Die UNHCR zählt heute weltweit mehr als 65,3 Millionen Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen mussten. Auch hier in Deutschland spürt man die "Flüchtlingskrise". Schülerinnen und Schüler bekommen durch die Medienlandschaft und Gesellschaft viele verschiedene Eindrücke, was es bedeutet, ein Flüchtling zu sein. Auf der einen Seite gibt es eine große "Willkommenskultur" und viele Möglichkeiten, sich für Geflüchtete zu engagieren, und auf der anderen Seite wird gewarnt vor den kulturellen Unterschieden und der Überforderung Deutschlands.
Wie können sich Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Bild machen? Ist es möglich, sich in Menschen hineinzuversetzen, die vor Krieg und Verfolgung aus ihren Heimatländern fliehen müssen? Die UNHCR entwickelte 2007 ein Online-Spiel für Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren, in dem sich die Spieler in die Situation von Geflüchteten hineinversetzen müssen.
Das Spiel besteht aus drei Teilen: Im ersten Teil befindet man sich in einer Situation, die einen zwingt, aus dem eigenen Land zu flüchten. Im zweiten Teil steht der Spieler dann vor einer neuen Herausforderung und ist auf der Suche nach Schutz und einer Unterkunft in einem fremden Land, dessen Sprache er nicht mächtig ist. Im dritten und letzten Teil des Spiels ist man schließlich sicher in einem neuen Land angekommen und hat einen genehmigten Asylantrag. Dennoch gibt es neue Herausforderungen bei der Integration und Arbeitssuche, und man wird mit vielen gängigen Vorurteilen konfrontiert.
Das Ziel des Spiels ist es, die Situation von Menschen auf der Flucht für Jugendliche zu veranschaulichen und ein Gespür dafür zu entwickeln, wie es sich anfühlt, sein Land verlassen und in einer Gesellscalft neu anfangen zu müssen. Ergänzt wird das Spiel durch ein "Fakten-Web", bei dem es viele Hintergrundinformationen zu den beiden großen Themen Flucht und Menschenrechte gibt. Außerdem gibt es einen Lehrerleitfaden (http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/teachersupervision/de/pdf/Lehrerleitfaden.pdf) mit didaktischen Empfehlungen für den Unterricht. Hier geht es zu dem Online-Spiel: http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/game.html
Posts mit dem Label Online Lernen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Online Lernen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 1. Juni 2017
Online-Nachhilfe Duden Learnattack
Duden Learnattack ist eine Online-Plattform, auf der man mit Hilfe von Videos, Übungen und Tests seine Noten in der Schule verbessern kann. Wie lernt man mit Learnattack? In drei Schritten zum Erfolg! Mit einem strukturierten Lernprozess zu besseren Noten: Verstehen, Üben, Prüfen! So einfach kann lernen sein.
Mit Nachhilfe kann man seine Noten ganz einfach verbessern. Egal ob in Deutsch, Englisch, Physik, Latein oder vielen weiteren Fächern, die Duden Learnattack anbietet. Solltest du Aufgaben von deinem Lehrer in der Schule nicht auf Anhieb verstehen, ist dir die Nachhilfe von Duden Learnattack beim Nachholen – auch von komplizierten Sachverhalten – behilflich. Um deine Noten zu verbessern, bieten wir viele Übungsaufgaben an, sodass du die verschiedenen Themengebiete schnell und einfach verstehen sowie online lernen kannst. Whatsapp-Nachhilfe. Professionelle Nachhilfelehrer helfen dem Nutzer schnell und persönlich weiter. Schnell und unkompliziert Fragen loswerden.
Mit Nachhilfe kann man seine Noten ganz einfach verbessern. Egal ob in Deutsch, Englisch, Physik, Latein oder vielen weiteren Fächern, die Duden Learnattack anbietet. Solltest du Aufgaben von deinem Lehrer in der Schule nicht auf Anhieb verstehen, ist dir die Nachhilfe von Duden Learnattack beim Nachholen – auch von komplizierten Sachverhalten – behilflich. Um deine Noten zu verbessern, bieten wir viele Übungsaufgaben an, sodass du die verschiedenen Themengebiete schnell und einfach verstehen sowie online lernen kannst. Whatsapp-Nachhilfe. Professionelle Nachhilfelehrer helfen dem Nutzer schnell und persönlich weiter. Schnell und unkompliziert Fragen loswerden.
Labels / Tags:
Digitale Bildung,
Fundgrube,
Nachhilfe,
Online Lernen
Mittwoch, 31. Mai 2017
Memrise - eine gute Alternative zum Sprachenlernen?
Mit dem Web 2.0 kann man erstmals in der Geschichte das Wissen Vieler nutzen, um sein eigenes Wissen weiter auszubauen und zu vervielfältigen. Mittlerweile wurden viele Apps und Websites entwickelt, um E-learning zu verbesssern und weiter zu verbreiten.
Eine dieser E-learning-Plattformen ist Memrise, bei der das Sprachenlernen durch Hilfe anderer Nutzer, aber vor allem durch die Hilfe Einheimischer kinderleicht gemacht werden soll. Die folgenden Links führen zu einem Memrise Praxis-Test und zu einem kleinen Video über den "Membus":
Eine dieser E-learning-Plattformen ist Memrise, bei der das Sprachenlernen durch Hilfe anderer Nutzer, aber vor allem durch die Hilfe Einheimischer kinderleicht gemacht werden soll. Die folgenden Links führen zu einem Memrise Praxis-Test und zu einem kleinen Video über den "Membus":
- zum Praxis-Test: http://talkreal.org/blog/memrise-im-praxis-test-deine-sprachkurs-app-mit-eingebauter-motivation/
- zum "Membus-Video": https://www.youtube.com/watch?v=BAqW4R1LbMs
Mittwoch, 16. November 2016
Memrise
Memrise ist ein Online-Lernportal. Es handelt sich um eine App für Computer, Tablet oder Smartphone. Kernthema der Plattform ist das Sprachenlernen, jedoch werden auch andere Themenfelder angeboten, zum Beispiel Kunst, Architektur oder Literatur.
Das Unternehmen beschreibt das Rezept zum mühelosen Lernen mit drei Hauptzutaten: Wissenschaft, Spaß und Gemeinschaft. Das Lernsystem basiert auf Kursen, die zu absolvieren sind und größtenteils von den Nutzern der App erstellt werden. Die Memrise-Redaktion selbst entwickelt ebenfalls viele Kurse, diese sind teilweise sogar vertont.
Bei Memrise kann sich alle Welt problemlos jederzeit weiterbilden, egal ob jung, alt, daheim oder mobil. Die Organisation des Lernens wird von der App übernommen. Man bearbeitet eine Lektion und wird daran erinnert, wann die Lerninhalte zu wiederholen sind. Diese Lerninhalte sind frei einteilbar. Man kann also selbst entscheiden, wie viele neue Wörter, Sätze oder Themen man pro Tag lernen möchte.
Bei solchen Computerprogrammen und Apps fehlt natürlich der persönliche Kontakt zu anderen Lernern und auch zum Lehrer. Man kann weder Fragen stellen, noch kann man Zusatzinformationen erwarten. Deswegen dient diese App eher als Ergänzung und kann weniger als Hauptlernplatz verwendet werden.
Das Unternehmen beschreibt das Rezept zum mühelosen Lernen mit drei Hauptzutaten: Wissenschaft, Spaß und Gemeinschaft. Das Lernsystem basiert auf Kursen, die zu absolvieren sind und größtenteils von den Nutzern der App erstellt werden. Die Memrise-Redaktion selbst entwickelt ebenfalls viele Kurse, diese sind teilweise sogar vertont.
Bei Memrise kann sich alle Welt problemlos jederzeit weiterbilden, egal ob jung, alt, daheim oder mobil. Die Organisation des Lernens wird von der App übernommen. Man bearbeitet eine Lektion und wird daran erinnert, wann die Lerninhalte zu wiederholen sind. Diese Lerninhalte sind frei einteilbar. Man kann also selbst entscheiden, wie viele neue Wörter, Sätze oder Themen man pro Tag lernen möchte.
Bei solchen Computerprogrammen und Apps fehlt natürlich der persönliche Kontakt zu anderen Lernern und auch zum Lehrer. Man kann weder Fragen stellen, noch kann man Zusatzinformationen erwarten. Deswegen dient diese App eher als Ergänzung und kann weniger als Hauptlernplatz verwendet werden.
Labels / Tags:
App,
Digitale Bildung,
Fremdsprachen,
Fundgrube,
Lernprogamme,
Online Lernen
Freitag, 10. Juni 2016
Der Kinder-Surfschein
Die Kinder werden spielerisch auf die Gefahren des Internet hingewiesen, wie zum Beispiel darüber, dass sie nicht zu viel von sich selbst im Internet veröffentlichen sollen. Es werden aber auch Vorzüge des Internet dargestellt. Wenn die Kinder das Quiz erfolgreich bestanden haben, bekommen sie zur Belohnung den Surfschein, in den sie ihren Namen eintragen können.
Zusätzlich zum Quiz gibt es Unterrichtsmaterialien für Lehrer, damit die Themen auch im Internet bearbeitet und besprochen werden können. Das Internet-ABC hat auch noch weitere interessante Angebote, die es sich anzusehen lohnt.
Hier der Link zur Internet-ABC Webseite mit den beiden Quiz-Versionen:
https://www.internet-abc.de/kinder/lernen-schule/surfschein/
Freitag, 3. Juni 2016
Frieden-Fragen - Gemeinsam Frieden erleben
Spätestens seit den großen Flüchtlingsströmen haben sich die meisten Menschen schon einmal überlegt, warum so viele Menschen flüchten und wovor sie flüchten. Dieses Thema hat vor allem die Politik in den letzten Monaten beschäftigt und es hat einen starken Einfluss auf die verschiedenen Landtagswahlen gegeben. Doch nicht nur die Erwachsenen beschäftigt dieses Thema, auch schon Kinder nehmen viel davon auf, und es stellen sich ihnen schon so einige Fragen.
Unter anderem dafür ist die Seite https://www.frieden-fragen.de da. Frieden-Fragen bietet Antworten auf wichtige (Über-)Lebensfragen aus den Bereichen Krieg und Frieden, Streit und Gewalt. Es ist ein Angebot der Berghof Foundation. Vor allem für Kinder, Eltern und ErzieherInnen ist das Internet-Angebot dafür ausgelegt, sich über Krieg und Frieden, Streit und Gewalt zu informieren und ermöglicht einen Austausch zu diesem Themenbereich.
Kinder soll ein sensibler Zugang zu schwierigen Themenbereichen ermöglicht werden, ohne dass sie mit der Schwere der Inhalte überfordert oder mit aufwühlenden Fragestellungen alleine gelassen werden. Das Angebot bietet kindgerechte Antworten und ermöglicht es ebenso, Zusammenhänge zu erkennen, denn die Kinder können direkt Fragen stellen, die individuell beantwortet und veröffentlicht werden.
Auch für den schulischen Kontext bietet frieden-fragen.de viele Anknüpfungsmöglichkeiten. Im Nahbereich über den Umgang mit Konflikten, die Arbeit von Streitschlichtern oder den Bereich Gewaltprävention. Im internationalen Bereich über Grundfragen des Zusammenlebens von Menschen und Staaten, die mit den Begriffen Krieg und Frieden verbunden sind. Die Seite ist untergliedert in Fragen, Frieden machen, Entdecken, Lexikon und Erwachsene.
Unter Fragen befinden sich alle bereits gestellten Fragen, die chronologisch geordnet sind. Gegliedert sind die Fragen in die Kategorien Frieden, Krieg, Streit, Gewalt, Leben in Vielfalt, Auf der Flucht, Kindersoldaten, Nationalsozialismus, Atomwaffen, aktuelle Kriege.
Frieden machen ist aufgesplittet in verschiedene Unterthemen. Unter anderem befindet sich dort eine "Friedensmaschine", die die unterschiedlichsten Materialien "ausspuckt". Unter dem Thema "Friedensmacher" können die Kinder Menschen kennen lernen, die sich für Frieden auf unterschiedliche Art und Weisen stark gemacht haben.
"Kinder für Frieden" stellt verschiedene Kinderprojekte vor, die sich für den Frieden in der Welt einsetzten. Außerdem werden unter dem Unterthema "Junge Friedensmacher" Menschen aus verschiedenen Nationen vorgestellt, die sich alle auf unterschiedliche Art und Weise für den Frieden einsetzten. "Friedensgeschichten" zeigen Geschichten aus aller Welt über Krieg und Frieden.
Unter dem Thema "Kinder aus aller Welt" berichten Kinder aus ihrem Alltag und zum Schluss gibt es noch ein Unterthema zum "Friedensnobelpreis", unter dem verschiedene Personen vorgestellt werden und erklärt wird, was der Friedensnobelpreis überhaupt ist.
Entdecken ist aufgegliedert in die Kategorien, die ich bereits bei Fragen genannt habe, und hierbei werden sie erläutert und erklärt und anschließend mit einem interaktiven Wissens-Quiz abgefragt.
Das Lexikon bietet die Möglichkeit, verschiedene Wörter zum Thema Krieg und Frieden, Konflikt und Gewalt nachzuschlagen, und kindgerechte Definitionen werden angeboten.
Zum Abschluss gibt es unter dem Punkt Erwachsene verschiedene Materialien und Hintergrundinformation für den Unterricht.
Abschließend ist aber zu sagen, dass der Schwerpunkt der Seite darauf liegt, dass Kinder und Jugendliche ihre Fragen zum Thema Frieden stellen können und möglichst noch am selben Tag eine Antwort des Frieden-Fragen-Teams bekommen. Grundlage dafür ist, dass man jederzeit darauf hingewiesen wird, eine Frage zu stellen, und der Button auf jeder Seite stets groß erscheint.
Unter anderem dafür ist die Seite https://www.frieden-fragen.de da. Frieden-Fragen bietet Antworten auf wichtige (Über-)Lebensfragen aus den Bereichen Krieg und Frieden, Streit und Gewalt. Es ist ein Angebot der Berghof Foundation. Vor allem für Kinder, Eltern und ErzieherInnen ist das Internet-Angebot dafür ausgelegt, sich über Krieg und Frieden, Streit und Gewalt zu informieren und ermöglicht einen Austausch zu diesem Themenbereich.
Kinder soll ein sensibler Zugang zu schwierigen Themenbereichen ermöglicht werden, ohne dass sie mit der Schwere der Inhalte überfordert oder mit aufwühlenden Fragestellungen alleine gelassen werden. Das Angebot bietet kindgerechte Antworten und ermöglicht es ebenso, Zusammenhänge zu erkennen, denn die Kinder können direkt Fragen stellen, die individuell beantwortet und veröffentlicht werden.
Auch für den schulischen Kontext bietet frieden-fragen.de viele Anknüpfungsmöglichkeiten. Im Nahbereich über den Umgang mit Konflikten, die Arbeit von Streitschlichtern oder den Bereich Gewaltprävention. Im internationalen Bereich über Grundfragen des Zusammenlebens von Menschen und Staaten, die mit den Begriffen Krieg und Frieden verbunden sind. Die Seite ist untergliedert in Fragen, Frieden machen, Entdecken, Lexikon und Erwachsene.
Unter Fragen befinden sich alle bereits gestellten Fragen, die chronologisch geordnet sind. Gegliedert sind die Fragen in die Kategorien Frieden, Krieg, Streit, Gewalt, Leben in Vielfalt, Auf der Flucht, Kindersoldaten, Nationalsozialismus, Atomwaffen, aktuelle Kriege.
Frieden machen ist aufgesplittet in verschiedene Unterthemen. Unter anderem befindet sich dort eine "Friedensmaschine", die die unterschiedlichsten Materialien "ausspuckt". Unter dem Thema "Friedensmacher" können die Kinder Menschen kennen lernen, die sich für Frieden auf unterschiedliche Art und Weisen stark gemacht haben.
"Kinder für Frieden" stellt verschiedene Kinderprojekte vor, die sich für den Frieden in der Welt einsetzten. Außerdem werden unter dem Unterthema "Junge Friedensmacher" Menschen aus verschiedenen Nationen vorgestellt, die sich alle auf unterschiedliche Art und Weise für den Frieden einsetzten. "Friedensgeschichten" zeigen Geschichten aus aller Welt über Krieg und Frieden.
Unter dem Thema "Kinder aus aller Welt" berichten Kinder aus ihrem Alltag und zum Schluss gibt es noch ein Unterthema zum "Friedensnobelpreis", unter dem verschiedene Personen vorgestellt werden und erklärt wird, was der Friedensnobelpreis überhaupt ist.
Entdecken ist aufgegliedert in die Kategorien, die ich bereits bei Fragen genannt habe, und hierbei werden sie erläutert und erklärt und anschließend mit einem interaktiven Wissens-Quiz abgefragt.
Das Lexikon bietet die Möglichkeit, verschiedene Wörter zum Thema Krieg und Frieden, Konflikt und Gewalt nachzuschlagen, und kindgerechte Definitionen werden angeboten.
Zum Abschluss gibt es unter dem Punkt Erwachsene verschiedene Materialien und Hintergrundinformation für den Unterricht.
Abschließend ist aber zu sagen, dass der Schwerpunkt der Seite darauf liegt, dass Kinder und Jugendliche ihre Fragen zum Thema Frieden stellen können und möglichst noch am selben Tag eine Antwort des Frieden-Fragen-Teams bekommen. Grundlage dafür ist, dass man jederzeit darauf hingewiesen wird, eine Frage zu stellen, und der Button auf jeder Seite stets groß erscheint.
Donnerstag, 2. Juni 2016
Mit fun easy learn Sprachen lernen
Die Vokabeln sind in drei Stufen eingeteilt: Anfänger, Mittelstarke und Fortgeschrittene. Die nachfolgende Stufe wird jeweils freigeschaltet, wenn die vorherige abgeschlossen ist. Die Vokabeln können in fünf Lernspielen erlernt werden, mit denen Punkte gesammelt werden können. Mit diesen kann dann die nächste Schwierigkeitsstufe freigestellt werden.
Die Lernspiele schulen auf interaktive Weise das Hören, Lesen und Schreiben der Vokabeln. Die falsch beantworteten Aufgaben können unter „Wörter Wiederholen“ noch einmal gezielt geübt werden. Die App ist für Android und iOS erhältlich. Wenn die App erst einmal installiert ist, ist keine Internetverbindung mehr notwendig, damit die App funktioniert.
Hier das Werbevideo:
Freitag, 11. März 2016
Unterrichten 2.0 - Digitale Medien und ihr Einsatz im Unterricht
Das Internet nimmt einen immer größer werdenden Platz in unserer Gesellschaft ein. Ein Leben ohne das World Wide Web ist vor allem für die jüngere Generation kaum vorstellbar. Laut einer Statistik nutzen die Jugendlichen 2006, nach eigener Einschätzung, das Internet täglich 99 Minuten. Rund zehn Jahre später kann man einen deutlichen Trend nach oben feststellen: die tägliche Nutzung liegt bei etwa 200 Minuten.
Jugendliche sind durch ihre Smartphones und Tablets permanent erreichbar, haben die Möglichkeit, ihr Wissen durch wenige Klicks zu erweitern und können durch Messenger wie WhatsApp oder Threema ihre Sozialkontakte pflegen, egal auf welchem Kontinent der Kommunikationspartner sich befindet. Das Internet ist allgegenwärtig, weswegen es wichtig ist, dass die Schule „mit der Zeit geht“ und die Lehrer* ihr Denken weg vom konventionellen Lernen hin zum Lernen 2.0 verändern.
Dass das Web 2.0 immer mehr Anklang an Schulen findet, wird durch die große Anzahl an digitalen Tools deutlich. Mit diesem Blogbeitrag möchten wir informieren, welche Möglichkeiten es gibt, das Web 2.0 und die damit verbundenen digitalen Tools in den Unterricht zu integrieren, Einsatzmöglichkeiten aufzeigen und darstellen, welche Veränderungen und neue Lernformen ermöglicht werden können.
Jugendliche sind durch ihre Smartphones und Tablets permanent erreichbar, haben die Möglichkeit, ihr Wissen durch wenige Klicks zu erweitern und können durch Messenger wie WhatsApp oder Threema ihre Sozialkontakte pflegen, egal auf welchem Kontinent der Kommunikationspartner sich befindet. Das Internet ist allgegenwärtig, weswegen es wichtig ist, dass die Schule „mit der Zeit geht“ und die Lehrer* ihr Denken weg vom konventionellen Lernen hin zum Lernen 2.0 verändern.
Dass das Web 2.0 immer mehr Anklang an Schulen findet, wird durch die große Anzahl an digitalen Tools deutlich. Mit diesem Blogbeitrag möchten wir informieren, welche Möglichkeiten es gibt, das Web 2.0 und die damit verbundenen digitalen Tools in den Unterricht zu integrieren, Einsatzmöglichkeiten aufzeigen und darstellen, welche Veränderungen und neue Lernformen ermöglicht werden können.
Samstag, 5. Dezember 2015
Innovatives Lernen mit bettermarks
Bei „bettermarks“ handelt es sich um ein Programm, das Schüler dabei unterstützen soll, Mathematik zu lernen. Es ermöglicht dem Schüler, seine Fähigkeiten zu verbessern, und dem Lehrer, einen Überblick über die Stärken und Schwächen der Schüler zu erhalten.
Das Programm funktioniert zunächst wie ein Arbeitsblatt am Computer. Die gelösten Aufgaben werden überprüft und auf Fehler untersucht. Anschließend gibt „bettermarks“ eine direkte Rückmeldung mit konstruktiven Hilfestellungen und detaillierten Lösungswegen. Zusätzlich bietet es für die Schüler eine bessere Übersicht darüber, was sie bereits erledigt haben und was noch zu tun ist.
Außerdem gibt das Programm Rückmeldung an den Lehrer, wie viele Schüler welche Aufgaben fehlerhaft gelöst haben, so dass dieser eingreifen und eine Wiederholung anbieten oder mit dem Stoff fortfahren kann. Hier finden Sie die Webseite mit erklärendem Film.
Das Programm funktioniert zunächst wie ein Arbeitsblatt am Computer. Die gelösten Aufgaben werden überprüft und auf Fehler untersucht. Anschließend gibt „bettermarks“ eine direkte Rückmeldung mit konstruktiven Hilfestellungen und detaillierten Lösungswegen. Zusätzlich bietet es für die Schüler eine bessere Übersicht darüber, was sie bereits erledigt haben und was noch zu tun ist.
Außerdem gibt das Programm Rückmeldung an den Lehrer, wie viele Schüler welche Aufgaben fehlerhaft gelöst haben, so dass dieser eingreifen und eine Wiederholung anbieten oder mit dem Stoff fortfahren kann. Hier finden Sie die Webseite mit erklärendem Film.
Donnerstag, 3. Dezember 2015
Nachhaltige Entwicklung im Selbststudium vertiefen: Die "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit"
Die "Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit" wurde von der Universität
Bremen ins Leben gerufen, um ein deutschlandweites Lehrangebot für nachhaltige Entwicklung anzubieten. "Menschliche Ernährung und
ökologische Folgen" ist nur eine von derzeit 14 videobasierten
Lehrveranstaltungen, die kostenfrei belegt und im eigenen Tempo über
eine Lernplattform bearbeitet werden können.
Das Besondere an dem Angebot: Studierende können sich die Veranstaltung mit 3 Creditpoints an ihrer Heimathochschule anrechnen lassen, vorausgesetzt diese beteiligt sich an dem Programm der Virtuellen Akademie.
Aber auch ohne Anrechnung der Creditpoints zieht das Thema "Nachhaltigkeit" viele Studierende an, die ihr Wissen in diesem Bereich vertiefen und einfach mal eigenständig hineinschnuppern möchten. Alle Lehrangebote und weitere Informationen finden sich auf dieser Seite: www.va-bne.de
Das Besondere an dem Angebot: Studierende können sich die Veranstaltung mit 3 Creditpoints an ihrer Heimathochschule anrechnen lassen, vorausgesetzt diese beteiligt sich an dem Programm der Virtuellen Akademie.
Aber auch ohne Anrechnung der Creditpoints zieht das Thema "Nachhaltigkeit" viele Studierende an, die ihr Wissen in diesem Bereich vertiefen und einfach mal eigenständig hineinschnuppern möchten. Alle Lehrangebote und weitere Informationen finden sich auf dieser Seite: www.va-bne.de
Freitag, 25. September 2015
Jane Hart: Top 100 Tools for Learning
And the winner is ... zum siebten Mal in Folge Twitter. Wer es sonst 2015 noch auf die Liste geschafft hat, lohnt den Blick:
Labels / Tags:
e-learning,
lehre,
lernen,
Lernen 2.0,
Online Lernen,
Tools
Mittwoch, 7. Januar 2015
Internet für Kinder
Die Bedeutung des Web 2.0 hat in den letzten Jahren, insbesondere für Kinder und Jugendliche, stark zugenommen. Das private Umfeld junger Menschen ist zunehmend von Einflüssen der digitalen Welt geprägt. Die Risiken und Gefahren im Umgang mit sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram etc. bedürfen entsprechender Aufklärung und diversen Vorsichtsmaßnahmen.
Darüber hinaus wird das Web 2.0 auch für den Schul- und Lehrgebrauch immer mehr genutzt. In jedem Fall ist die Schule bei der Vermittlung notwendiger Kenntnisse im Umgang mit dem Internet und seinen vielfältigen Möglichkeiten gefragt. Da sich Informationen und das Web rasant verändern und weiterentwickeln, ist die Erziehung im Umgang mit digitalen Medien und die Aneignung von Kompetenzen und Fachwissen durch digitale Medien unbedingt notwendig.
Die Studie „Medienbildung – (k)ein Unterrichtsfach?“ der Universität Hamburg, die sich damit beschäftigt inwiefern Medienkompetenz in den Lehrplänen der Bundesländer verankert ist, kommt zu dem Schluss, dass der Aspekt Medienkompetenz in der Schule nicht ausreichend thematisiert wird und Lehrerfortbildungen sowie weitere technische Ausstattungen nötig sind. Darüber hinaus geben die Lehrpläne bis dato keine Hinweise darauf, wie und wann Medienerziehung und Medienkompetenzförderung im Unterricht stattfinden sollen. Hinweise zur Studie unter (http://www.ma-hsh.de/cms/upload/downloads/Medienkompetenz/ma_hsh_studie_medienbildung_web.pdf).
Im Folgenden werden einige hilfreiche Portale hinsichtlich der Thematik „Internet für Kinder“ (und SchülerInnen) aufgelistet und erläutert.
Um sich einen generellen Überblick über die Gefahren des Web 2.0 zu verschaffen, werden Seiten wie „klicksafe“ (http://www.klicksafe.de/) oder „iRights“ (http://irights.info/) empfohlen.
Das Portal „internet-abc“ (http://www.internet-abc.de/kinder/) bietet einen geschützten Raum für Kinder im Alter von fünf bis 12 Jahren, in dem der spielerische und bewusste Umgang mit dem Web 2.0 erlernt werden soll. Zudem werden dort ein Lehrerhandbuch und eine CD für den Einsatz im Unterricht angeboten.
Die Website „internetmatters“ (http://www.internetmatters.org/) thematisiert die Gefahren im Internet und wendet sich auch an Kinder im Vorschulalter.
Speziell für Eltern gibt es einen Facebook-Ratgeber mit dem Titel „Netzgemüse“ (http://netzgemuese.com/). Dieser Ratgeber thematisiert die Internet–Erziehung und warnt davor, keinerlei persönliche Meinungen, Fotos, Interessen oder Vorlieben im Internet zu veröffentlichen. Der Ratgeber fordert weiter dazu auf, Kinder zu eigenständigen und starken Persönlichkeiten zu erziehen. Außerdem muss bewusst gemacht werden, dass Kinder und Jugendliche oftmals unter einem sozialen Druck stehen, sich in sozialen Netzwerken wie Facebook anzumelden. Frei nach dem Motto: Was alle machen, will bzw. muss ich auch!
Da die Daten- und Informationsmenge nahezu unendlich scheint, ist es notwendig, so früh wie möglich das konstruktive Recherchieren zu erlernen. Microsoft beispielsweise stellt auf http://www.sicherheit-macht-schule.de/ Materialien bereit, die die Sicherheit beim Surfen im Internet erhöhen sollen und gleichzeitig die Medienkompetenz der SchülerInnen zu fördern beabsichtigen.
Inzwischen haben sich auch zunehmend Nutzungsmöglichkeiten des Web 2.0 für den Unterricht entwickelt. Ein Beispiel für die erleichterte Kommunikation und einen direkten Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden bieten beispielsweise Plattformen wie „moodle“ (https://moodle.org/) und „iversity“ (un.iversity.org/). Sowohl Lehrende als auch Lernende können Arbeitsblätter, Termine, Videos etc. in einer geschlossenen Gruppe hochladen. Auf dieser Seite wird eine gemeinsame Interaktion ermöglicht.
Mithilfe von Blogs (https://www.blogger.com/) ist es möglich, Wissen für die ganze Welt zugänglich zu machen. Expertenwissen kann an andere weitergegeben und von ihnen ergänzt werden. Blogs für Kinder finden sich zum Beispiel unter (http://www.internauten.de/).
Häufige Anwendung im schulischen Alltag finden Wikis. Hierbei können Inhalte sowohl gelesen als auch bearbeitet werden. Wissen wird gemeinschaftlich gesammelt und global vernetzt. „Schoolix“ (http://www.schoolix.org/) ist ein für den schulischen Einsatz erstelltes Schulwiki, das von SchülerInnen bearbeitet werden kann. Somit tragen die SchülerInnen selbstständig zum Lerninhalt und Lernstoff bei. Da ein Login notwendig ist, ist diese Seite geschützt und Änderungen können nur von registrierten Nutzern vorgenommen werden. Die Vorteile von Wikis sind eigenständiges Arbeiten, die gegenseitige Kontrolle, die Sammlung von Wissen der einzelnen SchülerInnen, Verantwortungsbewusstsein und ein sinnvoller Umgang mit dem Web 2.0.
Weitere Möglichkeiten bieten die Websites „lo-net2“ (http://www.lo-net2.de/wws/101505.php?sid=36153732741692691339754615461450) oder „youngdata“ (http://www.youngdata.de/). „Lo-net2“ stellt kostenlose Angebote für webbasierten Unterricht zur Verfügung und bietet die Möglichkeit, Wikis, Mailadressen oder Dateiablagen zu erstellen. Die Seite „youngdata“ bietet allgemeine Informationen zu Internet und Web 2.0.
Auf Seiten wie „zeitklicks“ (http://www.zeitklicks.de/) können sich Kinder über 100 Jahre Geschichte informieren und ihr Wissen anhand von Tests und Rätseln überprüfen.
Die Suchmaschine „fragfinn“ (http://www.fragfinn.de/kinderliste.html) soll einen attraktiven und sicheren Surfraum für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren schaffen. Initiiert wird diese Seite von Politik, Wirtschaft und Institutionen des Jugendmedienschutzes.
Das Videoportal „juki“ (http://www.juki.de/) ist eine medienpädagogische Kinder-Video-Plattform und wird unter anderem vom deutschen Kinderhilfswerk betrieben.
Darüber hinaus wird das Web 2.0 auch für den Schul- und Lehrgebrauch immer mehr genutzt. In jedem Fall ist die Schule bei der Vermittlung notwendiger Kenntnisse im Umgang mit dem Internet und seinen vielfältigen Möglichkeiten gefragt. Da sich Informationen und das Web rasant verändern und weiterentwickeln, ist die Erziehung im Umgang mit digitalen Medien und die Aneignung von Kompetenzen und Fachwissen durch digitale Medien unbedingt notwendig.
Die Studie „Medienbildung – (k)ein Unterrichtsfach?“ der Universität Hamburg, die sich damit beschäftigt inwiefern Medienkompetenz in den Lehrplänen der Bundesländer verankert ist, kommt zu dem Schluss, dass der Aspekt Medienkompetenz in der Schule nicht ausreichend thematisiert wird und Lehrerfortbildungen sowie weitere technische Ausstattungen nötig sind. Darüber hinaus geben die Lehrpläne bis dato keine Hinweise darauf, wie und wann Medienerziehung und Medienkompetenzförderung im Unterricht stattfinden sollen. Hinweise zur Studie unter (http://www.ma-hsh.de/cms/upload/downloads/Medienkompetenz/ma_hsh_studie_medienbildung_web.pdf).
Im Folgenden werden einige hilfreiche Portale hinsichtlich der Thematik „Internet für Kinder“ (und SchülerInnen) aufgelistet und erläutert.
Um sich einen generellen Überblick über die Gefahren des Web 2.0 zu verschaffen, werden Seiten wie „klicksafe“ (http://www.klicksafe.de/) oder „iRights“ (http://irights.info/) empfohlen.
Das Portal „internet-abc“ (http://www.internet-abc.de/kinder/) bietet einen geschützten Raum für Kinder im Alter von fünf bis 12 Jahren, in dem der spielerische und bewusste Umgang mit dem Web 2.0 erlernt werden soll. Zudem werden dort ein Lehrerhandbuch und eine CD für den Einsatz im Unterricht angeboten.
Speziell für Eltern gibt es einen Facebook-Ratgeber mit dem Titel „Netzgemüse“ (http://netzgemuese.com/). Dieser Ratgeber thematisiert die Internet–Erziehung und warnt davor, keinerlei persönliche Meinungen, Fotos, Interessen oder Vorlieben im Internet zu veröffentlichen. Der Ratgeber fordert weiter dazu auf, Kinder zu eigenständigen und starken Persönlichkeiten zu erziehen. Außerdem muss bewusst gemacht werden, dass Kinder und Jugendliche oftmals unter einem sozialen Druck stehen, sich in sozialen Netzwerken wie Facebook anzumelden. Frei nach dem Motto: Was alle machen, will bzw. muss ich auch!
Da die Daten- und Informationsmenge nahezu unendlich scheint, ist es notwendig, so früh wie möglich das konstruktive Recherchieren zu erlernen. Microsoft beispielsweise stellt auf http://www.sicherheit-macht-schule.de/ Materialien bereit, die die Sicherheit beim Surfen im Internet erhöhen sollen und gleichzeitig die Medienkompetenz der SchülerInnen zu fördern beabsichtigen.
Inzwischen haben sich auch zunehmend Nutzungsmöglichkeiten des Web 2.0 für den Unterricht entwickelt. Ein Beispiel für die erleichterte Kommunikation und einen direkten Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden bieten beispielsweise Plattformen wie „moodle“ (https://moodle.org/) und „iversity“ (un.iversity.org/). Sowohl Lehrende als auch Lernende können Arbeitsblätter, Termine, Videos etc. in einer geschlossenen Gruppe hochladen. Auf dieser Seite wird eine gemeinsame Interaktion ermöglicht.
Mithilfe von Blogs (https://www.blogger.com/) ist es möglich, Wissen für die ganze Welt zugänglich zu machen. Expertenwissen kann an andere weitergegeben und von ihnen ergänzt werden. Blogs für Kinder finden sich zum Beispiel unter (http://www.internauten.de/).
Häufige Anwendung im schulischen Alltag finden Wikis. Hierbei können Inhalte sowohl gelesen als auch bearbeitet werden. Wissen wird gemeinschaftlich gesammelt und global vernetzt. „Schoolix“ (http://www.schoolix.org/) ist ein für den schulischen Einsatz erstelltes Schulwiki, das von SchülerInnen bearbeitet werden kann. Somit tragen die SchülerInnen selbstständig zum Lerninhalt und Lernstoff bei. Da ein Login notwendig ist, ist diese Seite geschützt und Änderungen können nur von registrierten Nutzern vorgenommen werden. Die Vorteile von Wikis sind eigenständiges Arbeiten, die gegenseitige Kontrolle, die Sammlung von Wissen der einzelnen SchülerInnen, Verantwortungsbewusstsein und ein sinnvoller Umgang mit dem Web 2.0.
Weitere Möglichkeiten bieten die Websites „lo-net2“ (http://www.lo-net2.de/wws/101505.php?sid=36153732741692691339754615461450) oder „youngdata“ (http://www.youngdata.de/). „Lo-net2“ stellt kostenlose Angebote für webbasierten Unterricht zur Verfügung und bietet die Möglichkeit, Wikis, Mailadressen oder Dateiablagen zu erstellen. Die Seite „youngdata“ bietet allgemeine Informationen zu Internet und Web 2.0.
Auf Seiten wie „zeitklicks“ (http://www.zeitklicks.de/) können sich Kinder über 100 Jahre Geschichte informieren und ihr Wissen anhand von Tests und Rätseln überprüfen.
Die Suchmaschine „fragfinn“ (http://www.fragfinn.de/kinderliste.html) soll einen attraktiven und sicheren Surfraum für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren schaffen. Initiiert wird diese Seite von Politik, Wirtschaft und Institutionen des Jugendmedienschutzes.
Das Videoportal „juki“ (http://www.juki.de/) ist eine medienpädagogische Kinder-Video-Plattform und wird unter anderem vom deutschen Kinderhilfswerk betrieben.
Labels / Tags:
Bildung,
Datenschutz,
Eltern,
Gefahren,
Hilfe,
Internet,
Kinder,
Kindheit 2.0,
Lernen 2.0,
Medienerziehung,
Online Lernen,
Web 2.0
Sonntag, 14. Dezember 2014
Unterrichtsmaterialien zu Sozialen Medien bei lehrer-online
Das Portal lehrer-online hat in den letzten Wochen zahlreiche interessante Unterrichtsmaterialien zu verschiedenen Themen rund um das Web 2.0 veröffentlicht. In einem früheren Beitrag habe ich bereits auf die Materialien zu WhatsApp hingewiesen. Eine weiterer ausführlicher Beitrag trägt den Titel: "Soziale Medien: Online-Communities, Wikis und Blogs". Die Kurzbeschreibung lautet:
"Der vorliegende Beitrag dient dazu, Ihnen einen Einblick in verschiedene Typen von sozialen Medien zu gewähren. Vorgestellt werden Online-Communities, Wikis sowie Weblogs. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf deren Einsatz in Lehr- und Lernzusammenhängen (...). In diesem Zusammenhang werden nicht nur die Funktionen dieser sozialen Medien thematisiert, sondern auch deren Vor- und Nachteile in den Blick genommen. Anhand praktischer Anwendungsbeispiele wird schließlich das Potenzial von Online-Communities, Wikis und Blogs für den Unterricht herausgestellt."Außerdem widmet sich lehrer-online auch dem Thema OER (Open Educational Resources). Der Beitrag "Jugendliche und Medien: Unterrichtsmaterial als OER" stellt eine Fülle freier Materialien zusammen:
"Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter, Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen und Google Deutschland veröffentlichen mit der Unterstützung von 'Deutschland sicher im Netz' und Telefónica Deutschland umfangreiches Unterrichtsmaterial unter dem Titel 'Recherchieren, Informieren, Kommunizieren, Unterhalten: Medien in der Lebenswelt von Jugendlichen - Materialien für den Unterricht'. Dieses Material wird nun auch bei Lehrer-Online unter der Creative-Commons-Lizenz 'CC-BY-SA' für die unterrichtliche Nutzung in Form offener Word- und ODT-Dateien angeboten."Auch abseits dieser beiden Beiträge bildet lehrer-online eine wahre Fundgrube für alle, die sich im Unterricht mit Web- bzw. Medienkompetenz-Themen befassen wollen oder müssen (z.B. hier oder hier). Nehmen Sie sich Zeit zum Stöbern...
Labels / Tags:
OER,
Online Lernen,
Schule,
social media,
Soziale_Netzwerke,
Unterricht,
Web 2.0
Mittwoch, 12. November 2014
Schule der Zukunft: Horizon Report Europe - 2014 Schools Edition
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, so auch beim gerade erschienenen Bericht zur Zukunft der Schulen, der unbedingt lesenswert ist. Den Verfassern ist es gelungen, die wesentlichen Aspekte des Berichts [60 Seiten, pdf] in einer übersichtlichen Grafik zusammenzufassen:
Es werden also 6 challenges, 6 trends und 6 technologies identifiziert. Zu allen 18 gibt es prägnante Informationen und vor allem einen Abschnitt mit sehr gut ausgewählten Quellen zum Weiterlesen - eine wahre Fundgrube für alle, die sich dafür interessieren, wie die Schule sich angesichts einer völlig veränderten Bildungsumwelt ändern muss.
Auf der Website der Europäischen Kommission, die den Bericht in Auftrag gegeben hat, werden Inhalt und Hintergrund folgendermaßen zusammengefasst:
![]() |
| Grafik aus: Horizon Report Europe - 2014 Schools Edition |
Es werden also 6 challenges, 6 trends und 6 technologies identifiziert. Zu allen 18 gibt es prägnante Informationen und vor allem einen Abschnitt mit sehr gut ausgewählten Quellen zum Weiterlesen - eine wahre Fundgrube für alle, die sich dafür interessieren, wie die Schule sich angesichts einer völlig veränderten Bildungsumwelt ändern muss.
Auf der Website der Europäischen Kommission, die den Bericht in Auftrag gegeben hat, werden Inhalt und Hintergrund folgendermaßen zusammengefasst:
The NMC Horizon Project from the New Media Consortium is a long-term investigation launched in 2002 that identifies and describes emerging technologies likely to have a large impact over the coming five years in education around the globe. The NMC Horizon Report Europe: 2014 Schools Edition, the first of its kind for Europe, examines six key trends, six significant challenges and six important developments in educational technology that are very likely to impact educational change processes in European schools over the next five years (2014-2018). The topics within each section were carefully selected by the Horizon Project Europe Expert Panel, a body of 53 experts in European education, technology, and other fields. They come from 22 European countries, as well as international organisations and European networks. Throughout the report, references and links are made to more than 150 European publications (reports, articles, policy documents, blog posts etc.), projects (...) and various policy initiatives from all over Europe. (...) The analysis reveals that a systemic approach is needed for integrating new technologies in European schools and impacting educational change over the next five years.
Labels / Tags:
lernen,
Lernen 2.0,
Medienerziehung,
Online Lernen,
Schule,
Schule 2.0
Dienstag, 15. Juli 2014
Wie verändert sich Lernen und Bildung im digitalen Zeitalter?
Auf dem Blog #pb21 der Bundeszentrale für politische Bildung ist heute der erste Teil einer Artikelreihe von Martin Lindner erschienen, die unter dem Titel "Die Bildung und das Netz - Lernen im digitalen Klimawandel" sechs Beiträge versammelt, die in den nächsten Wochen erscheinen werden:
- Teil 1: Der große Bruch
- Teil 2: Gute Alte Bürgerliche Bildung (August 2014)
- Teil 3: Bildung von oben (September 2014)
- Teil 4: Die unsichtbare Akademie (Oktober 2014)
- Teil 5: Bildung von unten (November 2014)
- Teil 6: Guerilla-Lernen in der flachen Welt (Dezember 2014)
Labels / Tags:
Bildung,
bpb,
e-learning,
Lernen 2.0,
Online Lernen
Dienstag, 17. Juni 2014
Lernen 2.0: YouTube
Auf dem an dieser Stelle bereits mehrfach empfohlenen Blog #pb21 gibt es einen neuen Themenschwerpunkt: Lernort YouTube, der in den nächsten Wochen interessante Beiträge verspricht. Das einleitende Posting findet man hier ...
Labels / Tags:
Lernen 2.0,
Medienerziehung,
Online Lernen,
social media,
Video,
Youtube
Mittwoch, 4. Juni 2014
LearningApps - kleine Helfer bei der Gestaltung von Online-Lernszenarien
LearningApps.org bietet als Web 2.0-Anwendung kleine interaktive Bausteine (Apps), die für den Gebrauch in schulischen Lernsettings ausgelegt sind.
Die bereitgestellten Apps können sowohl unmittelbar verwendet als auch von den Nutzern für ihre Zwecke modifiziert werden. Wer in der nach Wissensgebieten sortierten Mediathek nicht fündig wird, kann selbstverständlich auch mit Hilfe der von LearningApps.org zur Verfügung gestellten Vorlagen eigene Apps erstellen. Diese können verlinkt, in andere Webseiten und Präsentationsprogramme eingebettet und von anderen online bewertet werden. Für gut befundene Apps kann der Nutzer in einem kostenlosen Konto hinterlegen. Inwiefern diese Bausteine für den Einsatz im Unterricht taugen, ist sicherlich fraglich und sollte von jedem individuell beantwortet werden.
Wer Lust hat sich das Ganze mal genauer anzuschauen oder sogar selbst eine App erstellen möchte, findet unter dem hier verlinkten Tutorial zu LearningApps einen gelungenen Wegweiser:
Labels / Tags:
App,
Bildung,
e-learning,
lehre,
lernen,
Online Lernen,
Unterricht
Freitag, 21. Juni 2013
WebQuests im Schulunterricht
Heutzutage ist das Internet aus dem Alltag der meisten Menschen nicht mehr wegzudenken. Dabei dient das Internet längst nicht mehr nur noch zur reinen Informationsbeschaffung. DasWeb 2.0 ist ein Raum zur Kommunikation, zum Erstellen, Veröffentlichen und nicht zuletzt zum Teilen von Inhalten. Dies hat zum einen durch Facebook, Twitter und ähnliche Dienste Einfluss auf die Freizeit der Menschen. Mehr und mehr wird das Internet aber auch von Arbeitgebern genutzt, um zum Beispiel die Onlineaktivität eventueller zukünftiger Angestellter einer genaueren Untersuchung zu unterziehen und so deren Eignung für den Job zu prüfen.
Durch Facebook hat sich die Bedeutung des Freundbegriffes stark verändert, die Film- und Musikindustrie sieht sich durch YouTube starken Veränderungen unterzogen. Das Web 2.0 hält Einzug in nahezu alle Lebensbereiche, die sich an die neuen Möglichkeiten, aber auch die Gefahren erst einmal anpassen müssen.
Um in der Lage zu sein, sich verantwortungsvoll und kompetent im Web 2.0 zu bewegen, ist es wichtig, schon möglichst früh den richtigen Umgang mit dem Internet zu erlernen. Daher sollte die Medienbildung eine viel größere Rolle in der Schule spielen, als dies bisher der Fall ist. Dies betrifft zum einen die Schüler, zum anderen aber natürlich auch die Lehrer, die selbst den richtigen Umgang mit dem Internet beherrschen sollten, um ihn an ihre Schüler weitergeben zu können.
Das Internet bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, mit denen man sich erst einmal intensiv befassen muss, um sie effektiv nutzen zu können. Durch diese neuen Möglichkeiten ergeben sich aber auch neue Kompetenzen, die von den Schülern erst einmal erlernt werden müssen. Die Flut an Informationen, die das Internet mit sich bringt, kann für den unerfahrenen User leicht zu Überforderung führen. Das Internet sollte daher in den Schulen intensiv unter Anleitung der Lehrkraft als Quelle benutzt werden, damit die Schüler so schon früh lernen, richtig mit dem Internet umzugehen. Welche Kompetenzen aber benötigen sie für den richtigen Umgang mit dem Internet?
Schlüsselkompetenzen der Wissensgesellschaft
Wer kennt die Situation nicht? Man hat eine bestimmte Fragestellung, gibt einen Suchbegriff in Google ein und bekommt tausende Ergebnisse. Welche davon kann ich nun wirklich für die Bearbeitung meiner Fragestellung verwenden? Wenn schon Erwachsene Probleme mit der Informationsflut des Internets haben, kann man sich denken, dass das bei Schülern auch der Fall, wenn nicht sogar noch schlimmer ist. Aufgabe der Schule im Rahmen der Herausbildung einer Medienkompetenz der Schüler ist es somit, diese mit Fähigkeiten und Kenntnissen auszustatten, mit denen sie Informationen aus dem Internet auf deren Relevanz und Zuverlässigkeit prüfen können. Außerdem müssen sie in der Lage sein, diese Informationen in ihr Wissen zu integrieren und so im Alltag brauchbar zu machen. Um die Schüler dazu zu befähigen, sieht MOSER (2008, S. 11) Schlüsselkompetenzen vor, die die Schüler in der Schule erlernen sollten:
Effektives Recherchieren lernen
In Zeiten des Web 2.0 ist es zur Informationsbeschaffung längst nicht mehr nötig, Bibliotheken aufzusuchen oder Lexika aufzuschlagen. Einfacher, schneller und bei entsprechenden Kompetenzen auch effektiver ist die Suche nach den benötigten Informationen im Internet, zumeist über Google oder Wikipedia. Jedoch ergeben sich dabei Probleme, die ohne Medienkompetenz nicht zu durchschauen sind. Bei Eingeben eines Suchbegriffes in Google erhält man zwar innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Unmenge von Informationen, jedoch stellen sich gleichzeitig weitere Fragen. Sind die Links, die als erstes angezeigt werden, auch gleichzeitig die qualitativ besten? Kann ich die angegebenen Websites als seriös betrachten oder vertreten sie eine Position aufgrund von eigenen wirtschaftlichen oder politischen Zielen? Werden mir überhaupt brauchbare Links angezeigt oder verbirgt sich ganz am Ende der Liste die Website, die mir wirklich weiterhilft?
Außerdem sind die Websites, die von Google angezeigt werden, in sich selbst komplex und von weiteren Links durchsetzt, die wiederum zu einer Fülle anderer Websites mit weiteren Informationen führen. Um den Schülern zu helfen, diese Fragen zu beantworten und sie so mit Kompetenzen zur effektiven Informationsrecherche auszustatten, kann es sinnvoll sein, ihnen bei der Informationsbeschaffung zu einem Thema Links, die schon von der Lehrkraft auf deren Glaubwürdigkeit überprüft wurden, an die Hand zu geben. Die Schüler sollen dabei natürlich noch selbst zusätzliche Informationen beschaffen, wobei die vorgegebenen Links ein Fundament bieten, das Überforderung vermeidet. Je erfahrener die Schüler im Umgang mit dem Internet werden, desto stärker kann die selbstständige Recherche in den Vordergrund rücken (vgl. MOSER 2008, S. 12 f.).
Informationen analysieren und bewerten
Nachdem die Schüler sich Informationen beschafft haben, ist es wichtig, dass sie diese ,auf ihre Zuverlässigkeit überprüfen können. Vor Zeiten des Web 2.0 beschaffte man sich die benötigten Informationen aus Lexika wie dem Brockhaus. Die Frage nach der Glaubwürdigkeit stellte sich damals meist gar nicht. Heute werden zu diesem Zweck häufig Wikipedia oder vergleichbare Plattformen im Internet benutzt. Diese werden von vielen und oft auch unbekannten Autoren in Zusammenarbeit immer wieder aktualisiert und erweitert. Das ist insofern problematisch, als es nicht
nachvollziehbar ist, wie kompetent die Autoren im jeweiligen Fachbereich sind. Die Glaubwürdigkeit deren Beiträge ist somit zunächst zweifelhaft. Zudem kommt es auch immer wieder vor, dass Autoren ihre Artikel nach ihren persönlichen Interessen gestalten und Fakten ihren Interessen entsprechend verdrehen.
Die Schüler müssen also lernen, Informationen aus dem Internet zunächst auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen, bevor sie diese als allgemeingültig übernehmen. Dazu ist es sinnvoll, die Quelle selbst zu analysieren. Allgemein sind Informationen von renommierten und anerkannten Institutionen glaubwürdiger, als wenn sie unbekannter Herkunft sind. Eine Information ist zudem eher als wahr anzunehmen, wenn diese von zwei voneinander unabhängigen Quellen bestätigt werden kann. Außerdem sind Informationen immer in einem bestimmten Kontext und nicht isoliert zu betrachten. Bei komplexen Argumentationen, die bestimmte Fakten darstellen und interpretieren, ist es wichtig zu prüfen, ob sie schlüssig aufgebaut sind und keine Fragen offen lassen (vgl. MOSER 2008, S. 13 f.).
Informationen in Bezug zum Alltag setzen
Grundlage für die Arbeit mit WebQuests ist die Annahme, dass das Wissen der Schüler nicht aus unzusammenhängenden Wissensbeständen besteht, sondern sie durch Erfahrung und Wissensaneignung ihr Verhältnis zu ihrer Umwelt bestimmen. Lernen (nach MOSER) bedeutet also, neue Informationen in Bezug zum Alltag zu setzen und somit praktisch brauchbar zu machen. Dabei ist es wichtig, die Schüler zum autonomen Lernen, zur selbstständigen Aneignung und Produktion von Wissen im Schulunterricht anzuregen. Dazu ist es die Aufgabe des Lehrers, Lernprozesse anzuregen und Lernarrangements bereitzustellen (vgl. MOSER 2008, S. 14). Es ist sicherlich einleuchtend, dass die eben erwähnten Kompetenzen unabdingbar sind, um das Internet effektiv nutzen zu können. Wie aber kann die Schule den Schülern helfen, sich diese anzueignen? Moser bietet dafür das von ihm weiterentwickelte Modell des WebQuest an. Nun stellt sich zunächst die Frage:
Was ist ein WebQuest?
Der Begriff WebQuest setzt sich aus den Wörtern „web“ (englisch für Netz, Netzwerk, Kurzform für World Wide Web) und „quest“ (englisch für Aufgabe, Suche) zusammen. Es handelt sich somit um Aufgaben, die mit Hilfe von Informationen aus dem Internet bearbeitet werden sollen. Laut der LANDESAKADEMIE FÜR FORTBILDUNG UND PERSONALENTWICKLUNG AN SCHULEN sind WebQuests über das Internet bereitgestellte Lehr- und Lernarrangements. Ausgangspunkt bei der Bearbeitung der gestellten Probleme und Aufgaben sind dabei den Schülern bereitgestellte Internetquellen. Entwickelt wurde das didaktische Konzept der WebQuests 1995 von Bernie Dodge an der San Diego State University, Kalifornien, USA. Die zugrunde liegende Idee ist, die Schüler zum eigenständigen Arbeiten anzuregen, was dazu führen soll, dass die Schüler sich ihr Wissen selbst konstruieren, anstatt nur vorgegebenes Wissen zu reproduzieren. Die WebQuest-Methode baut somit auf eine konstruktivistische Lerntheorie auf, die ich im Folgenden erläutern möchte.
Konstruktivistische Lerntheorie
Angelehnt an die pragmatische Pädagogik John Deweys geht der Konstruktivismus davon aus, dass die Menschen durch ihre Handlungen und Erfahrungen umfassend in die Konstruktion dessen eingreifen, was ihnen später als Wirklichkeit erscheint. Der Mensch konstruiert sich somit seine eigene Wirklichkeit. Diese Konstruktion ist aber nicht als Abbild einer vorbestimmten und abgeschlossenen Welt zu verstehen. Vielmehr muss klar sein, dass die jeweils gerade geltende Version von Wirklichkeit jederzeit von einer neueren Version abgelöst werden kann, aber keinesfalls willkürlich gewählt wird. Somit werden von jeder Erkenntnis weitere Fragen aufgeworfen, die es durch neue Erkenntnisse zu klären gilt (vgl. REICH 2012, S. 75). Nach BRANDL (2006, S. 6) ergeben sich daraus für die konstruktivistische Didaktik grundlegende Konsequenzen, die ich nun erläutern will. Lernen ist ein:
WebQuests in der Schule
Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus der konstruktivistischen Lerntheorie für den Einsatz von WebQuests an der Schule ziehen?Um WebQuests auch sinnvoll in der Schule einsetzen zu können, müssen die Annahmen, die von der konstruktivistischen Lerntheorie formuliert werden, auf die Arbeit mit WebQuests übertragen werden:
Wissen ist unabgeschlossen
Wissen und Wirklichkeit können nie als abgeschlossen angesehen werden, da sie durch neue Erkenntnisse stets erweitert werden können. Bei der Arbeit mit WebQuests wird dies dadurch realisiert, dass die Schüler die Ergebnisse vergangener WebQuests nutzen können, um wieder neue Problemlösungen zu schaffen. Somit wird das aus WebQuests gewonnene Wissen stets verändert, bearbeitet und erweitert, um zu neuen Ergebnissen zu kommen.
Lernen ist multiperspektivisch
Dies gilt nicht nur für den Lerninhalt, sondern auch für die Form des Arbeitens und Vermittelns. Gemeinschaftsarbeit mit gemeinsamen Lernzielen ist ebenso denkbar wie Einzelarbeit mit individuellen Zielen. Die Recherche bezieht zudem viele verschiedene Medien ein und nicht nur das Internet. Die Präsentation der Ergebnisse geschieht schließlich nicht nur in Textform, sondern kann auch Grafiken, Bilder, Videos und Audiospuren beinhalten.
Unterrichtsergebnisse sind unvorhersehbar
Selbst wenn die Aufgabenstellung einesWebQuest in einem bestimmten Rahmen begrenzt ist und die Anzahl von Ressourcen beschränkt wird, ist das Endergebnis schwierig vorherzusagen. Bei der Recherche im Internet ist es immer möglich, dass die Schüler auf neue wertvolle Quellen stoßen, die neue Ergebnisse zulassen. So können sich im Erarbeitungsprozess die selbst gesetzten Ziele ständig ändern oder erweitern (vgl. MOSER 2008, S. 57 ff.).
Didaktisches Modell
Das Modell der WebQuests, wie es von Dodge entwickelt wurde, ist ein didaktisches Modell zur Strukturierung der Arbeit mit dem Internet im Unterricht. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Recherche sondern vielmehr auf der Verwendung der gefundenen Informationen. Die Lernenden sollen dabei ihre Fähigkeiten im Bereich der Analyse, Synthese und Evaluation schulen. Angelehnt daran entwickelte Moser ein eigenes didaktisches Modell zur Arbeit mit WebQuests im Schulunterricht (vgl. MOSER 2008, S. 20).
Unterrichtsmodell nach Moser
Nach MOSERS Vorstellung von der Arbeit mit WebQuests in der Schule soll das Internet nicht die einzige Informationsquelle sein. Die Schüler sollen bei der Recherche auch andere Quellen, wie Bücher, Zeitschriften oder ähnliches verwenden, um so den Nutzen von Internetquellen auch kritisch zu hinterfragen und die Vor- und Nachteile gegenüber anderen Quellen zu untersuchen. So sollen sie lernen, wann das Internet der schnellste und beste Weg ist, eine Frage zu beantworten, aber auch, wann es sich vielleicht eher lohnt, ein Lexikon zu Rate zu ziehen. Das Internet soll so als eine Möglichkeit unter vielen gesehen werden, welche Vor-, aber natürlich auch Nachteile in sich birgt.
Weiterhin ist das Internet bei der Arbeit mit WebQuests auch nicht bloß zur Informationsbeschaffung vorgesehen. An den bereits erwähnten Schlüsselkompetenzen angelehnt, sollen die Schüler das Internet vermehrt zum Lernen benutzen. Moser erklärt diesen Vorgang mit dem Begriff „Lernspirale“ (MOSER 2008, S. 21). Die Schüler erarbeiten mit Hilfe des Internets und mit Hilfe von Büchern, Zeitschriften, Lexika, und Ähnlichem sogenannte Wissenswelten. Diese werden anschließend wiederum über das Internet anderen Schülern für deren Lernprojekte zur Verfügung gestellt. So soll eine Sammlung von Materialien entstehen, die von Schülern für Schüler erarbeitet und bereitgestellt wird. Im Stile des Web 2.0 wird das Internet als Plattform für eine ständig wachsende Anzahl von Arbeitsergebnissen genutzt, die die Schüler untereinander austauschen und so für ihre Lernaktivität gebrauchen können (vgl. MOSER 2008, S. 21 f.).
Lernformen und Aktivitäten
Wie bei jedem Schulunterricht, ist es auch bei der Arbeit mit WebQuests in der Schule wichtig, sich vorher über die anzuwendende Lernform Gedanken zu machen. Projektunterricht, Gruppen-, Partner- und freie Arbeit, Werkstattunterricht und Wochenplanarbeit eignen sich gut dazu, den Unterricht stärker auf die Schüler zu zentrieren und diese aktiv in die Erarbeitung des Lernstoffs einzubinden. All diese Formen des Unterrichts empfehlen sich für die Durchführung von WebQuests. Die Erarbeitung erfolgt dabei meist in Partner- oder Gruppenarbeit; die Recherche kann auch in den Wochenplan integriert werden; bei einzelnen WebQuests könnten zudem einzelne Phasen in Werkstattarbeit stattfinden, bei der die Schüler Teilaspekte des Themas mit vorbereitetem Material erarbeiten.
Um diese Unterrichtsformen erfolgreich umzusetzen, müssen die Lehrkräfte bereit sein, die Planung, Strukturierung und eventuell auch die Kontrolle über den Unterricht ein Stück weit aus der Hand zu geben. Dadurch, dass die Schüler weitgehend selbstständig arbeiten und sich Lernziele setzen, lernen sie auch nicht alle im gleichen Tempo. Zwar werden die erarbeiteten Resultate am Schluss zusammengeführt, jedoch können die Lernprozesse, die dazu geführt haben, ganz unterschiedlich sein. Die Lehrer müssen bereit sein, sich auf solche Prozesse einzulassen, damit die Arbeit mit WebQuests im Schulunterricht erfolgreich sein kann (vgl. MOSER 2008, S. 28 f.). In einem Video spricht Bernie Dodge über die veränderte Rolle des Lehrers bei der Arbeit mit WebQuests.
Drei Grundformen von WebQuests
Nach MOSER (2008, S. 61) gibt es drei Grundformen von WebQuests, die sich in ihrer Organisation unterscheiden. Diese werde ich im Folgenden erläutern.
WebQuests zum Verdichten von Informationen
Hierbei geht es vorrangig um die Analyse und Strukturierung von Informationen. Dabei werden aus verschiedensten Quellen Informationen zusammengetragen, analysiert, verarbeitet und interpretiert, um so neue Datensammlungen zu erstellen; es werden sogenannte Wissens- und Erfahrungswelten gestaltet und präsentiert. Diese stellen jeweils natürlich nur einen Ausschnitt des Themenbereiches dar. Die Schüler können diesen Ausschnitt nun aus ganz verschiedenen Perspektiven betrachten und die Informationen dementsprechend suchen und verarbeiten. Das Ziel bei dieser Art von WebQuest ist es dementsprechend, den Schülern zu lehren, bewusst Sichtweisen und Perspektiven auszuwählen, und zu erkennen, welchen Erkenntnisgewinn diese mit sich bringen. Weiterhin sollen die Schüler erfahren, dass die Aufarbeitung von Informationen immer nur eine Konstruktion und niemals eine objektive Abbildung der wirklichen Welt ist. Allerdings ist das reine Zusammentragen von Informationen nicht als WebQuest zu bezeichnen. Erst, wenn die Schüler zur produktiven Eigenarbeit angeregt werden, die über stures Abarbeiten einer Aufgabe nach vorgegebenen Schritten hinausgeht, kann man von einem WebQuest sprechen (vgl. MOSER 2008, S. 61 f.).
WebQuests zur Problemlösung
Diese Art von WebQuest geht noch einen Schritt über die oben genannte hinaus, indem die zusammengetragenen, analysierten und interpretierten Informationen zur Lösung konkreter Problemstellungen herangezogen werden. Sie ist somit auch komplexer, umfangreicher und anspruchsvoller als der vorher genannte Typ von WebQuest, denn es wird das Wissen, was vorher Ziel der Schüleraktivität war, vorausgesetzt, um die Problemstellung des WebQuests zu lösen. Ein weiteres Ziel ist es, dabei wiederum verschiedene Perspektiven zu erarbeiten, zu vergleichen und aufeinander zu beziehen, um so das Problem zu lösen (vgl. MOSER 2008, S. 64).
Kommunikative WebQuests
Bei dieser Art von WebQuests spielen kommunikative und interaktive Elemente eine große Rolle. Dabei gibt es zum einen die Möglichkeit, dass die Schüler in der Phase der Recherche Kontakt mit Experten oder anderen Auskunftspersonen aufnehmen. Die Schüler könnten zum Beispiel Fachleute des jeweiligen Themenbereichs per E-Mail befragen und so die benötigten Informationen erhalten. Diese Befragungen müssten im Vorlauf besprochen und vorbereitet und die jeweiligen Experten angefragt werden, ob sie zu solch einer Befragung überhaupt bereit wären. Weiterhin könnten Aktivitäten, die den direkten Austausch mit Auskunftspersonen verlangen, in einen WebQuest einbezogen werden. Ein Beispiel dafür wäre die Erstellung eines Stammbaumes, bei dem die Schüler ihre Eltern und Verwandte nach deren Vorfahren befragen. Vorstellbar wären auch kleinere Umfragen zum Beispiel in der Schule, bei denen die Mitschüler zu ihren Gewohnheiten oder Ähnlichem befragt werden. Zum anderen könnten die Schüler auch mit anderen Klassen über geografische Grenzen hinweg aktiv an einer WebQuest zusammenarbeiten, wobei sie sich über das Internet verständigen. Diese WebQuests bieten große Chancen im Sinne der interkulturellen Verständigung. Die Schüler haben so die Möglichkeit, andere Kulturen und Denkweisen kennenzulernen und sich mit diesen auseinanderzusetzen. Die Planung und Durchführung ist hierbei natürlich wesentlich komplexer und aufwändiger (vgl. MOSER 2008, S. 67 f.). Aber ist das wirklich ein Grund, von der Arbeit mit WebQuests abzusehen?
Kurz- und langfristige WebQuests
Wie bereits gezeigt, können WebQuests durchaus sehr zeitintensive Projekte sein. Sie müssen aber dennoch nicht immer auf lange Zeiträume ausgelegt sein. Bei manchen Themen kann es durchaus sinnvoll sein, sie auf wenige Teilaspekte zu reduzieren, die in kurzfristigen WebQuests erarbeitet werden. Dies empfiehlt sich gerade beim Einstieg in die Arbeit mit dem Internet und mit WebQuests, um die Schüler nicht gleich zu überfordern (vgl. MOSER 2008, S. 29). Nach DODGE (1997), dem ursprünglichen „Erfinder“ des WebQuest-Modells, kann man zwischen kurz- und langfristigen WebQuests unterscheiden:
Planung und Durchführung
Um WebQuests effektiv planen und durchführen zu können, schlägt MOSER (2008, S. 31) die Vorbereitung von solchen Projekten in sechs Schritten vor, die ich näher beschreiben möchte.
Thema
Am Beginn eines internetbasierten Projektes steht wie bei jeder Unterrichtseinheit zunächst die Auswahl eines motivierenden, herausfordernden und interessanten Themas. Dieses wird auf spannende und anschauliche Art und Weise zum Beispiel durch einen Film, einen Textausschnitt oder im klassischen Unterrichtsgespräch eingeführt. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Einführung des Themas interessant für die Schüler ist, deren Neugier weckt und weitere Fragen aufwirft. Das Thema hat Bezug zum Bildungsplan und ist somit Teil des ganz normalen Schulunterrichts. WebQuests sind also nicht als außercurriculare Angebote für die Schüler gedacht, die nur in Projektwochen oder in der Freizeit der Schüler angewendet werden. Die Arbeit mit dem Internet hält so Einzug in den Schulalltag, um so eine möglichst gute Medienbildung zu erzielen (vgl. MOSER 2008, S. 31 f.).
Aufgabenstellung
Im nächsten Schritt müssen zu dem vorgegebenen Thema von der Lehrkraft lösbare Aufgaben formuliert werden, die das Thema eingrenzen und eine Zielrichtung vorgeben. Die Schüler sollten in diesen Prozess aktiv eingebunden werden und ihre Meinung dazu abgeben können. So können auch eventuelle Unklarheiten und die gestellten Anforderungen geklärt werden. Zudem sollen die Schüler jederzeit die Möglichkeit haben, Ergänzungen und Veränderungen vorzunehmen, sodass das Projekt zur Schülersache wird. Anschließend werden die in diesem Schritt entworfenen Teilaufträge von den Schülern selbstständig erarbeitet. Für eine ausreichende Differenzierung und Anpassung der Anforderungen an das Leistungsniveau der einzelnen Schüler ist dabei stets zu sorgen. So können entweder verschiedene Aufgaben oder ein und dieselbe Aufgaben von verschiedenen Schülergruppen bearbeitet werden, wobei am Schluss die eventuell unterschiedlichen Ergebnisse zusammengetragen, verglichen und diskutiert werden. Folgende Arten von Aufgaben sind dabei denkbar:
Ressourcen
Um die in den vorhergehenden Schritten formulierten Arbeitsaufträge erarbeiten zu können, müssen den Schülern entsprechende Materialien und Informationsquellen bereitgestellt werden. Diese sollten möglichst ertragreich, zuverlässig und relevant sein. Sie können aus dem Internet, aber auch aus traditionellen Medien, wie dem Schulbuch, Lexika oder CD-ROMs stammen. Die Schüler können auch Hinweise auf weitere Suchmaschinen oder Internetseiten erhalten, die sie durchsuchen sollen. Dabei sollen die Schüler aber unbedingt auch eigenes Material einbringen, das sie im Internet oder anderen Quellen gefunden haben. Inwieweit der Fokus auf das Internet als Quelle gelegt wird, hängt auch von der Ausstattung der Schule ab. Zudem machen Internetquellen meistens nur dann Sinn, „(…) wenn sie gegenüber herkömmlichen didaktischen Materialien einen Zusatznutzen leisten“ (MOSER 2008, S. 35). Dieser ist zum Beispiel gegeben, wenn:
Prozess
Im Gegensatz zum linearen Lernen, bei dem die Abfolge der Arbeitsschritte klar vorgegeben ist, woraus das Vorgehen bei der Problemlösung klar hervorgeht, sind die Schüler beim Bearbeiten von WebQuests sehr frei in ihrer Vorgehensweise. Durch das ständige Einbeziehen neuer Informationen, befindet sich auch die Fragestellung in einem stetigen Wandel, was wiederum neue Informationen erfordert. Die Ergebnisse sind somit nicht vorhersehbar. WebQuests stellen somit auch ganz andere Anforderungen an die Lehrer. Im nun folgenden Prozess der Erarbeitung der WebQuest durch die Schüler nimmt der Lehrer die Rolle eines Beraters ein. Die Schüler befinden sich in ihrem Lernprozess im Zentrum des Unterrichtsgeschehens; sie suchen aktiv nach Informationen, die ihnen auf ihrem Lernweg weiterhelfen. Der Lehrer unterstützt die Schüler, wenn sie Zweifel an der Zielführung ihres Projektes haben und hilft ihnen bei Schwierigkeiten oder wenn sie nicht mehr weiter wissen. Durch die große Komplexität des Internets kann es leicht passieren, dass die Schüler mit der Fülle an Informationen überfordert sind. Der Lehrer muss darauf achten, dass die Schüler nicht den roten Faden verlieren und sie immer wieder auf den Kern der Aufgabenstellungen zurückführen. Bei Bedarf unterstützt der Lehrer die Arbeitsorganisation innerhalb der Arbeitsgruppen und weist sie gegebenenfalls auf die Unbrauchbarkeit von Quellen hin. Dementsprechend hilft der Lehrer den Schülern bei der Suche nach relevanten Links und Materialien und bei der Strukturierung der Informationen. Er kann sie auch bei Entscheidungsprozessen bezüglich der Vorgehensweise unterstützen (vgl. MOSER 2008, S. 37).
Evaluation
Sobald die Bearbeitung des WebQuests abgeschlossen ist, sollte sie einer Evaluation unterzogen werden, um beurteilen zu können, wie gut diese geeignet war, die Ziele zu erreichen. Zum einen sollten die Schüler dabei selbst die Gelegenheit haben, sich selbst und die Arbeit am WebQuest zu evaluieren. Zum anderen muss der WebQuest aber natürlich auch von der Lehrkraft auf ihre Qualität hin überprüft werden. Die Schüler sollen sich so nach und nach Problemlösestrategien aneignen, diese auf weitere WebQuests anwenden, um später auch im alltäglichen Leben Gebrauch davon machen zu können. Zur reflektierten Beobachtung des eigenen Lernprozesses könnten die Schüler Quest-Tagebücher führen, in denen sie regelmäßig den Stand der Arbeit dokumentieren; nach jeder Unterrichtseinheit könnte ein Meinungsbarometer der Schüler zur Zusammenarbeit, dem Arbeitsfortschritt usw. erstellt werden; auch von den Gruppen auszufüllende Fragebögen, in denen sie ihre Meinung zum Projekt mitteilen können, wären denkbar – nicht unbedingt nur am Ende eines Projektes. Die Lehrer wiederum sollten in einem ersten Schritt die Qualität der WebQuest beurteilen. Dabei sollten die Komplexität, die Motivation zur eigenständigen Arbeit, die Lösbarkeit der Aufgaben und die Präsentation der Ergebnisse berücksichtigt werden. Erst in einem zweiten Schritt sind nun die einzelnen Schülerleistungen zu beurteilen. Anschließend kann den Schülern umfassend Feedback zu ihrer Leistung gegeben werden (vgl. MOSER 2008, S. 38 ff.).
Präsentation
Im Anschluss an die erfolgreiche Bearbeitung eines WebQuest steht die Veröffentlichung im Internet, um so die Ergebnisse anderen Lerngruppen zur weiteren Bearbeitung und Weiterentwicklung zur Verfügung zu stellen. Grundidee des WebQuest-Konzeptes ist schließlich der Austausch und das Teilen von Wissen. Andere Lerngruppen sollen dazu angeregt werden, aufbauend aus den präsentierten Ergebnissen, eigene Projekte zu starten und zu veröffentlichen. Zusätzlich ist es aber auch denkbar, dass die Arbeitsergebnisse im Schulhaus auf Postern, Plakaten und Informationstafeln präsentiert werden. Es sind viele verschiedene Arten der Präsentation denkbar; zur möglichst weitreichenden Verbreitung und zum schnellstmöglichen Austausch von Wissen stellt hier aber das Internet wohl die effektivste Variante dar (vgl. MOSER 2008, S 41 f.).
Dies stellt die theoretische Grundlage des WebQuest-Modells dar. Um sich nun ein wirkliches Bild davon zu machen, wie WebQuests aussehen können, empfiehlt es sich, sich ein paar Beispiele anzuschauen.
Fazit
Wie gezeigt werden konnte, bringt das Web 2.0 zwar viele neue Möglichkeiten mit sich, erfordert aber gleichzeitig auch neue Kompetenzen, welche in der Schule thematisiert werden sollten. Das vorgestellte Modell des WebQuests stellt eine sehr effektive Methode dar, um den Umgang mit dem Internet zu üben und sich die erforderlichen Kompetenzen anzueignen. Aufbauend auf einer konstruktivistischen Lerntheorie werden die Schüler dazu angehalten, im Internet auf Entdeckungsreise zu gehen, wobei sie ihren Lernweg möglichst selbst gestalten. Der Lehrer ist nicht das Zentrum des Unterrichts, sondern die Schüler selbst; er nimmt vielmehr die Rolle eines Lernbegleiters ein, der die Schüler bei Problemen unterstützt und einen gewissen Rahmen vorgibt, der aber die Schüler weitestgehend bestimmen lässt, wohin die Reise gehen und auf welchem Weg das Ziel erreicht werden soll. So können die Schüler zu kompetenten Internetusern erzogen werden, die das Internet als ein weiteres Medium zur Informationsbeschaffung und als Arbeits- und Kommunikationsplattform nutzen können. Die Lehrer müssen bereit sein, die Kontrolle über das Unterrichtsgeschehen und insbesondere die Zielsetzung ein Stück weit aus der Hand zu geben.
Wichtig ist es auch, dass WebQuests nicht als Selbstzweck betrieben werden. Grundlegendes Ziel ist schließlich die Verbreitung und das Teilen von Wissen. Nur, wenn WebQuests im Rahmen des Web 2.0 durchgeführt werden, erfüllen sie ihren eigentlichen Zweck; und nur so erfahren die Schüler auch den eigentlichen Nutzen des Web 2.0, der darin besteht, mit anderen Informationen zu teilen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt werden, können WebQuests ein wertvolles Instrument zur Medienerziehung darstellen. Die Schüler erlernen den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet, erkennen, welche Quellen zuverlässig und relevant sind, und können das Internet als eine von vielen Informationsquellen nutzen; sie erkennen, wann es sinnvoll ist, im Internet nach Informationen zu suchen, und wann es vielleicht mehr Sinn macht, traditionelle Medien zu Rate zu ziehen. Zudem werden Sozialkompetenzen in der Gruppenarbeit verbessert und das eigenständige Arbeiten gefördert. Die Schüler bearbeiten Aufgaben im Unterricht nicht zum Selbstzweck, sondern um anderen Lerngruppen ihre Ergebnisse und Informationen zur Verfügung zu stellen. Somit erhält die Schülerarbeit einen Sinn über den Schulkontext hinaus.
Literatur
Moser, H. (²2008): Abenteuer Internet – Lernen mit WebQuests. Zürich: Verlag Pestalozzianum an der Hochschule Zürich.
Reich, K. (2012): Konstruktivistische Didaktik – Das Lehr- und Studienbuch mit Online-Methodenpool, 5. Aufl., Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
Internetquellen
Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen (o.J.): Was sind WebQuests? http://lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/definition.html [26.05.2013]
Dodge, B. (1997): Some Thoughts about WebQuests, http://webquest.sdsu.edu/about_webquests.html [26.05.2013]
Brandl, W. (2006): Lernen als „konstruktiver“ Prozess: Trugbild oder Wirklichkeit? http://www.kvhs-osterode.de/aktuell/galerie/103/images/W.%20Brandl.pdf [26.05.2013]
Weiterführende Links
Videos zum Einsatz von WebQuests:
http://www.thirteen.org/edonline/concept2class/webquests/demonstration.html#classrooms
Eigene WebQuests kostenlos veröffentlichen:
http://www.easywebquest.ch/
Unterrichtsbeispiele:
http://www.webquests.de/materialien/beispiel.html
WebQuests für die Primarstufe
http://www.lehreronline.de/wqgrundschule.php?sid=43435015064882552536775267526780
WebQuest-Datenbank
http://www.webquest-forum.de/datenbank/datenbank.php
Durch Facebook hat sich die Bedeutung des Freundbegriffes stark verändert, die Film- und Musikindustrie sieht sich durch YouTube starken Veränderungen unterzogen. Das Web 2.0 hält Einzug in nahezu alle Lebensbereiche, die sich an die neuen Möglichkeiten, aber auch die Gefahren erst einmal anpassen müssen.
Um in der Lage zu sein, sich verantwortungsvoll und kompetent im Web 2.0 zu bewegen, ist es wichtig, schon möglichst früh den richtigen Umgang mit dem Internet zu erlernen. Daher sollte die Medienbildung eine viel größere Rolle in der Schule spielen, als dies bisher der Fall ist. Dies betrifft zum einen die Schüler, zum anderen aber natürlich auch die Lehrer, die selbst den richtigen Umgang mit dem Internet beherrschen sollten, um ihn an ihre Schüler weitergeben zu können.
Das Internet bietet nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, mit denen man sich erst einmal intensiv befassen muss, um sie effektiv nutzen zu können. Durch diese neuen Möglichkeiten ergeben sich aber auch neue Kompetenzen, die von den Schülern erst einmal erlernt werden müssen. Die Flut an Informationen, die das Internet mit sich bringt, kann für den unerfahrenen User leicht zu Überforderung führen. Das Internet sollte daher in den Schulen intensiv unter Anleitung der Lehrkraft als Quelle benutzt werden, damit die Schüler so schon früh lernen, richtig mit dem Internet umzugehen. Welche Kompetenzen aber benötigen sie für den richtigen Umgang mit dem Internet?
Schlüsselkompetenzen der Wissensgesellschaft
Wer kennt die Situation nicht? Man hat eine bestimmte Fragestellung, gibt einen Suchbegriff in Google ein und bekommt tausende Ergebnisse. Welche davon kann ich nun wirklich für die Bearbeitung meiner Fragestellung verwenden? Wenn schon Erwachsene Probleme mit der Informationsflut des Internets haben, kann man sich denken, dass das bei Schülern auch der Fall, wenn nicht sogar noch schlimmer ist. Aufgabe der Schule im Rahmen der Herausbildung einer Medienkompetenz der Schüler ist es somit, diese mit Fähigkeiten und Kenntnissen auszustatten, mit denen sie Informationen aus dem Internet auf deren Relevanz und Zuverlässigkeit prüfen können. Außerdem müssen sie in der Lage sein, diese Informationen in ihr Wissen zu integrieren und so im Alltag brauchbar zu machen. Um die Schüler dazu zu befähigen, sieht MOSER (2008, S. 11) Schlüsselkompetenzen vor, die die Schüler in der Schule erlernen sollten:
Effektives Recherchieren lernen
In Zeiten des Web 2.0 ist es zur Informationsbeschaffung längst nicht mehr nötig, Bibliotheken aufzusuchen oder Lexika aufzuschlagen. Einfacher, schneller und bei entsprechenden Kompetenzen auch effektiver ist die Suche nach den benötigten Informationen im Internet, zumeist über Google oder Wikipedia. Jedoch ergeben sich dabei Probleme, die ohne Medienkompetenz nicht zu durchschauen sind. Bei Eingeben eines Suchbegriffes in Google erhält man zwar innerhalb von Sekundenbruchteilen eine Unmenge von Informationen, jedoch stellen sich gleichzeitig weitere Fragen. Sind die Links, die als erstes angezeigt werden, auch gleichzeitig die qualitativ besten? Kann ich die angegebenen Websites als seriös betrachten oder vertreten sie eine Position aufgrund von eigenen wirtschaftlichen oder politischen Zielen? Werden mir überhaupt brauchbare Links angezeigt oder verbirgt sich ganz am Ende der Liste die Website, die mir wirklich weiterhilft?
Außerdem sind die Websites, die von Google angezeigt werden, in sich selbst komplex und von weiteren Links durchsetzt, die wiederum zu einer Fülle anderer Websites mit weiteren Informationen führen. Um den Schülern zu helfen, diese Fragen zu beantworten und sie so mit Kompetenzen zur effektiven Informationsrecherche auszustatten, kann es sinnvoll sein, ihnen bei der Informationsbeschaffung zu einem Thema Links, die schon von der Lehrkraft auf deren Glaubwürdigkeit überprüft wurden, an die Hand zu geben. Die Schüler sollen dabei natürlich noch selbst zusätzliche Informationen beschaffen, wobei die vorgegebenen Links ein Fundament bieten, das Überforderung vermeidet. Je erfahrener die Schüler im Umgang mit dem Internet werden, desto stärker kann die selbstständige Recherche in den Vordergrund rücken (vgl. MOSER 2008, S. 12 f.).
Informationen analysieren und bewerten
Nachdem die Schüler sich Informationen beschafft haben, ist es wichtig, dass sie diese ,auf ihre Zuverlässigkeit überprüfen können. Vor Zeiten des Web 2.0 beschaffte man sich die benötigten Informationen aus Lexika wie dem Brockhaus. Die Frage nach der Glaubwürdigkeit stellte sich damals meist gar nicht. Heute werden zu diesem Zweck häufig Wikipedia oder vergleichbare Plattformen im Internet benutzt. Diese werden von vielen und oft auch unbekannten Autoren in Zusammenarbeit immer wieder aktualisiert und erweitert. Das ist insofern problematisch, als es nicht
nachvollziehbar ist, wie kompetent die Autoren im jeweiligen Fachbereich sind. Die Glaubwürdigkeit deren Beiträge ist somit zunächst zweifelhaft. Zudem kommt es auch immer wieder vor, dass Autoren ihre Artikel nach ihren persönlichen Interessen gestalten und Fakten ihren Interessen entsprechend verdrehen.
Die Schüler müssen also lernen, Informationen aus dem Internet zunächst auf ihre Glaubwürdigkeit zu überprüfen, bevor sie diese als allgemeingültig übernehmen. Dazu ist es sinnvoll, die Quelle selbst zu analysieren. Allgemein sind Informationen von renommierten und anerkannten Institutionen glaubwürdiger, als wenn sie unbekannter Herkunft sind. Eine Information ist zudem eher als wahr anzunehmen, wenn diese von zwei voneinander unabhängigen Quellen bestätigt werden kann. Außerdem sind Informationen immer in einem bestimmten Kontext und nicht isoliert zu betrachten. Bei komplexen Argumentationen, die bestimmte Fakten darstellen und interpretieren, ist es wichtig zu prüfen, ob sie schlüssig aufgebaut sind und keine Fragen offen lassen (vgl. MOSER 2008, S. 13 f.).
Informationen in Bezug zum Alltag setzen
Grundlage für die Arbeit mit WebQuests ist die Annahme, dass das Wissen der Schüler nicht aus unzusammenhängenden Wissensbeständen besteht, sondern sie durch Erfahrung und Wissensaneignung ihr Verhältnis zu ihrer Umwelt bestimmen. Lernen (nach MOSER) bedeutet also, neue Informationen in Bezug zum Alltag zu setzen und somit praktisch brauchbar zu machen. Dabei ist es wichtig, die Schüler zum autonomen Lernen, zur selbstständigen Aneignung und Produktion von Wissen im Schulunterricht anzuregen. Dazu ist es die Aufgabe des Lehrers, Lernprozesse anzuregen und Lernarrangements bereitzustellen (vgl. MOSER 2008, S. 14). Es ist sicherlich einleuchtend, dass die eben erwähnten Kompetenzen unabdingbar sind, um das Internet effektiv nutzen zu können. Wie aber kann die Schule den Schülern helfen, sich diese anzueignen? Moser bietet dafür das von ihm weiterentwickelte Modell des WebQuest an. Nun stellt sich zunächst die Frage:
Was ist ein WebQuest?
Der Begriff WebQuest setzt sich aus den Wörtern „web“ (englisch für Netz, Netzwerk, Kurzform für World Wide Web) und „quest“ (englisch für Aufgabe, Suche) zusammen. Es handelt sich somit um Aufgaben, die mit Hilfe von Informationen aus dem Internet bearbeitet werden sollen. Laut der LANDESAKADEMIE FÜR FORTBILDUNG UND PERSONALENTWICKLUNG AN SCHULEN sind WebQuests über das Internet bereitgestellte Lehr- und Lernarrangements. Ausgangspunkt bei der Bearbeitung der gestellten Probleme und Aufgaben sind dabei den Schülern bereitgestellte Internetquellen. Entwickelt wurde das didaktische Konzept der WebQuests 1995 von Bernie Dodge an der San Diego State University, Kalifornien, USA. Die zugrunde liegende Idee ist, die Schüler zum eigenständigen Arbeiten anzuregen, was dazu führen soll, dass die Schüler sich ihr Wissen selbst konstruieren, anstatt nur vorgegebenes Wissen zu reproduzieren. Die WebQuest-Methode baut somit auf eine konstruktivistische Lerntheorie auf, die ich im Folgenden erläutern möchte.
Konstruktivistische Lerntheorie
Angelehnt an die pragmatische Pädagogik John Deweys geht der Konstruktivismus davon aus, dass die Menschen durch ihre Handlungen und Erfahrungen umfassend in die Konstruktion dessen eingreifen, was ihnen später als Wirklichkeit erscheint. Der Mensch konstruiert sich somit seine eigene Wirklichkeit. Diese Konstruktion ist aber nicht als Abbild einer vorbestimmten und abgeschlossenen Welt zu verstehen. Vielmehr muss klar sein, dass die jeweils gerade geltende Version von Wirklichkeit jederzeit von einer neueren Version abgelöst werden kann, aber keinesfalls willkürlich gewählt wird. Somit werden von jeder Erkenntnis weitere Fragen aufgeworfen, die es durch neue Erkenntnisse zu klären gilt (vgl. REICH 2012, S. 75). Nach BRANDL (2006, S. 6) ergeben sich daraus für die konstruktivistische Didaktik grundlegende Konsequenzen, die ich nun erläutern will. Lernen ist ein:
- aktiver Prozess: Die Lernenden sollen sich aus intrinsischer Motivation und Interesse aktiv mit dem Lerngegenstand beschäftigen.
- selbstgesteuerter Prozess: Die Lernenden steuern in hohem Maße selbst den Lernprozess durch Auswahl der Lerngegenstände und Festlegung des Zeitaufwandes und methodischen Zuganges. Dabei wird durch ein Mindestmaß an Fremdsteuerung seitens des Lehrers die Kontinuität des Lernprozesses gewährleistet.
- situativer Prozess: Der Schulunterricht sollte nach Möglichkeit in Situationen eingebettet sein, in denen das Wissen, das vermittelt werden soll, angewendet werden muss. Außerschulische Realität soll Einzug in die Schule erhalten, um so anwendbares Wissen zu schaffen.
- sozialer Prozess: Zwar ist die Konstruktion und Interpretation von Wissen ein individueller Prozess; jedoch ist soziale Interaktion notwendig, um Wissen, Fertigkeiten, soziale Kompetenzen und Einstellungen zu entwickeln.
WebQuests in der Schule
Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus der konstruktivistischen Lerntheorie für den Einsatz von WebQuests an der Schule ziehen?Um WebQuests auch sinnvoll in der Schule einsetzen zu können, müssen die Annahmen, die von der konstruktivistischen Lerntheorie formuliert werden, auf die Arbeit mit WebQuests übertragen werden:
Wissen ist unabgeschlossen
Wissen und Wirklichkeit können nie als abgeschlossen angesehen werden, da sie durch neue Erkenntnisse stets erweitert werden können. Bei der Arbeit mit WebQuests wird dies dadurch realisiert, dass die Schüler die Ergebnisse vergangener WebQuests nutzen können, um wieder neue Problemlösungen zu schaffen. Somit wird das aus WebQuests gewonnene Wissen stets verändert, bearbeitet und erweitert, um zu neuen Ergebnissen zu kommen.
Lernen ist multiperspektivisch
Dies gilt nicht nur für den Lerninhalt, sondern auch für die Form des Arbeitens und Vermittelns. Gemeinschaftsarbeit mit gemeinsamen Lernzielen ist ebenso denkbar wie Einzelarbeit mit individuellen Zielen. Die Recherche bezieht zudem viele verschiedene Medien ein und nicht nur das Internet. Die Präsentation der Ergebnisse geschieht schließlich nicht nur in Textform, sondern kann auch Grafiken, Bilder, Videos und Audiospuren beinhalten.
Unterrichtsergebnisse sind unvorhersehbar
Selbst wenn die Aufgabenstellung einesWebQuest in einem bestimmten Rahmen begrenzt ist und die Anzahl von Ressourcen beschränkt wird, ist das Endergebnis schwierig vorherzusagen. Bei der Recherche im Internet ist es immer möglich, dass die Schüler auf neue wertvolle Quellen stoßen, die neue Ergebnisse zulassen. So können sich im Erarbeitungsprozess die selbst gesetzten Ziele ständig ändern oder erweitern (vgl. MOSER 2008, S. 57 ff.).
Didaktisches Modell
Das Modell der WebQuests, wie es von Dodge entwickelt wurde, ist ein didaktisches Modell zur Strukturierung der Arbeit mit dem Internet im Unterricht. Der Fokus liegt dabei nicht auf der Recherche sondern vielmehr auf der Verwendung der gefundenen Informationen. Die Lernenden sollen dabei ihre Fähigkeiten im Bereich der Analyse, Synthese und Evaluation schulen. Angelehnt daran entwickelte Moser ein eigenes didaktisches Modell zur Arbeit mit WebQuests im Schulunterricht (vgl. MOSER 2008, S. 20).
Unterrichtsmodell nach Moser
Nach MOSERS Vorstellung von der Arbeit mit WebQuests in der Schule soll das Internet nicht die einzige Informationsquelle sein. Die Schüler sollen bei der Recherche auch andere Quellen, wie Bücher, Zeitschriften oder ähnliches verwenden, um so den Nutzen von Internetquellen auch kritisch zu hinterfragen und die Vor- und Nachteile gegenüber anderen Quellen zu untersuchen. So sollen sie lernen, wann das Internet der schnellste und beste Weg ist, eine Frage zu beantworten, aber auch, wann es sich vielleicht eher lohnt, ein Lexikon zu Rate zu ziehen. Das Internet soll so als eine Möglichkeit unter vielen gesehen werden, welche Vor-, aber natürlich auch Nachteile in sich birgt.
Weiterhin ist das Internet bei der Arbeit mit WebQuests auch nicht bloß zur Informationsbeschaffung vorgesehen. An den bereits erwähnten Schlüsselkompetenzen angelehnt, sollen die Schüler das Internet vermehrt zum Lernen benutzen. Moser erklärt diesen Vorgang mit dem Begriff „Lernspirale“ (MOSER 2008, S. 21). Die Schüler erarbeiten mit Hilfe des Internets und mit Hilfe von Büchern, Zeitschriften, Lexika, und Ähnlichem sogenannte Wissenswelten. Diese werden anschließend wiederum über das Internet anderen Schülern für deren Lernprojekte zur Verfügung gestellt. So soll eine Sammlung von Materialien entstehen, die von Schülern für Schüler erarbeitet und bereitgestellt wird. Im Stile des Web 2.0 wird das Internet als Plattform für eine ständig wachsende Anzahl von Arbeitsergebnissen genutzt, die die Schüler untereinander austauschen und so für ihre Lernaktivität gebrauchen können (vgl. MOSER 2008, S. 21 f.).
Lernformen und Aktivitäten
Wie bei jedem Schulunterricht, ist es auch bei der Arbeit mit WebQuests in der Schule wichtig, sich vorher über die anzuwendende Lernform Gedanken zu machen. Projektunterricht, Gruppen-, Partner- und freie Arbeit, Werkstattunterricht und Wochenplanarbeit eignen sich gut dazu, den Unterricht stärker auf die Schüler zu zentrieren und diese aktiv in die Erarbeitung des Lernstoffs einzubinden. All diese Formen des Unterrichts empfehlen sich für die Durchführung von WebQuests. Die Erarbeitung erfolgt dabei meist in Partner- oder Gruppenarbeit; die Recherche kann auch in den Wochenplan integriert werden; bei einzelnen WebQuests könnten zudem einzelne Phasen in Werkstattarbeit stattfinden, bei der die Schüler Teilaspekte des Themas mit vorbereitetem Material erarbeiten.
Um diese Unterrichtsformen erfolgreich umzusetzen, müssen die Lehrkräfte bereit sein, die Planung, Strukturierung und eventuell auch die Kontrolle über den Unterricht ein Stück weit aus der Hand zu geben. Dadurch, dass die Schüler weitgehend selbstständig arbeiten und sich Lernziele setzen, lernen sie auch nicht alle im gleichen Tempo. Zwar werden die erarbeiteten Resultate am Schluss zusammengeführt, jedoch können die Lernprozesse, die dazu geführt haben, ganz unterschiedlich sein. Die Lehrer müssen bereit sein, sich auf solche Prozesse einzulassen, damit die Arbeit mit WebQuests im Schulunterricht erfolgreich sein kann (vgl. MOSER 2008, S. 28 f.). In einem Video spricht Bernie Dodge über die veränderte Rolle des Lehrers bei der Arbeit mit WebQuests.
Drei Grundformen von WebQuests
Nach MOSER (2008, S. 61) gibt es drei Grundformen von WebQuests, die sich in ihrer Organisation unterscheiden. Diese werde ich im Folgenden erläutern.
WebQuests zum Verdichten von Informationen
Hierbei geht es vorrangig um die Analyse und Strukturierung von Informationen. Dabei werden aus verschiedensten Quellen Informationen zusammengetragen, analysiert, verarbeitet und interpretiert, um so neue Datensammlungen zu erstellen; es werden sogenannte Wissens- und Erfahrungswelten gestaltet und präsentiert. Diese stellen jeweils natürlich nur einen Ausschnitt des Themenbereiches dar. Die Schüler können diesen Ausschnitt nun aus ganz verschiedenen Perspektiven betrachten und die Informationen dementsprechend suchen und verarbeiten. Das Ziel bei dieser Art von WebQuest ist es dementsprechend, den Schülern zu lehren, bewusst Sichtweisen und Perspektiven auszuwählen, und zu erkennen, welchen Erkenntnisgewinn diese mit sich bringen. Weiterhin sollen die Schüler erfahren, dass die Aufarbeitung von Informationen immer nur eine Konstruktion und niemals eine objektive Abbildung der wirklichen Welt ist. Allerdings ist das reine Zusammentragen von Informationen nicht als WebQuest zu bezeichnen. Erst, wenn die Schüler zur produktiven Eigenarbeit angeregt werden, die über stures Abarbeiten einer Aufgabe nach vorgegebenen Schritten hinausgeht, kann man von einem WebQuest sprechen (vgl. MOSER 2008, S. 61 f.).
WebQuests zur Problemlösung
Diese Art von WebQuest geht noch einen Schritt über die oben genannte hinaus, indem die zusammengetragenen, analysierten und interpretierten Informationen zur Lösung konkreter Problemstellungen herangezogen werden. Sie ist somit auch komplexer, umfangreicher und anspruchsvoller als der vorher genannte Typ von WebQuest, denn es wird das Wissen, was vorher Ziel der Schüleraktivität war, vorausgesetzt, um die Problemstellung des WebQuests zu lösen. Ein weiteres Ziel ist es, dabei wiederum verschiedene Perspektiven zu erarbeiten, zu vergleichen und aufeinander zu beziehen, um so das Problem zu lösen (vgl. MOSER 2008, S. 64).
Kommunikative WebQuests
Bei dieser Art von WebQuests spielen kommunikative und interaktive Elemente eine große Rolle. Dabei gibt es zum einen die Möglichkeit, dass die Schüler in der Phase der Recherche Kontakt mit Experten oder anderen Auskunftspersonen aufnehmen. Die Schüler könnten zum Beispiel Fachleute des jeweiligen Themenbereichs per E-Mail befragen und so die benötigten Informationen erhalten. Diese Befragungen müssten im Vorlauf besprochen und vorbereitet und die jeweiligen Experten angefragt werden, ob sie zu solch einer Befragung überhaupt bereit wären. Weiterhin könnten Aktivitäten, die den direkten Austausch mit Auskunftspersonen verlangen, in einen WebQuest einbezogen werden. Ein Beispiel dafür wäre die Erstellung eines Stammbaumes, bei dem die Schüler ihre Eltern und Verwandte nach deren Vorfahren befragen. Vorstellbar wären auch kleinere Umfragen zum Beispiel in der Schule, bei denen die Mitschüler zu ihren Gewohnheiten oder Ähnlichem befragt werden. Zum anderen könnten die Schüler auch mit anderen Klassen über geografische Grenzen hinweg aktiv an einer WebQuest zusammenarbeiten, wobei sie sich über das Internet verständigen. Diese WebQuests bieten große Chancen im Sinne der interkulturellen Verständigung. Die Schüler haben so die Möglichkeit, andere Kulturen und Denkweisen kennenzulernen und sich mit diesen auseinanderzusetzen. Die Planung und Durchführung ist hierbei natürlich wesentlich komplexer und aufwändiger (vgl. MOSER 2008, S. 67 f.). Aber ist das wirklich ein Grund, von der Arbeit mit WebQuests abzusehen?
Kurz- und langfristige WebQuests
Wie bereits gezeigt, können WebQuests durchaus sehr zeitintensive Projekte sein. Sie müssen aber dennoch nicht immer auf lange Zeiträume ausgelegt sein. Bei manchen Themen kann es durchaus sinnvoll sein, sie auf wenige Teilaspekte zu reduzieren, die in kurzfristigen WebQuests erarbeitet werden. Dies empfiehlt sich gerade beim Einstieg in die Arbeit mit dem Internet und mit WebQuests, um die Schüler nicht gleich zu überfordern (vgl. MOSER 2008, S. 29). Nach DODGE (1997), dem ursprünglichen „Erfinder“ des WebQuest-Modells, kann man zwischen kurz- und langfristigen WebQuests unterscheiden:
- Bei kurzfristen WebQuests ist das Ziel die Aneignung und Integration von Wissen durch die Schüler. Sie suchen sich Informationen zu einem bestimmten Thema, ordnen diese und bringen sie in Zusammenhang zueinander. Die Dauer einer solchen Erarbeitung beträgt in der Regel ein bis drei Unterrichtseinheiten.
- Langfristige WebQuests verlangen von den Schülern, dass diese ihr Wissen erweitern und verfeinern. Sie sollen sich detailliert mit einem Thema auseinandersetzen und die entsprechenden Informationen genau analysieren und in einen Zusammenhang mit ihrer Fragestellung bringen. Durch die Erarbeitung von etwas, was von anderen wiederum genutzt werden kann, zeigen die Schüler, dass sie das Thema in seiner Tiefe erfasst und verstanden haben. Die Erarbeitung einer solchen WebQuest kann von einer Woche bis zu einem Monat in Anspruch nehmen (vgl. DODGE 1997).
Planung und Durchführung
Um WebQuests effektiv planen und durchführen zu können, schlägt MOSER (2008, S. 31) die Vorbereitung von solchen Projekten in sechs Schritten vor, die ich näher beschreiben möchte.
Thema
Am Beginn eines internetbasierten Projektes steht wie bei jeder Unterrichtseinheit zunächst die Auswahl eines motivierenden, herausfordernden und interessanten Themas. Dieses wird auf spannende und anschauliche Art und Weise zum Beispiel durch einen Film, einen Textausschnitt oder im klassischen Unterrichtsgespräch eingeführt. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Einführung des Themas interessant für die Schüler ist, deren Neugier weckt und weitere Fragen aufwirft. Das Thema hat Bezug zum Bildungsplan und ist somit Teil des ganz normalen Schulunterrichts. WebQuests sind also nicht als außercurriculare Angebote für die Schüler gedacht, die nur in Projektwochen oder in der Freizeit der Schüler angewendet werden. Die Arbeit mit dem Internet hält so Einzug in den Schulalltag, um so eine möglichst gute Medienbildung zu erzielen (vgl. MOSER 2008, S. 31 f.).
Aufgabenstellung
Im nächsten Schritt müssen zu dem vorgegebenen Thema von der Lehrkraft lösbare Aufgaben formuliert werden, die das Thema eingrenzen und eine Zielrichtung vorgeben. Die Schüler sollten in diesen Prozess aktiv eingebunden werden und ihre Meinung dazu abgeben können. So können auch eventuelle Unklarheiten und die gestellten Anforderungen geklärt werden. Zudem sollen die Schüler jederzeit die Möglichkeit haben, Ergänzungen und Veränderungen vorzunehmen, sodass das Projekt zur Schülersache wird. Anschließend werden die in diesem Schritt entworfenen Teilaufträge von den Schülern selbstständig erarbeitet. Für eine ausreichende Differenzierung und Anpassung der Anforderungen an das Leistungsniveau der einzelnen Schüler ist dabei stets zu sorgen. So können entweder verschiedene Aufgaben oder ein und dieselbe Aufgaben von verschiedenen Schülergruppen bearbeitet werden, wobei am Schluss die eventuell unterschiedlichen Ergebnisse zusammengetragen, verglichen und diskutiert werden. Folgende Arten von Aufgaben sind dabei denkbar:
- Zusammentragen von Informationen
- Informationen analysieren und Schlüsse daraus ziehen
- Teilproblem lösen
- Stellungnahme erarbeiten
- Teilprodukt erstellen
- Problem künstlerisch erarbeiten
- usw.
Ressourcen
Um die in den vorhergehenden Schritten formulierten Arbeitsaufträge erarbeiten zu können, müssen den Schülern entsprechende Materialien und Informationsquellen bereitgestellt werden. Diese sollten möglichst ertragreich, zuverlässig und relevant sein. Sie können aus dem Internet, aber auch aus traditionellen Medien, wie dem Schulbuch, Lexika oder CD-ROMs stammen. Die Schüler können auch Hinweise auf weitere Suchmaschinen oder Internetseiten erhalten, die sie durchsuchen sollen. Dabei sollen die Schüler aber unbedingt auch eigenes Material einbringen, das sie im Internet oder anderen Quellen gefunden haben. Inwieweit der Fokus auf das Internet als Quelle gelegt wird, hängt auch von der Ausstattung der Schule ab. Zudem machen Internetquellen meistens nur dann Sinn, „(…) wenn sie gegenüber herkömmlichen didaktischen Materialien einen Zusatznutzen leisten“ (MOSER 2008, S. 35). Dieser ist zum Beispiel gegeben, wenn:
- das Internet aktuellere Materialien liefert als andere Quellen
- außer Text auch Videos, Audiodateien, usw. bereitgestellt werden
- Informationen geliefert werden, die in anderen Quellen nicht zu finden sind
- das Material authentischer ist
Prozess
Im Gegensatz zum linearen Lernen, bei dem die Abfolge der Arbeitsschritte klar vorgegeben ist, woraus das Vorgehen bei der Problemlösung klar hervorgeht, sind die Schüler beim Bearbeiten von WebQuests sehr frei in ihrer Vorgehensweise. Durch das ständige Einbeziehen neuer Informationen, befindet sich auch die Fragestellung in einem stetigen Wandel, was wiederum neue Informationen erfordert. Die Ergebnisse sind somit nicht vorhersehbar. WebQuests stellen somit auch ganz andere Anforderungen an die Lehrer. Im nun folgenden Prozess der Erarbeitung der WebQuest durch die Schüler nimmt der Lehrer die Rolle eines Beraters ein. Die Schüler befinden sich in ihrem Lernprozess im Zentrum des Unterrichtsgeschehens; sie suchen aktiv nach Informationen, die ihnen auf ihrem Lernweg weiterhelfen. Der Lehrer unterstützt die Schüler, wenn sie Zweifel an der Zielführung ihres Projektes haben und hilft ihnen bei Schwierigkeiten oder wenn sie nicht mehr weiter wissen. Durch die große Komplexität des Internets kann es leicht passieren, dass die Schüler mit der Fülle an Informationen überfordert sind. Der Lehrer muss darauf achten, dass die Schüler nicht den roten Faden verlieren und sie immer wieder auf den Kern der Aufgabenstellungen zurückführen. Bei Bedarf unterstützt der Lehrer die Arbeitsorganisation innerhalb der Arbeitsgruppen und weist sie gegebenenfalls auf die Unbrauchbarkeit von Quellen hin. Dementsprechend hilft der Lehrer den Schülern bei der Suche nach relevanten Links und Materialien und bei der Strukturierung der Informationen. Er kann sie auch bei Entscheidungsprozessen bezüglich der Vorgehensweise unterstützen (vgl. MOSER 2008, S. 37).
Evaluation
Sobald die Bearbeitung des WebQuests abgeschlossen ist, sollte sie einer Evaluation unterzogen werden, um beurteilen zu können, wie gut diese geeignet war, die Ziele zu erreichen. Zum einen sollten die Schüler dabei selbst die Gelegenheit haben, sich selbst und die Arbeit am WebQuest zu evaluieren. Zum anderen muss der WebQuest aber natürlich auch von der Lehrkraft auf ihre Qualität hin überprüft werden. Die Schüler sollen sich so nach und nach Problemlösestrategien aneignen, diese auf weitere WebQuests anwenden, um später auch im alltäglichen Leben Gebrauch davon machen zu können. Zur reflektierten Beobachtung des eigenen Lernprozesses könnten die Schüler Quest-Tagebücher führen, in denen sie regelmäßig den Stand der Arbeit dokumentieren; nach jeder Unterrichtseinheit könnte ein Meinungsbarometer der Schüler zur Zusammenarbeit, dem Arbeitsfortschritt usw. erstellt werden; auch von den Gruppen auszufüllende Fragebögen, in denen sie ihre Meinung zum Projekt mitteilen können, wären denkbar – nicht unbedingt nur am Ende eines Projektes. Die Lehrer wiederum sollten in einem ersten Schritt die Qualität der WebQuest beurteilen. Dabei sollten die Komplexität, die Motivation zur eigenständigen Arbeit, die Lösbarkeit der Aufgaben und die Präsentation der Ergebnisse berücksichtigt werden. Erst in einem zweiten Schritt sind nun die einzelnen Schülerleistungen zu beurteilen. Anschließend kann den Schülern umfassend Feedback zu ihrer Leistung gegeben werden (vgl. MOSER 2008, S. 38 ff.).
Präsentation
Im Anschluss an die erfolgreiche Bearbeitung eines WebQuest steht die Veröffentlichung im Internet, um so die Ergebnisse anderen Lerngruppen zur weiteren Bearbeitung und Weiterentwicklung zur Verfügung zu stellen. Grundidee des WebQuest-Konzeptes ist schließlich der Austausch und das Teilen von Wissen. Andere Lerngruppen sollen dazu angeregt werden, aufbauend aus den präsentierten Ergebnissen, eigene Projekte zu starten und zu veröffentlichen. Zusätzlich ist es aber auch denkbar, dass die Arbeitsergebnisse im Schulhaus auf Postern, Plakaten und Informationstafeln präsentiert werden. Es sind viele verschiedene Arten der Präsentation denkbar; zur möglichst weitreichenden Verbreitung und zum schnellstmöglichen Austausch von Wissen stellt hier aber das Internet wohl die effektivste Variante dar (vgl. MOSER 2008, S 41 f.).
Dies stellt die theoretische Grundlage des WebQuest-Modells dar. Um sich nun ein wirkliches Bild davon zu machen, wie WebQuests aussehen können, empfiehlt es sich, sich ein paar Beispiele anzuschauen.
Fazit
Wie gezeigt werden konnte, bringt das Web 2.0 zwar viele neue Möglichkeiten mit sich, erfordert aber gleichzeitig auch neue Kompetenzen, welche in der Schule thematisiert werden sollten. Das vorgestellte Modell des WebQuests stellt eine sehr effektive Methode dar, um den Umgang mit dem Internet zu üben und sich die erforderlichen Kompetenzen anzueignen. Aufbauend auf einer konstruktivistischen Lerntheorie werden die Schüler dazu angehalten, im Internet auf Entdeckungsreise zu gehen, wobei sie ihren Lernweg möglichst selbst gestalten. Der Lehrer ist nicht das Zentrum des Unterrichts, sondern die Schüler selbst; er nimmt vielmehr die Rolle eines Lernbegleiters ein, der die Schüler bei Problemen unterstützt und einen gewissen Rahmen vorgibt, der aber die Schüler weitestgehend bestimmen lässt, wohin die Reise gehen und auf welchem Weg das Ziel erreicht werden soll. So können die Schüler zu kompetenten Internetusern erzogen werden, die das Internet als ein weiteres Medium zur Informationsbeschaffung und als Arbeits- und Kommunikationsplattform nutzen können. Die Lehrer müssen bereit sein, die Kontrolle über das Unterrichtsgeschehen und insbesondere die Zielsetzung ein Stück weit aus der Hand zu geben.
Wichtig ist es auch, dass WebQuests nicht als Selbstzweck betrieben werden. Grundlegendes Ziel ist schließlich die Verbreitung und das Teilen von Wissen. Nur, wenn WebQuests im Rahmen des Web 2.0 durchgeführt werden, erfüllen sie ihren eigentlichen Zweck; und nur so erfahren die Schüler auch den eigentlichen Nutzen des Web 2.0, der darin besteht, mit anderen Informationen zu teilen. Wenn diese Voraussetzungen erfüllt werden, können WebQuests ein wertvolles Instrument zur Medienerziehung darstellen. Die Schüler erlernen den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet, erkennen, welche Quellen zuverlässig und relevant sind, und können das Internet als eine von vielen Informationsquellen nutzen; sie erkennen, wann es sinnvoll ist, im Internet nach Informationen zu suchen, und wann es vielleicht mehr Sinn macht, traditionelle Medien zu Rate zu ziehen. Zudem werden Sozialkompetenzen in der Gruppenarbeit verbessert und das eigenständige Arbeiten gefördert. Die Schüler bearbeiten Aufgaben im Unterricht nicht zum Selbstzweck, sondern um anderen Lerngruppen ihre Ergebnisse und Informationen zur Verfügung zu stellen. Somit erhält die Schülerarbeit einen Sinn über den Schulkontext hinaus.
Literatur
Moser, H. (²2008): Abenteuer Internet – Lernen mit WebQuests. Zürich: Verlag Pestalozzianum an der Hochschule Zürich.
Reich, K. (2012): Konstruktivistische Didaktik – Das Lehr- und Studienbuch mit Online-Methodenpool, 5. Aufl., Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
Internetquellen
Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen (o.J.): Was sind WebQuests? http://lehrerfortbildung-bw.de/unterricht/webquest/definition.html [26.05.2013]
Dodge, B. (1997): Some Thoughts about WebQuests, http://webquest.sdsu.edu/about_webquests.html [26.05.2013]
Brandl, W. (2006): Lernen als „konstruktiver“ Prozess: Trugbild oder Wirklichkeit? http://www.kvhs-osterode.de/aktuell/galerie/103/images/W.%20Brandl.pdf [26.05.2013]
Weiterführende Links
Videos zum Einsatz von WebQuests:
http://www.thirteen.org/edonline/concept2class/webquests/demonstration.html#classrooms
Eigene WebQuests kostenlos veröffentlichen:
http://www.easywebquest.ch/
Unterrichtsbeispiele:
http://www.webquests.de/materialien/beispiel.html
WebQuests für die Primarstufe
http://www.lehreronline.de/wqgrundschule.php?sid=43435015064882552536775267526780
WebQuest-Datenbank
http://www.webquest-forum.de/datenbank/datenbank.php
Labels / Tags:
e-learning,
Lehrer,
Lernen 2.0,
Medienerziehung,
Online Lernen,
Schule,
Schule 2.0,
Seminararbeiten,
Web 2.0,
WebQuest
Abonnieren
Posts (Atom)

