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Samstag, 12. November 2022

Sind Smartphones an steigender Einsamkeit schuld?

Simplicissimus ist ein YouTube Kanal, der seit 2015 existiert und Video-Essays produziert – bis Juni 2022 für FUNK, nun eigenständig. In dem eingebetteten Video geht es um die vermeintliche „loneliness epidemic“ der Ellenbogengesellschaft.

In dem Video werden Studien vorgestellt, die sowohl für als auch gegen die These sprechen, dass wir uns in einer „loneliness epidemic“ befinden. Dazu werden Experten wie Dr. Janosch Schobin oder Prof. Dr. Sonia Lippke interviewt. Es werden Studien ausgewertet, die von den 1960ern bis in die 2000er reichen, bei denen Einsamkeit verglichen wird. Außerdem wird erörtert, welche Faktoren Einsamkeit beeinflussen können: Faktoren wie zum Beispiel Pandemien können gerade für chronisch einsame Menschen gefährlich werden. Das können zum Beispiel Student:innen oder Renter:innen sein. Vor der Corona-Pandemie war im Durchschnitt eine von zehn Personen in Deutschland chronisch krank. Gegen Ende des Video-Beitrags kommen die Autoren zu einem überraschenden Ergebnis.


Donnerstag, 5. Mai 2022

Smartphone oder Dumbphone?

Manfred Spitzer ist wahrscheinlich das Flaggschiff der Digitalisierungskritiker in Deutschland. Nach "Digitale Demenz" und "Cyberkrank" kam 2019 sein Buch "Die Smartphone-Epidemie" auf den Markt, in dem er über die negativen Folgen des Smartphones aufklären will. Mit einem guten Schuss Polemik weist er auf gravierende Entwicklungen hin: Von Übergewicht und Fettleibigkeit wegen ausbleibender Bewegung über extreme Smartphone-Sucht und steigender Depressivität bis hin zu 96% Kurzsichtigkeit bei Rekruten der südkoreanischen Armee.

Das Buch ist allen gewidmet, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen, die laut Spitzer in langsamen und vorsichtigen Schritten an digitale Medien herangeführt werden müssen - mit allen Risiken im Hinterkopf, die oft nicht gesehen werden (wollen). Mit Studien über massive Beeinträchtigung des Denkvermögens durch digitale Medien möchte er seine Warnung untermauern. Und will man auf das oft gelobte Bildungsvorzeigeland Skandinavien verweisen, so stellt er fest, dass verminderte Schulleistungen und Digitalisierung dort miteinander korrelieren. Vor allem die Schwächsten leiden dabei.

Gegen Ende wird dann nochmal ausgeholt: Selbst die Demokratie sei in Gefahr. Wahlmanipulation, Algorithmen und Fake News sind die Stichwörter. Die empirische Unterfütterung fällt hier jedoch ein wenig mau aus und entspricht in vielen Fällen nicht dem aktuellen Forschungsstand.

Ein eigenes Schlusswort wird bei alledem schmerzlich vermisst. Man hat ein wenig den Eindruck, Spitzer würde ein Sackgassenschild nach dem anderen aufstellen, ohne dabei eine Alternativroute aufzuzeigen. So ist es nicht verwunderlich, dass er auf viele wie ein Spielverderber wirkt, der neuen Technologien per se kritisch bis ablehnend gegenübersteht. Das Vakuum, wie ein verantwortungsbewusster Umgang persönlich und gesellschaftlich aussehen könnte, bleibt unbefüllt. Wenn auch mit Sicherheit einiges etwas platt und einseitig daherkommt, hat mich das Buch definitiv dazu angeregt, über meinen eigenen Konsum nachzudenken und diesen besser zu kontrollieren.

An dieser Stelle bin ich auf weitere Erfahrungen und Gedanken hierzu gespannt, welche negativen Folgen mit der Digitalisierung auch für das persönliche Leben einhergehen und wie ein kompetenter, ausgewogener Umgang - gerade auch bei Kindern - aussehen kann, ohne dabei in übertriebenen Alarmismus zu verfallen. 

Manfred Spitzer (2019): Die Smartphone-Epidemie. Gefahren für Gesundheit, Bildung und Gesellschaft. Stuttgart: Klett-Cotta. ISBN: 9783608985603. Taschenbuch: 10€

Montag, 16. März 2020

Ständige Erreichbarkeit - Welche Auswirkungen hat sie auf unsere Gesellschaft?

Alle7 Minuten Smartphone-Check“

„Der durchschnittliche Nutzer greift pro Woche 1.500 Mal zu seinem Smartphone“

„Ein Viertel der Millennials […] checkt über 100 Mal täglich das Smartphone […]. Zwischen drei und fünf Stunden ist das Smartphone jeden Tag im Gebrauch“
Artikel zu Studien über die besorgniserregend hohe Handynutzung, vor allem von Jugendlichen, finden sich online en masse. Es scheint so, als sei die Entwicklung des Smartphones die große Katastrophe des 21. Jahrhunderts. Hauptsächlich Jugendliche scheinen gefährdet und müssen vor ihm geschützt werden. Sind Smartphone und Co. eine Bedrohung für unsere Gesellschaft, die bekämpft werden sollte? Oder kann es zur Bereicherung statt Belastung im Alltag werden? Wie sich mobile Endgeräte und die damit einhergehende Möglichkeit zur ständigen Erreichbarkeit auf unser Leben und damit auch auf die Gesellschaft als Ganzes auswirken, soll im Folgenden behandelt werden.

Zunächst wird der Aspekt der ständigen Erreichbarkeit im Berufsleben untersucht. Es wird sich zeigen, inwieweit die aktuelle Arbeitswelt noch ein arbeitsfreies Privatleben zulässt. Selbiges soll hinsichtlich der ständigen Erreichbarkeit und ihrer Auswirkungen auf private Beziehungen anschließend untersucht werden. Da dieser Blogbeitrag im Rahmen eines Seminars für Lehramtsstudierende entsteht, darf ein Blick in die Schulen und deren Umgang mit mobilen Endgeräten und der dadurch entstehenden ständigen Erreichbarkeit nicht fehlen.

Anschließend sollen zunächst die negativen psychischen Auswirkungen wie Stress oder auch körperliche Symptome wie Schlaflosigkeit durch Medienkonsum betrachtet werden. Die Thematik der gesundheitlichen Auswirkungen von ständiger Erreichbarkeit und Präsenz wird mit einem extremen Beispiel aus Japan abgeschlossen: dem Phänomen Karoshi.

Der letzte Punkt soll sich mit Gegenbewegungen zur ständigen Erreichbarkeit, bzw. mit einem positiven Umgang, beschäftigen. Dabei wird es um Digital Detox, Achtsamkeit und zuletzt um die beiden Influencerinnen Lisa Sophie Laurent und Jana Kaspar alias JANAklar gehen, die sich beide nach einem Burnout mit Anfang 20 jeweils ihren Weg mit der ständigen Erreichbarkeit suchen. 

Mittwoch, 15. Mai 2019

Interview: Wenn Kinder nur wischen, haben sie einen Nachteil!

Der ein oder andere von euch wird bestimmt schon von Aussagen gehört haben, wie: „Fernsehen macht dick, dumm, gewalttätig“ (vgl. Stuttgarter Zeitung 24.12.2005, S. 35ff.) oder „Smartphones bewirken Diabetes, Schlafstörungen, Depressionen.“ (vgl. Deutschlandfunk 08.03.2018)

Diese vernichtenden Äußerungen zu digitalen Medien stammen vom Neurowissenschaftler und Psychiater Manfred Spitzer, einem der bekanntesten deutschen Medienkritiker. Im Interview mit Tobias Armbrüster im Deutschlandfunk thematisiert er die Gefahren einer zu frühen digitalen Bildung, den falschen Apell an einen verantwortungsvollen Umgang, die sinkenden Leistungen durch digitale Medien im Unterricht und vieles mehr: Das ganze Interview im Deutschlandfunk.

Gerade weil die Stimme der Medienbefürworter immens erscheint, braucht es in der öffentlichen Diskussion solche radikalen Meinungen und Extrempositionen, damit man sich irgendwann in der Mitte treffen kann. Spitzer hält immer wieder öffentliche Vorträge an Schulen, Kindergärten oder anderen Institutionen. Wenn ein solcher in der Nähe stattfindet, lohnt sich der Besuch :) 

- Fundgruben-Beitrag von Sophia Schultze -

Donnerstag, 9. Mai 2019

Die tägliche Dosis Politik in kleinen Mengen

Wahrscheinlich werden wir in unserem Lehrer-Dasein irgendwann einmal an den Punkt kommen müssen, an dem wir merken werden, dass unsere Schüler*innen doch nicht ganz so gut informiert sind über das aktuelle Geschehen, als es vielleicht wünschenswert wäre. Der Tageszeitung stirbt sowieso die Kundschaft weg, E-Paper hatte noch nie so richtig Erfolg und bei Instagram sind Katzen doch auch überproportional gegenüber Politikern vertreten. Nachrichten und politische Themen bewegen sich eben meilenweit entfernt von den Medien und der Lebenswelt, die junge Menschen umgeben...

"Denkste!" dachten sich einige findige Tüftler unserer allseits beliebten Bundeszentrale für politische Bildung. Denn nun gibt es die "tägliche Dosis Politik" direkt aufs Smartphone und zwar nicht in irgendeiner verschollenen App, sondern mitten im andauernd genutzten Messenger-Dienst gleich zwischen Mama und dem besten Freund.

Ganz einfach ist es möglich, einen Computer zu beauftragen, einem jeden Tag die News der bpb zu schicken. Das ersetzt freilich keine Tageszeitung! Dennoch bietet der Dienst zumindest einen kleinen Einblick in das Thema des Tages, welches gerade nun wirklich brandaktuell ist. Aufgelockert mit witzigen Emojis und der Möglichkeit, sich auf der bpb-Website noch weiter zu informieren, ist das Newsletter-Angebot "Deine tägliche Dosis Politik" allen Jugendlichen, aber auch uns - besonders denjenigen, die es gerne mal kurz und prägnant haben - sehr zu empfehlen.

Kostenlos zu abonnieren über die Messenger-Dienste WhatsApp, Telegram und Insta. Jederzeit abmeldbar. Weitere Infos bei der bpb!

Mittwoch, 17. Januar 2018

Arbeitsmaterial für den Unterricht von Klicksafe

Auf der Klicksafe-Internetseite findet man unter dem Themenbereich 'Smartphone' verschiedene sehr nützliche Arbeitshefte zu den Themen Handynutzung und Herausforderungen bei der Nutzung mobiler Medien vor dem Hintergrund der Omnipräsenz von Smartphone und Internetzugang.

http://www.klicksafe.de/service/schule-und-unterricht/unterrichtsreihe-mobile-medien-neue-herausforderungen/

Im Rahmen eines medienpädagogischen Seminars (Kinder- und Jugendschutz) habe ich mit zwei anderen Studierenden einen Workshop in der 7. Klasse einer Realschule zum Thema Smartphone und v.a. WhatsApp bzw. WhatsApp-Stress durchgeführt. Unser Anliegen bzw. Ziel des Workshops war es, positive und insbesondere auch gefährliche Aspekte der Smartphonenutzung (v.a. der Whatsapp-Nutzung) aufzuzeigen und gemeinsam mit den SuS herauszuarbeiten, um diese zur Reflexion über die Herausforderungen bei der Nutzung mobiler Medien anzuregen und aufzuklären.

Dafür haben wir aus dem Arbeitsheft "AlwaysON" von 2015 einzelne Elemente ausgesucht und die Materialien mit der Klasse erprobt:

1. Einstieg: "Augen auf im Straßenverkehr" (Aus Projekt 1 des Hefts)
SuS laufen im Klassenzimmer umher, während die Lehrperson einen Text vorliest (zum Einfluss der Handynutzung am Steuer auf die Unfallhäufigkeit). Die SuS tippen diesen Text im Gehen in ein Notizprogramm ihres Handys ein. Anschließend wird darüber reflektiert, wie schwer es ihnen gefallen ist, sich auf alles gleichzeitig zu konzentrieren, und wem es im Alltag auch manchmal so geht.

2. Kahoot-Umfrage zur eigenen Nutzungshäufigkeit und zum Nutzungsverhalten der SuS. Diese Methode kam wie erwartet besonders gut bei den SuS an. ABER: Es hatten wider Erwarten relativ wenige SuS ein Smartphone dabei bzw. ein Smartphone mit Internetflatrate. Einen WLAN-Zugang gibt es für die SuS an der Schule nicht. Mit unseren drei selbst mitgebrachten Tablets konnten insgesamt (nur) neun mobile Endgeräte an der Umfrage teilnehmen. War für die SuS aber kein Problem, sie haben dann zu zweit oder dritt abgestimmt.

3. Brainstorming rund um das Thema WhatsApp: "Warum wird Whatsapp so häufig genutzt?" Hier kam eine rege Diskussion unter den SuS zustande. An dieser Stelle durften die SuS ihren "WhatsApp-Traffic" in ihren Handys einsehen und vorlesen. (Aus Projekt 2 des Hefts)

4. Ein Erklärvideo von handysektor.de zum Thema "WhatsApp"-Stress wurde gezeigt. Danach wurde darüber gesprochen, von was 'Lisa' im Video gestresst wird - bzw. was man gegen den so genannten WhatsApp-Stress unternehmen kann. (Aus Projekt 2 des Hefts)
https://www.youtube.com/watch?v=PDjJjjgGioQ

5. Gruppenarbeit: "AnWhatsApp finde ich gut..." ODER "An WhatsApp finde ich problematisch..."
Zu einer dieser beiden Aussagaben haben jeweils drei Gruppen à drei oder vier SuS Argumente auf der Grundlage der vorherigen Diskussionen herausgearbeitet und auf einem Plakat festgehalten. (Aus Projekt 2 des Hefts)

6. Präsentation & Abschlussreflexion: Nachdem jede Gruppe ihre Ergebnisse vorgestellt hatte, wurde in einer Abschlussreflexion über die Erkenntnisse des Workshops gesprochen.

Fazit: Insgesamt würde ich den Workshop als sehr gelungen einschätzen und auch erneut durchführen. Besonders auffällig war, dass die SuS sich alle angesprochen fühlten, dass sie sehr interessiert bei der Sache waren und viele persönliche Beispiele aus ihrem Alltag mit einbringen konnten.

Montag, 12. September 2016

Wird der Verbraucher durch Bonussysteme wie Payback zum ‚Gläsernen Kunden‘?

Wer kennt die folgende Situation nicht? Man steht im Supermarkt an der Kasse und wird nach der Kundenkarte gefragt.

Generell fällt bei einem Blick in den Geldbeutel auf, dass man sehr viele Kundenkarten von diversen Einkaufsketten besitzt. Mit jeder einzelnen Bonuskarte kann man scheinbar profitieren: Punkte sammeln, bezahlen etc. Als i-Tüpfelchen bekommt man zusätzliche Rabatt-Coupons zur Verfügung gestellt, die extra auf den eigenen Einkaufsbedarf zugeschnitten werden.

Dabei stellt sich allerdings die Frage, ob sich die zahlreichen Bonusaktionen wirklich lohnen und inwieweit die entsprechenden Unternehmen von den Kundendaten profitieren können.

Eines der Bonusprogramme stellt Payback dar – Payback ist zugleich der Marktführer unter den Bonusprogrammen. Die Payback-Karte ist neben der EC- und Kreditkarte die meistverbreitete Karte in den Geldbörsen der Deutschen (swp.de, 2015).


Im Folgenden soll Payback vorgestellt werden. Des Weiteren soll anhand des Beispiels Payback aufgezeigt werden, wie Verbraucher durch das Teilnehmen an Bonussystemen zum ‚Gläsernen Kunden‘ werden.

Was sind Bonussysteme – am Beispiel Payback 

Jeder zweite Haushalt besitzt zufolge der Webseite ‚marktforschung.de‘ eine Payback-Karte (marktforschung.de, 2015). Doch was genau verbirgt sich hinter Payback?

Bei Payback handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Management Holding Loyalty Partner GmbH. Diese ist Teil der American Express Group. Loyalty Partner beinhaltet drei Unternehmen, die sich alle im Bereich ‚Kundenmanagement‘ einordnen lassen (payback.net, 2016).

Das Bonussystem Payback gibt es seit 2000 in Deutschland. Bei einem Einkauf können branchenübergreifend in verschiedenen Läden durch das Vorzeigen der Payback-Karte Punkte gesammelt werden (payback24.net, 2016).

Läden aus unterschiedlichen Branchen sind beteiligt: Supermarktketten (REWE, real), Drogeriemärkte (dm), Textilläden (Galeria Kaufhof), aber auch Unternehmen wie Lufthansa, Fressnapf, Thalia etc. nehmen teil. Eine genaue Übersicht der Partner von Payback ist auf der Webseite einsehbar.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Digitale Bildung hilfreich bei Integration von Flüchtlingen

In einem Interview der Bundeszentrale für politische Bildung berichet Volker Meyer-Guckel, der stellvertretende Generalsekretär des Stifterverbandes der Deutschen Wissenschaft, über die verschiedenen Chancen und Möglichkeiten, die die digitale Bildung für die Integration von Flüchtlingen bietet.

Smartphone-Apps könnten seiner Ansicht nach noch viel besser und häufiger genutzt werden, um den Flüchtlingen den Einstieg und das Leben hier in Deutschland zu erleichtern. Er sagt, dass Smartphones oft von den Flüchtlingen schon nach Europa mitgebracht werden. Sie dienen dabei als Verbindung in die Heimat, aber auch als Speichermedium für Dokumente, Zeugnisse etc.

Das Vorhandensein der Smartphones ließe sich durch Sprachlern-Apps, Kultur-Lern-Apps und Online-Kurse (Massive Open Online Courses = MOOC) noch viel mehr nutzen, um Flüchtlingen mit den unterschiedlichsten Vorkenntnissen ein besseres Zurechtfinden zu ermöglichen. Außerdem wird durch die sozialen Medien ermöglicht, dass sich die Flüchtlinge untereinander vernetzen und gegenseitig helfen können.

Laut Meyer-Guckel fehlen bei der Integration in die Arbeitswelt noch digitale Bildungsangebote. Allerdings können solche Angebote in allen Bereichen nur ergänzend zur Integration beitragen. Integration kann trotz der vielen Vorteile, die Apps, Smartphones etc. mit sich bringen, nicht ausschließlich über die digitale Bildung laufen. Das ganze Interview auf bpb.de...

Mittwoch, 8. Juni 2016

The Pilot - Smarter Übersetzer im Ohr

Apps und Programme vereinfachen uns immer mehr das Leben. Nun soll uns ein In-Ear-Hörer, welcher mit einer App auf dem Smartphone verbunden ist, ermöglichen, fremde Sprachen in Echtzeit zu übersetzen.

Dieses Gerät, genannt "The Pilot", wurde von dem Start-up-Unternehmen Waverly Labs entwickelt und startete Ende Mai mit einer ersten Crowdfunding-Version durch. Als limitierte Auflage erhielt man die Ohrstöpsel inklusive App für 129$, regulär sollen sie jedoch bald zwischen 250$ und 300$ kosten.

Das Gerät soll Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch in Echtzeit übersetzen können. Doch die Vision des Firmengründers Andrew Ochea geht viel weiter. Mehr Sprachen und die Möglichkeit, mit nur einem Knopf im Ohr (zur Zeit ist es nur möglich, den jeweils anderen, welcher auch einen Knopf im Ohr besitzt, zu übersetzen) alle Sprachen in einem Raum zu übersetzen.

Doch wie funktioniert dieser kleine Dolmetscher für das Ohr? Das Unternehmen hält zur Zeit noch streng geheim, wie genau dies technisch funktionieren soll. Doch klar ist: Die App mit dem Smartphone bilden das Daten- und Rechenzentrum des Übersetzungsprogramms.


Es ist nun abzuwarten, ob der kleine smarte Übersetzer wirklich das Zeug dazu hat, einen Dolmetscher "abzulösen". Fraglich ist auch, ob er es schafft, Akzente und Dialekte zu übersetzen.

Einen Teil zum persönlichen Happy End eines Kindes beitragen

"Sag mir, dass das nur ein Märchen ist
Mit Happy End für alle Leute
Und wenn sie nicht gestorben sind
Leben sie noch heute."
(Europa, Andreas Ferge, Die Toten Hosen)
phase6 hallo Deutsch für Kinder - der Grundwortschatz für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

Ein Kind flüchtet mit seiner Familie. Es überlebt. Es verkraftet tagelange Fußmärsche, Menschenschmuggel, Durst, Hunger, Platznot und Angst. Und wo endet es, nach meist über einem Jahr auf der Flucht? In einer Schule. Im besten Fall in einer Schule, in der es die Möglichkeit hat, Deutsch zu lernen. Doch dies ist allzu oft nur ein Wunschgedanke. Die Realität sieht häufig so aus, dass Kinder und Jugendliche plötzlich im Mathematik-, Biologie- oder Deutschunterricht sitzen und sich fragen: „ماذا؟“ (=Was?).

Aber zum Glück gibt es neben verschiedenen Sprachkursangeboten in Schulen, Gemeinden oder Ämtern auch die praktikablen Apps für zu Hause und unterwegs.

phase6 hallo Deutsch für Kinder, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen, damit sie schneller am regulären Unterricht teilnehmen können. Auf spielerische Art und Weise werden 1400 Ausdrücke und Vokabeln beigebracht.

Durch verschiedene Interessensmodule und das Erreichen von höheren Levels soll die Neugier und Lernmotivation der Kinder gesteigert werden und man will den verschiedenen Interessen der Kinder gerecht werden. Durch automatische Wiederholungen wird das Vokabular gefestigt und später kommen auch erste Schreibübungen hinzu.

Dieses Programm richtet sich hauptsächlich an Grundschüler. phase6 bietet aber ähnliche Vokabeltrainer-Apps auch für andere Altersklassen an. Jede dieser App wurde in Zusammenarbeit mit dem Mildenberger Verlag erstellt und wird im App-Store für Android, iOS und Amazon Fire Tablets zur Verfügung gestellt.

Bislang gibt es diese App nur für die deutsche Sprache, bis Ende 2016 soll sie jedoch für alle offiziellen Sprachen der EU, Türkisch, Arabisch und Farsi erscheinen.

Die kostenfreie App beinhaltet zahlreiche Vorteile in der spielerischen Übung und Wiederholung, dennoch sind das zusätzliche Üben der Handschrift (insbesondere der lateinischen Ausgangsschrift) sowie das häufige Deutschsprechen unerlässlich.

Der Vorsatz „Integration gezielt fördern“ wurde gut umgesetzt, und die App ist ein hervorragendes Beispiel für Integration in der digitalen Bildung.
phase6 hallo Deutsch für Kinder

Dienstag, 7. Juni 2016

Digitale Helfer für Flüchtlinge

Apps - wir alle haben und nutzen sie. Ob auf dem Smartphone oder Tablet ist ganz egal, diese kleinen Programme haben einen enormen Einfluss auf unseren Alltag. Sie vereinfachen Aufgaben und helfen uns bei der Organisation unseres Lebens. Die Erleichterung, die sie verschaffen, ist für uns schon fast eine Selbstverständlichkeit. Warum also nicht diese Technik nutzen, um richtig große Aufgaben anzugehen?

Das war die Idee des BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) und des Goethe-Instituts: Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) und dem Bayerischen Rundfunk (BR) haben sie eine App entwickelt, die eine neue Dimension der digitalen Bildung für Flüchtlinge darstellt. Die App heißt "Ankommen" und bietet vielseitige Service- und Lernangebote.

Die App ist kostenfrei und kann in fünf Sprachen genutzt werden, außerdem ist sie auch offline nutzbar. Sie bietet den Flüchtlingen wichtige Informationen zu Themen wie Leben in Deutschland, Asylverfahren, politische und rechtliche Ordnung und Deutsch lernen.

Apps wie diese erleichtern Flüchtlingen und Neuankömmlingen den Einstieg in unsere Gesellschaft. Durch die Angebote kann jeder eigenverantwortlich lernen und sich nach seinen eigenen Vorstellungen bestmöglich vorbereiten. Die Apps sind digitale Helfer für Sprachkenntnisse und kulturelle Bildung sowie viele andere Dinge. Sie treiben die Integration der vielen Neuankömmlinge in unserer Gesellschaft voran.

Obwohl es sicherlich viele Unterschiede gibt, so sind wir doch alle Teil einer sich schnell entwickelnden Medienwelt, die wir gemeinsam gestalten können, sodass sie jedem Einzelnen, aber auch uns als Gesellschaft bestmöglich dient und bestmögliche Lern- und Lebensbedingungen für alle schafft.

Links:

Freitag, 3. Juni 2016

Digitale Bildung – eine virtuelle Reise durch Deutschland

Das Jahr 2016 ist gerade angebrochen. Als Lehramtsstudent befinde ich mich in einer Schule südlich von Stuttgart. Ich stehe dort im Computerraum. Technikmuseum – dieser Begriff wäre wahrscheinlich treffender für diesen Raum, dessen Ausstattung auf dem Stand der 90er-Jahre des vergangenen Jahrtausends ist.

Große Röhrenbildschirme, zwischen denen die Schüler verschwinden, das Klackern der dicken Tastaturen und an der Wand mehrere bunte Plakate. Eines davon wirbt für ein neues, attraktives Handy, das es in mehreren Trendfarben zu gewinnen gibt. Einsendeschluss ist der 31.08.2000. Ganz up to date.

Mehr als eineinhalb Jahrzehnte liegen bereits zwischen damals und heute. Wahrscheinlich erkennen die Kinder und Jugendlichen diese klobigen, dicken Geräte gar nicht mehr als Mobiltelefone. Aber das ist das kleinste Problem. Viel befremdlicher ist es, wenn man weiß, dass junge Schülerinnen und Schüler dort den Umgang mit „neuen“ Medien lernen sollen.

Rund 500 Kilometer nordwestlich in Nordrhein-Westfalen, genauer gesagt in Arnsberg, ist die Welt eine andere. Für die Schülerinnen und Schüler des Franz-Stock-Gymnasiums sind die „neuen“ Medien bereits Alltag. Auf Tablets werden im Deutschunterricht eigene Kurzfilme bearbeitet, in Mathematik visualisiert das Smartphone Parabeln. Damit schaffte es die Schule in zahlreiche Zeitungen und Fernsehbeiträge.

„Der rasanten technischen Entwicklung werden wir durch ein adaptives Medienkonzept gerecht, das die Rolle digitaler Medien beim Lernen sowie in der uns umgebenden Welt stetig hinterfragt und in konkrete Handlungen übersetzt“, lautet die Selbstdarstellung auf der Schulwebsite. Die Schülerzeitung gibt es nur noch in einer digitalen Abwandlung. Die Kinder und Jugendlichen erfahren Neuigkeiten nun auf dem Youtube-Kanal der Schule oder können einen Blick auf Facebook oder Twitter werfen. Soo muss Technik!

Website des Franz-Stock-Gymnasiums: http://www.fsg-arnsberg.de/

Beitrag aus dem heute-journal:



Freitag, 6. Mai 2016

Nomophobie - die Angst, nicht erreichbar zu sein

Eine neue Krankheit geht um, eine anscheinend weit verbreitete in unserer Gesellschaft. Eine, die entdeckt wurde und nun ihr Unwesen treibt. Eine, die uns noch nicht so richtig bewusst ist. Es ist eine Art Angst, eine Phobie. Nein, nicht die Phobie vor Spinnen, vor der Dunkelheit oder vor engen Räumen. Es ist die Angst, nicht erreichbar zu sein für seine Mitmenschen. Ohne den kleinen Alleskönner – unser Smartphone – geht es nicht mehr. Das soll eine Krankheit sein? Zumindest wird diese Angst oder auch Sucht – genannt Nomophobie – derart beschrieben.

Leidest du an Nomophobie?

Auf einer Gesundheitsseite bin ich auf eine Auflistung von Fragen gestoßen, mit deren Hilfe festgestellt werden kann, ob man an dieser Sucht leidet – mach den Test!

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Sexting - ein gefährlicher Trend unter Jugendlichen?

Ein 15-jähriges Mädchen macht ein Nacktfoto von sich, das es seinem festen Freund als „Liebesbeweis“ per WhatsApp schickt. Als die junge Beziehung in die Brüche geht, leitet dieser das Bild an Freunde und Bekannte weiter – über verschiedene soziale Medien verbreitet es sich rasend schnell, bald hat es der gesamte Freundeskreis, die Klasse, die Schule und gefühlt die ganze Welt. Das soziale Umfeld straft das Mädchen mit Diskriminierung, Ausgrenzung und Stigmatisierung, online wie offline. Schwere psychosoziale Probleme belasten das Mädchen noch auf lange Zeit, denn das Internet vergisst nichts – das Bild kursiert weiter.

Solche Schreckensszenarien finden sich in der Medienberichterstattung zuhauf. Nicht selten enden die Geschichten sogar mit Suizidversuchen. Das Phänomen, das im Smartphone-Zeitalter unter Jugendlichen Überhand zu nehmen droht und bei Eltern wie Pädagogen die Alarmsirenen schrillen lässt, wird allgemein mit dem Begriff „Sexting“ beschrieben.

Auffällig ist dabei, dass sich die öffentliche Wahrnehmung in diesem Zusammenhang fast ausschließlich auf Sexting unter Jugendlichen beschränkt und die Praxis unter Erwachsenen oft außer Acht lässt. Ebenso werden eher einseitig die Gefahren betont, die Leichtfertigkeit naiver Jugendlicher angeprangert und die skizzierten Szenarien in eine eindeutige Geschlechterrolle verfrachtet: Mädchen schickt Jungen freizügige Bilder – diese geraten in Umlauf und zerstören das Leben des jungen Mädchens. Abschreckungskampagnen, die eine strikte „Sexting-Abstinenz“ für Jugendliche fordern, scheinen der einzig mögliche Lösungsansatz.

Der vorliegende Beitrag möchte jedoch diese einseitige Betrachtung des Phänomens „Sexting“ aufbrechen. Gefahren können dabei selbstverständlich nicht vernachlässigt werden, sollen aber ebenso kritisch reflektiert werden wie Möglichkeiten eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Entwicklung einer eigenen sexuellen Identität im Jugendalter inmitten der Wirren des Heranwachsens im digitalen Zeitalter.

Dazu ist es nötig, die Praxis des Sexting aus sozialpsychologischer Perspektive zu beleuchten und genauer abzugrenzen. Des Weiteren muss nach den Gründen für und den Funktionen von Sexting gefragt werden. Über die Verbreitung dieses Trends und bereits vorhandene medienpädagogische Ansätze sollen schließlich Möglichkeiten differenzierter Ansätze, die für uns als angehende bzw. praktizierende Pädagogen fruchtbar sein können, diskutiert werden.

Donnerstag, 17. September 2015

Neue Unterrichtsmaterialien zu Smartphones

Gestern hat mich folgende Pressemitteilung erreicht, die ich gerne weiterverbreite:

Nicht nur für Jugendliche, auch für Kinder sind Handys und Smartphones inzwischen eine Selbstverständlichkeit: Schon zwei Drittel der 10- bis 11-Jährigen besitzen ein eigenes Mobiltelefon und bei den 16- und 17-Jährigen steigt der Anteil auf 93 Prozent (Quellen: KIM-Studie 2014; JIM-Studie 2014).

Wie man diese Altersgruppe für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy sensibilisieren sowie Eltern und Lehrer einbeziehen kann, zeigen die neuen Unterrichtsmaterialien „Mobile Kommunikation – Handys kompetent nutzen“ des Informationszentrums Mobilfunk e.V. (IZMF - www.izmf.de). Sie sind für den fächerübergreifenden Einsatz in den Klassen 5 bis 10 geeignet und knüpfen an die Vorkenntnisse der Schüler im Umgang mit Mobilfunkgeräten an.

Alle Inhalte der Unterrichtsmaterialien wurden mit fachlicher Beratung der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und der Universität Erfurt erstellt und vom Pädagogischen Beirat von capito begutachtet. Die Angebote geben Impulse für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Smartphone und liefern Anregungen für den Austausch über Fragen von Datenschutz, Persönlichkeitsrechten und permanenter Erreichbarkeit.
„Die Unterrichtsmaterialien geben Jugendlichen viel Raum für die Entwicklung eigener Positionen, für kreatives Arbeiten und Spaß an der Auseinandersetzung mit digitalen Medien. Gleichzeitig beziehen sie Eltern als wichtige Begleiter mit ein“, erklärt Dr. Iren Schulz, Medienpädagogin und Dozentin an der Universität Erfurt.
Neben der Bereitstellung von Fachinformationen für Schüler, Lehrer und Eltern zu den Themen Handynutzung, Datenschutz und Cybermobbing liefern die Materialien Vorschläge, wie Smartphones reflektiert und produktiv im Unterricht eingesetzt werden können. Es wird erklärt, unter welchen Voraussetzungen Mobilgeräte wie Handys und Tablets den Unterricht positiv beeinflussen und neue Lernmöglichkeiten schaffen können. Dabei ist ein enger Austausch zwischen allen Beteiligten gefordert.
„Schulen sollten festlegen, wo Smartphones sinnvoll genutzt werden können und wo nicht. Und Kinder und Jugendliche sollten lernen, welcher Kommunikationsstil in der digitalen Welt angemessen ist“, beschreibt Jürgen Lauffer, Geschäftsführer der GMK, ein wichtiges Ziel der Materialien.
„Mobile Kommunikation – Handys kompetent nutzen“ besteht aus einem 12-seitigen Lehrerheft und einem Online-Materialpool. Das Lehrerheft enthält kurze Einführungen in die einzelnen Themen und liefert praktische Unterrichtsanregungen, insbesondere für die Vermittlung von Fachwissen und Kompetenzen.

Ergänzt werden diese Inhalte durch zahlreiche Arbeits- und Infoblätter, Grafiken, Kurzfilme, ein umfangreiches Online-Lexikon sowie Linktipps. Unter www.schulprojekt-mobilfunk.de/unterrichtsmaterialien/online können das Lehrerheft sowie die Arbeitsblätter und Grafiken heruntergeladen werden. Das Lehrerheft kann dort auch in gedruckter Form kostenlos bestellt werden.

Die neuen Unterrichtsmaterialien wurden von capito – Agentur für Bildungskommunikation inhaltlich und grafisch erstellt und sind Teil der Reihe „Mobilfunk im Unterricht“, die im Rahmen des Schulprojektes Mobilfunk angeboten wird. Die weiteren Hefte der Reihe beschäftigen sich mit der Funktionsweise der Mobilfunktechnologie sowie mit der Herstellung, Nutzung und Entsorgung von Mobiltelefonen. Alle Materialien können unter www.schulprojekt-mobilfunk.de heruntergeladen oder kostenlos bestellt werden.

Donnerstag, 13. August 2015

Schule in der digitalen Gesellschaft

Foto: RogDel, cc-by-sa-2.0, Wikimedia Commons
Zugegeben, nun ist nicht nur unser Seminarschwerpunkt zum Themenbereich "digitale Bildung" vorbei, sondern auch das Semester, und Sie sind im Urlaub eifrig dabei, Seminararbeiten zu schreiben. Nehmen Sie sich trotzdem ein paar Minuten Zeit, versuchen Sie sich die unterschiedlichen Dinge in Erinnerung zu rufen, über die wir unter dem Stichwort "digitale Bildung" gesprochen haben und lesen Sie v.a. den folgenden Text von Jöran Muuß-Merholz, auf den hinzuweisen ich während des Semesters vergessen hatte: "Schule in der Digitalen Gesellschaft: Warum wir neu lernen müssen".

Donnerstag, 9. Juli 2015

Tagung: Jugendliche unterschätzen Gefahren mobiler Medien

http://www.rnz.de/nachrichten_artikel,-Tagung-Jugendliche-unterschaetzen-Gefahren-mobiler-Medien-_arid,111241.html
In diesem Artikel geht es um eine Fachtagung der Landesstelle Jugendschutz in Hannover. Darin wird beschrieben, welche Gefahren von den mobilen Endgeräten ausgehen. Zudem wird das Mediennutzungsverhalten von Mädchen und Jungen analysiert und die Chancen für den Schulunterricht genannt.

Gefahr durch In-App-Käufe

Sie beschränken sich nicht nur auf den Desktop-PC, sondern vor allem Smartphones werden immer häufiger Ziele von gezielten Angriffen auf unser Konto oder unsere Privatsphäre. Wie Apps es ausnutzen, dass oft Kinder und Jugendliche ihre Produkte nutzen und hier auch oft zu In-App-Käufen getrieben werden, wird hier beschrieben: http://www.chip.de/artikel/App-Gefahr-Risken-fuer-die-Smartphone-Sicherheit-9_69366202.html.

Chip.de - eine der großen Websites rund um das Thema Computer, Tablet und Smartphones - bietet eine Rangliste für "Bildungs-Apps", getrennt in kostenlos und kostenpflichtig, und schätzt auch deren Gefahr für Geldbeutel und Privatsphäre ein. Ein Beispiel: Auf Rang 1 steht eine kostenlose Astronomie-App, die laut chip.de einen Risikowert von 2% hat. Hört sich super an, denn auch wenn man sich etwas einliest, findet man keine versteckte Kosten: http://beste-apps.chip.de/android/app/skeye-free-astronomy-planetariums-app-fuer-das-smartphone,com.lavadip.skeye/.

Auf Rang 6 steht das bekannte Lernsystem LÜK (Wer kennt dieses Quiz nicht, bei dem am Ende, wenn man alles richtig gemacht hat, ein schönes Muster auf der Rückseite rauskommt). Chip.de schätzt das Risiko auf 14% ein. Hört sich immer noch nicht so dramatisch an, aber die App fordert bereits u.a. den Zugriff auf Bilder und Fotos auf dem Handy. Außerdem kostet plötzlich jedes Aufgabengebiet 1,49 €. Ein teurer Spaß, wenn man alle Gebiete lösen will. Dennoch wird es als "gratis" angepriesen, da der reine Download der App tatsächlich nichts kostet: http://beste-apps.chip.de/android/app/luek-das-bekannte-lernsystem-fuer-die-grundschule,com.yins.luek.appw/.

Gerade diese oberflächliche Kostenfreiheit verleitet Kinder und Jugendliche oft zu einer falschen Einschätzung der Kosten für eine App, die sich sehr schnell anhäufen können. Um eine bessere Kontrolle darüber zu haben, gibt es bei beiden großen Betriebssystemen (iOS und Android) eine Einstellung, bei der man bei jedem einzelnen Kauf das Passwort neu eingeben muss.