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Montag, 11. Juli 2016

Ratgeber Internet-ABC

Die Website "internet-abc wissen, wie´s geht!" ist ein Ratgeber, der Hilfestellung und Informationen über den sicheren Umgang mit dem Internet für Lehrkräfte, Eltern und Kinder zugleich bereitstellt. 


Auf der Seite für Lehrkräfte können Lehrpersonen Anregungen bzw. Material für ihren Unterricht finden oder sie finden hilfreiche Erläuterungen und Informationen, warum das Internet Thema in der Schule sein sollte und zeigt dies an Beispielen zu den Themen Datenschutz und Urheberrecht, Prävention und Aufarbeitung von Cybermobbing etc. Im Bereich Aktuelles wird über aktuelle Termine, Veranstaltungen und Initiativen berichtet.

Für Eltern:

Auch für Eltern hält die Website viele sicherlich hilfreiche Informationen bereit. Es werden Fragestellungen der Medienerziehung aufgearbeitet wie: "Wann und wie lange dürfen Kinder ins Internet?", "Welche Angebote sind hierfür geeignet und worauf sollte ich als achten?". Der Mediennutzungsvertrag bietet hierfür passende Hilfe und Anleitung. Eltern und Kinder können so aus voreingestellten Regeln und der Möglichkeit des Hinzufügens eigener Regeln einen gemeinsamen Vertrag ausarbeiten. Das Tool bietet Eltern also einen Anlass, sich über Erfahrungen auszutauschen und eine klare Vereinbarungen zu treffen.

Für Kinder:

Das Herzstück der Website bildet aber sicherlich der Bereich für Kinder. Über die interaktiven Lernmodule des Internet-ABC bilden die Kinder der Klassen 3 bis 6 sich selbstständig über das sichere Verhalten im Netz weiter. Die vertonten und jeweils einem Überthema zugeordneten Module bieten einen spielerischen Zugang zu den Themen und können sowohl im Unterricht als auch privat wunderbar genutzt werden. Über zahlreiche Übungen, Rätsel und Spiele werden die komplexen Inhalte kindgerecht vermittelt und vertiefen das Erlernte. Testen können die Kinder das Erlernte danach beim Surfschein. Wer das Spiel oder das Quiz erfolgreich durchläuft, ist fit fürs Netz und erhält den Internet-Führerschein zum Ausdrucken. Zu guter letzt finden die Kinder über den Hausaufgabenhelfer nützliche Link-Tipps für die Schule wie für den Freizeitgebrauch.

Wie man sieht, eine sehr umfangreiche und gut gestaltete Informationsquelle für Lehrer, Eltern und Kinder. Weitere Information und Euer eigenes Wissen überprüfen oder erweitern könnt Ihr jeweils unter den Absatzüberschriften oder alternativ über einen Artikel über Gefahren im Netz auf der Elternseite von "internet-abc Wissen wie´s geht!": Gefahren im Netz

Freitag, 18. März 2016

Lizenzhinweisgenerator von Wikimedia

Das Problem ist allgegenwärtig: Schöner sind Artikel mit Bildern, aber das Urheberrecht ist so kompliziert, dass wir lieber darauf verzichten. Immerhin gibt es seit einigen Jahren Creative Commons Lizenzen, die es erlauben, ein Bild zu verwenden, aber auch hier muss man korrekte Angaben machen, was die Lizenz betrifft. Nun gibt es - zumindest für die mehr als 30 Millionen Medien auf Wikimedia Commons - eine einfache Lösung, den Lizenzhinweisgenerator. Die Website selbst beschreibt das hilfreiche Tool folgendermaßen:
Diese Webseite soll Ihnen dabei helfen, Bilder aus Wikipedia und dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons einfach und rechtssicher nachzunutzen. Alle Bilder, die auf Wikipedia im freien Medienarchiv Wikimedia Commons veröffentlicht werden, sind zwar urheberrechtlich geschützt, stehen aber unter so genannten freien Lizenzen. Diese erlauben eine unkomplizierte Nachnutzung, wenn bestimmte Lizenzbedingungen eingehalten werden. Dafür ist kein gesondertes Einverständnis der Urheber erforderlich. Diese Anwendung soll dabei helfen, die erforderlichen Anforderungen an eine Nachnutzung einzuhalten und Hilfe bei der Verwendung frei lizenzierter Inhalte zu bieten. Dies funktioniert, indem ein Computerprogramm alle Informationen anzeigt, die zusammen in unmittelbarer Nähe zum nachgenutzten Bild abgedruckt bzw. angezeigt werden müssen. Dazu werden Sie durch einen kurzen Dialog geleitet, der Sie zur Art Ihrer individuellen Nachnutzung befragt. Nach Beantwortung dieser wenigen Fragen, können Sie schnell und einfach den entsprechenden Lizenzhinweis auf verschiedene Arten kopieren und in Ihre Veröffentlichung einbinden.
Eine feine Sache, wie das folgende Bild - übrigens das erste Katzenbild hier im Blog - samt vom Lizenzhinweisgenerator erzeugtem Lizenzhinweis zeigt:

Donnerstag, 5. März 2015

Urheberrecht - ein Überblick

Zum Thema Urheberrecht gibt es auf diesem Blog bereits viele Beiträge, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten befassen. Beispielsweise gibt es einen interessanten Beitrag zur Urheberrechtsdebatte, der hier zu finden ist. Ich möchte mich im folgenden Beitrag auf die Schwerpunkte Schule, Internet und dafür bedeutsame Paragraphen des Urheberrechts beschränken.

Heutzutage, da wir immer mehr auf Arbeiten mit technischen Hilfsmitteln und Computern setzen und es in Schule und Beruf zunehmend selbstverständlich ist, Präsentationen mit Hilfe der Technik zu erstellen, wird das Urheberrecht immer wichtiger und bedeutsamer.

Montag, 22. Dezember 2014

Bilder unter freier Lizenz nutzen - Erklärvideo und Checkliste

Dass man Bilder aus dem Internet nicht einfach für eigene Zwecke (z.B. für Präsentationen) verwenden darf, beginnt sich herumzusprechen. Zum Glück gibt es Bilder unter freier Lizenz (CC = Creative Commons), etwa bei Wikimedia Commons. Aber Vorsicht! Die Nutzung von Bildern mit einer CC-Lizenz will gelernt sein. Was man falsch machen kann und wie man das verhindert, erklärt das folgende rund 4-minütige Video von Jöran und Konsorten:



Die im Video angesprochene, 10 Punkte umfassende Checkliste findet man hier. Das Video wurde übrigens beim Wett­be­werb "Videos für Wikipedia-Artikel" (VWA) in der Kate­go­rie Ani­ma­tion mit dem Preis der Jury aus­ge­zeich­net.

Sonntag, 30. November 2014

Gefahren für Kinder und Jugendliche im Internet - ein kurzer Überblick

Es gibt viele Gefahren für Kinder und Jugendliche im Internet, da diese oft nicht ausreichend über ihre Handlungen im Internet nachdenken und häufig auch die Wirkung des World Wide Web unterschätzen. Deswegen ist es von großer Bedeutung, dass die Mediensozialisation von vielen Seiten unterstützt wird. Im folgenden werden in einem kurzen Überblick einzelne Gefahren aufgezeigt, und am Ende werden Möglichkeiten genannt, wie die Gefahren minimiert bzw. das Wissen über diese verbessert werden kann.  

1. Datenschutz
Das Internet kann dazu verleiten, persönliche Daten preiszugeben, die man im realen Leben nie fremden Menschen erzählen würde. Die Anonymität wirkt auf Kinder und Jugendliche oft so, dass einem keiner etwas kann. Das ist ein großer Denkfehler. Häufig veröffentlichen sie ihre komplette Adresse, ihre Telefonnummer oder geben andere Daten, zum Beispiel den Name ihrer Schule preis.
 
           

2. Schuldenfalle
Viele Internetseiten sind so aufgebaut, dass sie verführerisch und verlockend für Kinder sind. Mit nur einem Klick ist das Wunschprodukt bestellt. Die Kosten und die damit verbundenen Verpflichtungen stehen nur im Kleingedruckten. Ein weiteres Problem sind Verpflichtungen wie Abos oder Jahresverträge, bei denen dann meist sehr hohe Kosten anfallen.

3. Mobbing
Die scheinbare Anonymität und die einfache Möglichkeit zur Verbreitung von Videos und Informationen machen Mobbing leicht möglich. Auch können recht harmlose Scherze zu üblem Mobbing werden, wenn sich andere Personen in die Hetze einklinken. 

4. Sucht
Das Internet und besonders anspruchsvolle Spiele, die mit Abenteuern und Spannung verbunden sind und meistens mit anderen Spielern gespielt werden, führen dazu, dass das Internet zur Sucht werden kann. Die Kinder und Jugendliche überblicken oft nicht mehr, wie lange sie schon am Spielen sind, bis sie merken, dass sie ohne das Spiel nicht mehr leben können. 

5. Ungeeignete Inhalte
Im Internet sind die meisten Seiten recht leicht zugänglich. Kinder und Jugendliche gelangen einfach und manchmal auch unbeabsichtigt auf Seiten, in denen gewaltverherrlichende oder pornografische Inhalte zu sehen sind. Viele dieser Seiten sind auch auf Pausenhöfen weit verbreitet, und es gilt manchmal sogar als Mutprobe, sich diese Filme anzusehen.

6. Copyrightverletzungen
Jugendliche und Kinder machen sich häufig keine Gedanken über Inhalte wie Videos, Musik und Bilder, die sie aus dem Netz herunterladen. Sie benutzen sie weiter und schicken sie teilweise auch Freunden zu. Die Gefahr, dass das Urheberrecht verletzt wird, ist hier sehr groß, ebenso, dass illegale Inhalte heruntergeladen werden, was strafbar ist.  

7. Wahrheit! – Wahrheit?
Für Kinder und Jugendliche ist es oft nicht ersichtlich, welche Inhalte aus wissenschaftlichen oder vertrauensvollen Quellen kommen und welche nicht. Es wird nicht mehr überprüft, wie groß der Wahrheitsgehalt der Internetseite tatsächlich ist.

Ansätze, wie die Gefahren minimiert werden können, gibt es schon viele:

Montag, 23. Juni 2014

Urheberrecht im Bereich digitaler Medien für Lehrkräfte

Was ist erlaubt?

Im Themendossier Urheberrecht auf klicksafe.de heißt es:
Nicht alles, was möglich ist, ist auch erlaubt. Wer sich mit den rechtlichen Grundlagen nicht auskennt oder sich hierüber nicht informiert, geht oft gefährliche (Haftungs-)Risiken ein. Die einfache Bedienbarkeit von Online-Technologien kann vor diesem Hintergrund tückisch sein. Jeder, der Inhalte online bereitstellt, sollte sich bewusst sein, dass sie in der Regel in aller Welt gesehen und genutzt werden können. Es ist daher oft ein Leichtes, Rechtsverletzungen aufzuspüren und zu verfolgen. Deshalb ist Vorsicht und ein Mindestmaß an Rechtskenntnis geboten, wenn man im Internet und im Web 2.0 aktiv werden möchte. Dies gilt vor allem, wenn man fremde Inhalte, persönliche Informationen oder Bilder von Dritten online stellen will. Denn das Recht macht vor dem Internet nicht halt. Im Gegenteil: Die Gefahr, für Urheberrechtsverletzungen im Internet belangt zu werden, ist groß.
Da es für die unterschiedlichen Medien unterschiedliche Richtlinien zum Gebrauch bzw. zur Vervielfältigung dieser gibt, muss immer im Einzelfall überprüft werden, ob die Medien im Unterricht eingesetzt werden dürfen. Hinweise zum richtigen Umgang mit verschiedenen Medien gibt es hier:
Was muss beim Hochladen beachtet werden? (Link)

Aus rechtlicher Sicht ist die Nutzung von Tauschbörsen gefährlich und wird von der Unterhaltungsindustrie rigoros verfolgt. Viele Dateien, die in den Tauschbörsen angeboten werden, verletzen das Urheberrecht. Deshalb gilt: Vorsicht vor Tauschbörsen!

Was gilt es zu tun, wenn man dennoch eine Abmahnung erhält? (Link)

Weitere Informationen:

Sonntag, 21. Oktober 2012

Guter Aufsatz zur Urheberrechtsdebatte

Zu den am meisten (und leider etwas zu hitzig) diskutierten Themen der "Netzpolitik" zählt das Urheberrecht, weswegen wir an dieser Stelle immer wieder zu dieser Thematik gepostet haben. Wer sich in vertretbarer Zeit einen ausgewogenen Überblick über diese Debatte verschaffen will, dem sei der hervorragende Aufsatz von Anne Lauber-Rönsberg in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" (APuZ) empfohlen: "Raubkopierer und Content-Mafia: Die Debatte um das Urheberrecht". Ein kleiner Appetithappen:
"Die aktuelle Debatte dreht sich im Kern darum, wie umfangreich die Rechte der Urheber ausgestaltet sein müssen, damit das Urheberrecht seine Anreiz- und Belohnungsfunktion optimal erfüllen kann, und in welchem Ausmaß das Urheberrecht zugunsten der Nutzer eingeschränkt werden sollte. Dabei ist es sicherlich nicht zutreffend, dass ein besonders starkes Urheberrecht zwangsläufig zu mehr Kreativität und Innovation führt. Während ein zu starker Schutz neuem kreativem Schaffen im Wege steht und damit zu Innovationsblockaden führt, übt ein zu schwacher Schutz eine zu geringe Anreizfunktion aus. Die zentrale Frage ist also, wie im gesamtgesellschaftlichen Interesse ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Rechtsinhaber- und Nutzerinteressen erreicht wird."

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Unterrichtsmaterial zu Medienkompetenz von Microsoft

Gestern haben wir an dieser Stelle das neue Jugendschutz-Center von Google vorgestellt. Damit wandelt der Internetriese auf den Spuren von Microsoft, denn Microsoft stellt schon seit einiger Zeit Materialien zur Schulung von Medienkompetenz und zur Erhöhung der Sicherheit beim Surfen zur Verfügung. Gebündelt finden sich die Unterrichtsmaterialien auf der Microsoft-Website "Sicherheit macht Schule". Nach drei Alterstufen untergliedert erhält man komplette Unterrichtseinheiten inklusive der notwendigen Materialien - ein empfehlenswertes Angebot. Direkt zu den Unterrichtsideen geht es hier...


Mittwoch, 12. September 2012

Wolfgang Blau zum Urheberrecht im digitalen Zeitalter

Wolfgang Blau, Chefredakteur von Zeit online, hat bei einer Veranstaltung der Grünen eine wohltuend unaufgeregte und unbedingt empfehlenswerte Rede zum Urheber- und Leistungsschutzrecht gehalten. Dabei verwendet er mit Buchdruck und Eisenbahn (sowie den ersten, heute lächerlich anmutenden Warnungen davor) zwei Analogien, die ich ebenfalls in meinen Seminaren immer wieder gerne anführe, um den Blick dafür zu schärfen, was heute an Reaktionen angesichts der digitalen Revolution möglicherweise ebenfalls später als übertriebene Angst belächelt werden wird (Stichwort: "digitale Demenz").

Hinweis: Lassen Sie sich von der anfänglich schlechten Tonqualität nicht abschrecken. Sie wird ab 3:33 min besser...


Mittwoch, 29. August 2012

"Leistungsschutzrecht" heute im Kabinett

In aller Welt schüttelt man den Kopf angesichts des geplanten "Leistungsschutzrechts" in Deutschland. Worum es dabei geht, erklärt der "Elektrische Reporter" im folgenden Video:


Montag, 2. Juli 2012

brandeins 07/2012: Schwerpunkt Digitale Wirtschaft

"Geld verdienen im Netz" - so ist die aktuelle Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brandeins überschrieben. Im Rahmen des Schwerpunkts "Digitale Wirtschaft" finden sich eine Reihe äußerst lesenwerter Artikel, u.a. ein ausführliches Interview mit dem Rechtswissenschaftler Thomas Hoeren zum Urheberrecht, Informationen zu den wichtigsten Verwertungsgesellschaften (GEMA, VG Wort, ZPÜ, GEZ), Artikel zur Zukunft des Journalismus im digitalen Zeitalter und "Sieben Anmerkungen zum kollektiven Wahnsinn namens Urheberrechtsdebatte". Dieser Text von Peter Lau steht auch online zur Verfügung...

Freitag, 27. April 2012

Clay Shirky warnt vor SOPA

Das Urheberrecht im digitalen Zeitalter wird (nicht zuletzt dank der Piraten) nun auch bei uns intensiver diskutiert. Wir haben in diesem Semester kein Referat zu diesem außerordentlich bedeutsamen Thema. Umso wichtiger ist es, dass Sie einen Blick darauf werfen, was in diesem Blog in den letzten Semestern zum Thema Urheberrecht zusammengetragen wurde. Darüber hinaus empfehle ich den folgenden TED Talk von Clay Shirky, der übrigens der Autor von einem der besten Bücher ist, das es über das Web 2.0 bzw. Social Web gibt ("Here Comes Everybody"):


Urheberrecht im Internet

In der ersten Sitzung in diesem Semester sind wir ja zu dem Schluss gekommen, dass das Urheberrecht im Internet an der ein oder anderen Stelle reformiert bzw. verbessert werden sollte.
Hier ein aktueller Beitrag mit interessanten Zahlen und Fakten.

Es handelt sich gleich um den ersten Beitrag.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/nachrichten/#/beitrag/video/1624970/ZDF-heute-journal-vom-20-April-2012

Mittwoch, 1. Februar 2012

"Das Web 2.0 ist bald Geschichte"

MdB Ansgar Heveling (CDU) hat am 30.01.2012 im Handelsblatt einen Gastkommentar veröffentlicht, der seitdem große Wellen schlägt: "Netzgemeinde, ihr werdet den Kampf verlieren". Im Kern geht es in dem - milde ausgedrückt - etwas ungeschickt formulierten Pamphlet um die Frage des Urheberrechts im digitalen Zeitalter, einem wichtigen Thema, dem wir uns an dieser Stelle immer wieder angenommen haben (z.B. hier und hier). Die Kernaussage lautet: "Die Idee des geistigen Eigentums ist im Netz in Gefahr."

Es lohnt sich unbedingt, diese Debatte zu verfolgen. Im Handelsblatt selbst sind mehrere Repliken erschienen, so z.B. der Artikel "Kulturkampf? Könnt ihr haben!" von Frank Rieger, dem Sprecher des Chaos Computer Clubs, und ein Gastbeitrag des bedeutendsten Vordenkers zum Thema Urheberrecht, Lawrence Lessig, der wie auch Rieger im Titel seiner Replik die martialische Sprache Hevelings aufnimmt: "Der Vietnam-Krieg des Internets".

Mittwoch, 16. November 2011

Explosion des Wissens

Da wir uns in der kommenden Sitzung mit dem Thema Wikipedia bzw. dem Einsatz eines Wikis im Alltag beschäftigen, habe ich mal einen Spiegel-Artikel rausgekramt, der sich mit der Wissensexplosion in Deutschland beschäftigt und einen Vergleich mit England zieht. Gerade den Aspekt des Zugangs zum Wissen finde ich sehr interessant (Urheberrecht). Des Weiteren könnte man auch einen Vergleich zu China bemühen. Die Frage ist, ob Wikipedia auch in der Lage ist, eine ähnliche Revolution zu vollziehen, denn gerade die naturwissenschaftlichen Artikel sollen gemäß der Literatur einen hohen Grad an Verlässlichkeit besitzen. Diskussion erwünscht.

Montag, 3. Oktober 2011

Praxistipps: Fotos veröffentlichen

An dieser Stelle haben wir uns unter der Überschrift "Gefahren des Web (2.0)" schon mehrfach mit dem Thema Urheberrecht auseinandergesetzt (z.B. hier und hier). Dazu zählt natürlich auch das Recht der Fotografin an ihrem Bild. Will man Fotos in Blogs oder auf der Schulhomepage veröffentlichen, ist allerdings noch weitaus mehr zu berücksichtigen, nämlich das Recht am eigenen Bild der auf dem Foto abgebildeten Person(en).

Diese Thematik ist auch deshalb bedeutsam, weil vielen Fällen von Cybermobbing (so auch in dem im Rahmen dieses Blogs analysierten Film Netzangriff) die Veröffentlichung von Fotos anderer Personen zugrundeliegt.

Der #pb21-Blog widmet dem Thema zwei Postings, die zusammengefasst und praxisnah die Rechtslage darlegen und anhand von Beispielfotos verdeutlichen, wann man ein Foto veröffentlichen darf und wann nicht:

1) Das Recht am eigenen Bild, Teil I: Die Theorie ...mehr
2) Das Recht am eigenen Bild, Teil II: Die Graustufen der Praxis ...mehr




In diesem Fall ist es denkbar einfach: Fotografiert habe ich selber und Personen sind keine zu sehen - ergo: Das Foto darf veröffentlicht werden...

Mittwoch, 31. August 2011

Urheberrecht 2.0

Die Anpassung des Urheberrechts an das Zeitalter des Web (2.0) zählt zu den schwierigeren Materien, wie sich auch am Zwischenbericht der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestags zu diesem Arbeitsfeld zeigt. Eine erste Bewertung der Ergebnisse findet sich im IUWIS-Blog.

Wer sich intensiver in die Thematik und in die politischen Debatten um das Urheberrecht einarbeiten möchte, dem bietet die Dokumentation der Arbeit in der Enquete-Kommission zahlreiche Anhaltspunkte. Ausgehend von der Website der Projektgruppe Urheberrecht im Rahmen der Enquete-Kommission findet man beispielsweise alle Tagesordnungen und Protokolle der Sitzungen als pdf.

Während sich das recht schnell als etwas dröge erweist, sind die ebenfalls dort zur Verfügung stehenden Materialien zu ausgewählten Themen interessant. Sie bieten jeweils kurze Zusammenfassungen zu strittigen Themen, so z.B.

Die siebte Sitzung der Enquete-Kommission am 29.11.2010 war eine öffentliche Anhörung zum Thema „Entwicklung des Urheberrechts in der digitalen Gesellschaft“. Sie ist umfassend dokumentiert, beispielsweise mit einem knapp 3,5-stündigen Video. Auf der entsprechenden Website findet man auch - und das lohnt die Lektüre - alle Stellungnahmen der Sachverständigen als pdf.

Unter dem Titel "Copy.Right.Now!" hat die Heinrich Böll Stiftung einen hervorragenden Sammelband zum Thema veröffentlicht, den man sich ausgehend von dieser Seite komplett als pdf herunterladen kann und sollte. Er enthält u.a. die folgenden beiden Aufsätze:
  • Lawrence Lessig: Aus Liebe zur Kultur - Google, das Urheberrecht und unsere Zukunft
  • Till Kreutzer: Den gordischen Knoten durchschlagen - Ideen für ein neues Urheberrechtskonzept

Wer sich kurz und praxisbezogen informieren will, dem sei die kürzlich (23.-30.08.2011) veröffentlichte Serie von drei Postings auf dem #pb21-Blog empfohlen. Unter der Überschrift "Creative Commons als Urheberrecht 2.0?" widmen sich die drei Teile den folgenden Themen:
  • Teil 1: Die Grundlagen
  • Teil 2: Warum sollte ich meine Werke 'umsonst' zur Verfügung stellen?
  • Teil 3: CC-Inhalte für die Bildungsarbeit nutzen

Samstag, 16. Juli 2011

BpB: Dossier zum Urheberrecht

Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet in ihrem Internetauftritt ein interessantes Dossier zum Thema Urheberrecht an. Themen sind u.a.:

Bis hierher - und nicht weiter? Wie das Urheberrecht unser Leben beeinflusst (Till Kreutzer)
Geschichte des Urheberrechts (Robert Gehring)
Urheberrecht heute (Till Kreutzer)

Außerdem sind in der Schriftenreihe der BpB zwei einschlägige Sammelbände erschienen:

Wissen und Eigentum
Urheberrecht im Alltag

Beide Bücher können ausgehend von dieser Seite als pdf heruntergeladen werden. Alle Texte in den Büchern unterliegen der Creative Commons-Namensnennung-Keine Bearbeitung-Lizenz 2.0 Deutschland. Das heißt, sie können bei Namensnennung der Autorin oder des Autors vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden. Sie dürfen aber nicht bearbeitet werden.

Hinzu kommt die Monographie von Volker Grasmuck:

Freie Software. Zwischen Privat- und Gemeineigentum (Website mit dem Inhalt des Buches)

Weitere Literatur zum Thema (teilweise im Volltext zugänglich) und eine kommentierte Linkliste runden das Dossier ab.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Urheberrecht und Datenschutz in der Schule

Die baden-württembergische Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen hat auf Ihrer Website einen eigenen Bereich für die Probleme, die an Schulen im Zusammenhang mit Datenschutz und Urheberrecht auftreten können, eingerichtet. Die URL lautet http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/index.htm.