Dienstag, 23. Mai 2017

Twitter in der Bildung

Bis vor etwa drei Wochen war ich selbst kein Twitter-User. Durch ein Gespräch im Seminar Web 2.0 erstellte ich mir dann allerdings einen Account und lernte den Kurznachrichtendienst etwas kennen. Dadurch bin ich nicht zu einem Dauernutzer oder absoluten Liebhaber von Twitter geworden, aber ich empfand es als sehr interessant, durch eigene Nutzung diesen Dienst besser kennenzulernen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet unter http://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/ eine Werkstatt zu dem Themenfeld „Digitale Bildung“ an. Unter anderem lassen sich dort Artikel zu unterschiedlichen Themen finden. Ich bin auf einen Artikel mit der Überschrift „Twitter in der Bildung“ (https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/244924/twitter-in-der-bildung) gestoßen, was mein Interesse, auch aufgrund bereits genannter Tatsache, weckte.

Der Artikel klärt zunächst, was Twitter überhaupt ist, inwiefern es anderen Sozialen Netzwerken gleicht oder sich unterscheidet und von wem es genutzt wird. Des Weiteren wird erklärt, wie Twitter funktioniert und - durch die Erklärung der wichtigsten Schlagwörter - wie man Twitter nutzen kann.

Ein großer Abschnitt des Artikels behandelt die Einsatzmöglichkeiten von Twitter in Bildungskontexten. Dabei werden die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten beleuchtet und erläutert (Austausch und Vernetzung mit Fachleuten, Methode im Unterricht, z.B. Deutsch- und Geschichtsunterricht, Fachleute im Unterricht einbeziehen,…). Zum Ende wird an die Wachsamkeit bezüglich Öffentlichkeit, Dynamik, Hatespeech etc. bei der Nutzung von Twitter appelliert. Darüber hinaus gibt es auch noch weiterführende Links mit konkreten Praxisbeispielen und Anwendungsideen.

Ich persönlich empfinde den Artikel als sehr hilfreich, gerade auch für angehende Lehrerinnen und Lehrer, um mit dem Medium Twitter, das vor allem auch in der politischen Welt sehr präsent und wichtig ist, in der Schule umzugehen und es möglicherweise einzubinden. Der Artikel ist nicht zu lange und wirkt damit nicht erschlagend oder ermüdend, sondern kann einen ersten Anreiz für dieses Thema schaffen. Durch die weiterführenden Links ist meines Erachtens auch der Übergang für die Personen, die mehr wissen möchten, gut gelungen.

Auch wenn Twitter in der aktuellen Schülergeneration in Deutschland nicht wirklich präsent ist, hat es, denke ich, trotzdem einen klaren Bezug zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler. Schließlich handelt es sich auch um ein Soziales Netzwerk und kann von allen Geräten abgerufen werden. Ähnlich wie bei mir kann so möglicherweise der Zugang für einen sinnvollen Gebrauch von Twitter gelingen.

Sonntag, 21. Mai 2017

Was machen wir aus Internet Memes?

Die Erfolgsgeschichte von Internet Memes ist beträchtlich. Die Verbreitung dieser meist in Form von kurz beschrifteten Bildern auftretenden Dateien macht den Begriff der viralen Inhalte anschaulich wie kein zweites Internet-Phänomen. Dass der Begriff Meme ursprünglich ausgerechnet auf den Evolutionsbiologen Richard Dawkins zurückgeht, passt dabei gut ins Bild. Dieser schrieb 1976 auf einer Schreibmaschine:
“We need a name for the new replicator, a noun that conveys the idea of a unit of cultural transmission, or a unit of imitation.” (vgl. Dawkins (2006) S. 192) 
Schon mit diesem begriffsgebenden Zitat, entnommen aus Dawkins‘ Buch Das egoistische Gen, Jahrzehnte vor der Verbreitung von PCs und WLAN, stürzen wir uns metertief in die Thematik. Von Gedanken über kulturelle Transmission und Imitation bis zu einer sozialwissenschaftlichen Dissertation ist es gar nicht so weit. Da ist es kaum verwunderlich, dass in den wenigen Jahren seit der explosionsartigen Verbreitung von Internet Memes ein beachtliches Volumen an wissenschaftlicher Arbeit über dieses Phänomen entstanden ist.

Ein erstes Brainstorming über Internet Memes ermöglicht es uns, diese als politisches Instrument, Ventil für individuelle Kreativität oder als Auswuchs einer globalen Angleichung von Humor und Werten zu betrachten. Sie könnten also politikwissenschaftlich, kommunikationswissenschaftlich, informationswissenschaftlich, sozialwissenschaftlich, kulturwissenschaftlich und wahrscheinlich irgendwie sogar astronomisch analysiert werden. Daher greifen die veröffentlichten Artikel das Thema selbstverständlich aus verschiedenen Blickwinkeln auf.

Neuartige, rasch entstandene Phänomene in einen wissenschaftlichen Rahmen zu überführen, ist eine der größten akademischen Herausforderungen überhaupt. Am Anfang des Denkprozesses von Autoren steht dabei wahrscheinlich die Frage aus dem Titel dieses Blogeintrages in all ihrer Plumpheit und Einfachheit: Was machen wir daraus? Um diese Frage kommen wir nicht herum, so populär die zugrundeliegende Thematik auch sein mag. In diesem Blogeintrag machen wir uns Gedanken über Internet Memes, schauen uns an, wie einige Autoren versucht haben, Sinn aus dem Hype um Memes zu machen, und hoffen dabei, der Beantwortung der Ausgangsfrage etwas näher zu kommen.

Donnerstag, 11. Mai 2017

Cybermobbing und Schule

Heutzutage ist der Umgang mit den neuen Medien ein fester Bestandteil im Leben der Jugendlichen. Dies stellt unsere Gesellschaft vor zahlreiche neue Herausforderungen, denn diese neuen Kommunikationstechniken bringen nicht nur positive Aspekte mit sich, sie bergen auch Gefahren. Ein Beispiel dafür ist der Suizid einer jungen Amerikanerin, welche sich aufgrund schrecklicher Schikanen im Internet das Leben nahm.

Die 15-jährige Kanadierin Amanda Todd hielt die Hänseleien nicht mehr aus, sie wurde monatelang von ihren Mitschülern wegen eines Nacktfotos im Internet gemobbt. Ein Mann hatte es an die ganze Schule verschickt. „Ich habe niemanden“, steht in schwarzer Schrift auf einer weißen Karteikarte. „Ich brauche jemanden.“ Darunter hat das junge Mädchen einen traurig guckenden Smiley gemalt. Das Video ist der neun Minuten lange Hilferuf des Cybermobbing-Opfers Amanda Todd. Nicht einmal zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Videos ist das Mädchen tot. Die 15-jährige nahm sich aufgrund der nicht enden wollenden Hänseleien im Netz das Leben.


Der Fall Amanda Todd zeigt, wie wichtig es ist, das Thema Cybermobbing nicht auszublenden. Die Eltern und auch die Schule haben die Aufgabe, die Schüler und Schülerinnen über die neuen Medien aufzuklären und die damit verbundenen Kompetenzen zu vermitteln (vgl. Fawzi 2009, S. 119ff). In dieser Ausarbeitung wird zunächst auf das Phänomen Cybermobbing eingegangen und im weiteren Verlauf die möglichen Ursachen und Folgen erläutert. Anschließend wird aufgezeigt, welche Möglichkeiten es für Schulen und Lehrer gibt, präventiv aktiv zu werden. Dazu wird am Ende die App „Erste-Hilfe bei Cybermobbing“ von klicksafe.de vorgestellt, zudem wurde ein Cybermobbing-Experte der Polizei Baden Württemberg interviewt.

Samstag, 1. April 2017

Bitcoin – eine echte Alternative?

Minuszinsen auf der Bank, die Finanzkrise 2008, die Griechenlandkrise, all das lässt die Menschen das Finanzsystem hinterfragen. Zunächst sollte jedoch geklärt werden, was Geld eigentlich ist.
„Geld ist ein spezielles Tauschmittel. Speziell, weil es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern (nur) zu weiteren Tauschaktionen einsetzbar ist.“ (Eichhorn/Sollte 2009, S. 42).
Geld ist also ein Tauschmittel, das man, anders als beim direkten Tausch von Waren und Dienstleistungen gegen Waren und Dienstleistungen, aufbewahren und später zur Befriedigung eines Bedürfnisses verwenden kann. Hierzu muss es als Tauschmittel akzeptiert werden. Vertrauen in das Tauschmittel, die Währung, ist also nötig. Dies wird dadurch gewährleistet, dass der Staat diese Währung als gesetzliches Zahlungsmittel herausgibt (Weik/Friedrich, 2012, S. 17).

Es gibt zwei Arten von Geld: Giralgeld und Bargeld. Bargeld, auch Hartgeld, ist das Geld, das wir in die Hand nehmen können. Es gibt Banknoten und Münzen. Im Falle der Euromünzen entspricht der Materialwert der Münze nicht dem darauf eingeprägten Wert. Giralgeld, man nennt es auch Buchgeld, dagegen ist das Geld, das unserem Bankkonto gutgeschrieben ist (wissen.de).

Um zu verstehen, warum viele Menschen das Finanzsystem hinterfragen, muss auch betrachtet werden, wie Geld entsteht. Geld wird im Grunde aus dem „Nichts geschaffen“. Zum einen von den Notenbanken. Die für den Euro zuständige Notenbank ist die EZB, die Europäische Zentralbank. Sie gehört den nationalen Zentralbanken der Euro-Mitgliedsländer und hat das Monopol zur Geldschaffung. Hierzu vergibt sie Kredite an die Geschäftsbanken, die aber nur aus Buchgeld bestehen. Einen realen Gegenwert gibt es nicht (Weik/Friedrich, 2012, S. 22 f.).

Aber auch die Geschäftsbanken „drucken“ Geld aus dem Nichts. Tatsächlich erschaffen sie mehr Geld als die EZB. Dies geschieht folgendermaßen: Banken vergeben Kredite an Privatpersonen und Unternehmen. Dies sind jedoch nicht (nur) die Spareinlagen anderer Kunden, die ausgegeben werden. Banken müssen nur zwei Prozent des von ihnen gebuchten Geldes besitzen. Wird also ein Kredit von 1000 Euro vergeben, muss die Bank nur 20 Euro davon wirklich haben (Weik/Friedrich, S. 26).

Es stellt sich noch die Frage, wie der Staat an sein Geld kommt. Die Zentralbanken unterstehen dem Staat. Da der Staat aber eine Inflation auslösen könnte, wenn er sein Geld einfach druckt, wird das Geld bei Banken geliehen. Banken jedoch leihen sich das Geld in Form von Krediten bei der EZB, also beim Staat. Seit dem 10.03.2016 beträgt der Leitzins, also der Zinssatz, zu dem sich Banken bei der EZB Geld ausleihen können, 0,00% (finanzen.net). Der Staat verleiht also kostenlos Geld an Banken, um sich bei den Banken Geld gegen Zinsen zu leihen (Weik/Friedrich, 2012, S. 274 f.).

Eigentlich wundert es kaum jemanden, dass das Vertrauen in das Finanzsystem ins Wanken geraten ist. Bitcoin bietet eine Alternative. Was Bitcoin ist, wie es funktionier und ob es eine echte Alternative darstellt, wird im Folgenden geklärt.

Donnerstag, 30. März 2017

Das Online-Petitionsportal des Bundestages - Mehr Partizipation durch das “E”?

Das Ende des Monats naht, als Student oftmals ein Grund, sich auf das Nötigste zu beschränken. Der Kontostand bringt einen fast zur Verzweiflung und man überlegt, auf was man die nächste Woche lieber verzichten sollte. Zwar bekommen viele Studierende Unterstützung vom Staat in Form von BAföG, aber bis vor kurzem war der BAföG-Satz geringer als der Hartz-IV-­Satz, der dem entspricht, was man für den minimalen Lebensunterhalt braucht.

Durch eine E-Petition hat sich das nun zum Besseren gewandelt. Ein Student reichte diese beim Deutschen Bundestag ein und bemängelte die Situation. Der Petitionsausschuss stimmte der E-Petition zu und leitete sie an das zuständige Ministerium weiter. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde dort über das Thema BAföG diskutiert. Durch das perfekte Timing der E-Petition wurde es dem Student ermöglicht, Einfluss auf die Politik zu nehmen und die Situation vieler anderer Studierender zu verbessern. Die Bedarfssätze, der Wohnzuschlag und die Freibeträge werden steigen, und Studenten dürfen einen Minijob haben, ohne befürchten zu müssen, dass die Einkünfte mit dem BAföG verrechnet werden.

Wird Partizipation durch E-Petitionen auf einmal so einfach gemacht? Kann man sich vom Sofa aus politisch engagieren und das nur mit einem Mausklick? Einfacher geht es kaum. Aber ist das schon “richtige” Partizipation? Kann man es sich in Zukunft sparen, auf Demonstrationen zu gehen oder an Streiks teilzunehmen? Bequemer scheint es auf jeden Fall. Doch reicht das wirklich aus? Verleitet diese Bequemlichkeit die Menschen sogar eher dazu, sich nicht mehr außerhalb der digitalen Welt zu engagieren? Oder verlockt die Bequemlichkeit politisch bisher Nicht-Engagierte, ihre Interessen zu vertreten?

Im folgenden Text werde ich zunächst Petitionen im allgemeinen thematisieren, daraufhin das Online-Petitions-System des Bundestages und dessen Verfahren kurz beschreiben, woraufhin ich erläutere, wer dieses System nutzt. Auf dieser Basis werde ich in der Literatur vertretene sowie eigene Kritik an diesem System üben, um daraus ein Fazit zu ziehen.

Mittwoch, 29. März 2017

„Mensch Maschine“ – Sind wir auf dem Weg zu einer Cyborg-Gesellschaft?

„Sie sind bereits überall und wir werden ihnen nicht entkommen können. Es wird nicht mehr lange dauern, dann haben sie uns. Unser Schicksal wird damit besiegelt sein, denn sie werden uns in einen von ihnen verwandeln! Es sind schon so viele. Sie sagen, dass sie uns nur helfen und uns unterstützen wollen und dass sie unser Leben verbessern möchten. Aber ihre wahrhaftigen Absichten sind böse“ [1].
So oder so ähnlich könnte die Kurzfassung eines Horrorfilms lauten. Aber nein, dies ist kein Horrorfilm, sondern vielmehr jenes Szenario, welches sich in den Gedanken der meisten Menschen abspielt, wenn es um genetisch und technisch veränderbare Menschen, sogenannte Cyborgs, geht [2].

Modernste Technik und Menschen werden eins, in dem sie zu Cyborgs transformiert werden. Dies ist die Wunschvorstellung der „Transhumanisten“. Könnte dies der Weg zum ewigen Leben sein? Längst ist es uns möglich, Gehörlose wieder hören oder Gelähmte wieder gehen zu lassen. Doch wie können wir garantieren, dass Menschen noch Menschen bleiben, wenn sie ihren Körper massiv verändern und mit modernster Technik „aufpimpen“?

Ist ein Mensch noch ein Mensch, der seine Sehkraft verbessert, seine Sinne verstärkt, sich Chips implantieren lässt oder Magnete in den Fingerspitzen trägt? Wie sieht es mit der Chancengleichheit in unserer Gesellschaft aus? Wie weit darf der Mensch gehen?

In diesem Blogeintrag werde ich mich den oben genannten Fragestellungen widmen und Möglichkeiten aufzeigen, wie Mensch und Maschine in Einklang miteinander leben können und welche Auswirkung dies auf unsere Gesellschaft haben könnte.

Samstag, 25. März 2017

Fitness oder Folter - Kann dich dein Smartphone sexy machen?

„Better sore than sorry“ „Clean Eating“ und „Cheatday“ sind für den Jugendlichen von heute schon lange keine Fremdwörter mehr. Dass Fitness in den vergangenen Jahren zum Trend geworden ist, wird auch im World Wide Web immer deutlicher. Betrachtet man die aktuellen Top-Charts im App Store, so hat es wieder eine Fitness-App auf den ersten Platz geschafft. Mit einer einmaligen Investition von 2,99 Euro und einem täglichen Zeitaufwand von gerade einmal 7 Minuten verspricht die App „7 Min Workout - 7 Minuten Trainingseinheiten“ maximalen Erfolg bei minimalem Aufwand. Es stellen sich unweigerlich die Fragen: Können die massenhaften Fitnessangebote zahlreicher Online-Dienste herkömmliche Sport- und Fitnessangebote ersetzen? Und gelingt es ihnen, dass wir letzten Endes nicht nur gut aussehen, sondern uns auch gut fühlen?

Dienstag, 21. März 2017

YouNow - Streams aus Kinderzimmern

Wonder_Girl_Berlin sitzt gerade auf der Couch und spricht über ihren Exfreund. GreekBoY liegt in seinem Bett und hört das neue Kollegah Album. Bei Paaaaaascal ist nur der Kopf zu sehen und sein Schnarchen zu hören. Belinda flechtet ihrer Freundin die Haare und tauscht sich mit ihr über den Schulalltag aus.

Alle erwähnten Ereignisse passieren zur gleichen Zeit in deutschen Kinder- und Jugendzimmern und jeder kann ihnen dabei zuschauen, denn die sogenannten Streamerinnen und Streamer machen eine Live-Übertragung in das World Wide Web. Die oben genannten Jugendlichen sind Nutzer der Onlineplattform YouNow.

Kaum eine Seite beziehungsweise Smartphone-App verursachte einen so gewaltigen medialen Aufschrei wie YouNow. Man sprach von „Teenager-Striptease aus dem Kinderzimmer“ oder einem „Paradies für Pädophile“. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich und was macht den Reiz für viele Jugendliche aus?



Hintergrund zu YouNow

In den letzten sechs Jahren sind die sogenannten Social Live Streaming Services entstanden. Diese Plattformen geben den Internetnutzern verschiedene Möglichkeiten, sich live zu präsentieren und eigenes Material in Echtzeit zu produzieren.

Samstag, 18. März 2017

iPad-Nutzung in der Schule mit besonderem Fokus auf körperlich Beeinträchtigte

Am 27. Januar 2010 stellte Steve Jobs das erste iPad vor. Ein tragbarer Computer, der einem Smartphone ähnelt. Nach über 7 Jahren ist es nicht mehr nur ein Must-have für Appleaffine, auch die Schullandschaft zeigt vermehrt Interesse am Tablet und dessen unendlichen Möglichkeiten. Apple versucht sich im Bildungsbereich mit dem iPad zu etablieren und macht in diesem Kontext auch für den Einsatz in der Sonderpädagogik Werbung.



Doch warum lohnt sich der Einsatz des iPads im Unterricht und welche Aspekte machen die Nutzung des iPads für Lernende mit Beeinträchtigung attraktiv?

Im Folgendem ermittle ich das Potential des iPads mit seinen Bedienungshilfen und Fähigkeiten für den Schulunterricht. Dabei werde ich einen besonderen Fokus auf die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit einer körperlichen Beeinträchtigung richten und das Für und Wider des Einsatzes eines iPads diskutieren. Neben dem Attraktivitätsaspekt und der Rolle der Lehrkräfte werde ich mich auch zum Ende hin noch der Finanzierungsfrage widmen.

Mittwoch, 15. März 2017

Politische Blogs und ihr Einfluss auf die Gesellschaft

Was ist für uns selbstverständlich?

Selbstverständlich ist, dass die Erde eine Kugel ist. Selbstverständlich ist auch, dass man als Frau studieren und Auto fahren darf. Es ist auch selbstverständlich, dass Religionen gleichgestellt sind und dass man sich von seiner Religion trennen kann, wenn man es möchte. Außerdem ist es selbstverständlich, dass jeder seine Meinung frei äußern kann, ohne politische Verfolgung fürchten zu müssen… oder?

Ich kann das leicht behaupten, in meinem Zimmer mit freiem Internetzugang. Hier in Deutschland, wo das Grundgesetz die Verfassung ist und nicht eine heilige Schrift. Doch was für mich und für die westliche Welt selbstverständlich ist, ist woanders auf der Welt ein Verbrechen. In Saudi-Arabien zum Beispiel, wo die Zeit scheinbar im Mittelalter stehengeblieben ist: Wo Wissenschaftler als Ketzer abgetan werden, Frauen Gegenständen gleichgestellt sind, wo Religion über allem steht und wo man um sein Leben fürchten muss, wenn man eine politische Diskussion anfängt. Kann man in so einem Land überhaupt frei denken? Wie bildet man sich seine Meinung und wo kann man diese äußern?


Meinungsäußerung im Web 2.0

Das Internet bietet diese Möglichkeiten, vorausgesetzt natürlich, dass es nicht zensiert wird. Über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter kann jeder seine Meinung leicht äußern – man braucht dafür keine besondere Qualifikation, und jeder darf schreiben, was er denkt, solange er nicht die Rechte eines anderen verletzt.

Wenn man sich allerdings etwas mehr für ein Thema interessiert, sich einarbeitet und auch einen gewissen Anspruch an seine Argumentation hat, fängt man vielleicht an, einen Blog zu schreiben. Dann kommen Leser hinzu, diese kommentieren, es entstehen Diskussionen und die Plattform wächst. So kann man seine Meinung frei äußern, auf Menschen mit ähnlichen Ansichten treffen und sogar die Gesellschaft beeinflussen. Es kann sein, dass die Plattform so weit wächst, dass die großen Medien darauf aufmerksam werden oder dass man für seinen Blog einen Preis gewinnt. In demokratischen Ländern zumindest. In Diktaturen kann es sein, dass die Polizei oder Geheimdienste darauf aufmerksam werden, und dann muss man für seinen Blog einen Preis bezahlen – oft ist es die Freiheit, manchmal sogar das Leben.

Diese Arbeit behandelt das Thema politische Blogs und ihren Einfluss in der Gesellschaft. Besonders interessant ist das in Bezug auf Länder mit Zensur: Schafft man es mithilfe eines Blogs, liberales Gedankengut in eine religiös dominierte Gesellschaft zu bringen? Und was riskiert man dabei? 

Der erste Teil der Arbeit befasst sich mit Blogs im Allgemeinen: Welche Arten von Blogs es gibt, wie viele es gibt und welchen Einfluss man dadurch gewinnen kann. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich dann mit Blogs in Ländern ohne Meinungsfreiheit. Das möchte ich an einem sehr prägnanten Beispiel festmachen: An Raif Badawi, einem Blogger, der zu umgerechnet knapp 195.000 Euro Strafe, zehn Jahren Haft, mit anschließenden zehn Jahren Reiseverbot, und tausend Peitschenhieben verurteilt wurde, weil er seine Meinung geäußert hat und ein Forum geschaffen hat, in dem man sich über Politik und Religion austauschen konnte (amnesty.de, 2015).

Freitag, 27. Januar 2017

Erfahrungsbericht zum Umgang mit der GMX Topmail Abzocke

Mitte letzten Jahres bekam ich zu meinem Erstaunen Post von meinem damaligen E-Mail-Anbieter GMX. In einem letzten außergerichtlichen Mahnbescheid wurde ich dazu aufgefordert, 25 Euro für ein angeblich in Anspruch genommenes Topmail-Konto zu bezahlen. Leider hatte ich jedoch sowohl von der Bestellung als auch der Nutzung dieses Angebots in dem genannten Zeitraum der letzten drei Monate nichts mitbekommen. Als ich mich zu informieren begann, stellte ich sofort fest, dass es sich hierbei um eine häufig angewendete Strategie zur Abzocke handelte.

Bei meiner Recherche bezüglich des weiteren Vorgehens in diesem Fall bin ich auf dieses Video gestoßen. Ich entschloss mich, wie der Ersteller des Videos, nicht zu bezahlen. Nachdem dann Tage später mein E-Mail-Postfach gesperrt wurde, sah ich mich zum Handeln gezwungen. Ich machte Gebrauch von diesem vorgefertigten Musterbrief der Verbraucherschutzzentrale, von dem es eine Anfertigung für Volljährige sowie Minderjährige gibt. Ich passte den Brief meinem Fall an und schickte ihn am nächsten Tag mit der Post an die zuständige Adresse. Wenige Tage später bekam ich eine schriftliche Antwort, in der die Zahlungsforderungen gegen mich (Wortlaut aus dem Brief: ,,treuen Kunden") zurückgezogen wurden.

Leider sind Strategien wie diese eine häufige angewandte und somit auch ertragreiche Strategie einiger Online-Anbieter, wie dieser Bericht des Bayrischen Rundfunks zeigt.

Donnerstag, 26. Januar 2017

Fake News - eine Gefahr für die Demokratie?

Bei Fake News handelt es sich um falsche, erfundene Nachrichten, die über das Internet in Sozialen Medien verbreitet werden mit dem Ziel der Meinungs- und Stimmungsmache gegen Personen, Politiker und Minderheiten oder zur Beeinflussung von Wahlen.

            

Seit den US-Wahlen, die stark von der Streuung von verschiedenen Fake News geprägt waren, sehen viele die Demokratie in Gefahr. Es wird davon ausgegangen, dass ihr Ausgang durch sogenannte Social Bots beeinflusst wurde. Viele befürchten deshalb auch, dass die bevorstehenden Bundestagswahlen 2017 stark durch Fake News und Social Bots beeinflusst werden könnten.

Gerade die sozialen Netzwerke stehen in diesem Zusammenhang in der Kritik. Facebook hat nun angekündigt, mit einem Journalismus-Projekt, in Zusammenarbeit mit verschiedenen Medienpartnern, vermehrt gegen die Verbreitung von Falschmeldungen vorzugehen.

US-Forscher zweifeln jedoch einen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der Wahl durch Fake News an. Auf der ARD-Webseite gibt es extra ein Spezial mit allen Informationen zum Thema „Fake News“.

Prism is a dancer

Im Neo Magazin Royale untersucht Jan Böhmermann in der Rubrik "Prism is a dancer" die Social-Media-Auftritte seines Studiopublikums und stellt dann besonders peinliche oder bemerkenswerte Funde vor, um die Zuschauer für den Umgang mit den sozialen Netzwerken zu sensibilisieren.



Dass sich nicht nur Jan Böhmermann für Internetaktivitäten interessiert, zeigt der Fall eines Richters am Landgericht Rostock, der aufgrund eines Fotos auf Facebook, auf dem er ein T-Shirt mit dem Spruch: "Wir geben ihrer Zukunft ein Zuhause: JVA" trug, vom BGH für befangen erklärt wurde. In der Folge musste ein bereits abgeschlossener Fall von einem anderen Landgericht neu verhandelt werden.

Beim Social Scoring hingegen werden Aktivitäten im Web 2.0 in ein Punktesystem übersetzt, um Kredit- oder Arbeitgeber bei der Auswahl von Kunden bzw. Arbeitnehmern zu unterstützen.

Kampagnen des Europarats gegen Mobbing

Der Europarat engagiert sich seit vielen Jahren gegen Mobbing und Hate Speech. Das folgende Video ist Teil der Kampagne "Stoppt das Mobbing" und zeigt, dass und wie Prävention funktioniert:

Mittwoch, 25. Januar 2017

Safer Internet Day 2017

Bald ist es wieder soweit: Der Safer Internet Day 2017 findet am 7. Februar mit dem Motto "Be the change: unite for a better Internet" zum Thema (Cyber)Mobbing statt. An diesem Tag gibt es in über 100 Ländern der ganzen Welt verschiedene Aktionen und Veranstaltungen rund um das Thema sicheres Internet.

Im Rahmen des EU-Programms "Safer Internet" ist seit 2004 einmal jährlich der Safer Internet Day. Dieser Tag des sicheren Internets fand aber nicht nur innerhalb der EU Anklang. Mittlerweile ist der Aktionstag auf jedem Koninent vertreten. In jedem teilnehmenden Land gibt es eine eigene Homepage (eine Übersicht findet ihr hier). Für Deutschland heißt die Seite klicksafe.de. Dort findet man unter anderem auch Lehrmaterialien.

Mittels dieses Aktionstags soll ein grundlegendes Bewusstsein für den sicheren Umgang mit dem Internet geschaffen werden, es sollen praktische Tipps sowohl für Kinder und Eltern als auch für Lehrer geteilt werden, und die Aktionen sollen motivieren, sich selbst in das Projekt miteinzubringen.


Surfen ohne Risiko

Surfen ohne Risiko ist ein Internetangebot des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche. Ziel des Angebots ist es, dass Kinder und Eltern gemeinsam Verhaltensweisen einüben, die für einen kompetenten Umgang mit Medien wichtig sind. Eltern und Kinder finden auf der Website hilfreiche Informationen zu Themen wie Abzocke und sicheres Chatten sowie nützliche Tipps zum Schutz der persönlichen Daten.

Dienstag, 24. Januar 2017

Die Droge Internet

Dass der Konsum von Drogen häufig zu Abhängigkeiten führt, ist bekannt. Doch neben diesen gängigen Süchten verbreitet sich in den letzten Jahren eine weitere: Die Sucht nach dem Internet. Diese ist, wie in einem kürzlich erschienenen Blogpost erwähnt, noch nicht besonders gut erforscht.

Eine Studie der Krankenkasse DAK sowie des Deutschen Zentrums für Suchtfragen versuchte 2015, diese Forschungslücke teilweise zu schließen. Sie befasste sich mit der Intenetnutzung von 12- bis 17-jährigen und fand beispielsweise heraus, dass fast jeder fünfte Junge schon einmal gelogen hat, um zu verbergen, wie intensiv er das Internet nutzt.

Die gewonnenen Daten deuten dabei laut Dr. Rainer Thomasius (Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) darauf hin, dass die Folgen ihrer Internetnutzung für etwa 5% der Kinder und Jugendlichen in Deutschland krankhaft seien.

Mit einer Studie, die sich mit Internetsucht im Erwachsenenalter befasst, befasste sich im Jahr 2013 dieser Artikel im Focus. Besonders interessant fand ich dabei die erwähnte "Überlappung" der Internetsucht mit anderen Süchten, etwa der Spiel- oder Sexsucht, welche im Internet auf leicht abgewandelte Art ausgelebt werden können. Im letzten Abschnitt sind außerdem zehn Merkmale für Internetsucht aufgelistet.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Cybermobbing Prävention e.V.

Cybermobbing ist ein Thema, das nahezu jedem ein Begriff ist. Dadurch, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler jederzeit auf das Internet zugreifen können, gewinnt dieses Thema noch mehr an Bedeutung. Das Internet scheint eine anonyme Zone zu sein, dies lässt die Hemmschwellen sinken.

Die Folgen sind unter anderem soziale Isolierung, Stress und Depressionen. Aus diesem Grund gibt es "Cybermobbing Prävention e.V.". Der Verein bietet Workshops für Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler an. Begleitet werden diese Workshops durch Anti-Gewalttrainer und Medienpädagogen.

„Sweetie, turn on your cam!“

Wie in einem früheren Fundgrubenbeitrag schon geschildert, stellen Chatforen eine besondere Gefahr für Jugendliche dar. Hier werden ihnen Bilder mit sexuellen Inhalten geschickt oder sie werden dazu aufgefordert, solche selbst zu verschicken.

Das Kinderhilfswerk Terre des Hommes hat eine Studie veröffentlicht, die den Blick weg von den Jugendlichen in Europa wendet und sich besonders auf Kinder und Jugendliche in den Philippinen konzentriert. Hier entsteht nämlich eine immer größer werdende Industrie in den Chatforen: der Webcam-Kindersextourismus.

Erwachsene bezahlen für einen Lifestream von Kindern aus anderen Ländern (am häufigsten den Philippinen), die sexuelle Handlungen durchführen. Zwischen 10,- und 100,- USD werden von dem Missbraucher bezahlt, von denen zu jeder Tages- und Nachtzeit geschätzt 750.000 im Netz unterwegs sind. Auch wenn Webcam-Kindersextourismus nach internationalen Gesetzen verboten ist, hat man bis jetzt erst 6 Missbraucher als zahlende Kosumenten verurteilt.

Das Video zeigt eindrucksvoll, wie Terre des Hommes auf ihre eigene Art und Weise versucht haben, gegen diese Straftat vorzugehen, und wie viel erfolgreicher sie waren als andere Institutionen zuvor.

Das Internet vergisst nie

Gerade das Hochladen von privaten Bildern oder Videos bei Jugendlichen sorgte in den letzten Jahren für viele Schlagzeilen. Im Jahr 2012 sorgte bspw. der Selbstmord der 15-jährigen Kanadierin Amanda Todd für große Diskussionen. Viele Personen reagierten mit Aussagen wie: "Die ist doch selber schuld, wenn sie diese Videos in das Netz online stellt, muss sie mit der Verbreitung rechnen."

Meiner Meinung nach sind Jugendliche besonders gefährdet, leichtsinnig Videos oder Bilder von sich im Netz hochzuladen, ohne sich in einem solchen Moment über mögliche Konsequenzen bewusst zu sein. Deswegen finde ich es sehr wichtig, Jugendlichen bereits in einem jungen Alter über Geschichten wie die von Amanda Todd aufzuklären und das Thema im Unterricht ausgiebig zu behandeln.

Es gibt eine Vielzahl von Filmen, die sich für eine solche Unterrichtseinheit eignen, u.a. finde ich den Spielfilm Homevideo sehr passend für Jugendliche. 2011 wurde er mit dem Deutschen Fernsehpreis und im folgenden Jahr mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Hier der Trailer:


Falls man im Unterricht keine Zeit für den kompletten Film hat, eignet sich auch der Kurzfilm Das Internet vergisst nie. Hier geht es um eine junge Frau, die Bilder von sich in das Netz stellt und sich daraufhin ihr Freund, Familie und Freunde von ihr abwenden und sie keinen Job findet. Der Kurzfilm eignet sich sehr gut bei älteren Jugendlichen, um mögliche Konsequenzen des sozialen Netz in der Bewerbungsphase aufzuzeigen.

Jugendschutzfilter

Kinder und Jugendliche verbringen laut der aktuellen JIM-Studie rund 200 Minuten täglich im Internet. Häufig kontrollieren die Eltern jedoch nicht, auf welchen Internetseiten ihre Kinder surfen.

Jugendschutzfilter bzw. Jugendschutzprogramme laufen im Hintergrund und überprüfen, ob Web-Angebote für die jeweilige Altersstufe freigeschaltet sind. Dementsprechend werden die aufgerufenen Internetseiten angezeigt oder blockiert.

Das Programm JusProg arbeitet mit den Altersstufen ab 0, 6, 12, 16 und 18 Jahren und verwendet neben altersdifferenzierten Negativlisten (Blacklists), welche unzulässige und nicht altersgerechte Internetangebote sperren, auch die Positivliste (Whitelist) der Kindersuchmaschine fragFINN, welche zu unbedenklichen Internetangeboten führt.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Yolocaust

Yolocaust ist ein Projekt des israelischen Satirikers und Autors Shahak Shapira, das unsere Erinnerungskultur durch das Kombinieren von Selfies am Holocaust-Mahnmal in Berlin mit Bildmaterial aus Vernichtungslagern hinterfragt. Die Selfies wurden auf Facebook, Instagram, Tinder und Grinder gefunden. Kommentare, Hashtags und „Likes“ aus den Selfies wurden ebenfalls übernommen.

Ca. 10.000 Menschen besuchen täglich das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Viele von ihnen springen, skaten, radeln oder posen mit breitem Lächeln auf den 2711 Betonstelen des rund 19.000 m² großen Bauwerks für die Kamera.

Die Bedeutung und Rolle des Mahnmals ist umstritten. Für viele Menschen symbolisieren die grauen Betonquader die Grabsteine der 6 Millionen Juden, die ermordet und in Massengräbern beerdigt wurden, oder die Asche, zu der sie verbrannten.

WhatsApp Kettenbriefe

Die meisten von uns haben wahrscheinlich schonmal einen Kettenbrief über WhatsApp bekommen. Das kann ziemlich nervig sein, vor allem wenn man diesen unbedingt "an 10 weitere Freunde schicken" muss, damit etwas Tolles passiert oder etwas Schlimmes nicht passiert. Etwas Tolles sollte mir passieren, als ich neulich eine WhatsApp-Nachricht über einen Rewe-Gutschein erhalten habe.

Solche weitergeleiteten Nachrichten können Gefahren in sich bergen. Denn wenn man auf den angezeigten Link klickt, wird man auf eine Seite verwiesen, die zunächst wie das Unternehmen aussieht, man muss drei Fragen zum Unternehmen beantworten und dann 10 weitere Freunde aussuchen, denen man von dieser Aktion erzählen soll - wobei der Nachrichten-Text automatisch generiert wird - und schließlich muss man seine persönlichen Daten eingeben. Genau dieses Preisgeben der eigenen Daten ist so gefährlich an diesen Nachrichten, denn man weiß nicht, wohin sie gehen und wofür sie verwendet werden. Den Gutschein bekommt man zudem auch nicht. 

Doch was kann mit den eingegebenen Daten passieren?

Zum einen werden sie zu Werbezwecken genutzt. Man bekommt beispielsweise Emails oder Telefonanrufe, in denen Werbung gemacht wird. Fataler ist es, wenn man unbemerkt in eine Abofalle tappt, denn da ist auch finanzieller Schaden zu erwarten. Die eingegebenen Daten, wie zum Beispiel Name und Adresse, können auch im Datenhandel weiterverkauft werden.

Was tun, wenn ich sowas bekomme?

Man kann zunächst im Internet nachschauen, ob das wirklich stimmt. Bei Links sollte man auch vorerst nicht draufklicken, sondern recherchieren. In diesem Beispiel wird man unter der Eingabe von "Rewe Gutschein Whatsapp" sehr schnell fündig, dass die Nachricht nicht echt ist. Auch sollte man die Person, von der man diese Nachricht hat, darüber in Kenntnis setzten, dass es eine Falle ist.

Die Seite Onlinewarnungen.de informiert über aktuelle Warnungen, wie den erwähnten REWE-Gutschein, und was diese Nachrichten für Gefahren in sich bergen. Auch Anleitungen, was man tun kann, wenn man zu spät von einer Warnung erfährt, werden auf dieser Seite gegeben. Man hat außerdem die Möglichkeit, Andere darüber zu informieren, indem man per Email an Onlinewarnungen.de schreibt.

Zum aktuellen Gutschein-Fake, welcher nicht nur unter Rewe läuft, sondern auch unter dem Namen diverser anderer Unternehmen, hat Onlinewarnungen.de einen Artikel veröffentlicht, der Aufklärung bietet: WhatsApp: Gutscheine von Lidl und Rewe sind eine Falle

Klicksafe.de: Die EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz

„Im wirklichen Leben würden Sie Ihre Kinder schützen. Dann machen Sie es doch auch im Internet“, fordert klicksafe.de Eltern in ganz Deutschland am Ende eines Spots auf. Seit der Erstausstrahlung 2005 sieht man regelmäßig im Fernsehen und im Kino, wie eine Mutter leichtsinnig und lächelnd ihren Kindern den Umgang mit dubiosen Menschen erlaubt – was im Alltag absurd erscheint, ist im Internet Realität.



Klicksafe.de ist eine Sensibilisierungskampagne, die im Auftrag der EU-Kommission handelt. Hintergrund dazu bildet das „Safer Internet Programme“ der EU von 1999 und seine Nachfolger, die illegale und ungewünschte Aktivitäten bekämpfen, ein sicheres Umwelt schaffen und Sensibilisierung fördern wollen.
Zielgruppen von klicksafe.de sind Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrer, Pädagogen, Organisationen, Institutionen, Unternehmer und Betreiber von Internetseiten – jeder, der im entferntesten etwas mit dem Internet zu tun hat. Dementsprechend fällt die Internetseite auch sehr vielfältig aus: Es gibt digitale Spiele für die jüngeren Nutzer, Infos zu häufig genutzten Internetseiten für Jugendliche und Eltern, bei denen auch auf Gefahren aufmerksam gemacht wird (wie beispielsweise das Problem mit dem Datenschutz bei WhatsApp) und Materialen für LehrerInnen und vieles mehr.

Online-Zensur - Mauern im Internet

Meinungsfreiheit ist für uns eine Selbstverständlichkeit. In Zeiten des "Mitmach -Webs" scheint diese Meinungsfreiheit sogar manchmal zu viel zu sein. Hass-Kommentare, Cybermobbing oder Fake können uns dazu bringen zu überlegen: "Wie weit geht Meinungsfreiheit?" Die Diskussion ist in vollem Gange. Die Rede ist von Einschränkungen im Internet. Diese Einschränkungen lassen sich unter dem Begriff Zensur zusammenfassen. Anderswo auf der Welt hat man die Frage nach Meinungsfreiheit längst entschieden. Zensur ist normal, wie diese Karte zeigt.

Auffallend sind vor allem die Staaten im Nahen und Mittleren Osten sowie Asien. Aber auch Länder, die nicht weit von uns entfernt sind, versuchen Mauern im Netz zu bauen. So machte die Türkei in den vergangenen Jahren mehrfach Schlagzeilen, als sie Soziale Netzwerke wie Twitter, Youtube und Facebook sperrte, da dort als rufschädigend empfundene Botschaften über den Premier Erdogan verbreitet worden waren.

Ein aktueller Fall, der immer noch Menschenrechtler und Bürgerrechtsaktivisten beschäftigt, ist der Fall des saudi-arabischen Bloggers Raif Badawi. Er nutzte das Internet, um Politik und den Islam öffentlich zu diskutieren, und wurde dafür zu 10 Jahren Haft und 1.000 Peitschenhieben verurteilt. Seine Frau und die Familie, die sich teils im Ausland befindet, setzen sich nun seit Jahren für Badawi ein. Der Journalist Constantin Schreiber hat für Badawi stellvertretend seine Texte in einem Buch veröffentlicht.

Die Folgen der Online-Zensur sind verheerend, da die Online-Welt das Kommunikationsmittel unserer Zeit ist. Im arabischen Frühling sicherte sie die Kommunikation der Menschen. Bei großen Katastrophen sind die Möglichkeiten der Kommunikation ohne das Internet nicht mehr denkbar. Soziale Netzwerke bieten die Chance, gehört zu werden, und sei es anonym. Aktuelle Entwicklungen, wie beispielsweise negative Erfahrungen, Fragen der Sicherheit (z.B. terroristische Netzwerke) zeigen, dass die Meinungsfreiheit im Internet ein umstrittenes Thema bleiben wird.

Das Darknet: überlebenswichtig

Nicht nur negative Seiten

Meist wird das Darknet mit seinen negativen Nutzungsmöglichkeiten in Verbindung gebracht und der Kauf von Waffen und Drogen sowie die Organisation krimineller Aktionen über ebensolches thematisiert.

Um zu erkunden, ob das Darknet auch positive Aspekte besitzt, beschäftigte sich Felix vom Kanal tomatolix für WDR360 damit.

Sehen und hören Sie im folgenden Video,
  • warum das Darknet für manche Menschen überlebenswichtig ist,
  •  ob verschlüsselte Kommunikation auch für Sie wichtig ist,
  • wie verschlüsselte Kommunikation funktioniert und
  • warum bisher relativ Wenige die verschlüsselte Kommunikation verwenden.

Dienstag, 17. Januar 2017

Echoräume/Filterblasen: Radikal dank Facebook - das Netz fördert gesellschaftliche Extreme

Echoräume – dieses Wort begegnete mir erstmals auf einer Fortbildung zu Jugendsubkulturen. Es ging dabei darum, dass sich Jugendliche wie alle Menschen am liebsten mit Gleichgesinnten umgeben. Denn es ist anstrengend, in Frage gestellt zu werden und eigene Denkmuster reflektieren zu müssen. Viel einfacher ist es, sich mit Gleichdenkenden gegenseitig zu bekräftigen. Das Problem dabei ist jedoch, dass innerhalb von diesen sogenannten Echoräumen jener Gruppen, die sowieso einer bestimmten politischen (radikalen) Richtung zugehörig sind, sich mit Menschen umgeben, die ihre Sicht der Dinge bestätigen und damit auch verstärken, was wiederum dazu führt, dass sich diese Menschen mit ihrer Meinung in einer gefühlten Mehrheit sehen.

Doch warum poste ich das zu dem Thema „Gefahren des Web 2.0“? Ich arbeite unter anderem im Bereich der Rechtsextremismusprävention, und um hier auf dem Laufenden zu bleiben, klickte ich mich des Öfteren durch die Facebookseiten von rechten Gruppierungen, wie Pegida-Bewegungen, der „Identitären Bewegung“, des „Dritten Weg“, und bekam wie von Zauberhand immer mehr dieser Seiten als Vorschläge. Im Austausch über dieses Phänomen tauchte der Begriff der Echoräume, auch als Filterblase bezeichnet, wieder auf.

Wie die Sortieralgorithmen der sozialen Medien unsere Meinungsbildung beeinflussen können, dass das Netz gesellschaftliche Extreme fördert und Menschen radikalisieren kann, darauf geht dieser Artikel „Radikal dank Facebook“, der vom Spiegel im Januar 2016 veröffentlicht wurde, ein.

Ransomware - gehackt und erpresst

Über Ransomware wurde auch schon in einem früheren Blogartikel berichtet.
Der Begriff bezeichnet Schadprogramme, die den Zugriff auf Ordner, Dateien oder Teile der Festplatte verhindern und oft auch das gesamte Computersystem sperren. Anschließend verlangen die Hacker Geld, um den Computer wieder zu entsperren. Oft wird auch ein Countdown angezeigt, um die Betroffenen zusätzlich unter Druck zu setzen und es wird gedroht, dass die Daten nach Ablauf der Frist verloren gehen.
In diesem kurzen Video erfahrt ihr alles was ihr über Ransomware wissen müsst:


Die Suchtgefahr im Internet steigt rasant

Musste man sich früher noch aktiv an einen bestimmten Ort begeben, um mit Glücksspielen in Kontakt zu kommen, stellt sich dies heute sehr viel einfacher dar. Ein, zwei Klicks und man ist wieder dabei, in der Welt der Glücksspiele, in der man viel gewinnen, aber noch viel mehr verlieren kann.

Ein großes Verhängnis für spielsüchtige Menschen ist hierbei zum einen die einfache Bedienbarkeit, da mit einem einzigen Mausklick Geld sehr einfach online gesetzt werden kann, zum anderen die ständige Verfügbarkeit, da heutzutage fast jeder einen Zugang zum Internet und somit zu Online-Casinos und Co. besitzt.

Diese leichte Erreichbarkeit, jederzeit ein paar Runden zu spielen, stellt für Menschen, die Probleme mit Glücksspielen haben, ein erhöhtes Gefahrenpotenzial dar. Im Internet findet sich zudem eine ganze Bandbreite von Glücksspielen, die von Sportwetten über virtuelle Casinos bis hin zu Live Casinos, bei denen man über Live-Schaltung direkt dabei sein kann, reichen.

Genau mit diesen Themen beschäftigt sich die aus privaten Mitteln finanzierte Website "Internet- & Spielsucht". Die Website richtet sich dabei an alle, die sich für die Themen Glücksspielsucht, Rollenspielsucht oder Onlinesucht interessieren oder selber davon betroffen sind. Die Seite bietet sehr viele verschiedene und vielfältige Informationen rund um das Thema Spielsucht, mit Merkmalen, Wissenstest, Selbsttest, Filmen, aber auch Hilfe und Beratung.

Sie beschäftigt sich aber nicht ausschließlich mit Spielsucht, sondern auch mit der noch wenig erforschten, aber immer mehr aufkommenden Internet- und Smartphonesucht. Auch hier gibt es Informationen und Selbsttests, die im Hinblick auf Schule und Schüler auch sehr interessant sein können.

Montag, 16. Januar 2017

Hilfe, mein Kind hat ein Abo abgeschlossen!

Ab einem gewissen Alter werden Kinder und Jugendliche, ob sie nun wollen oder nicht, mit dem Internet konfrontiert. Die meisten Kinder surfen willkürlich im Internet und stoßen dabei immer wieder auf verlockende Angebote, denen sie ohne darüber nachzudenken nachgehen. Diese Art der "Abzocke" ist weit verbreitet und lässt sich kaum vermeiden. In den meisten Fällen liegt den ahnungslosen Eltern dann eine dubiose Rechnung vor, in der sie aufgefordert werden, ein von ihren Kindern abgeschlossenes Abo zu bezahlen. Damit Kinder erst gar nicht in eine sogenannte Abo-Falle tappen, gibt es im Internet eine Seite, die explizit Kindern das sichere Surfen spielerisch beibringen soll. Kinder können dort einen Surfschein erwerben.