Twitter, das vor allem auch in der politischen Welt sehr präsent und wichtig ist, in der Schule umzugehen und es möglicherweise einzubinden. Der Artikel ist nicht zu lange und wirkt damit nicht erschlagend oder ermüdend, sondern kann einen ersten Anreiz für dieses Thema schaffen. Durch die weiterführenden Links ist meines Erachtens auch der Übergang für die Personen, die mehr wissen möchten, gut gelungen.

Auch wenn Twitter in der aktuellen Schülergeneration in Deutschland nicht wirklich präsent ist, hat es, denke ich, trotzdem einen klaren Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Schließlich handelt es sich auch um ein Soziales Netzwerk und kann von allen Geräten abgerufen werden. Ähnlich wie bei mir kann so möglicherweise der Zugang für einen sinnvollen Gebrauch von Twitter gelingen.

Sonntag, 21. Mai 2017

Was machen wir aus Internet Memes?

Die Erfolgsgeschichte von Internet Memes ist beträchtlich. Die Verbreitung dieser meist in Form von kurz beschrifteten Bildern auftretenden Dateien macht den Begriff der viralen Inhalte anschaulich wie kein zweites Internet-Phänomen. Dass der Begriff Meme ursprünglich ausgerechnet auf den Evolutionsbiologen Richard Dawkins zurückgeht, passt dabei gut ins Bild. Dieser schrieb 1976 auf einer Schreibmaschine:
“We need a name for the new replicator, a noun that conveys the idea of a unit of cultural transmission, or a unit of imitation.” (vgl. Dawkins (2006) S. 192) 
Schon mit diesem begriffsgebenden Zitat, entnommen aus Dawkins‘ Buch Das egoistische Gen, Jahrzehnte vor der Verbreitung von PCs und WLAN, stürzen wir uns metertief in die Thematik. Von Gedanken über kulturelle Transmission und Imitation bis zu einer sozialwissenschaftlichen Dissertation ist es gar nicht so weit. Da ist es kaum verwunderlich, dass in den wenigen Jahren seit der explosionsartigen Verbreitung von Internet Memes ein beachtliches Volumen an wissenschaftlicher Arbeit über dieses Phänomen entstanden ist.

Ein erstes Brainstorming über Internet Memes ermöglicht es uns, diese als politisches Instrument, Ventil für individuelle Kreativität oder als Auswuchs einer globalen Angleichung von Humor und Werten zu betrachten. Sie könnten also politikwissenschaftlich, kommunikationswissenschaftlich, informationswissenschaftlich, sozialwissenschaftlich, kulturwissenschaftlich und wahrscheinlich irgendwie sogar astronomisch analysiert werden. Daher greifen die veröffentlichten Artikel das Thema selbstverständlich aus verschiedenen Blickwinkeln auf.

Neuartige, rasch entstandene Phänomene in einen wissenschaftlichen Rahmen zu überführen, ist eine der größten akademischen Herausforderungen überhaupt. Am Anfang des Denkprozesses von Autoren steht dabei wahrscheinlich die Frage aus dem Titel dieses Blogeintrages in all ihrer Plumpheit und Einfachheit: Was machen wir daraus? Um diese Frage kommen wir nicht herum, so populär die zugrundeliegende Thematik auch sein mag. In diesem Blogeintrag machen wir uns Gedanken über Internet Memes, schauen uns an, wie einige Autoren versucht haben, Sinn aus dem Hype um Memes zu machen, und hoffen dabei, der Beantwortung der Ausgangsfrage etwas näher zu kommen.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Cybermobbing und Schule

Heutzutage ist der Umgang mit den neuen Medien ein fester Bestandteil im Leben der Jugendlichen. Dies stellt unsere Gesellschaft vor zahlreiche neue Herausforderungen, denn diese neuen Kommunikationstechniken bringen nicht nur positive Aspekte mit sich, sie bergen auch Gefahren. Ein Beispiel dafür ist der Suizid einer jungen Amerikanerin, welche sich aufgrund schrecklicher Schikanen im Internet das Leben nahm.

Die 15-jährige Kanadierin Amanda Todd hielt die Hänseleien nicht mehr aus, sie wurde monatelang von ihren Mitschülern wegen eines Nacktfotos im Internet gemobbt. Ein Mann hatte es an die ganze Schule verschickt. „Ich habe niemanden“, steht in schwarzer Schrift auf einer weißen Karteikarte. „Ich brauche jemanden.“ Darunter hat das junge Mädchen einen traurig guckenden Smiley gemalt. Das Video ist der neun Minuten lange Hilferuf des Cybermobbing-Opfers Amanda Todd. Nicht einmal zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Videos ist das Mädchen tot. Die 15-jährige nahm sich aufgrund der nicht enden wollenden Hänseleien im Netz das Leben.


Der Fall Amanda Todd zeigt, wie wichtig es ist, das Thema Cybermobbing nicht auszublenden. Die Eltern und auch die Schule haben die Aufgabe, die Schüler und Schülerinnen über die neuen Medien aufzuklären und die damit verbundenen Kompetenzen zu vermitteln (vgl. Fawzi 2009, S. 119ff). In dieser Ausarbeitung wird zunächst auf das Phänomen Cybermobbing eingegangen und im weiteren Verlauf die möglichen Ursachen und Folgen erläutert. Anschließend wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten es für Schulen und Lehrer gibt, präventiv aktiv zu werden. Dazu wird am Ende die App „Erste-Hilfe bei Cybermobbing“ von klicksafe.de vorgestellt, zudem wurde ein Cybermobbing-Experte der Polizei Baden Württemberg interviewt.

Samstag, 1. April 2017

Bitcoin – eine echte Alternative?

Minuszinsen auf der Bank, die Finanzkrise 2008, die Griechenlandkrise, all das lässt die Menschen das Finanzsystem hinterfragen. Zunächst sollte jedoch geklärt werden, was Geld eigentlich ist.
„Geld ist ein spezielles Tauschmittel. Speziell, weil es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern (nur) zu weiteren Tauschaktionen einsetzbar ist.“ (Eichhorn/Sollte 2009, S. 42).
Geld ist also ein Tauschmittel, das man, anders als beim direkten Tausch von Waren und Dienstleistungen gegen Waren und Dienstleistungen, aufbewahren und später zur Befriedigung eines Bedürfnisses verwenden kann. Hierzu muss es als Tauschmittel akzeptiert werden. Vertrauen in das Tauschmittel, die Währung, ist also nötig. Dies wird dadurch gewährleistet, dass der Staat diese Währung als gesetzliches Zahlungsmittel herausgibt (Weik/Friedrich, 2012, S. 17).

Es gibt zwei Arten von Geld: Giralgeld und Bargeld. Bargeld, auch Hartgeld, ist das Geld, das wir in die Hand nehmen können. Es gibt Banknoten und Münzen. Im Falle der Euromünzen entspricht der Materialwert der Münze nicht dem darauf eingeprägten Wert. Giralgeld, man nennt es auch Buchgeld, dagegen ist das Geld, das unserem Bankkonto gutgeschrieben ist (wissen.de).

Um zu verstehen, warum viele Menschen das Finanzsystem hinterfragen, muss auch betrachtet werden, wie Geld entsteht. Geld wird im Grunde aus dem „Nichts geschaffen“. Zum einen von den Notenbanken. Die für den Euro zuständige Notenbank ist die EZB, die Europäische Zentralbank. Sie gehört den nationalen Zentralbanken der Euro-Mitgliedsländer und hat das Monopol zur Geldschaffung. Hierzu vergibt sie Kredite an die Geschäftsbanken, die aber nur aus Buchgeld bestehen. Einen realen Gegenwert gibt es nicht (Weik/Friedrich, 2012, S. 22 f.).

Aber auch die Geschäftsbanken „drucken“ Geld aus dem Nichts. Tatsächlich erschaffen sie mehr Geld als die EZB. Dies geschieht folgendermaßen: Banken vergeben Kredite an Privatpersonen und Unternehmen. Dies sind jedoch nicht (nur) die Spareinlagen anderer Kunden, die ausgegeben werden. Banken müssen nur zwei Prozent des von ihnen gebuchten Geldes besitzen. Wird also ein Kredit von 1000 Euro vergeben, muss die Bank nur 20 Euro davon wirklich haben (Weik/Friedrich, S. 26).

Es stellt sich noch die Frage, wie der Staat an sein Geld kommt. Die Zentralbanken unterstehen dem Staat. Da der Staat aber eine Inflation auslösen könnte, wenn er sein Geld einfach druckt, wird das Geld bei Banken geliehen. Banken jedoch leihen sich das Geld in Form von Krediten bei der EZB, also beim Staat. Seit dem 10.03.2016 beträgt der Leitzins, also der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der EZB Geld ausleihen können, 0,00% (finanzen.net). Der Staat verleiht also kostenlos Geld an Banken, um sich bei den Banken Geld gegen Zinsen zu leihen (Weik/Friedrich, 2012, S. 274 f.).

Eigentlich wundert es kaum jemanden, dass das Vertrauen in das Finanzsystem ins Wanken geraten ist. Bitcoin bietet eine Alternative. Was Bitcoin ist, wie es funktionier und ob es eine echte Alternative darstellt, wird im Folgenden geklärt.

Donnerstag, 30. März 2017

Das Online-Petitionsportal des Bundestages - Mehr Partizipation durch das “E”?

Das Ende des Monats naht, als Student oftmals ein Grund, sich auf das Nötigste zu beschränken. Der Kontostand bringt einen fast zur Verzweiflung und man überlegt, auf was man die nächste Woche lieber verzichten sollte. Zwar bekommen viele Studierende Unterstützung vom Staat in Form von BAföG, aber bis vor kurzem war der BAföG-Satz geringer als der Hartz-IV-­Satz, der dem entspricht, was man für den minimalen Lebensunterhalt braucht.

Durch eine E-Petition hat sich das nun zum Besseren gewandelt. Ein Student reichte diese beim Deutschen Bundestag ein und bemängelte die Situation. Der Petitionsausschuss stimmte der E-Petition zu und leitete sie an das zuständige Ministerium weiter. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde dort über das Thema BAföG diskutiert. Durch das perfekte Timing der E-Petition wurde es dem Student ermöglicht, Einfluss auf die Politik zu nehmen und die Situation vieler anderer Studierender zu verbessern. Die Bedarfssätze, der Wohnzuschlag und die Freibeträge werden steigen, und Studenten dürfen einen Minijob haben, ohne befürchten zu müssen, dass die Einkünfte mit dem BAföG verrechnet werden.

Wird Partizipation durch E-Petitionen auf einmal so einfach gemacht? Kann man sich vom Sofa aus politisch engagieren und das nur mit einem Mausklick? Einfacher geht es kaum. Aber ist das schon “richtige” Partizipation? Kann man es sich in Zukunft sparen, auf Demonstrationen zu gehen oder an Streiks teilzunehmen? Bequemer scheint es auf jeden Fall. Doch reicht das wirklich aus? Verleitet diese Bequemlichkeit die Menschen sogar eher dazu, sich nicht mehr außerhalb der digitalen Welt zu engagieren? Oder verlockt die Bequemlichkeit politisch bisher Nicht-Engagierte, ihre Interessen zu vertreten?

Im folgenden Text werde ich zunächst Petitionen im allgemeinen thematisieren, daraufhin das Online-Petitions-System des Bundestages und dessen Verfahren kurz beschreiben, woraufhin ich erläutere, wer dieses System nutzt. Auf dieser Basis werde ich in der Literatur vertretene sowie eigene Kritik an diesem System üben, um daraus ein Fazit zu ziehen.

Mittwoch, 29. März 2017

„Mensch Maschine“ – Sind wir auf dem Weg zu einer Cyborg-Gesellschaft?

„Sie sind bereits überall und wir werden ihnen nicht entkommen können. Es wird nicht mehr lange dauern, dann haben sie uns. Unser Schicksal wird damit besiegelt sein, denn sie werden uns in einen von ihnen verwandeln! Es sind schon so viele. Sie sagen, dass sie uns nur helfen und uns unterstützen wollen und dass sie unser Leben verbessern möchten. Aber ihre wahrhaftigen Absichten sind böse“ [1].
So oder so ähnlich könnte die Kurzfassung eines Horrorfilms lauten. Aber nein, dies ist kein Horrorfilm, sondern vielmehr jenes Szenario, welches sich in den Gedanken der meisten Menschen abspielt, wenn es um genetisch und technisch veränderbare Menschen, sogenannte Cyborgs, geht [2].

Modernste Technik und Menschen werden eins, in dem sie zu Cyborgs transformiert werden. Dies ist die Wunschvorstellung der „Transhumanisten“. Könnte dies der Weg zum ewigen Leben sein? Längst ist es uns möglich, Gehörlose wieder hören oder Gelähmte wieder gehen zu lassen. Doch wie können wir garantieren, dass Menschen noch Menschen bleiben, wenn sie ihren Körper massiv verändern und mit modernster Technik „aufpimpen“?

Ist ein Mensch noch ein Mensch, der seine Sehkraft verbessert, seine Sinne verstärkt, sich Chips implantieren lässt oder Magnete in den Fingerspitzen trägt? Wie sieht es mit der Chancengleichheit in unserer Gesellschaft aus? Wie weit darf der Mensch gehen?

In diesem Blogeintrag werde ich mich den oben genannten Fragestellungen widmen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Mensch und Maschine in Einklang miteinander leben können und welche Auswirkung dies auf unsere Gesellschaft haben könnte.

Samstag, 25. März 2017

Fitness oder Folter - Kann dich dein Smartphone sexy machen?

„Better sore than sorry“ „Clean Eating“ und „Cheatday“ sind für den Jugendlichen von heute schon lange keine Fremdwörter mehr. Dass Fitness in den vergangenen Jahren zum Trend geworden ist, wird auch im World Wide Web immer deutlicher. Betrachtet man die aktuellen Top-Charts im App Store, so hat es wieder eine Fitness-App auf den ersten Platz geschafft. Mit einer einmaligen Investition von 2,99 Euro und einem täglichen Zeitaufwand von gerade einmal 7 Minuten verspricht die App „7 Min Workout - 7 Minuten Trainingseinheiten“ maximalen Erfolg bei minimalem Aufwand. Es stellen sich unweigerlich die Fragen: Können die massenhaften Fitnessangebote zahlreicher Online-Dienste herkömmliche Sport- und Fitnessangebote ersetzen? Und gelingt es ihnen, dass wir letzten Endes nicht nur gut aussehen, sondern uns auch gut fühlen?

Dienstag, 21. März 2017

YouNow - Streams aus Kinderzimmern

Wonder_Girl_Berlin sitzt gerade auf der Couch und spricht über ihren Exfreund. GreekBoY liegt in seinem Bett und hört das neue Kollegah Album. Bei Paaaaaascal ist nur der Kopf zu sehen und sein Schnarchen zu hören. Belinda flechtet ihrer Freundin die Haare und tauscht sich mit ihr über den Schulalltag aus.

Alle erwähnten Ereignisse passieren zur gleichen Zeit in deutschen Kinder- und Jugendzimmern und jeder kann ihnen dabei zuschauen, denn die sogenannten Streamerinnen und Streamer machen eine Live-Übertragung in das World Wide Web. Die oben genannten Jugendlichen sind Nutzer der Onlineplattform YouNow.

Kaum eine Seite beziehungsweise Smartphone-App verursachte einen so gewaltigen medialen Aufschrei wie YouNow. Man sprach von „Teenager-Striptease aus dem Kinderzimmer“ oder einem „Paradies für Pädophile“. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich und was macht den Reiz für viele Jugendliche aus?



Hintergrund zu YouNow

In den letzten sechs Jahren sind die sogenannten Social Live Streaming Services entstanden. Diese Plattformen geben den Internetnutzern verschiedene Möglichkeiten, sich live zu präsentieren und eigenes Material in Echtzeit zu produzieren.

Samstag, 18. März 2017

iPad-Nutzung in der Schule mit besonderem Fokus auf körperlich Beeinträchtigte

Am 27. Januar 2010 stellte Steve Jobs das erste iPad vor. Ein tragbarer Computer, der einem Smartphone ähnelt. Nach über 7 Jahren ist es nicht mehr nur ein Must-have für Appleaffine, auch die Schullandschaft zeigt vermehrt Interesse am Tablet und dessen unendlichen Möglichkeiten. Apple versucht sich im Bildungsbereich mit dem iPad zu etablieren und macht in diesem Kontext auch für den Einsatz in der Sonderpädagogik Werbung.



Doch warum lohnt sich der Einsatz des iPads im Unterricht und welche Aspekte machen die Nutzung des iPads für Lernende mit Beeinträchtigung attraktiv?

Im Folgendem ermittle ich das Potential des iPads mit seinen Bedienungshilfen und Fähigkeiten für den Schulunterricht. Dabei werde ich einen besonderen Fokus auf die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit einer körperlichen Beeinträchtigung richten und das Für und Wider des Einsatzes eines iPads diskutieren. Neben dem Attraktivitätsaspekt und der Rolle der Lehrkräfte werde ich mich auch zum Ende hin noch der Finanzierungsfrage widmen.

Mittwoch, 15. März 2017

Politische Blogs und ihr Einfluss auf die Gesellschaft

Was ist für uns selbstverständlich?

Selbstverständlich ist, dass die Erde eine Kugel ist. Selbstverständlich ist auch, dass man als Frau studieren und Auto fahren darf. Es ist auch selbstverständlich, dass Religionen gleichgestellt sind und dass man sich von seiner Religion trennen kann, wenn man es möchte. Außerdem ist es selbstverständlich, dass jeder seine Meinung frei äußern kann, ohne politische Verfolgung fürchten zu müssen… oder?

Ich kann das leicht behaupten, in meinem Zimmer mit freiem Internetzugang. Hier in Deutschland, wo das Grundgesetz die Verfassung ist und nicht eine heilige Schrift. Doch was für mich und für die westliche Welt selbstverständlich ist, ist woanders auf der Welt ein Verbrechen. In Saudi-Arabien zum Beispiel, wo die Zeit scheinbar im Mittelalter stehengeblieben ist: Wo Wissenschaftler als Ketzer abgetan werden, Frauen Gegenständen gleichgestellt sind, wo Religion über allem steht und wo man um sein Leben fürchten muss, wenn man eine politische Diskussion anfängt. Kann man in so einem Land überhaupt frei denken? Wie bildet man sich seine Meinung und wo kann man diese äußern?


Meinungsäußerung im Web 2.0

Das Internet bietet diese Möglichkeiten, vorausgesetzt natürlich, dass es nicht zensiert wird. Über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter kann jeder seine Meinung leicht äußern – man braucht dafür keine besondere Qualifikation, und jeder darf schreiben, was er denkt, solange er nicht die Rechte eines anderen verletzt.

Wenn man sich allerdings etwas mehr für ein Thema interessiert, sich einarbeitet und auch einen gewissen Anspruch an seine Argumentation hat, fängt man vielleicht an, einen Blog zu schreiben. Dann kommen Leser hinzu, diese kommentieren, es entstehen Diskussionen und die Plattform wächst. So kann man seine Meinung frei äußern, auf Menschen mit ähnlichen Ansichten treffen und sogar die Gesellschaft beeinflussen. Es kann sein, dass die Plattform so weit wächst, dass die großen Medien darauf aufmerksam werden oder dass man für seinen Blog einen Preis gewinnt. In demokratischen Ländern zumindest. In Diktaturen kann es sein, dass die Polizei oder Geheimdienste darauf aufmerksam werden, und dann muss man für seinen Blog einen Preis bezahlen – oft ist es die Freiheit, manchmal sogar das Leben.

Diese Arbeit behandelt das Thema politische Blogs und ihren Einfluss in der Gesellschaft. Besonders interessant ist das in Bezug auf Länder mit Zensur: Schafft man es mithilfe eines Blogs, liberales Gedankengut in eine religiös dominierte Gesellschaft zu bringen? Und was riskiert man dabei? 

Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit Blogs im Allgemeinen: Welche Arten von Blogs es gibt, wie viele es gibt und welchen Einfluss man dadurch gewinnen kann. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich dann mit Blogs in Ländern ohne Meinungsfreiheit. Das möchte ich an einem sehr prägnanten Beispiel festmachen: An Raif Badawi, einem Blogger, der zu umgerechnet knapp 195.000 Euro Strafe, zehn Jahren Haft, mit anschließenden zehn Jahren Reiseverbot, und tausend Peitschenhieben verurteilt wurde, weil er seine Meinung geäußert hat und ein Forum geschaffen hat, in dem man sich über Politik und Religion austauschen konnte (amnesty.de, 2015).

Freitag, 27. Januar 2017

Erfahrungsbericht zum Umgang mit der GMX Topmail Abzocke

Mitte letzten Jahres bekam ich zu meinem Erstaunen Post von meinem damaligen E-Mail-Anbieter GMX. In einem letzten außergerichtlichen Mahnbescheid wurde ich dazu aufgefordert, 25 Euro für ein angeblich in Anspruch genommenes Topmail-Konto zu bezahlen. Leider hatte ich jedoch sowohl von der Bestellung als auch der Nutzung dieses Angebots in dem genannten Zeitraum der letzten drei Monate nichts mitbekommen. Als ich mich zu informieren begann, stellte ich sofort fest, dass es sich hierbei um eine häufig angewendete Strategie zur Abzocke handelte.

Bei meiner Recherche bezüglich des weiteren Vorgehens in diesem Fall bin ich auf dieses Video gestoßen. Ich entschloss mich, wie der Ersteller des Videos, nicht zu bezahlen. Nachdem dann Tage später mein E-Mail-Postfach gesperrt wurde, sah ich mich zum Handeln gezwungen. Ich machte Gebrauch von diesem vorgefertigten Musterbrief der Verbraucherschutzzentrale, von dem es eine Anfertigung für Volljährige sowie Minderjährige gibt. Ich passte den Brief meinem Fall an und schickte ihn am nächsten Tag mit der Post an die zuständige Adresse. Wenige Tage später bekam ich eine schriftliche Antwort, in der die Zahlungsforderungen gegen mich (Wortlaut aus dem Brief: ,,treuen Kunden") zurückgezogen wurden.

Leider sind Strategien wie diese eine häufige angewandte und somit auch ertragreiche Strategie einiger Online-Anbieter, wie dieser Bericht des Bayrischen Rundfunks zeigt.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Fake News - eine Gefahr für die Demokratie?

Bei Fake News handelt es sich um falsche, erfundene Nachrichten, die über das Internet in Sozialen Medien verbreitet werden mit dem Ziel der Meinungs- und Stimmungsmache gegen Personen, Politiker und Minderheiten oder zur Beeinflussung von Wahlen.

            

Seit den US-Wahlen, die stark von der Streuung von verschiedenen Fake News geprägt waren, sehen viele die Demokratie in Gefahr. Es wird davon ausgegangen, dass ihr Ausgang durch sogenannte Social Bots beeinflusst wurde. Viele befürchten deshalb auch, dass die bevorstehenden Bundestagswahlen 2017 stark durch Fake News und Social Bots beeinflusst werden könnten.

Gerade die sozialen Netzwerke stehen in diesem Zusammenhang in der Kritik. Facebook hat nun angekündigt, mit einem Journalismus-Projekt, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Medienpartnern, vermehrt gegen die Verbreitung von Falschmeldungen vorzugehen.

US-Forscher zweifeln jedoch einen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Wahl durch Fake News an. Auf der ARD-Webseite gibt es extra ein Spezial mit allen Informationen zum Thema „Fake News“.

Prism is a dancer

Im Neo Magazin Royale untersucht Jan Böhmermann in der Rubrik "Prism is a dancer" die Social-Media-Auftritte seines Studiopublikums und stellt dann besonders peinliche oder bemerkenswerte Funde vor, um die Zuschauer für den Umgang mit den sozialen Netzwerken zu sensibilisieren.



Dass sich nicht nur Jan Böhmermann für Internetaktivitäten interessiert, zeigt der Fall eines Richters am Landgericht Rostock, der aufgrund eines Fotos auf Facebook, auf dem er ein T-Shirt mit dem Spruch: "Wir geben ihrer Zukunft ein Zuhause: JVA" trug, vom BGH für befangen erklärt wurde. In der Folge musste ein bereits abgeschlossener Fall von einem anderen Landgericht neu verhandelt werden.

Beim Social Scoring hingegen werden Aktivitäten im Web 2.0 in ein Punktesystem übersetzt, um Kredit- oder Arbeitgeber bei der Auswahl von Kunden bzw. Arbeitnehmern zu unterstützen.

Kampagnen des Europarats gegen Mobbing

Der Europarat engagiert sich seit vielen Jahren gegen Mobbing und Hate Speech. Das folgende Video ist Teil der Kampagne "Stoppt das Mobbing" und zeigt, dass und wie Prävention funktioniert:

Mittwoch, 25. Januar 2017

Safer Internet Day 2017

Bald ist es wieder soweit: Der Safer Internet Day 2017 findet am 7. Februar mit dem Motto "Be the change: unite for a better Internet" zum Thema (Cyber)Mobbing statt. An diesem Tag gibt es in über 100 Ländern der ganzen Welt verschiedene Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema sicheres Internet.

Im Rahmen des EU-Programms "Safer Internet" ist seit 2004 einmal jährlich der Safer Internet Day. Dieser Tag des sicheren Internets fand aber nicht nur innerhalb der EU Anklang. Mittlerweile ist der Aktionstag auf jedem Koninent vertreten. In jedem teilnehmenden Land gibt es eine eigene Homepage (eine Übersicht findet ihr hier). Für Deutschland heißt die Seite klicksafe.de. Dort findet man unter anderem auch Lehrmaterialien.

Mittels dieses Aktionstags soll ein grundlegendes Bewusstsein für den sicheren Umgang mit dem Internet geschaffen werden, es sollen praktische Tipps sowohl für Kinder und Eltern als auch für Lehrer geteilt werden, und die Aktionen sollen motivieren, sich selbst in das Projekt miteinzubringen.


Surfen ohne Risiko

Surfen ohne Risiko ist ein Internetangebot des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche. Ziel des Angebots ist es, dass Kinder und Eltern gemeinsam Verhaltensweisen einüben, die für einen kompetenten Umgang mit Medien wichtig sind. Eltern und Kinder finden auf der Website hilfreiche Informationen zu Themen wie Abzocke und sicheres Chatten sowie nützliche Tipps zum Schutz der persönlichen Daten.

Dienstag, 24. Januar 2017

Die Droge Internet

Dass der Konsum von Drogen häufig zu Abhängigkeiten führt, ist bekannt. Doch neben diesen gängigen Süchten verbreitet sich in den letzten Jahren eine weitere: Die Sucht nach dem Internet. Diese ist, wie in einem kürzlich erschienenen Blogpost erwähnt, noch nicht besonders gut erforscht.

Eine Studie der Krankenkasse DAK sowie des Deutschen Zentrums für Suchtfragen versuchte 2015, diese Forschungslücke teilweise zu schließen. Sie befasste sich mit der Intenetnutzung von 12- bis 17-jährigen und fand beispielsweise heraus, dass fast jeder fünfte Junge schon einmal gelogen hat, um zu verbergen, wie intensiv er das Internet nutzt.

Die gewonnenen Daten deuten dabei laut Dr. Rainer Thomasius (Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) darauf hin, dass die Folgen ihrer Internetnutzung für etwa 5% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland krankhaft seien.

Mit einer Studie, die sich mit Internetsucht im Erwachsenenalter befasst, befasste sich im Jahr 2013 dieser Artikel im Focus. Besonders interessant fand ich dabei die erwähnte "Überlappung" der Internetsucht mit anderen Süchten, etwa der Spiel- oder Sexsucht, welche im Internet auf leicht abgewandelte Art ausgelebt werden können. Im letzten Abschnitt sind außerdem zehn Merkmale für Internetsucht aufgelistet.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Cybermobbing Prävention e.V.

Cybermobbing ist ein Thema, das nahezu jedem ein Begriff ist. Dadurch, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler jederzeit auf das Internet zugreifen können, gewinnt dieses Thema noch mehr an Bedeutung. Das Internet scheint eine anonyme Zone zu sein, dies lässt die Hemmschwellen sinken.

Die Folgen sind unter anderem soziale Isolierung, Stress und Depressionen. Aus diesem Grund gibt es "Cybermobbing Prävention e.V.". Der Verein bietet Workshops für Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler an. Begleitet werden diese Workshops durch Anti-Gewalttrainer und Medienpädagogen.

„Sweetie, turn on your cam!“

Wie in einem früheren Fundgrubenbeitrag schon geschildert, stellen Chatforen eine besondere Gefahr für Jugendliche dar. Hier werden ihnen Bilder mit sexuellen Inhalten geschickt oder sie werden dazu aufgefordert, solche selbst zu verschicken.

Das Kinderhilfswerk Terre des Hommes hat eine Studie veröffentlicht, die den Blick weg von den Jugendlichen in Europa wendet und sich besonders auf Kinder und Jugendliche in den Philippinen konzentriert. Hier entsteht nämlich eine immer größer werdende Industrie in den Chatforen: der Webcam-Kindersextourismus.

Erwachsene bezahlen für einen Lifestream von Kindern aus anderen Ländern (am häufigsten den Philippinen), die sexuelle Handlungen durchführen. Zwischen 10,- und 100,- USD werden von dem Missbraucher bezahlt, von denen zu jeder Tages- und Nachtzeit geschätzt 750.000 im Netz unterwegs sind. Auch wenn Webcam-Kindersextourismus nach internationalen Gesetzen verboten ist, hat man bis jetzt erst 6 Missbraucher als zahlende Kosumenten verurteilt.

Das Video zeigt eindrucksvoll, wie Terre des Hommes auf ihre eigene Art und Weise versucht haben, gegen diese Straftat vorzugehen, und wie viel erfolgreicher sie waren als andere Institutionen zuvor.

Das Internet vergisst nie

Gerade das Hochladen von privaten Bildern oder Videos bei Jugendlichen sorgte in den letzten Jahren für viele Schlagzeilen. Im Jahr 2012 sorgte bspw. der Selbstmord der 15-jährigen Kanadierin Amanda Todd für große Diskussionen. Viele Personen reagierten mit Aussagen wie: "Die ist doch selber schuld, wenn sie diese Videos in das Netz online stellt, muss sie mit der Verbreitung rechnen."

Meiner Meinung nach sind Jugendliche besonders gefährdet, leichtsinnig Videos oder Bilder von sich im Netz hochzuladen, ohne sich in einem solchen Moment über mögliche Konsequenzen bewusst zu sein. Deswegen finde ich es sehr wichtig, Jugendlichen bereits in einem jungen Alter über Geschichten wie die von Amanda Todd aufzuklären und das Thema im Unterricht ausgiebig zu behandeln.

Es gibt eine Vielzahl von Filmen, die sich für eine solche Unterrichtseinheit eignen, u.a. finde ich den Spielfilm Homevideo sehr passend für Jugendliche. 2011 wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis und im folgenden Jahr mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Hier der Trailer:


Falls man im Unterricht keine Zeit für den kompletten Film hat, eignet sich auch der Kurzfilm Das Internet vergisst nie. Hier geht es um eine junge Frau, die Bilder von sich in das Netz stellt und sich daraufhin ihr Freund, Familie und Freunde von ihr abwenden und sie keinen Job findet. Der Kurzfilm eignet sich sehr gut bei älteren Jugendlichen, um mögliche Konsequenzen des sozialen Netz in der Bewerbungsphase aufzuzeigen.

Jugendschutzfilter

Kinder und Jugendliche verbringen laut der aktuellen JIM-Studie rund 200 Minuten täglich im Internet. Häufig kontrollieren die Eltern jedoch nicht, auf welchen Internetseiten ihre Kinder surfen.

Jugendschutzfilter bzw. Jugendschutzprogramme laufen im Hintergrund und überprüfen, ob Web-Angebote für die jeweilige Altersstufe freigeschaltet sind. Dementsprechend werden die aufgerufenen Internetseiten angezeigt oder blockiert.

Das Programm JusProg arbeitet mit den Altersstufen ab 0, 6, 12, 16 und 18 Jahren und verwendet neben altersdifferenzierten Negativlisten (Blacklists), welche unzulässige und nicht altersgerechte Internetangebote sperren, auch die Positivliste (Whitelist) der Kindersuchmaschine fragFINN, welche zu unbedenklichen Internetangeboten führt.