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Montag, 13. Mai 2024

Wahlbeeinflussung durch generative KI - Deep Fakes

Generative Künstliche Intelligenz und Deep Fakes werden zunehmend im Wahlkampf eingesetzt, um manipulative Inhalte zu erstellen. Generative KI ermöglicht es politischen Parteien, mit Hilfe von Algorithmen und Datenanalysen maßgeschneiderte Botschaften an Wähler zu senden. Durch den Einsatz generativer KI können politische Kampagnen effektiver gestaltet werden, da sie in der Lage sind, gezielt auf die Bedürfnisse und Anliegen der Wähler einzugehen. Darüber hinaus können KI-generierte Inhalte auch dazu beitragen, die Reichweite von Wahlkampagnen zu erhöhen und das Engagement der Wähler zu steigern.

Allerdings birgt der Einsatz generativer KI im Wahlkampf auch ethische Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Datenschutz und Manipulationsmöglichkeiten. Es ist daher wichtig, dass politische Parteien transparent über den Einsatz dieser Technologie informieren und sicherstellen, dass sie im Einklang mit geltenden Datenschutzbestimmungen steht.

Was sind eigentlich Deep Fakes? Das sind gefälschte Videos oder Audiodateien, die mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Diese Technologie ermöglicht es, das Gesicht und die Stimme einer Person in einem Video so zu manipulieren, dass sie etwas sagt oder tut, was sie tatsächlich nicht gesagt oder getan hat. Der Einsatz von Deep Fakes im Wahlkampf stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Demokratie dar, da sie die Möglichkeit bieten, falsche Informationen zu verbreiten und das öffentliche Meinungsbild zu manipulieren.

Es ist daher entscheidend, dass politische Parteien und Wähler gleichermaßen wachsam und sich bewusst sind, dass Deep Fakes existieren und potenziell zur Desinformation genutzt werden können. Um den Missbrauch von Deep Fakes im Wahlkampf einzudämmen, ist es wichtig, dass Regierungen und Plattformen Maßnahmen ergreifen, um die Verbreitung gefälschter Inhalte zu bekämpfen und die Öffentlichkeit über die Risiken aufzuklären.

Darüber hinaus sollten Medienkompetenzprogramme entwickelt werden, um Wähler dabei zu unterstützen, gefälschte Inhalte zu erkennen. Wir müssen lernen, mit ihnen umzugehen: Zusätzliche Quellen checken und hinterfragen, ob jemand so etwas tatsächlich so sagen würde. Deep Fakes sorgen dafür, dass Wahrheitsfindung ab jetzt noch viel schwieriger wird.

Passend dazu lief am 8. Mai 2024 im ZDF eine Dokumentation: "Kann KI Wahlen beeinflussen?" Doku | Die Spur: Mithilfe künstlicher Intelligenz wird versucht, Wahlen zu beeinflussen. Im Superwahljahr 2024 wächst die Gefahr für die Demokratie. Wer steckt hinter manipulierten Bildern und Stimmen? https://www.zdf.de/dokumentation/die-spur/europawahl-wahlkampf-ki-desinformation-100.html

Donnerstag, 5. Mai 2022

Kurzdoku zum Thema Deep Fakes

Arte bietet eine Kurzdoku (30 min) zum Thema Deep Fakes, KI und synthetische Medien an. Die Doku analysiert die potenziellen Möglichkeiten sowie Chancen und Gefahren. Zumindest für mich waren da noch einige neue Infos dabei. Vielleicht geht es ja noch jemand so...

Donnerstag, 28. April 2022

This face does not exist // Dieses Gesicht gibt es nicht

"Die Augen sind das Tor zur Seele" - sagt man. Aber auch sonst ist das Gesicht eines der Körperteile, das wie kaum ein anderes gehegt, gepflegt und geschmückt wird. Völlig logisch, denn der erste Eindruck, den wir von anderen Menschen haben, wird maßgeblich vom Gesicht bestimmt! Zudem können wir inzwischen sogar "mit unserem Gesicht bezahlen" - zumindest wenn wir es dazu nutzen, unser Handy zu entsperren.

"Ein Blick sagt mehr als tausend Worte". Auch deshalb stören viele Menschen beispielsweise die Sozialen Medien oder auch der Mund-Nasen-Schutz (kurz: Maske), da sie diese Blicke, die feine Mimik, zunehmend unsichtbar machen. Das Gesicht ist also wichtig, wenn nicht sogar identitäts- oder persönlichkeitsstiftend!

Im Jahr 2019 ging eine Website namens this-person-does-not-exist.com online und hat ziemlich für Wirbel gesorgt. Es ist nämlich dem Grafikkarten-Hersteller NVidia gelungen, einer künstlichen Intelligenz anzutrainieren, realistische und neue, eigentlich nicht existente Gesichter zu schaffen. Das ganze Projekt sollte lediglich dabei helfen, die Performanz der Grafikkarten zu verbessern. Die Ergebnisse sind beeindruckend - auch wenn es immer noch Bildfehler gibt. Wenn man jedoch nicht genau darauf achtet, fallen diese inzwischen kaum mehr auf - die künstliche Intelligenz hat bereits viel dazugelernt.

Quelle: 28.04.2022 von www.this-person-does-not-exist.com; eigene Zusammenstellung
 
Die Ergebnisse sind aber auch beängstigend, denn sie zeigen, dass wir zusehends in einem Zeitalter ankommen, in dem man nicht einmal mehr den eigenen Augen trauen kann. So müssen sich beispielsweise Bot-Armeen nun nicht einmal mehr bei Profilen von existierenden Menschen bedienen...
 
Wer sich selbst testen will, kann das unter whichfaceisreal.com tun. Hier werden jeweils ein echtes und ein von der künstlichen Intelligenz erzeugtes Gesicht nebeneinandergestellt. Die Aufgabe: erkennst du das echte?

Quelle: Screenshot 28.04.2022 von www.whichfaceisreal.com

Sonntag, 19. Juli 2020

TED Talk: How deepfakes undermine truth and threaten democracy


In ihrem TED Talk spricht Danielle Citron über die Gefahren von „Deep Fakes“, also sehr gut gemachten, extrem echt aussehenden, aber gefälschten Videos, Fotos und sogar Audiodateien, und wie sie eingesetzt werden, um Menschen einzuschüchtern, zu mobben oder an den Pranger zu stellen. Ganz besonders passiert dies Menschen, die die Mächtigen in einem Land kritisieren, die Korruption offenlegen oder Machtmissbrauch thematisieren. Besonders häufig, so Citron, soll dies Frauen passieren und ganz besonders häufig Frauen aus Minderheitengruppen.

In einem Beispiel spricht sie von einer indischen Journalistin, die in Indien einen Korruptionsskandal aufgedeckt hat und die dafür feststellen musste, dass von ihr ein gefälschtes Sex-Video erstellt wurde. Ein Deep Fake. Die beruflichen und persönlichen Folgen waren enorm für sie, da viele Menschen bereit waren, lieber dem Video aus dem Internet zu glauben als einer anerkannten und qualifizierten Journalistin. Die Sensationsgier war einfach größer als die Vernunft, die einem sagen müsste, dass eine solche Frau kein solches Video erstellt hat (und selbst wenn, wen ginge es etwas an?).

Citron geht dann dazu über, darüber zu sprechen, was nun zu tun sei, um der Problematik von Deep Fakes Herr zu werden. Dazu macht sie drei Dimensionen auf. Zunächst fordert sie, die Gesetze zu ändern, denn Gesetze sind für die Gesellschaft Richtschnüre, wie man sich verhalten soll, was in Ordnung ist und was nicht. Zweitens spricht sie darüber, dass die Gesellschaft widerstandsfähiger werden und sich bewusst werden muss, dass die Wahrheit aktiv verteidigt werden muss. Drittens sollen wir bilden und aufklären, damit Menschen mit dem nötigen Wissen beurteilen können, ob das, was sie da gerade sehen, der Wahrheit entspricht oder ob hier jemand versucht, die Öffentlichkeit anzulügen.

Mittwoch, 8. Januar 2020

Deep Fake

Unter Deep Fake versteht man die Möglichkeit, mit Hilfe künstlicher Intelligenz authentisch wirkende Bilder zu erstellen, die es aber nicht sind. Dabei werden Gesichter von Personen durch andere Gesichter ersetzt. Diese Technik wurde auch schon in Hollywood-Filmen genutzt und ist an sich nichts Ungewöhnliches. Normalerweise wurden für die Face Swaps aber Experten in den Bereichen Schnitttechnik und CGI benötigt. Deep Fakes erstellt der Computer aber nun selbst.

Der Name Deep Fake entstand erstmals durch die Plattform Reddit, auf der ein Nutzer Videos postete, in denen die Gesichter von berühmten Frauen auf die Körper von Pornodarstellerinnen hineingerechnet wurden. Das Video wurde nach kurzer Zeit von der Plattform verbannt, doch bis dahin existierte schon die neue Software, FakeApp, die es NutzerInnen bereits ermöglichte, Gesichter von Personen durch andere auszutauschen.

Deep Fakes basieren auf dem sogenannten Deep Learning, dies ist eine Form des Machine Learning. Der Gesichtertausch bei Deep Fakes erfolgt über Algorithmen, diese werden mit sehr vielen Bild- oder Videodateien gefüllt. Umso mehr Bildmaterial und Blickwinkel der Algorithmus erhält, desto realistischer wird das Ergebnis.






Literatur: