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Mittwoch, 15. Mai 2019

Interview: Wenn Kinder nur wischen, haben sie einen Nachteil!

Der ein oder andere von euch wird bestimmt schon von Aussagen gehört haben, wie: „Fernsehen macht dick, dumm, gewalttätig“ (vgl. Stuttgarter Zeitung 24.12.2005, S. 35ff.) oder „Smartphones bewirken Diabetes, Schlafstörungen, Depressionen.“ (vgl. Deutschlandfunk 08.03.2018)

Diese vernichtenden Äußerungen zu digitalen Medien stammen vom Neurowissenschaftler und Psychiater Manfred Spitzer, einem der bekanntesten deutschen Medienkritiker. Im Interview mit Tobias Armbrüster im Deutschlandfunk thematisiert er die Gefahren einer zu frühen digitalen Bildung, den falschen Apell an einen verantwortungsvollen Umgang, die sinkenden Leistungen durch digitale Medien im Unterricht und vieles mehr: Das ganze Interview im Deutschlandfunk.

Gerade weil die Stimme der Medienbefürworter immens erscheint, braucht es in der öffentlichen Diskussion solche radikalen Meinungen und Extrempositionen, damit man sich irgendwann in der Mitte treffen kann. Spitzer hält immer wieder öffentliche Vorträge an Schulen, Kindergärten oder anderen Institutionen. Wenn ein solcher in der Nähe stattfindet, lohnt sich der Besuch :) 

- Fundgruben-Beitrag von Sophia Schultze -

Freitag, 12. April 2019

Mobbing 2.0 - Wenn das Internet zur Waffe wird

Cybermobbing – ein Thema, das täglich präsent ist, jedoch oft vergessen oder verdrängt wird. Im Blog wurde bereits auf den Fall von Amanda Todd hingewiesen, jedoch kann nicht oft genug gesagt werden, was Cybermobbing bei Menschen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, auslösen kann.

Auch Hannah Smith, ein 14-jähriges Mädchen aus Großbritannien, nahm sich aufgrund böswilliger User-Kommentare das Leben. Dies sind nur zwei Beispiele für die Gefahren von Kommunikationsplattformen im Internet. Denn genau hier wurde deutlich: Das Internet KANN zur Waffe werden. Und im schlimmsten Fall verheerend enden.

Daher ist es wichtig, über das Thema aufzuklären und zu zeigen, welche Folgen Cybermobbing mit sich bringt und welche Präventionsmaßnahmen Schulen vornehmen können, um Cybermobbing zu stoppen.


Der Begriff „Cybermobbing“

Cybermobbing. Ein Begriff, der Eltern, Lehrer, aber vor allem auch Schüler immer mehr zusammenschrecken lässt und Angst bereitet. Doch was genau bedeutet Cybermobbing überhaupt? Es lässt sich feststellen, dass es keine eindeutige und gültige Definition von Cybermobbing gibt. Jedoch sind gewisse Faktoren erkennbar, die in vielen Definitionen enthalten sind und von Roll (2017, S. 47) zusammengefasst werden:
„Demnach lässt sich Cybermobbing als wiederholtes absichtliches Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen via elektronischer oder digitaler Medien wie z.B. Handy oder Internet beschreiben. Dieses Verhalten wird entweder von einzelnen Personen oder von Gruppen durchgeführt, mit der Absicht dem Gegenüber (sozial) zu schaden.“
Cybermobbing, auch Cyberbullying oder Cyberstalking genannt, kann dabei in unterschiedlichen Formen stattfinden. Das aggressive Verhalten kann entweder verbal in Form von Chats, WhatsApp-Nachrichten und E-Mails erfolgen oder nonverbal, indem Bilder oder Videos auf öffentlichen Plattformen, wie beispielsweise Facebook, Twitter oder YouTube, veröffentlicht werden (vgl. ebd.).

Dienstag, 17. Juli 2018

Phishing

Youtube-Video: https://www.youtube.com/watch?v=IR0UM33botU

Phishing:
  • Kommt vom Wort "fishing", bedeutet also "angeln".
  • Beim Phishing geht es darum, sensible Daten wie Passwörter zu stehlen.
  • Dazu werden Tricks benutzt, meistens durch E-Mails (vor dem Internet gab es dieses Phänomen auch schon, jedoch per Telefon).
  • Meistens werden Kreditkarteninformationen oder Zugangsdaten zu Online-Banking-Accounts "gefischt".
Wie kann man sich schützen?
  • Virensoftware
  • "Verstand benutzen": E-Mails (wie alles andere auch) kritisch hinterfragen (auf Formulierungen achten, Banken fragen Passwörter nicht per E-Mail ab)
  • PERSÖNLICHES GESPRÄCH mit dem Absender suchen (Bank, Kollegen,...)
Weitere Informationen: http://www.was-ist-malware.de/virenschutz/phishing/

Weitere Gefahren im Netz: https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Die-zehn-groessten-Gefahren-im-Internet.html

Freitag, 6. Juli 2018

Internet-ABC: Gefahren und Schutz

Das „Internet-ABC“ macht auf eine ganze Bandbreite von Gefahren aufmerksam, denen Kinder im Internet begegnen können. Es wird grundlegend erklärt, welche Probleme auftreten können und wie man dagegen vorgehen kann. Sowohl Eltern und LehrerInnen als auch SchülerInnen werden dabei adressiert.

Die Elterninformationen betreffend, wird über Themen wie „Abzocke / Kostenfallen“, „Internetsucht bei Kindern und Jugendlichen“, „Mobbing und Cybermobbing“, „Gewalt, Pornografie, Extremismus: Jugendschutz im Internet“, „Hate Speech“ und vieles mehr aufgeklärt. Diese Themen sind gerade für Eltern, die sich vielleicht weniger gut im Web auskennen sehr geeignet, um Gefahren (frühzeitig) zu erkennen.

Man findet zu den unterschiedlichsten Gefahren kurze Informationstexte, um sich einen Einblick zu verschaffen. Für LehrerInnen gibt es verschiedene Arbeitsblätter und Lernmodule, die sie mit ihren SchülerInnen durchführen können.

Das Lernmodul „Datenschutz – das bleibt privat!“ informiert über Datenschutz, und man kann verschiedene Aufgaben erledigen und Fragen beantworten. Am Ende wird erklärt, was man tun kann, falls Daten von einem im Internet missbraucht wurden.

Auch gibt es eine meiner Meinung nach gelungene Anleitung für Kinder, welche erklärt, was man tun kann, wenn Daten missbraucht wurden. Allerdings muss man aufpassen, welche der Lernmodule man mit Kindern durchführt, da hier teils (ob bewusst oder unbewusst) Klischees bedient werden. Dies ist zum Beispiel beim Lernmodul „Lügner und Betrüger im Internet“ und "Viren und andere Computerkrankheiten" der Fall.

Montag, 11. Juni 2018

JUUUPORT e.V.

JUUUPORT ist ein Portal zur anonymen Beratung und für praktische Online-Tipps für Jugendliche und von Jugendlichen, das vom Verein JUUUPORT e.V. angeboten wird.

Beraten wird zu Themen rund ums Netz und insbesondere bei Problemen wie Cybermobbing, Mobbing, sozialen Netzwerken oder Abzocke. Über ein Beratungsformular können Jugendliche unter Angabe ihres Geburtsjahrs (dient der besseren Einschätzung der Fälle) und ihrer Mailadresse oder Handynummer (freiwillige Angaben) ihr Anliegen schildern. JUUUPORT versichert, dass spätestens am nächsten oder übernächsten Tag eine Antwort gesendet wird, die über einen vorher erhaltenen Code abgerufen werden kann.

Die JUUUPORT-Scouts sind selbst Jugendliche, die von dem Verein ausgebildet werden hinsichtlich beraterischer, psychologischer und rechtlicher Grundlagen. Bei schwierigen Fragen stehen allerdings trotzdem noch Erwachsene und Experten zur Verfügung, an die sich die Scouts wenden können, um auch schwierige Fälle entsprechend beantworten zu können.

Zusätzlich zu der Beratung gibt es auf dem Portal weitere Möglichkeiten, sich über das Netz und insbesondere seine Gefahren im Magazin zu informieren. Unter anderem gibt es Rubriken wie:
und einige mehr, um hier nur diejenigen zu nennen, die einen Bezug zu Gefahren im Netz haben.

Themen, zu denen häufig Fragen eingegangen sind, werden auf einer Extraseite direkt beantwortet. Die Themen sind z.B. Recht am eigenen Bild, Datenmissbrauch, Datenspionage und einige weitere.

Auch über das Portal hinaus ist der Verein aktiv zu Themen der Sicherheit im Netz: Er bietet zum Beispiel zusammen mit klicksafe ein Webinar für Schulen zum Thema "Meine Geheimnisse im Netz".

Im Februar 2018 startete das neue Projekt "Werte Leben -Online", in dem es darum geht, dafür zu sensibilisieren, dass man sich auch im Web aktiv gegen Rassismus, Cybermobbing und für Respekt und Toleranz im Netz einsetzen kann. Auch hier wird wieder für Datenschutz und Sicherheit sensibilisiert und vor allem auch, diesen zu respektieren. Also keine Bilder von jemand anderem zu posten ohne dessen Einwilligung.

Dienstag, 16. Januar 2018

Bündnis gegen Cybermobbing

www.buendnis-gegen-cybermobbing.de/ - Im Juli 2011 wurde das "Bündnis gegen Cybermobbing" gegründet. Dieses Bündnis setzt sich aus Menschen zusammen, die bereits persönliche Erfahrungen (privat oder beruflich) mit diesem Thema gemacht haben. Diese Menschen wollen gemeinsam gegen Cybermobbing und die Gewalt im Netz ankämpfen, denn obwohl diese Problematik sehr weit verbreitet ist, bekommt sie dennoch zu wenig Aufmerksamkeit.

Das Bündnis ist ein großer Zusammenschluss aus engagierten Eltern, Pädagogen, Juristen, Medizinern, Forschern usw. Außerdem wird das Bündnis gegen Cybermobbing von Prominenten aus Politik, Sport und Medien unterstützt. Ziele des Bündnisses gegen Cybermobbing: Die Gesellschaft soll mehr zum Thema Cybermobbing aufgeklärt werden. Zudem sollen Forschungen zum Thema Cyberlife und Gewalt im Netz umgesetzt werden und neue Präventionsansätze entwickelt werden.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Safer Internet Day 2018

Jedes Jahr organisiert das europäische Netzwerk Insafe den Safer Internet Day, SID. Dieses Jahr findet der SID am 6. Februar unter dem Motto: "Safer Internet Day 2018 - Create, connect and share respect: A better internet starts with you."

In Deutschland koordiniert und organisiert klicksafe.de den SID. Das Ziel ist dabei, möglichst viele Akteure und Institutionen für den weltweiten Aktionstag zu gewinnen.

Auf der Seite von klicksafe.de kann man sich über alle Aktionen zum SID informieren oder sich selbst mit seiner Aktion registrieren. Eine Aktion in Stuttgart ist zum Beispiel ein Webinar zur Förderung der Medienkompetenz und Gewaltprävention an Grundschulen, welches von der Caritas veranstaltet wird. Über die internationale Seite des SID kann man sich zudem über alle Aktionen weltweit informieren.

Dienstag, 9. Januar 2018

"Kinder sicher im Netz"

Mit der Aktion "Kinder sicher im Netz" setzen sich die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes, die Deutsche Telekom AG und die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia seit mehr als 10 Jahren für die Sicherheit von Kindern im Internet und die Internet- und Medienkompetenz ein.

Unter anderem finden sich auf der Seite der Polizeilichen Kriminalprävention verschiedene Tipps für Eltern zum sicheren Surfen und Chatten.

Darüber hinaus finden sich auch zum Thema Cybermobbing, Smartphone-Sicherheit und anderen alltäglichen - auch für Erwachsene wichtigen - Herausforderungen im Web (2.0), wie beispielsweise Phishing oder auch Abofallen, verschiedene Informationen und Informationsmaterialien. Diese Informationsmaterialien können sowohl heruntergeladen als auch bei Beratungsstellen kostenlos abgeholt werden. Die Möglichkeit, Informationsbroschüren abzuholen, eignet sich beispielsweise auch für die Präventionsarbeit und Schulung der Medienkompetenz im Unterricht.

Zur Aktion "Kinder sicher im Netz" finden sich außerdem Informationsfilme mit Bastian Schweinsteiger und Rudi Cerne, welche zum einen für Eltern, zum anderen für Kinder vorgesehen sind. Die Aktion hat in Zeiten von Web 2.0 eine sehr hohe Relevanz für Eltern und Kinder. Ein Kritikpunkt, welcher jedoch angebracht werden muss, ist die fehlende Aktualität in Bezug auf die Informationsfilme, welche für die Schülerinnen und Schüler angepasst und auf den neuesten Stand gebracht werden sollten, um ansprechender und somit auch bewegender für die Schülerinnen und Schüler zu sein.

Diese Gefahren lauern im Internet

http://www.computerbetrug.de/hier-droht-ihnen-gefahr-im-internet - Wie man weiß, gibt es im Internet genügend Gefahren und Risiken: von Betrug und Abzocke bis hin zu Datendiebstahl und Lösegeldtrojanern. Auch Spammer können eine gewisse Gefahr darstellen. Auf Computerbetrug.de werden die aktuell größten Gefahren des Internet dargestellt und - viel wichtiger - Lösungswege bereitgestellt, wie man sich vor diesen schützen kann:

Donnerstag, 27. Juli 2017

Waffen- und Drogenhandel auf Instagram

Die Plattform Instagram, eigentlich als eine Art "Fototagebuch" bekannt, wurde von Waffen- und Drogendealern zweckentfremdet. Völlig hemmungslos bieten zum Beispiel Drogendealer ihre Produkte auf Instagram an und erreichen durch verschiedene Hashtags auch eine breite Masse.

Wie das ganze abläuft und wie man den Dealern jetzt versucht an den Kragen zu gehen, findet ihr hier: https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article122188888/Bei-Instagram-gibt-es-Waffen-und-Drogen-zu-kaufen.html

Mittwoch, 26. Juli 2017

Drive-by Downloads

Drive-by Downloads sind unbewusste oder unbemerkte Downloads. Diese sind meist Viren. Oft sehen Seiten, auf denen man solche Downloads findet, aus wie seriöse Websites, beispielsweise von Anti-Virenprogrammen. Dort werden teilweise Kontodaten abgefragt. Hier findet man genaue Informationen und einige Möglichkeiten, sich davor zu schützen: http://www.cio.com/article/2448967/security0/6-ways-to-defend-against-drive-by-downloads.html

Donnerstag, 20. Juli 2017

Gefahren im Web 2.0 - Online-Betrug

Online Abzocke - Was tun?

Besondere Angebote, kostenlose Artikel oder simples Gewinnspiel - eine kurze Anmeldung genügt und schon erhält man Post. Unwissentlich einen Vertrag abgeschlossen und es drohen saftige Rechnungen. Die betrügerischen Maschen im Internet werden immer dreister und trickreicher, daher ist stets Vorsicht geboten. So können Sie sich wehren:

10 Tipps gegen Online Abzocke

1. Vorsicht vor vermeintlich kostenlosen Angeboten
Im Internet findet man nur selten bis garnicht Artikel, die kostenlos verschenkt werden. Seien Sie also stets misstrauisch! Informieren Sie sich über die Firma und lesen Sie das Kleingedruckte!

2. Gewinnspiele
Gewinnspiele sind eine effektive Methode, um den Verbraucher abzuzocken. Sie denken sich nicht viel dabei und machen spaßeshalber bei einem kostenlosen Gewinnspiel mit und kurze Zeit später erhalten Sie eine E-Mail oder gar einen Anruf, dass sie gewonnen haben. Ab diesem Punkt ist äußerste Vorsicht geboten. Das Gewinnspiel selbst ist nicht die Masche, sondern was damit einhergeht. Meist werden Sie im Anschluss dazu aufgerufen ein Abonnement abzuschließen um etwaige Steuerkosten abzudecken. Die Personen sind sehr gut darin, jemanden hinters Licht zu führen! Für Sie hört sich das alles zunächst sehr logisch an, doch trauen Sie ihnen nicht! Stellen Sie viele Fragen und versuchen Sie so viele Informationen wie möglich herauszulocken. Sie werden schnell merken, wie unseriös dieses Angebot ist.

3. Persönliche Daten nicht weitergeben
Die Angabe von persönlichen Daten im Netz ist immer schwierig. Im Zweifelsfall lieber einen falschen Namen mit falscher Adresse verwenden oder gar nicht erst angeben. Auf gar keinen Fall dürfen sie Ihre Kontodaten am Telefon weitergeben. Bei kostenlosen Angeboten sind Kontodaten eigentlich überflüssig. Seien Sie also wachsam!

4. Auf keinen Fall zahlen
Falls es welchen Gründen auch immer dazu kommt, dass Sie aufgefordert werden eine Rechnung zu bezahlen, zahlen Sie nicht! Wenn sie erst einmal gezahlt haben, wird es schwierig, das Geld zurückzuholen. Eine Zahlung kann vor Gericht als Schuldeingeständnis zählen.

5. Machen Sie deutlich, dass kein Anspruch besteht
Rechtsanwalte raten dennoch nicht dazu, die Forderungen komplett zu ignorieren. Stattdessen solle man auf jeden Fall deutlich machen, dass kein Anspruch besteht. Wer mit einem Brief einmal mitgeteilt hat, dass das Angebot unerwünscht ist, befindet sich auf der sicheren Seite.

6. Keine Angst vor Gerichtsverfahren
Lassen Sie sich nicht von Gerichtsurteilen irre machen, die den Inkasso-Schreiben beigelegt werden. Urteile im Sinne der Abzocker kämen nur in Ausnahmefällen zustande, etwa wenn die Gegenseite nicht vor Gericht erscheine.
"Häufig befassen sich die zitierten Urteile zudem mit ganz anderen Sachverhalten, zum Beispiel mit Klagen geprellter Kunden auf Schadenersatz. Die Inkassobüros selbst können keine Maßnahmen anordnen. So lange keine Post vom Gericht kommt, können Sie Mahnschreiben daher getrost weiter ignorieren."

7. Informieren Sie die Bank
Ein effektiver Weg, sich gegen die Machenschaften der Inkassofirmen zu wehren, ist es, Beschwerde bei dem Kreditinstitut einzulegen, bei dem das Konto der Abzocker geführt wird. Informieren Sie auch ihre Bank darüber, dass keine Einzugsermächtigung vorliegt, sodass Sie ihr Geld zurücküberwiesen bekommen.

8. Erstatten Sie Strafanzeige
Wenn Sie von Inkassobüros mit unberechtigten Forderungen unter Druck gesetzt werden, können Sie auch zur Gegenoffensive übergehen. Dies ist eine sinnvolle Maßnahme gegen die Betrüger, die sich meist danach zurückziehen. Eine Strafanzeige ist völlig kostenfrei.

9. Klagen Sie auf Schadenersatz
Um auf Schadenersatz klagen zu können, muss der Kunde nachweisen, dass ihm tatsächlich ein (monetärer) Schaden entstanden ist. Hat die Abzockfirma ihren Sitz in Deutschland, sind die Erfolgsaussichten relativ gut. Vor allem, wenn die entsprechende Firma einschlägig bekannt ist. Bei einem Firmensitz im Ausland wird es schwieriger. Halten Sie aus diesen Gründe Beweise fest. Speichern Sie die E-Mails oder machen Sie ein Screenshot von der Homepage.

10. Informieren Sie sich
Wird Ihnen ein verlockendes Angebot unterbreitet, schlagen Sie nicht sofort zu. Informieren Sie sich über das Produkt, den Hersteller und die Firma. Fragen Sie Freunde oder Familienangehörige nach ihrer Meinung. Sie werden schnell feststellen, dass es in den meisten Fällen um ein unseriöses Angebot geht. Denken Sie nicht: "Ja mir wird das nie passieren!", wenn Sie Maschen nicht kennen, dann ist Ihnen nicht klar, wie leicht man Opfer eines solchen Betrugs werden kann.

Zum Weiterlesen:

Phishing - die unbekannte Gefahr

Phishing ist ein Kunstwort und setzt sich zusammen aus “Password” und “fishing”, zu Deutsch “nach Passwörtern angeln”. Phishing-Betrüger fälschen E-Mails und Internetseiten, um an vertrauliche Daten wie Passwörter, Zugangs- oder Kreditkartendaten heranzukommen.

Wie potenzielle Phishing-Betrüger zu erkennen sind und welche wirksamen Schutzmaßnahmen bestehen, zeigt das folgende Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=J5f2zvO_e-8&t=3s

Sicherlich kann dieses Angebot lediglich einen ersten Eindruck davon vermitteln, welche Gefahren das zugrundeliegende Phänomen birgt. In diesem ersten Schritt erscheint es mir jedoch von viel größerer Bedeutung, dass Menschen überhaupt für die Thematik sensibilisiert werden und ein Bewusstsein für diese Erscheinung entwickeln. Schließlich ist der Begriff des "Phishing" insbesondere für sehr junge und für ältere Internetnutzer noch Neuland. Nicht ohne Grund sprechen Experten auch von einer unbekannten Gefahr. Erst im zweiten Schritt können dann im Zuge einer tiefergehenden Analyse weitere Schwerpunkte gesetzt und der Versuch unternommen werden, die Thematik noch besser zu durchdringen.

Cybermobbing - Unterrichtsideen für jede Klassenstufe

Mit Grundschulkindern über Cybermobbing zu reden und hierfür geeignete Materialien zu finden, scheint für den einen oder anderen schwierig zu sein. Die Internetseite http://www.sicherheit-macht-schule.de/Unterrichtsideen/Klasse_1_6/1256_Cyber_Mobbing.htm liefert hierfür Unterrichtsideen.

Diese sind in drei Altersstufen untergliedert und sollten somit sowohl Lehrerinnen und Lehrern der Grundschule, der Sekundarstufe und der Oberstufe geeignete Materialien liefern. Die Seite liefert nicht nur Anregungen, sondern zum Teil auch konkrete Unterrichtseinheiten. Beispielsweise ermöglicht die kindgerechte Geschichte „Rudi und Wolle“ selbst in Grundschulklassen einen guten Einstieg in die Thematik.

Dienstag, 18. Juli 2017

Botnetze - Botfrei

Ein Botnetz ist eine Gruppe von automatisierten Schadprogrammen, sogenannter Bots. Diese laufen auf vernetzten Computern zu einem Botnetz zusammen, welches von einem Botmaster kontrolliert wird. Botmaster haben die Möglichkeit, persönliche Passwörter oder Daten auszuspähen, das Netzwerk zum Versenden gefährlicher Spam-Mails zu verwenden oder gar einen Angriff auf ein IT-System zu starten.
Von Tom-b - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9084453

Die Infizierung eines Rechners kann auf verschiedene Arten erfolgen. Zum einen durch Malware, indem ein Nutzer eine Mail mit einer entsprechenden Programminstallation oder einen Link auf eine infizierte Website erhält. Zum anderen durch Downloads, indem der Nutzer freiwillig eine Applikation herunterlädt, die mit einem Trojaner verbunden ist. Darüber hinaus durch Exploits und manuelle Installation. Inzwischen haben die Betreiber, auch aufgrund bereits zerschlagener Botnetzwerke, ihre Strategie verändert und Smartphones, Webserver, Router oder andere vernetzte Geräte im Internet neben Computern integriert.


Doch wie kann man als Normalverbraucher und Laie diesem Problem begegnen? Im Jahr 2010 wurde die Homepage www.botfrei.de als "Anti-Botnet-Beratungszentrum" in Betrieb genommen. Das kurzfristige Ziel dieser privatwirtschaftlichen Initiative war das Verschwinden Deutschlands in den Top 10 der Botnetzaktivitäten. Dieses Ziel wurde 2013 erreicht. Seitdem wird das Projekt als Service des eco Verbands weiterbetrieben. Und so bietet sich diese Homepage als ein hilfreiches Mittel an, dieser Thematik zu begegnen, entgegenzutreten und vorzusorgen.

Die Homepage liefert Informationen zur Thematik, gibt Tipps und Anwendungshilfen für unterschiedliche Schutzprogramme und bietet einen guten Service in Form von Werkzeugen und Anleitungen. Darüber hinaus hat botfrei.de ein eigenes Wiki, welches sich speziell mit Internetsicherheit beschäftigt.

Meines Erachtens eine Website mit guten praktischen Hilfestellungen und wichtigen, aber eher unbekannten, Hintergrundinformationen. Ein Besuch lohnt sich und hat möglicherweise positive Folgeerscheinungen.

Montag, 17. Juli 2017

klicksafe.de


Wer kennt diese Werbung nicht: "Im wirklichen Leben würden Sie ihre Kinder schützen. Dann machen Sie es doch auch im Internet!" - Mit diesem Slogan fordert die Sensibilisierungskampagne, welche im Auftrag der EU handelt, alle Eltern auf, sich den Gefahren des Internets bewusst zu werden und ihre Kinder zu schützen.

Bei "klicksafe.de" handelt es sich um eine Kampagne, welche zur Förderung der Medienkompetenz im Umgang mit dem Internet beitragen soll. Die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz (Projektkoordination) und die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) riefen dieses Projekt ins Leben, mit dem Hintergrund des Aktionsplans "Safer Internet Programme" der EU aus dem Jahr 1999. Ziele hierbei waren die Bekämpfung von illegalen, unerwünschten oder schädlichen Inhalten sowie die Förderung eines sicheren Umfelds.

Zielperson dieser Kampagne ist jeder, der etwas mit dem Internet zu tun hat. Egal ob Kinder, Jugendliche, Eltern, Pädagogen, Organisationen sowie Unternehmer und Betreiber von Internetseiten. Da die Zielgruppe der Kinder sehr schwer auf so eine Thematik anzusprechen ist, richtet sich diese Werbung vor allem an ihre Eltern, welche sie, durch ihre tägliche Nähe und im täglichen Umgang mit ihnen, im Hinblick auf einen kompetenten Umgang mit dem Internet besser sensibilisieren können: http://www.klicksafe.de/

Mittwoch, 18. Januar 2017

WhatsApp Kettenbriefe

Die meisten von uns haben wahrscheinlich schonmal einen Kettenbrief über WhatsApp bekommen. Das kann ziemlich nervig sein, vor allem wenn man diesen unbedingt "an 10 weitere Freunde schicken" muss, damit etwas Tolles passiert oder etwas Schlimmes nicht passiert. Etwas Tolles sollte mir passieren, als ich neulich eine WhatsApp-Nachricht über einen Rewe-Gutschein erhalten habe.

Solche weitergeleiteten Nachrichten können Gefahren in sich bergen. Denn wenn man auf den angezeigten Link klickt, wird man auf eine Seite verwiesen, die zunächst wie das Unternehmen aussieht, man muss drei Fragen zum Unternehmen beantworten und dann 10 weitere Freunde aussuchen, denen man von dieser Aktion erzählen soll - wobei der Nachrichten-Text automatisch generiert wird - und schließlich muss man seine persönlichen Daten eingeben. Genau dieses Preisgeben der eigenen Daten ist so gefährlich an diesen Nachrichten, denn man weiß nicht, wohin sie gehen und wofür sie verwendet werden. Den Gutschein bekommt man zudem auch nicht. 

Doch was kann mit den eingegebenen Daten passieren?

Zum einen werden sie zu Werbezwecken genutzt. Man bekommt beispielsweise Emails oder Telefonanrufe, in denen Werbung gemacht wird. Fataler ist es, wenn man unbemerkt in eine Abofalle tappt, denn da ist auch finanzieller Schaden zu erwarten. Die eingegebenen Daten, wie zum Beispiel Name und Adresse, können auch im Datenhandel weiterverkauft werden.

Was tun, wenn ich sowas bekomme?

Man kann zunächst im Internet nachschauen, ob das wirklich stimmt. Bei Links sollte man auch vorerst nicht draufklicken, sondern recherchieren. In diesem Beispiel wird man unter der Eingabe von "Rewe Gutschein Whatsapp" sehr schnell fündig, dass die Nachricht nicht echt ist. Auch sollte man die Person, von der man diese Nachricht hat, darüber in Kenntnis setzten, dass es eine Falle ist.

Die Seite Onlinewarnungen.de informiert über aktuelle Warnungen, wie den erwähnten REWE-Gutschein, und was diese Nachrichten für Gefahren in sich bergen. Auch Anleitungen, was man tun kann, wenn man zu spät von einer Warnung erfährt, werden auf dieser Seite gegeben. Man hat außerdem die Möglichkeit, Andere darüber zu informieren, indem man per Email an Onlinewarnungen.de schreibt.

Zum aktuellen Gutschein-Fake, welcher nicht nur unter Rewe läuft, sondern auch unter dem Namen diverser anderer Unternehmen, hat Onlinewarnungen.de einen Artikel veröffentlicht, der Aufklärung bietet: WhatsApp: Gutscheine von Lidl und Rewe sind eine Falle

Klicksafe.de: Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz

„Im wirklichen Leben würden Sie Ihre Kinder schützen. Dann machen Sie es doch auch im Internet“, fordert klicksafe.de Eltern in ganz Deutschland am Ende eines Spots auf. Seit der Erstausstrahlung 2005 sieht man regelmäßig im Fernsehen und im Kino, wie eine Mutter leichtsinnig und lächelnd ihren Kindern den Umgang mit dubiosen Menschen erlaubt – was im Alltag absurd erscheint, ist im Internet Realität.



Klicksafe.de ist eine Sensibilisierungskampagne, die im Auftrag der EU-Kommission handelt. Hintergrund dazu bildet das „Safer Internet Programme“ der EU von 1999 und seine Nachfolger, die illegale und ungewünschte Aktivitäten bekämpfen, ein sicheres Umwelt schaffen und Sensibilisierung fördern wollen.
Zielgruppen von klicksafe.de sind Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer, Pädagogen, Organisationen, Institutionen, Unternehmer und Betreiber von Internetseiten – jeder, der im entferntesten etwas mit dem Internet zu tun hat. Dementsprechend fällt die Internetseite auch sehr vielfältig aus: Es gibt digitale Spiele für die jüngeren Nutzer, Infos zu häufig genutzten Internetseiten für Jugendliche und Eltern, bei denen auch auf Gefahren aufmerksam gemacht wird (wie beispielsweise das Problem mit dem Datenschutz bei WhatsApp) und Materialen für LehrerInnen und vieles mehr.

Online-Zensur - Mauern im Internet

Meinungsfreiheit ist für uns eine Selbstverständlichkeit. In Zeiten des "Mitmach -Webs" scheint diese Meinungsfreiheit sogar manchmal zu viel zu sein. Hass-Kommentare, Cybermobbing oder Fake können uns dazu bringen zu überlegen: "Wie weit geht Meinungsfreiheit?" Die Diskussion ist in vollem Gange. Die Rede ist von Einschränkungen im Internet. Diese Einschränkungen lassen sich unter dem Begriff Zensur zusammenfassen. Anderswo auf der Welt hat man die Frage nach Meinungsfreiheit längst entschieden. Zensur ist normal, wie diese Karte zeigt.

Auffallend sind vor allem die Staaten im Nahen und Mittleren Osten sowie Asien. Aber auch Länder, die nicht weit von uns entfernt sind, versuchen Mauern im Netz zu bauen. So machte die Türkei in den vergangenen Jahren mehrfach Schlagzeilen, als sie Soziale Netzwerke wie Twitter, Youtube und Facebook sperrte, da dort als rufschädigend empfundene Botschaften über den Premier Erdogan verbreitet worden waren.

Ein aktueller Fall, der immer noch Menschenrechtler und Bürgerrechtsaktivisten beschäftigt, ist der Fall des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi. Er nutzte das Internet, um Politik und den Islam öffentlich zu diskutieren, und wurde dafür zu 10 Jahren Haft und 1.000 Peitschenhieben verurteilt. Seine Frau und die Familie, die sich teils im Ausland befindet, setzen sich nun seit Jahren für Badawi ein. Der Journalist Constantin Schreiber hat für Badawi stellvertretend seine Texte in einem Buch veröffentlicht.

Die Folgen der Online-Zensur sind verheerend, da die Online-Welt das Kommunikationsmittel unserer Zeit ist. Im arabischen Frühling sicherte sie die Kommunikation der Menschen. Bei großen Katastrophen sind die Möglichkeiten der Kommunikation ohne das Internet nicht mehr denkbar. Soziale Netzwerke bieten die Chance, gehört zu werden, und sei es anonym. Aktuelle Entwicklungen, wie beispielsweise negative Erfahrungen, Fragen der Sicherheit (z.B. terroristische Netzwerke) zeigen, dass die Meinungsfreiheit im Internet ein umstrittenes Thema bleiben wird.

Dienstag, 17. Januar 2017

Ransomware - gehackt und erpresst

Über Ransomware wurde auch schon in einem früheren Blogartikel berichtet.
Der Begriff bezeichnet Schadprogramme, die den Zugriff auf Ordner, Dateien oder Teile der Festplatte verhindern und oft auch das gesamte Computersystem sperren. Anschließend verlangen die Hacker Geld, um den Computer wieder zu entsperren. Oft wird auch ein Countdown angezeigt, um die Betroffenen zusätzlich unter Druck zu setzen und es wird gedroht, dass die Daten nach Ablauf der Frist verloren gehen.
In diesem kurzen Video erfahrt ihr alles was ihr über Ransomware wissen müsst: