Posts mit dem Label Tools werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tools werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 28. Juni 2020

Digitale Lehre im Corona-Semester: Zwischenbilanz (I)

Folgende Tools wurden in den Lehrveranstaltungen eingesetzt:
  • Seminarplattformen: Moodle, Iversity, Blogger (Ankündigungen, Umfragen, Bereitstellung von Texten und Präsentationen, Arbeitsblätter, Hochladen von Aufgaben etc.)
  • Videokonferenzen: Cisco Webex, Zoom, Skype, Discord
  • Kommunikation der Studierenden untereinander: Skype, Teamspeak, Adobe Connect, WhatsApp, Threema, E-Mail, Telefon
  • Kommunikation mit der Dozentin: E-Mail, Telefon, BigBlueButton, Moodle-Foren
  • Lektüre: PDF über Moodle, eBooks (Bibliothek), Links zu Texten im Internet
  • Video: Online-Vorlesungen (PowerPoint), YouTube, Erklärvideos erstellen (SimpleShow, PowerPoint)
  • Chat: synchroner Moodle-Chat
  • gemeinsame Arbeit an Texten: Google Docs, Edupad, Etherpad
  • gemeinsames Sammeln von Erkenntnissen: Padlet, Blog (Blogger), Google Docs, Wortwolken, Mindmaps, Wooclap.com, Answergarden, Coggle.it
  • Online-Quiz: Kahoot!
  • Präsentation von Ergebnissen: Blogger (öffentlich), Moodle (intern)
  • Umfragen: Doodle, Moodle

Mittwoch, 13. November 2019

No News like Fake-News! Der SWR-Fakefinder

Link zum Fakefinder: https://swrfakefinder.de/

Infos und Material zum Fakefinder: https://www.swr.de/unternehmen/medienkompetenz/Fakes-treffsicher-filtern-so-geht-s,fakefinder-100.html

Ein an Wichtigkeit kaum zu überschätzendes Thema in der digitalen Bildung sind die Fake News. Immerhin wird auch oft ins Feld geführt, dass der aufkommende Rechtspopulismus überall auf der Welt zu großem Teil auf Fakenews basiert. Ein Projekt, das ich an dieser Stelle vorstellen möchte, um dieser Entwicklung entgegen zu kommen, ist der SWR-Fakefinder.

Der SWR-Fakefinder ist eine Website, auf der es darum geht, Fakenews zu erkennen. Bevor man loslegen kann, wählt man ein Avatarbildchen aus einer Vielzahl von netten Bildchen aus und gibt sich einen Nickname, eine Anmeldung ist nicht nötig und auch nicht möglich. Dann geht es auch schon los! Das Prinzip dafür sieht so aus: Zuerst wird eine Schlagzeile eingeblendet. Dabei hat man jederzeit die Möglichkeit, über „Check die Quelle“ einen Screenshot des Artikels zu sehen, wodurch man beispielsweise herausfinden kann, auf welcher Website der Artikel veröffentlicht wurde. Als nächstes erhält man einen Kommentar bzw. eine Hilfestellung. Anschließend gilt es zu bewerten, ob der Artikel „Fake“ oder „Not Fake“ ist. In einigen Fällen gibt es außerdem die dritte Option „Satire“, die man natürlich deutlich von Fakenews abgrenzen muss. Wenn man die Schlagzeile beantwortet hat, geht’s zur nächsten weiter. Teilweise schlägt das Programm dabei auch vor, externe Seiten zu besuchen, auf die es direkt verlinkt. So kommt man z.B. beim Artikel „Helene Fischer zieht nach Backnang“ auf die offizielle Facebook Seite von Helene Fischer, um selbst zu prüfen, ob es dazu Infos gibt. Das Verfahren wird dann mit insgesamt 7 News gespielt, bis man eine „Auswertung“ bekommt, wie viele man richtig beantwortet hat. Dann kann man sein Ergebnis teilen oder weiterspielen.

Im Kontext der digitalen Bildung halte ich den Fakefinder für eine tolle Gelegenheit, Kinder und junge Teenager für das Bewerten von News zu sensibilisieren. Erwachsene mögen daran wohl eher weniger gefallen finden, doch gerade die spielerische Aufmachung und das simple Design weisen auch darauf hin, dass sich das Angebot an Kinder und Jugendliche richtet. Kinder werden heute immer früher mit der digitalen Welt vernetzt, umso wichtiger ist es also, auch frühzeitig mit digitaler Bildung anzufangen. Deshalb halte ich den Fakefinder sehr geeignet für die Klassen 3 - 5/6. Dadurch, dass diese Sensibilisierung spielerisch stattfindet, kann es durchaus auch Spaß machen, sich hier auf „Spurensuche“ zu begeben. Dagegen spricht allerdings die Empfehlung des SWR, der die Kernzielgruppe mit Klasse 8-10 benennt. Zwar merkt man, dass die inhaltliche Ausrichtung für diese Klassenstufen angesetzt ist, doch gerade heute halte ich es für wichtig, früh damit anzufangen. Dass Deutschland in punkto Medienkompetenz nicht gerade überzeugen kann, liegt sicherlich auch daran, dass der Umgang mit Medien erst sehr spät gelehrt wird.

Kritisch kann man natürlich durchaus sehen, dass einerseits oft eine Kenntnis von seriösen Quellen erforderlich ist (Begründungen können manchmal in etwa lauten „XY ist ein Nachrichtenmagazin, das schon seit Jahrzehnten journalistische Arbeit leistet, daher kann man der Quelle vertrauen“), die Kinder kaum mitbringen können, andererseits empfiehlt der SWR aber auch wie schon genannt den Fakefinder in den Klassen 8-10 zu verwenden. Außerdem wirkt die Website teilweise doch sehr fehlerbehaftet. So übersprang sie bei beiden Testdurchgängen, die ich durchgeführt habe (eine weitere dritte Probe in einem anderen Browser wurde ebenfalls gestartet), wahllos bestimmte Artikel, die registriert werden, aber als falsch beantwortet gelten. Das führt dazu, dass das Spiel statt nach 7 News schon nach 3 oder 4 beendet sein kann, wodurch man überhaupt nicht die Möglichkeit hat, alle richtig zu beantworten.

Der größte Gewinn für angehende Lehrpersonen aber bietet wohl der extra für den Schulunterricht vorgesehene „Fakefinder for school“, in Kombination – falls gewünscht – mit Unterrichtsmaterialien. Hierbei erhält die Lehrperson die Möglichkeit, selbst auszuwählen, welche Schlagzeilen und Artikel bearbeitet werden können. Dabei gibt die Website auch immer eine Schätzung ab, wie lange die Bearbeitung dauern wird, je nachdem, wie viele Artikel ausgewählt wurden. Anhand von einem QR-Code, der sich auch ausdrucken lässt, oder einem Internetlink erhalten die Schülerinnen und Schüler dann Zugang zum personalisierten Fakefinder. Die Lehrperson kann dabei zu jeder Zeit in einer Übersicht mitverfolgen, welche Schülerinnen und Schüler wie viele News bearbeitet haben und auch sehen, wie diese beantwortet wurden. Zusätzlich stellt der SWR mit dem Dokument zur „Unterrichtseinheit Fakefinder“ ein Arbeitsblatt zur Verfügung, durch das das Gelernte festgehalten werden kann. Insgesamt also ein sehr gelungenes Tool, sowohl im kleinen Rahmen als Stundeneinstieg oder auch als komplette Unterrichtseinheit

Raketenbuch - notebook for the future?

Hiermit präsentiere ich das Rocketbook Everlast, ein per Crowdfunding finanziertes Produkt. Wir haben hier ein ganz normal aussehendes Notizbuch, dessen Aufschriebe, To-Do-Listen oder Mathe-Formeln mit Hilfe einer kostenlosen App für das eigene Smartphone digitalisiert werden können. Der Sinn dahinter ist, dass Nutzer nicht auf das klassische "Stift auf Papier"-Gefühl verzichten müssen und dennoch in das digitale Zeitalter eintreten können.

Und so wird das Rocketbook angepriesen: Mit dem speziellen Pilot Frixion-Stift einen Aufschrieb im Rocketbook verfassen, die Notizseite abscannen, noch kurz von der App auf Rechtschreibung prüfen lassen, entscheiden, ob es ein pdf- oder jpg-Format werden soll und den Scan in der App speichern. Per Mail versenden oder ab auf eine Cloud damit! Klingt easy, oder?

Da die Seiten im Notizbuch nach Gebrauch einfach feucht abgewischt werden, um erneut beschrieben werden zu können, kann das Notizbuch nicht "aufgebraucht" sein. So hält es laut Hersteller mehrere Jahre, wenn nicht sogar ein Leben lang. Und gleichzeitig spart man noch Unmengen an Papier, was bei einem persönlich noch ein gutes Gefühl im Hinblick auf das Klima auslöst. Anbei noch ein Video, in dem das innovative Raketenbuch präsentiert wird:

Mittwoch, 1. November 2017

Top 200 Tools for Learning 2017

Die schon fast legendäre Liste der "Top 200 Tools for Learning" für das Jahr 2017 wurde veröffentlicht. Sie wird von Jane Hart vom "Centre for Learning & Performance Technologies" erstellt. 2.174 "learning professionals" aus 52 Ländern stimmen dafür ab. Auf der entsprechenden Website findet man die 200 Tools mit Kurzbeschreibungen sowie drei weitere Listen. Der Besuch lohnt sich...

Donnerstag, 30. Juni 2016

Wie sicher ist dein Passwort?

Auf vielen Webseiten benötigen selbst Kinder schon einen eigenen Zugang mit Benutzernamen und Passwort. Aber welche Passwörter sind wirklich sicher und woher weiß man, ob diese so sicher sind, wie man denkt?
Die folgenden zwei Anwendungen sollen bei der Suche nach einem sicheren Passwort helfen.
Der "Passwort-Schlüssel-Automat" ist eines der Angebote des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "Surfen ohne Risiko". Er unterstützt die User dabei, einen Schlüssel zur Codierung ihres Passwortes zu erstellen. Mit einer verständlichen Anleitung sowie Tipps, Tricks, Lehrerhandzettel, Beispielen und Übungen wird hier bei der Suche nach einem sicheren Passwort Hilfestellung geleistet.
Und woher weiß man, wie sicher ein Passwort tatsächlich ist? Um diese Frage zu beantworten, kann die Website "CheckdeinPasswort" herangezogen werden. Diese Website ist ein nicht-kommerzieller Informationsservice. Die Sicherheit des Passwortes wird mit einem Algorithmus berechnet, der unter anderem Informationsquellen wie die häufigsten Vor- und Nachnamen heranzieht. CheckDeinPasswort speichert keinerlei Daten und ist für Benutzer unbedenklich.
Passwort gefunden? Passwort für sicher erklärt? Dann kann es ja losgehen...

Montag, 18. Januar 2016

Lernst du noch oder twitterst du schon?

Im November stellte ich den Twitter-Account "RealTimeWWII" vor, der mit Hilfe von 140 Zeichen die Geschehnisse des 2. Weltkriegs in Echtzeit aufarbeitet.

Die Verbindung von "Lernen" und "Twitter" war wahrscheinlich für die meisten Leser eher fremd, und auch ich hatte mir bis dato noch nicht viel Gedanken über mögliche Anwendungsmöglichkeiten im Bereich "Bildung" gemacht.

Der Artikel "Die Top 100 Lern Tools" öffnet vielleicht dem ein oder anderen die Augen. Hier wird der Mikroblogging-Dienst auf Platz 1 der Top 100 gesetzt. Warum der Verfasser des Beitrags Markus Kolletzky diese Entscheidung getroffen hat und 9 Tipps, wie Twitter Lernen effektiver macht, findet ihr im folgenden Artikel: Die Top 100 Lern Tools – Teil 1: 9 Tipps, wie Sie Twitter zum Lernen einsetzen

Donnerstag, 14. Januar 2016

Edmondo.com - safe social media für die Schule

Die USA, so scheint es, sind die großen Vorreiter im Bereich des Web 2.0. Nun, was die Bandbreite und Geschwindigkeit von kostenlosem Wifi angeht, da kann sich so manches Land eine Scheibe von abschneiden; das habe ich gleich zu Beginn meines Auslandssemesters gemerkt....

Eines meiner Seminare nutzt die Kommunikationsplattform Edmondo. Im Grunde genommen ist es eine Mischung aus Facebook und Moodle. Kostenloser Zugang, Erstellen von Kursen möglich, Upload von pdf oder Word-Dokumenten selbstverständlich auch.

Besonders eindrucksvoll ist, man kann nicht nur Abgabetermine oder Klausuren in einem Kalender terminieren inkl. Erinnerungsfunktion, man kann auch direkt im Kurs Umfragen posten, kursinterne Kleingruppen bilden und mit ihnen dirrekt kommunizieren (super für Referate). Zudem ist es möglich, einen Eltern-Zugang zu aktivieren.

Desweiteren können die Lernenden, ganz im Stile von Facebook, Fragen posten, die dann von anderen Schülern oder dem Lehrer beantwortet oder kommentiert werden, oder unmittelbar über Direktnachrichten kommunizieren.

Edmondo ist kostenlos, in mehreren Sprachen verfügbar (Englisch, Deutsch, Spanisch und Portugiesisch) und eine gelungene Umsetzung für die Nutzung des Web2.0 im Klassenzimmer. Ein Durchstöbern wert!

Liebe Grüße aus den US und A!
www.edmondo.com

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Recherchetool für Hausarbeiten

Auf dieser Webseite vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung findet ihr ein prima Recherchetool, wenn ihr Hausarbeiten schreibt, die etwas mit Pädagogik zu tun haben. Ein Klick lohnt sich in jedem Fall: www.fachportal-paedagogik.de/fis_bildung/fis_form.html

Freitag, 25. September 2015

Jane Hart: Top 100 Tools for Learning

And the winner is ... zum siebten Mal in Folge Twitter. Wer es sonst 2015 noch auf die Liste geschafft hat, lohnt den Blick:


Sonntag, 16. November 2014

Hilfreiche Tools im Überblick

Es ist sehr schade, dass das Blog #PB21 zum Jahresende eingestellt wird, umso erfreulicher ist es dagegen, dass die Verantwortlichen nochmals richtig Gas geben, um aus den vielen Beiträgen ein übersichtliches Archiv zu machen. Hierzu zählen verschiedene Serien, etwa von Martin Lindner zum "Lernen im digitalen Klimawandel", deren fünfter Teil eben erschienen ist.

Eine neue Serie beschäftigt sich mit digitaler Arbeitsorganisation. Bislang sind zwei Teile erschienen:
Außerdem versammelt das Blog Hinweise zu einer Vielzahl anderer nützlicher Werkzeuge:

Donnerstag, 7. November 2013

Hot Potatoes - kostenlose Software zum Erstellen von Arbeitsmaterial

Hot Potatoes ist eine kostenfreie Software, die es Lehrerinnen und Lehrern ermöglicht, schnell und einfach verschiedene Aufgaben und Tests zu erstellen, wie beispielsweise Kreuzworträtsel oder Lückentexte. Besonders geeignet ist die Software für den Sprachunterricht, allerdings kann man Hot Potatoes auch für viele andern Fächern sinnvoll nutzen, um in kurzer Zeit ansprechendes Arbeitsmaterial zu entwickeln.

Hier geht's zur Internetseite

Mittwoch, 6. November 2013

Abhilfe gegen Ablenkung

Wie unsere Abstimmung im Kurs zeigte, ist eines der größten Probleme des Internets der Ablenkungsfaktor. Kaum hat man sich vorgenommen, an der Hausarbeit weiter zu schreiben, erscheint plötzlich nichts wichtiger als die neusten Meldungen auf Facebook, Instagram oder neue Videos auf YouTube.

Nicht immer ist es nur eine Frage der Disziplin. Wir sind es gewohnt, multitaskingfähig zu sein, nichts verpassen zu wollen und mit der Schnelllebigkeit der Gesellschaft mitzukommen.

Doch auch hier bietet die große, weite Welt des Internets eine Lösung: N24 berichtet über nützliche Apps, die entweder das komplette Internet ausschalten (sofern man es nicht für seine Arbeit braucht), wie zum Beispiel freedom, oder lediglich bestimmte Seiten wie Facebook und Co zeitweise deaktivieren (Cold Turkey für Windows- und SelfControl für Mac-Nutzer).

Zwar bieten die Programme einen Schutz gegen Ablenkung, benötigen dennoch die Disziplin des Nutzers, um sie zu aktivieren.

Samstag, 2. November 2013

Dropbox - eine virtuelle Festplatte

Mit Dropbox kann man kinderleicht auf seine Dokumente zugreifen, obwohl man nicht an seinem persönlichen PC sitzt. Voraussetzung dafür ist nur ein Internetzugang. Gegründet würde das ganze von zwei Studenten aus San Francisco. Und so geht es:

Zuerst erfolgt eine Registrierung bei Dropbox. Ist man einmal angemeldet, kann man jederzeit Ordner erstellen, für andere freigeben und somit mit anderen im Austausch stehen. Ist ein Ordner für eine bestimmte Gruppe oder für eine Person freigegeben, so kann diese den Inhalt durch eigene Inhalte ergänzen, sich die Inhalte auf den eigenen Computer ziehen oder die Inhalte verändern.
Ein leichtes Spiel für alle!




Donnerstag, 28. Februar 2013

Kickboard

Es ist nichts neues, dass uns die Amerikaner in der technischen Innovation vorauseilen. Hier bin ich auf Kickboard aufmerksam geworden. Wer mal einen Blick auf die Oberfläche werfen möchte, kann das hier im Tutorial tun.

"Kickboard allows teachers to record, analyze and share information surrounding a student’s performance with both students and parents. The system looks at students from more than just an academic perspective and allows teachers to keep track of behavioral information, character traits, and their ability to work as part of a team. The platform provides teachers with real-time dashboards that include information on how students perform across classrooms with charts, graphs, performance reports and the ability to create customized report cards."

Donnerstag, 27. Dezember 2012

"Das vernetzte Lernen kommt nach Deutschland"

(FAZ) 14.12.2012 · Die bekanntesten Internetportale für offene Online-Kurse kommen aus Amerika. Nun haben auch deutsche Hochschulen das Format für sich entdeckt. weiterlesen

Im Artikel der Autorin Nadine Bös heißt es:

"Neben dem wissenschaftlichen Interesse ist Meinel (anm.: Prof. Dr. Christoph, Institutsdirektor, Uni Tübingen) ein großer Fan der MOOCs. „Im klassischen E-Learning wurden einfach nur Materialien ins Netz gestellt. Doch die wenigsten Menschen sind totale Autodidakten. Es fehlt oft an Spannung und Disziplin, um als Einzelkämpfer dabeizubleiben.“ Erst die MOOCs hätten dem E-Learning die soziale Komponente hinzugefügt. „Wir schaffen eine Community, in der Lernende und Lehrende ständig in Kontakt treten, sagt Meinel. Deshalb gibt es auf Open HPI zum Beispiel in der Mitte jeder Woche ein extra Video, das wichtige Fragen aus den Diskussionsforen aufgreift."

Sonntag, 16. Dezember 2012

Neue Perspektiven durch Bloggen im Schulalltag?

„But more tools aren’t enough. The tools are simply a way of channeling existing motivation” (Shirky 2008, 17).
Clay Shirky benennt im vorangestellten Zitat eine der zentralen Grundlagen, die es im Zusammenhang mit den Mechanismen des Web 2.0 zu berücksichtigen gilt: Das Ziel bestimmt das Werkzeug (Tool). Keine Anwendung des Social Web existiert als Selbstzweck, sondern bedient lediglich die Nachfrage der Netcitizen. Alternative Tools finden Sie an dieser Stelle beispielsweise in den Beiträgen zu Facebook, Wikipedia oder Web 2.0 im Unterricht vorgestellt. Wer nach den Perspektiven sucht, muss sich zunächst mit dem Mehrwert des Tools auseinandersetzen und sich fragen, ob die Applikation bei der Verwirklichung von eigenen Zielen hilfreich ist. In diesem Beitrag wird deshalb den didaktischen Überlegungen die Frage vorangestellt, aus welchen Motiven Blogs verwendet werden und welche Prozesse dabei ablaufen.

Was sind Blogs?

Der Begriff Blog ist eine Kontamination aus den Wörtern „World Wide Web“ und „Log(buch)“ zu Weblog, kurz: Blog. Blogs können von Einzelpersonen oder Gruppen geschrieben werden. Sie befinden sich gerade auf dem Blog des Seminars „Web 2.0 und Medienkompetenz – Was sollte ich als (Politik-)Lehrer/in wissen“. Auch auf diesem Blog publizieren mehrere Autoren: die Studierenden des Seminars und der Dozent Dr. Müller. Weblogs gehören zu den ältesten Anwendungen im Social Web und sind seit den 1990er Jahren allgemein verfügbar (vgl. Wolff 2006, 3-7). Ihren Aufstieg erlebten Blogs zur Mitte der 2000er Jahre. Durch technische Innovationen wurde das Erstellen eines eigenen Blogs so vereinfacht, dass dafür keine fundierten Programmierkenntnisse mehr notwendig waren – eine Rahmenbedingung, die für Web 2.0-Anwendungen spezifisch ist. Erst seither wurden die interaktiven Plattformen massentauglich und veränderten die Kommunikation in der Gesellschaft.

Anfangs schrieben die Blogger noch keine komplexen Texte, sondern empfahlen Links zu interessanten Webseiten. Daraus entwickelte sich eine Applikation zum Verfassen längerer Texte (vgl. Richardson 2011, 35). Ein signifikantes Merkmal der Posts bleibt die häufige Verwendung von Hyperlinks, die zu Formen der Transtextualität führen. Dadurch können komplexe Gedankengänge schriftlich fixiert und über die Interaktion mit der Netzgemeinde weiterentwickelt werden. Das ist ein Vorteil beispielsweise gegenüber Sozialen Netzwerken, in denen Nachrichten auf wenige hundert Zeichen beschränkt sind. Längere Texte können auch in mehrere Beiträge untergliedert werden. Dadurch wird dem Leser die Übersicht erleichtert (vgl. Bannour/ Grabs 2011, 165 f.).

Wie bei allen Social Media-Anwendungen, entsteht ein Mehrwert dieser Applikation durch das interaktive Handeln der Netzgemeinde (ebd., 21-23). Ziel ist die Produktion von „user-generated content“. Ein Blog ist darum nicht pauschal mit einem Tagebuch vergleichbar, das der Autor für sich selber schreiben würde. Die Reichweite spielt bei dieser Bewertung eine entscheidende Rolle. Blogs, die Zugriffszahlen in Millionenhöhe verzeichnen, funktionieren auf dem „one-to-many“ Prinzip und können einem Tagebuch ähneln. Ein klassischer Dialog kommt mit dieser Menge an Personen jedoch nicht zustande. Auf diesen Seiten richtet sich der Text tendenziell an ein breites Publikum. Erst mit vergleichsweise überschaubaren Rezipientenzahlen werden Gespräche möglich (vgl. Shirky 2008, 129).

Die Autoren schreiben Beiträge, die sie auf den Blog hochladen. Diese Posts werden chronologisch gelistet. Außerdem wird den Lesern meistens die Möglichkeit zur Kommentierung geboten. Diese Interaktion ist ein entscheidendes Merkmal der Blogs, denn sie bricht die Geschlossenheit der Texte auf und ermöglicht das direkte Weiterentwickeln der Denkprozesse. Dadurch tritt der Autor mit seinen Lesern in einen Dialog, der den Wissenszuwachs ermöglicht. Auf diese Weise entsteht aus ursprünglich statischen Inhalten ein fachlicher Diskurs (vgl. Richardson 2011, 36).

Jeder Beitrag ist mit einer eigenen URL abrufbar (Uniform Resource Locator = dt.: „einheitlicher Quellenanzeiger“, umgangssprachlich: Internetadresse). Das Teilen der Beiträge über andere Netzwerke wird dadurch erleichtert und die Interaktion gefördert (vgl. Bannour/Grabs 2011, 153 f.). Darüber hinaus kann der Blogger seine Beiträge mit einem oder mehreren Schlagwörtern (Labels bzw. tags) kennzeichnen. Der Beitrag wird damit Themen zugeordnet. Auf diesem Seminarblog sind die Labels/tags rechts in der Menüleiste zu finden. Dieses Gadget soll die Suche nach individuell relevanten Beiträgen erleichtern. Stammnutzer des Seminarblogs können über neue Beiträge per E-Mail oder RSS-Feed aktuell informiert werden. Die meisten Blogger bieten einen entsprechenden Service auf ihrer Seite an (vgl. ebd., 160).

Beispiele für Blogs
“The centrality of group effort to human life means that anything that changes the way groups function will have profound ramifications for everything from commerce and government to media and religion“ (Shirky 2008, 16).
Social Media-Anwendungen verfolgen keinen Selbstzweck, sondern sind lediglich das Medium, über das die Akteure kommunizieren. Abhängig vom Ziel des Blogs kann die Autorenschaft eine oder mehrere Personen umfassen (vgl. ebd., 129). Der Blog von Ulrike Langer gibt die Journalistin als alleinige Autorin an, während die Redaktion der Tagesschau Einträge mehrerer Verfasser bündelt. Abhängig vom Ziel werden Social Media-Anwendungen unterschiedlich genutzt. Der Stil kann variieren. Ich habe dazu zwei Bereiche des öffentlichen Lebens exemplarisch herausgegriffen, in denen Blogs erfolgreich eingesetzt werden:

Beispiel 1: Wirtschaft

Märkte sind Gespräche“ - wer positiv im Gespräch bleibt, sichert sich einen Marktanteil. Unternehmen setzen auf die Wirkung des viralen Marketing. Im Social Web können die Empfehlungen größere Reichweiten erzielen. Die Werbebranche arbeitet aber mit diesem Prinzip seit ihrem Bestehen. Emotionen bestimmen täglich unsere Kaufentscheidungen. Erfolgreiche Marketingkampagnen zielen darauf ab, dass bei den Konsumenten positive Gefühle erzeugt werden, die sie mit dem Produkt verbinden.

Corporate Blogs ermöglichen den Unternehmen, mit ihrem Kundenkreis einen persönlichen Kontakt aufzubauen. Firmen rücken dabei ihre Fachkompetenz in den Vordergrund und schaffen Vertrauen. Für Gesprächsanlässe sorgen Beiträge von ausgewählten Arbeitskräften, die beispielsweise über ihren Alltag berichten oder Ideen zu neuen Produkten vorstellen. Die Konsumenten erhalten Einblicke hinter die Kulissen und werden animiert, sich mit der Marke auseinanderzusetzen. Über Kommentare oder ihren eigenen Blog können sie sich aktiv an der Produktentwicklung beteiligen und die eigenen Bedürfnisse kommunizieren. Reaktionen des Unternehmens auf die Beiträge der Rezipienten stärken die emotionale Bindung zwischen den Akteuren. Beispiele für gelungenes Blogging sind die Unternehmen Ritter Sport und Daimler AG (vgl. Bannour/ Grabs 2011, 123-142).

Beispiel 2: Politik

Auch Politiker wollen im Gespräch bleiben und das am liebsten verbunden mit positiven Meldungen. Bloggen ermöglicht Politikern, sich selbst darzustellen (Ernst 2011, 22). Vor der digitalen Revolution bestimmten Gatekeeper die Berichterstattung. Das waren Verleger und Redakteure der Medienanstalten. Heute können Blogger diese Schranke umgehen und Einfluss auf die Gesprächskreise der Online-Bevölkerung nehmen. Durch ihre Teilnahme am öffentlichen Diskurs operieren sie am Puls der Zeit. Einen lebendigen Bürgerdialog praktiziert beispielsweise Christopher Lauer von der Piratenpartei. Seine Beiträge werden mehrfach kommentiert. Auf Fragen reagiert er zeitnah und wertet damit die Meinungsäußerungen der Rezipienten auf. Aber nicht nur Parlamentarier, sondern auch Bürgerrechtler haben die Vorzüge des Bloggens erkannt und versuchen, auf ihre Themen aufmerksam zu machen (Generación Y, Annalist). Politische Blogs setzen, wie auch die Marketingabteilungen von Unternehmen, auf den viralen Effekt. Erfolgreiche Blogger bleiben im Gespräch der Netzgemeinde und können ihre Anliegen mitteilen (vgl. Wolff 2006, 27-31). Allerdings ist zu bedenken, dass der Rezipientenkreis auf die Netzgemeinde beschränkt ist. Dadurch wird die Durchsetzungskraft der Blogs als Massenkommunikationsmittel relativiert (Ernst 2011, 23).

Was passiert beim Schreibprozess?

Die Textproduktion ist eine planbare und zerdehnte Kommunikationshandlung. Informationen werden mit Hilfe des Mediums Schrift codiert, um sie auf unbestimmte Zeit zu konservieren. Autoren agieren primär adressatenbezogen, indem sie die Niederschrift am Vorwissen des Rezipienten orientieren. Der Produzent greift dabei auf geltende Normen und Konventionen der Zielgruppe zurück. Beim Schreibakt werden Phasen des Planens, des Formulierens und des Überarbeitens durchlaufen. Aus didaktischer Perspektive bietet diese Untergliederung eine Orientierung für Novizen. Diese Perioden sind jedoch nicht linear-sequenziell auszuführen, sondern erfolgen situationsbedingt während des Handelns im Gedankenkonstrukt der Autoren. Dabei entsteht ein Zusammenspiel imaginärer und physischer Subprozesse, die in ihrer Summe die Handlung "Schreiben" bilden. De Beaugrande (1984) bezeichnet das als Parallelität (vgl. Fix 2008, 36-49).

Das Produkt eines Schreibprozesses ist traditionell ein geschlossener Text, der auf Papier fixiert wird. Werke sind durch einen Anfang und ein Ende gekennzeichnet. Die digitale Revolution stellt diese Form in Frage. Die Verknüpfung von Informationen findet im Internet nicht nur auf einer Textebene statt. Hypertexte verknüpfen bestimmte Angaben mit Quellverweisen, die per Mausklick abrufbar sind (Richter 2004: 33 f.). Im Internet sind Texte variabler, denn sie können schnell verändert werden. Diese Strukturen stellen das Gehirn vor eine spezielle Transferleistungsaufgabe. Die Informationen sind nicht linear abhängig und nicht chronologisch. Daher erfordert die Arbeit mit Hypermedia ein raum-zeitliches Denkvermögen. Durch den frühen Kontakt mit der Computertechnik ist dieses Konstrukt diskontinuierlicher Textformen den Lernenden vertraut (vgl. Röll 2003, 71-76).

Bei Hayes & Flower wird der ungeschriebene Text als ein "ungeklärtes Problem mit offener Lösung" taxiert (Fix 2008, 36). Davon ausgehend muss vor dem Schreibprozess eine Frage als solche erkannt werden. In der Schule werden Problematiken von der Lehrkraft künstlich geschaffen. Die Novizen erfahren einen extrinsischen Motivationsanreiz und sind selten vom Sinn des Schreibens überzeugt. Der Text wird für den Lehrer verfasst, um eine Sanktionierung zu vermeiden (vgl. ebd., 129-137). Bei der Textüberarbeitung reflektiert der Lernende über die Anforderungen der Lehrkraft, die sich insbesondere durch eine festgelegte Seitenanzahl ausdrückt. In den seltensten Fällen wird der Inhalt in das Zentrum des Diskurses gestellt. Das Produkt wird dadurch für weitere Überlegungen unbrauchbar (vgl.ebd., 39-41).
„Bloggen ist eine Tätigkeit, bei der es darum geht, seine Gedanken schriftlich zu entwickeln und nicht lediglich Tagesereignisse und Gefühle zu protokollieren“ (Richardson 2011, 41).
Ziel der Autoren ist es, die eigene Fachexpertise zu erweitern, indem sie ihre Ausführungen zur Diskussion stellen. Beiträge zeichnen sich durch einen persönlichen Schreibstil aus, über den sich der Urheber profiliert. Die Rezipienten suchen Schwächen und Stärken der Argumentation und geben diese über Kommentare oder auf ihren eigenen Blogs wieder. In der Schreibdidaktik wird häufig gefordert, dass Texte kontinuierlicher Weiterentwicklung unterliegen sollten. Dadurch erfährt der Novize einen Lernzuwachs. Diesem Ideal stehen die physischen und institutionellen Rahmenbedingungen gegenüber. Blogs könnten hier künftig eine neue Perspektive eröffnen, da sie nicht an geschlossene Textsorten gebunden sind.

Die Grundlage für interessante Blogbeiträge ist das analytische und kritische Lesen fachlicher Texte zum Problemaufwurf. Im Interpretieren der Lektüre ist zumeist der Schreibanlass begründet. Herkömmliches Schreiben stellt jedoch einen geschlossenen Prozess dar, der in einer These gipfelt. Beim Bloggen wird ein fortlaufender und ergebnisoffener Prozess angestoßen. Das Produkt setzt sich aus mehreren Synthesen zusammen und wird stetig weiterentwickelt (vgl. ebd., 56 f.). Dieser Mechanismus kommt einer Schülerschaft entgegen, die mit einer vernetzten Denkstruktur groß geworden ist.

Welche Chancen bietet das Bloggen im Unterricht?

Grundlage ist die Auseinandersetzung mit Lernen 2.0. Die Rollen der Lehrenden und Lernenden werden neu definiert. Die Novizen übernehmen einen sehr viel aktiveren Part, während die Lehrkraft als Moderator den Lernprozess begleitet. Weitere Informationen erhalten Sie im Beitrag eines Kommilitonen: Lernen und Web 2.0.

Heranwachsende lernen durch den Austausch mit ihrer Umwelt. Kommunikation bildet eine Grundlage dieses Prozess. Darauf bauen Lehrmethoden wie Gruppen- oder Partnerarbeit auf (vgl. Dax-Romswinkel 2007, 64 f.). Der Blog ist eine Kommunikationsapplikation und als solche für den kommunikativen Teil des Lernprozesses einzusetzen. Die Anwendung kann durch den interaktiven Schreibprozess das inhaltliche Lernen unterstützen. Diese Wechselwirkung lässt kontinuierlich neue Produkte entstehen. Dabei ermöglichen Blogs das Arbeiten in vernetzten Systemen, an die sich Kinder und Jugendliche im Alltag bereits gewöhnt haben (vgl. Röll 2003, 43-45). Die veränderten Denkprozesse der Lernenden stellen eine Chance dar. In der heutigen Wirtschaftswelt wird dieses Denken bereits vielerorts vorausgesetzt. Den Heranwachsenden kann mit innovativen Unterrichtsformen die Orientierung in diesem Konstrukt erleichtert werden (vgl. Marotzki/ Nohl 2004: 351).
"User-generated content isn't just the output of ordinary people with access to creative tools like word processors and drawing programs; it requires access to recreative tools as well, tools like Flickr and Wikipedia and weblogs that provide same people with the ability to distribute their creations to others." (Shirky 2008, 83)
Blogs erfüllen keinen Selbstzweck. Dieser Umstand ist kein Motivationsverlust für Lernende. Die Technikkonvergenz der Schülerinnen und Schüler (SuS) ordnet sich dem thematischen Interesse bei bzw. sogar unter (vgl. Theunert 2006, 169). Blogs sind Kommunikationsmedien, mit denen nahezu jeder Kommunikationsanlass im schulischen Umfeld durchgeführt werden kann. Das betrifft neben dem Lernen auch das „classroom management“. Richardson liefert Ideen für Blogs als internes und externes Informationsportal oder als themenbezogene Applikation. Ich werde mich in der Folge auf die Anwendungsmöglichkeit im Lernprozess konzentrieren. Wie bei jedem Medium ist das angestrebte Ziel ausschlaggebend für die Entscheidung, ob mit diesem Tool gearbeitet wird. Für eine fundierte Einschätzung ist die praktische Auseinandersetzung mit der Applikation notwendig. Dadurch erhält die Lehrkraft persönliche Erfahrungen mit den Wirkungsprozessen. Richardson empfiehlt, vor dem Unterrichtseinsatz das Selbstexperiment zu wagen (Richardson 2011, 41-50).
„Um die Einsatzmöglichkeiten von Weblogs als Instrument des Lehrens und Lernens in vollem Umfang nutzen zu können, sollte man zunächst selbst zum Blogger werden“ (ebd., 77).
Vor dem eigenständigen Betreiben eines Blogs ist den Novizen anzuraten, sich mit aktuellen Blogs auseinanderzusetzen. Die gängigen Suchmaschinen erleichtern dabei das Aufspüren interessanter Seiten und bieten dem Einsteiger einen großen Fundus an Lesematerial. Über die Reflektion des Beobachteten lassen sich Rückschlüsse für das angestrebte Bloggen ziehen. Der Autor muss dabei das sprachliche Niveau für seine Zielgruppe finden. Auch die Dosierung von persönlicher Meinung, inhaltlicher Provokation etc. muss gefunden werden. Im nächsten Schritt versucht der Novize, zu einem Teil der Netzgemeinde zu werden. Er könnte beispielsweise erste Kommentare verfassen und die Reaktionen beobachten. Wenn das gelungen ist, empfiehlt Richardson maßvolle erste Schritte mit der Applikation. Dazu würde sich das Posten von Links auf einem eigenen Blog anbieten. Auch das regelmäßige Kommentieren externer Blogs sollte in dieser Phase ausprobiert und antrainiert werden. Die schriftliche Reflexion über das Gelernte kann nach und nach betrieben werden. Mit diesem Schritt ist der Tatbestand des Bloggens erfüllt. Insbesondere für Personen, die im Bildungsbereich tätig sind, ist äußerste Vorsicht geboten. Radikale Thesen oder vertrauliche Informationen beispielsweise über den Arbeitgeber können im Internet schnell zu einem breiten Interesse führen. Das ist für die eigene Karriere schädlich. Das Bewusstsein über den öffentlichen Charakter der eigenen Handlungen ist also von zentraler Bedeutung (ebd., 77-79).

Durch die Öffentlichkeit des Handelns sind vor dem Einsatz im Unterricht klare Absprachen mit der Schule und den Eltern zu treffen. Diese sind zur Absicherung der Lehrkraft schriftlich zu fixieren und von den Parteien zu unterzeichnen. Richardson weist in seinen Ausführungen darauf hin, dass Blogs auch in geschlossenen Netzwerken eingesetzt werden können. Jedoch wird das Schreibverhalten der SuS beeinflusst, da die Texte, wie beim traditionellen Schreibaufsatz, lehrerorientiert verfasst werden. Zusätzlich sinkt die Motivation der SuS zur Aktivität auf dem Blog. Der Reiz zur Teilnahme auf Web 2.0-Anwendungen liegt insbesondere darin, Texte und Botschaften an unbekannte Rezipienten zu richten. Damit verbunden ist auch die Aussicht auf Leserkommentare unbekannter Herkunft, die in geschlossenen Netzwerken auszuschließen sind (vgl. ebd., 30-34).

Für den konkreten Einsatz des Tools mit der Klasse im Unterricht stellt Richardson drei Anwendungsmöglichkeiten zur Diskussion: der Blog als Tagebuch, der Klassenblog und der Schüler-Weblog.

Der Blog als Tagebuch

Blogs sind nicht mit herkömmlichen Tagebüchern zu verwechseln, wodurch der Titel missverständlich wirkt. Dennoch verbirgt sich hinter diesem Namen eine Bloganwendung. Richardson stellt eine Applikation vor, welche die Lehrkraft als zentralen Akteur sieht. So sollen Unterrichtserfahrungen rekapituliert und überdacht, Unterrichtseinheiten beschrieben und wichtige Themen aus dem Bereich Lehren und Lernen erörtert werden. Zur potentiellen Lesergruppe gehören Kolleginnen und Kollegen, für die eine Lehrkraft den eigenen Berufsalltag reflektiert. Aber auch der Schreiber selbst kann aus dem Geschriebenen seinen Unterricht weiterentwickeln. Ein praktisches Beispiel ist die Blogwerkstatt von Lisa Rosa (vgl. ebd., 68).

Der Klassenblog

Diese Applikationsoption richtet sich an die Klassengemeinschaft. Gemeint ist ein Tool, das insbesondere zum classroom management eingesetzt wird. In den Blog werden Stundenpläne und Hausaufgaben eingestellt. Auch gelungene Schülerarbeiten können durch die Veröffentlichung gewürdigt werden. Auf eine ausgewogene Verteilung der Aufmerksamkeit auf alle Individuen ist dabei zu achten, damit es zu keiner Diskriminierung leistungsschwacher SuS kommt. Insbesondere im Grundschulbereich kann das Klassenblog zu einem besseren Austausch mit den Eltern führen, da diese direkt auf relevante Informationen Zugriff haben. Aber auch für die Lernenden dient dieses Portal dazu, sich aktuell zu informieren. Neben dem Lesen fällt das Kommentieren in den Aufgabenbereich der Novizen. Dazu kann die Lehrkraft spezielle Impulse setzten, indem sie Fragestellungen postet, welche die SuS beantworten sollen. Ein Beispiel für diese Nutzung ist der „Pantherblog“ einer Berliner Grundschule (vgl. ebd.).

Der Schüler-Weblog

Das Ziel beim Einsatz dieser Variante ist es, den Lernenden eine Bühne zu geben, die alle Facetten des Bloggens einbezieht. Die Novizen sollen dazu befähigt werden, über die Anwendung ein ständig erweiterbares Portfolio eigener Arbeiten anzulegen. Dazu gehört das Lösen unterrichtsbezogener Aufgabenstellungen oder auch Aspekte wie die Reflektion des Schulalltages. Dabei müssen Schreibanlässe eigenständig gesucht und bearbeitet werden. Dieses Arbeitsprinzip ist das Ziel bei der Arbeit mit Blogs im Unterricht. Als Zwischenstufe können die Blogs auch von Kleingruppen geführt werden. Auch für diese Anwendung gibt Richardson Beispiele, wie den Blog einer 8. Klasse aus Hamburg zum Thema Sprachspielerei (vgl. ebd.).

Die vorangestellten Anwendungsmöglichkeiten können als Steigerungsmodell verstanden werden, dessen Ziel das Schüler-Weblog ist. Aber auch das parallele Führen verschiedener Blogs, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen, ist denkbar. Die Möglichkeiten und Variationen sind nahezu unbegrenzt. Auf jeden Fall ist der Umgang mit Weblogs schrittweise im Unterrichtsalltag zu etablieren. Den pädagogischen Mehrwert des Arbeitens vor dem Millionenpublikum im Internet sieht Richardson insbesondere darin, dass die Inhalte Teil des weltweit verfügbaren Wissenskorpus werden. Wobei nicht jede Information, die im Internet landet, auch von jemandem wahrgenommen wird. Es ist nicht anzunehmen, dass Beiträge aus Schulblogs von einem Millionenpublikum gelesen werden. Theoretisch wäre dies aber möglich. Die Lernenden erfahren dadurch direkte Teilhabe an der demokratischen Informationsgesellschaft. Der Blog ist demnach auch als Archiv nutzbar, auf das weltweit zugegriffen werden kann. Dadurch wird die räumliche Begrenzung des Klassenzimmers aufgehoben. Eine Kooperation mit einer neuseeländischen Lerngruppe wäre in Echtzeit möglich und bietet Chancen für einen Perspektivenwechsel auf das aktuelle Unterrichtsthema. Ein weiterer Vorteil ist, dass allen Lernenden eine Plattform geboten wird. Die Beiträge sind gleichberechtigt und die Quantität von Texten verliert zu Gunsten der Qualität an Bedeutung. Dadurch wird auch das persönliche Expertenwissen ausgebaut. Die Lernenden können auf ihre gelungenen Beiträge zurückgreifen und jederzeit darauf aufbauen (vgl. ebd.).

Literatur

Bannour, Karim-Patrick; Grabs, Anne: Follow me!. Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebook, Twitter und Co., Galileo Press, Bonn 2011.

Dax-Romswinkel, Wolfgang: Web 2.0 geht zur Schule. In: Praxis Web 2.0, Potentiale für die Entwicklung von Medienkompetenz, hrsg. v.: Gräßer, Lars / Pohlschmidt, Monika, kopaed verlagsgmbh, Düsseldorf / München 2007.

Ernst, Samuel: Wie Web 2.0 die Politik verändert. Der Online-Wahlkampf hat begonnen, Diplomica® Verlag GmbH, Hamburg 2011.

Fix, Martin: Texte schreiben. Schreibprozesse im Deutschunterricht. 2. Auflage, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 2008.

Marotzki, Winfried; Nohl, Arnd-Michael: Bildungstheoretische Dimensionen des Cyberspace. In: Soziologie des Cyberspace, hrsg. von Thiedeke, Udo, VS Verlag, Wiesbaden 2004.

Richardson, Will: Wiki, Blogs und Podcasts. Neue und nützliche Werkzeuge für den Unterricht, TibiaPress, Überlingen 2011.

Richter, Susanne: Die Nutzung des Internets durch Kinder. Peter Lang, Frankfurt am Main 2004.

Röll, Franz Josef: Pädagogik der Navigation. Selbstgesteuertes Lernen durch Neue Medien, kopaed, München 2003.

Shirky, Clay: Here comes everybody. The Power of organizing without organisations, Penguin Group, New York 2008.

Theunert, Helga: Konvergenzbezogene Medienaneignung und Eckpunkte medienpädagogischen Handelns. In: Neue Wege durch die konvergente Medienwelt, hrsg. v.: Wagner, Ulrike / Theunert, Helga, Verlag Reinhard Fischer, München 2006.

Wolff, Peter: Die Macht der Blogs. Chancen und Risiken von Corporate Blogs und Podcasting in Unternehmen, Datakontext Fachverlag, Frechen 2006.

Freitag, 30. September 2011

Web 2.0 im Unterricht

„Wer heute über Internet und Gesellschaft schreibt, läuft Gefahr, schon morgen von neuen Entwicklungen überholt worden zu sein“ (Düx 2000, S.93). Durch die unglaublich hohe Geschwindigkeit der Entwicklungen gestaltet es sich schwierig, diese wissenschaftlich fundiert evaluieren zu können.

Lehrer müssen Lerner sein, um ihren Schülerinnen und Schülern einen effektiven und zeitgemäßen Unterricht zu bieten. In den folgenden Abschnitten dieses Postings sollen unterschiedliche Art und Weisen vorgestellt werden, um die Tools des Web 2.0 in die Schule zu integrieren.

Die Notwendigkeit, sich Computerkenntnisse anzueignen und sich den aktuellen Entwicklungen anzupassen, wird anerkannt, doch eine vollständige Integration in das gesamte Curriculum findet nur selten volle Unterstützung. Nur eine Lehrperson, die selbst Erfahrungen im Umgang mit modernen Medien hat, kann diese an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben. Die Kluft zwischen Befürwortern des Einsatzes moderner Medien im Unterricht und Gegnern kann sich eventuell dadurch verringern, dass man sich intensiver mit den Möglichkeiten der neuen Lehr- und Lernformen, die durch das Web 2.0 geprägt werden, auseinandersetzt.

Durch Initiativen wie diese, ist die Integration von Medien und anderen neuen Technologien in das Bildungssystem immer mehr ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Die Integration von Medien ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, für die sich hochrangige Politiker engagieren und die auf viel positive Zustimmung in der Bevölkerung stößt. Eine beachtliche Anzahl von Schulen „(...) haben sich auf den Weg der ‚Datenautobahn’ begeben, ihre Lehrpläne umgestaltet und beim technologiegestützten Lehren und Lernen Fortschritte gemacht“ (Hannafin 2006, S.19).

Leider haben diesen elementaren Wandel bei weitem noch nicht alle Akteure des Bildungssystems begriffen und sind daher nicht bereit, die Vielfalt der neuen Medien in ihre Lehr- und Lernprozesse zu integrieren. Die Initiative „Schulen ans Netz“, 1996 ins Leben gerufen (vgl. Westram 2000, S.9), beschreibt sich selbst als einen innovativen Impulsgeber für den kompetenten Umgang mit unserer medial geprägten Gesellschaft (vgl. http://www.schulen-ans-netz.de/) und hat das ehrgeizige Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Schulen und modernen Medien zu verbessern.

Diese Entwicklung ist jedoch im Bereich von Bildung und Erziehung noch nicht fest verankert. Deutsche Schulen bedienen sich bisher zu selten systematisch dieser neuen Werkzeugen – die Einbettung in unser Bildungssystem gestaltet sich als ein zäher und langwieriger Prozess. „Dennoch wird langsam deutlich, dass immer mehr Lehrer, Schulbehörden, Eltern und Schüler begreifen, wie sehr sich Lernprozesse durch die Möglichkeiten des Webs verändern.“ (Richardson 2011, S.9). Der adäquate Einsatz von digitalen Medien im Unterricht ist unverzichtbar. Der bereits etwas abgegriffene Leitsatz, dass Lehrende ihre Lerner dort abholen müssen, wo sie sind, hat auch heute noch seine Berechtigung.

Sicher ist jedoch, dass sich das Internet innerhalb der letzten 20 Jahre in weiten Teilen unseres alltäglichen Lebens etabliert hat und somit die Gewohnheiten der – nicht nur - westlichen Welt erheblich beeinflusst und verändert. „Die Tragweite dieser Veränderungen wird daran deutlich, dass die Bedeutung der Veränderungen durch das Internet in einem Atemzug mit der Erfindung des Buchdrucks genannt wird“ (Shell Deutschland Holding 2010, S.101). Laut der aktuellen Shell Studie haben 96% der Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen regelmäßigen Zugriff zum Internet (vgl. Shell Deutschland Holding 2010, S.102). Diese Zahl belegt, dass die junge Generation mit einer zunehmenden Selbstverständlichkeit mit modernen Medien aufwächst (vgl. Nerger 2011, S. 13). Es gilt als unumstritten, dass die modernen Medien und Online-Werkzeuge heutzutage feste Bestandteile ihres Alltags sind.

Tools des Web 2.0
Die Möglichkeiten, das Web 2.0 (ausführliche Erläuterung des Begriffs findet man im D@dalos Online-Lehrbuch zum Web 2.0) in den Schulalltag zu integrieren, könnten kaum vielfältiger sein. Das Web 2.0 will dem Anspruch gerecht werden, etwas Passendes für die unterschiedlichen Altersstufen der Schülerinnen und Schüler, die Ansprüche der einzelnen Fächer und unter anderem auch für die verschiedenen Lehrertypen und Charaktere bereitzuhalten. Im Laufe meiner Recherche haben sich folgende Werkzeuge als besonders gut geeignet herausgestellt: Weblogs, Wikis, RSS, Social Bookmarks, Podcast (Audio/Video-Casting), Twitter und soziale Netzwerkseiten. Da es ansonsten den Rahmen dieses Blogeintrags sprengen würde, gehe ich im Folgenden nur auf einige konkrete Umsetzungsbeispiele für den Unterricht ein.

Weblogs: Weblogs sind heutzutage im Unterrichtsalltag schon weit verbreitet. Sie sind leicht zu erstellen, können problemlos aktualisiert werden, und es kann kontrolliert werden, wer auf den Blog zugreifen kann. Zudem haben Blogs einen interaktiven Charakter und laden dadurch die User zur aktiven Mitarbeit ein. Ein interessantes und bereits etabliertes Beispiel ist das Blog von Maik Riecken.

Unser Kurs an der PH Ludwigsburg, der die Basis für diesen Artikel bildet, ermöglichte uns Kurseilnehmern die Chance, dass wir uns selbst mit der Gestaltung eines Blogs auseinandersetzen. Das Blog ist im Laufe des vergangenen Semesters nach und nach gewachsen und enthält in der Zwischenzeit einige Informationen zu unseren Seminarthemen. Laut eigener Aussage war es für einige meiner Kommilitonen eine neue Erfahrung, mit diesem Tool zu arbeiten.

In der Schule sind unterschiedliche Formen des Blogs vorstellbar. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern kann die Lehrkraft zum Beispiel ein Klassenportal einrichten. Diese Plattform kann dazu dienen, Lehr- und Unterrichtspläne zu veröffentlichen, Unterrichtsmaterialien auch online bereitzustellen, um ein hohes Maß von Transparenz für die Eltern zu gewährleisten und um die Kommunikation unter den Kollegen zu erleichtern. Diese Form des Blogs lässt viele Freiheiten zu und kann ganz unterschiedlich genützt und gestaltet werden. So erkennt man bei dem Klassenportal „Pantherblog“ deutlich den individuellen Stil der Beteiligten.

Das Online-Archiv hat einen ähnlichen Charakter wie das Klassenportal. Sein Schwerpunkt liegt jedoch noch mehr auf dem Austausch und der Bereitstellung von Arbeitsmaterialien. Die von den Schülerinnen und Schülern bearbeiteten Aufgaben stehen somit ständig zur Verfügung. Hausaufgaben können im Archiv hochgeladen werden, Arbeitsblätter können ausgetauscht und bearbeitet werden. Lehrer, Eltern, Klassenkameraden, Freunde und Mentoren können auf das Archiv zugreifen und sich einen Überblick über bisher Gelerntes verschaffen.

Blogs leben davon, dass sie aktuell und einfach zu bearbeiten sind. Diese beiden Eigenschaften gelten leider für viele Schulhomepages nicht. Oft sind sie weder aktuell noch übersichtlich. Interessierte Eltern und Schüler finden online in vielen Fällen nur unzureichende Informationen über die einzelnen Schulen. Viele Schulhomepages sind aufwendig und teuer in der Verwaltung. Eine wesentlich unkompliziertere Alternative ist es, eine Schulhomepage (Homepage des Ulricianum Gymnasiums in Aurich) mit Hilfe eines Blogs zu erstellen.

Eine weitere Möglichkeit, moderne Medien in den Schulalltag einzubetten, bieten Wikis. Der Mitbegründer von Wikipedia, Jimmy Wales, beschrieb die Intention von Wikipedia mit den Worten: „Stell dir eine Welt vor, in der jeder Mensch auf der Erde freien Zugang zum gesamten menschlichen Wissen hat. Wir sind dabei, sie zu schaffen.“ Als Wikis bezeichnet man gemeinschaftlich nutzbaren Webspace, in dem Inhalte veröffentlicht und bearbeitet werden können. Für die Verwendung in der Schule gibt es die Möglichkeit, die Wikis durch Passwörter zu schützen, um dadurch den Zugriff auf die Inhalte zu kontrollieren. Einen ersten Eindruck von einem für die Schule geeigneten Wiki kann man auf den Seiten der mathematischen Rundgänge gewinnen.

Bei RSS (Really Simple Syndication) geht es um Feeds, die Internetuser kostenlos abonnieren können. Sie halten Blogleser durch eine Art Nachrichtenticker auf dem Laufenden und bieten eine unkomplizierte Möglichkeit, stets up to date zu bleiben.Für Schülerinnen und Schüler gilt der Podcast wohl als attraktivstes Medium. Podcasts sind aus dem Alltag vieler Internetuser nicht mehr wegzudenken. Sie sind informativ, unterhaltsam, aktuell und in vielen Fällen ist ihr Download kostenlos. Als ein herausragendes Beispiel für eine gelungene Umsetzung in der Schule sehe ich das Lipdup Video des technischen Gymnasiums in Sindelfingen an. Auf diese Produktion wird in einem anderen Posting dieses Blogs schon näher eingegangen.

Die genannten Anwendungen und Möglichkeiten, Web 2.0 Tools in den Unterricht zu integrieren, basieren zu weiten Teilen auf der Lektüre von Will Richardson „Wikis, Blogs und Postcasts. Neue und nützliche Werkzeuge für den Unterricht.“ (Amazon, e-book).

Das Potential des Web 2.0, die Lehr- und Lernprozesse der heutigen Generation nicht nur grundlegend zu prägen, sondern sie auch elementar zu verändern, darf nicht unterschätzt werden. Es liegt in der Hand der Lehrenden, die Schülerinnen und Schüler auf eine Zukunft vorzubereiten, in der vernetzte Lernräume mit Sicherheit eine wichtige Rolle spielen werden.

Literatur:

Düx, Sascha: Internet, Gesellschaft und Pädagogik. Computernetze als Herausforderung für Jugendarbeit und Schule in Theorie und Praxis, Ko-Päd-Verlag, 2000.

Hannafin, Michael J., Hawkins, Charles H.: Computer, Internet, Multimedia – Potential für Schule und Unterricht, Verlag Bertelsmann Stiftung, 2006.

Nerger, Uwe: Mac education. Digitale Medien im Unterricht mit iLife, iWork, iTunes und Apple Technologie. Projektanleitungen für alle, die von den i-Programmen am Mac profitieren wollen, Mandl & Schwarz-Verlag, 2011.

Richardson, Will: Wikis, Blogs und Podcasts. Neue und nützliche Werkzeuge für den Unterricht. TibiaPress, 2011.

Shell Deutschland Holding (Hrsg.): Jugend 2010. Eine pragmatische Generation behauptet sich, Bundeszentrale für politische Bildung, 2010.

Westram, Hiltrud: Internet in der Schule, Leske + Budrich Verlag, 2000.

Donnerstag, 30. Juni 2011

LipDub

LipDub ist eine besondere Form des Musikvideos. Die Akteure singen den Text playback mit, und es wird an einem Stück, ohne jeglichen Schnitt, gedreht.
Die Schülerinnen und Schüler des TG Sindelfingen haben in solch einem LipDub Video ihre Schule in singender und tanzender Weise vorgestellt.

Das Web 2.0 im Unterricht

Dieser Buchtipp ist ideal geeignet für alle interessierten "Grünschnäbel und Grauschnauzen" zum Thema Web 2.0 im Unterricht.

Das Buch "Wikis, Blogs und Podcasts. Neue und nützliche Werkzeuge für den Unterricht" (deutsche Version / englische Version) von Will Richardson gibt einen ausführlichen Einblick in die vielen Möglichkeiten, die verschiedenen Tools des Web 2.0 in den Unterricht zu integrieren. Dabei werden detaillierte Anleitungen und Beispiele aufgeführt.
Das Buch ist nicht nur praxisnah, sondern auch für jeden "nicht-Internet-Freak" leicht zu verstehen und macht Mut, die vorgestellten Werkzeuge in der Schule auszuprobieren.