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Freitag, 26. Mai 2023

Medienkonsum bei Kindern

In meiner Zeit als Bedienung in einem Restaurant ist mir eine Sache immer deutlicher aufgefallen - der Medienkonsum bei Kindern. Wenn ich gedanklich in meine Kindheit zurückreise, kann ich mich kaum an einen Besuch im Restaurant erinnern, der ohne die Frage an die Bedienung nach Malsachen verlief. Diese Frage wurde mir nicht sehr häufig gestellt. 

Nach meinen Beobachtungen laufen die meisten Restaurantbesuche von Familien heutzutage nach dem gleichen Schema ab. Nachdem die Getränke und das Essen bestellt wurden, bekommen die Kinder ein Tablet oder ein Smartphone in die Hand gedrückt und Kopfhörer aufgesetzt. Wenn das Kind das digitale Endgerät zum Essen zur Seite legt, kann von einem Ausnahmefall gesprochen werden. Dieses Bild hat mich wirklich schockiert und auch traurig gemacht. Keine Gespräche zwischen Eltern und Kindern. Das Essengehen bestand aus swipen, tippen und dem Starren auf einen Bildschirm - und das ist nur ein Beispiel aus dem Alltag der Kinder.

Hiermit möchte ich nicht sagen, dass ich digitale Medien nicht ausstehen kann. Im Gegenteil. Ich finde es erstaunlich, wie fit Kinder im Bereich "Medien" sind. Nahezu jedes Grundschulkind weiß, wie man ein Tablet beziehungsweise ein Smartphone bedient. Auch Lernapps oder der sinnvolle Einbezug von digitalen Medien im Unterricht kann eine Bereicherung sein. Dennoch bin ich der Meinung, dass hier viel Aufklärung im Bereich "gesunder Medienkonsum" sowohl bei Kindern wie auch - und das ist für mich der entscheidende Punkt - bei ihren Eltern. Zusätzlich sollte auch in der Schule die Medienerziehung eine große Rolle spielen. Bei meiner Recherche zu dieser Thematik bin ich auf folgende interessante Artikel gestoßen:

Zusätzlich möchte ich noch auf die Internetseite "Schau hin" verweisen. Diese wurde auch schon in mehreren Beiträgen hier im Blog erwähnt und vorgestellt:

Mittwoch, 4. Mai 2022

Medienkompetenz für weiterführende Schulen

Medien bieten Materialien für einen modernen Unterricht. Genau dort setzt die ARD mit dem umfangreichen Angebot „Medienkompetenz für weiterführende Schulen“ an. Es richtet sich an Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen und weitere Interessierte. Ziel ist es, mediale Herausforderungen mit Spaß zu meistern.

Digitale Medien und ihre Inhalte den eigenen Bedürfnissen und Zielen entsprechend zu nutzen, ist eine Kompetenz, die für Jugendliche und Kinder in der heutigen Welt nicht wegzudenken ist. Der sinnvolle Umgang mit Medien soll Kindern und Jugendlichen ermöglichen, selbst in der Medienwelt aktiv zu werden, sich einen Überblick und dabei gleichzeitig eine kritische Distanz zu digitalen Angeboten und Inhalten zu verschaffen.

Kinder und Jugendliche bringen Medienerlebnisse und Medienerfahrungen meist in die Schule mit ein, unabhängig davon, ob diese erwünscht sind oder nicht. Kinder sind fasziniert von medialen Angeboten, mit denen sie aber aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes nicht alleingelassen werden dürfen und zusätzliche medienpädagogische Unterstützung brauchen.

Grundsätzlich kommen Kinder mit vielfältigen Medienerfahrungen in die Schule und besitzen bereits medienspezifisches Wissen und Verhalten, das sie durch alltägliche Situationen in ihrer Familie erlernen. Diese Erfahrungen reichen jedoch nicht für eine umfassende Medienkompetenz aus, die durch eine gezielte Medienerziehung ergänzt werden muss.

Zudem sollen Kinder dazu befähigt werden, sich sicher in den medialen Welten zu bewegen und eine Balance zwischen direkten und medienvermittelten Erfahrungen zu finden - kurz gesagt: sich Medienkompetenz anzueignen. Medienkompetenz bedeutet somit ein bewusster und besonders verantwortungsbewusster Umgang mit Medien.

Dazu gehört das Wissen, wie man die eigenen Bedürfnisse mit Medien erfüllen kann, aber auch das kritische Hinterfragen der Medien und des eigenen Nutzungsverhaltens. Die Selbstständigkeit, die im Umgang mit Medien gefördert werden soll, ist ein Ziel der Medienerziehung. Es sollte die Fähigkeit entwickelt werden, mit ihnen umgehen zu können, sie anzuwenden, kritisch zu bewerten und eventuell auch selbst zu gestalten.

Aufgrund der Quantität des Medienkonsums in der heutigen Zeit, ist es sinnvoll, dass Lehrpersonen das Thema in der Schule behandeln und Medien integrieren. In der Theorie sollte daher versucht werden, alle möglichen Medien zu behandeln, damit die Schüler ein objektives, kritisches Bewerten und Beurteilen der einzelnen Medien und deren Botschaften erlernen und fähig sind, diese unterschiedlich zu interpretieren.

Da Medien einen indirekten Einfluss auf das Werte- und Normensystem der Schülerinnen und Schüler haben, ist es mittlerweile verpflichtend, Medienerziehung in der Schule zu thematisieren und zu behandeln. Medienerziehung ist den Lehrern zwar vorgeschrieben, dennoch ist die Umsetzung der Thematik recht offen gelassen. Dies hat einerseits den Vorteil, dass der Lehrer sich aussuchen kann, auf welches Medium sich bezogen wird, andererseits kann dies aber auch Nachteile haben.

Komplexe Medien, die nicht ohne intensive Vorbereitungen und Planung zu behandeln sind, geraten schnell in den Hintergrund. Produktionsorientierte Unterrichtseinheiten machen vielen Lehrern immer noch Angst. Fehlende Ausrüstung, zu wenig Erfahrung in dem Bereich sowie zu hoher Arbeitsaufwand hindern Lehrer oftmals daran, mit selten angewandten Medien zu experimentieren.

Mehr Informationen findet ihr unter https://www.ard.de/die-ard/medienkompetenz/Medienkompetenz-fuer-weiterfuehrende-Schulen-100

Hilfestellung für Vermittlung von Internetkompetenz - Internet-ABC

Der gemeinnützige Verein Internet-ABC, dem alle Landesmedienanstalten Deutschlands angehören, hat eine Website erstellt, auf der spielerisch ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Internet erlernt werden soll. Die Inhalte richten sich an Kinder von fünf bis zwölf Jahren, Eltern und Pädagog*innen. Es gibt drei verschiedene Bereiche, einen für Kinder, einen für Eltern und einen für Lehrkräfte.

Im Bereich für Kinder gibt es zum Beispiel Lernmodule mit zusätzlichem Material für den Unterricht im Bereich für Lehrkräfte, welche in der Schule gemeinsam genutzt und bearbeitet werden können. Hierbei wird den Kindern gezeigt, wie das Internet funktioniert und was sie im Umgang damit beachten müssen. Allgemein wird mit der Seite versucht, Kindern und Erwachsenen beim Erwerb und der Vermittlung von Internetkompetenz eine Hilfestellung zu bieten: https://www.internet-abc.de/

Samstag, 30. April 2022

Wo ist Goldi? - Medienkompetenz für Kinder per Spiele-App

Medien- und Digitalkompetenz sind in der digitalen Transformation unserer Gesellschaft von immenser Wichtigkeit. Kinder benutzen digitale Endgeräte, weswegen es unabdingbar ist, ihnen den sicheren Umgang mit digitalen Medien bereits früh zu vermitteln.

Das Bayrische Staatsministerium für Digitales hat eine App namens „Wo ist Goldi?“ entwickelt, die Kindern Medien- und Digitalkompetenz näherbringen soll. Die Kinder können auf spielerische Art und Weise die verschiedenen Gefahren der digitalen Medien erleben. Die Handlung des Spiels ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt und in jedem einzelnen Kapitel werden verschiedene Gebiete rund um das Thema digitale Medien angesprochen. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die App auch ohne Internetverbindung funktioniert und auch keine Internetverbindung zum Laden der Spielstände benötigt wird.

Die Digital- und Medienkompetenz der Menschen früh zu fördern, ist besonders in Zeiten von Desinformationen (Fake News), Filterblasen und Echokammern wichtig. Doch oft ist es schwer herauszufinden, wie genau man diese Kompetenzen am effektivsten vermitteln kann. Der Ansatz des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales, Kindern diese Kompetenzen spielerisch per App zu vermitteln, scheint ein Schritt in die richtige Richtung zu sein, und eventuell können die Kinder sich für die Inhalte sogar mehr motivieren als im Frontalunterricht, da Spiele-Apps schließlich Spaß machen.

Ich persönlich befürworte dieses Projekt sehr, und wer sich noch mehr über dieses Thema informieren möchte, der kann sich die Pressekonferenz zum Launch der App angucken.

Ein Führerschein für alle

https://www.medienfuehrerschein.bayern/mediabase/pdf/MedienkompetenzKleinsten_modul_129.pdf.

Wir alle beginnen frühstens mit 14 Jahren damit, Erfahrungen zu sammeln, wie es in einer Fahrschule zugeht. Egal ob Mofa-, Roller-, Auto- oder der Motorradführerschein, die Lernenden müssen sich Wissen aneignen, um mit diesen Maschinen anschließend umgehen zu können und zu dürfen. Die Stiftung Medienpädagogik in Bayern hat sich offenbar dieses Struktursystem zunutze gemacht und ein pädagogisches Konzept ausgearbeitet, womit bereits Kleinkinder in frühen Jahren Erfahrungen im Umgang mit Medien und technischen Geräten sammeln können. 

Ganz im Sinne der Verantwortung, die neuen Generationen in die Gesellschaft zu integrieren, sollen hier Kinder bereits im Kindergarten Medien kennenlernen. Um den Gefahren, die im Internet lauern, begegnen zu können, sollen sie einen "Medienführerschein" machen, um ebenso wie die Autofahrer sicher auf den Straßen des Webs unterwegs zu sein. 

Das Land Bayern misst der Medienkompetenz einen hohen Wert bei und definiert diese Fähigkeit heutzutage als unabdingbar. Daher gilt es, die Kinder so früh wie möglich darauf vorzubereiten. Oftmals steht hier jedoch die große Frage im Raum, wie man das denn anstellen möchte. 

Das Konzept des Medienführerscheins gibt den Pädagogen und Fachkräften detaillierte Hilfestellungen und Praxistipps, wie das gelingen kann. Dabei soll dies nicht allein Verantwortung der Lehrenden sein, sondern ebenfalls die der Eltern. Das Material gibt Tipps, wie man diese mit ins Boot holen und sie an der Medienerziehung ihrer Kinder teilhaben lassen kann.

Ich finde, ihr solltet auf jeden Fall mal einen Blick reinwerfen, denn dieses Konzept kann ebensogut in anderen Klassenstufen angewendet werden.

Samstag, 16. Oktober 2021

Medienkunde als Schulfach?

„Manchmal hatten wir das Gefühl, wir waren die Ersten“ (Wagner 2015).

Mit dieser Aussage möchte Wagner verdeutlichen, dass die Medienbildung zwar in vielen Lehrplänen festgeschrieben, aber die Umsetzung an den Schulen noch sehr mangelhaft ist. Tatsache ist, dass das Thema „Medien“ sich immer stärker und schneller in der Gesellschaft verbreitet und mittlerweile ein zentraler Baustein in unserem Leben geworden ist.
 
Um sich dessen bewusst zu werden, muss man sich nur in einen Zug setzten. Die meisten Menschen vertreiben sich ihre Zeit am Smartphone. Mit dem Smartphone können sie Musik hören, Filme schauen, mit anderen telefonieren, Nachrichten lesen oder sich in sozialen Medien wie Facebook oder Twitter aufhalten.
 
Wie sieht es mit Medien an der Schule aus? Wer sich an seine Schulzeit zurückerinnert oder eigene Kinder hat, dem wird schnell klar, Medien waren kaum bis gar nicht Teil des Unterrichts. Die Forderung nach Medienbildung an Schulen hat seit der Jahrtausendwende aber deutlich zugenommen. Schließlich hat Schule die Aufgabe, Lernende zu selbstbestimmtem und verantwortlichem Handeln und gesellschaftlicher Teilhabe zu befähigen (vgl. Schaumburg/Prasse 2019, S. 12). Aufgrund dessen, dass Medien immer mehr Platz in unserem Alltag einnehmen, muss die Schule Medien in ihren Unterricht miteinbeziehen.
 
Im folgenden Beitrag wird zunächst aufgezeigt, warum Bildung ohne Medien heutzutage nicht mehr denkbar ist. Ausgehend davon wird dargestellt, wie Medienbildung aktuell an Schulen stattfindet. Abschließend wird die Frage gestellt, ob es den sinnvoll ist, für die Medienbildung ein eigenes Fach, Medienkunde, einzuführen.

Samstag, 17. April 2021

Angebot zu Medienkompetenz und politischer Bildung

Die Plattform www.politische-medienkompetenz.de ist ein Angebot der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung und enthält Materialien für die Bildungspraxis rund um politische Medienkompetenz. Die unterschiedlichen Inhalte der Seite sind in Kooperation mit Praktikerinnen, Experten und Wissenschaftlerinnen der politischen und Medienbildung entstanden und frei verfügbar.

Mittwoch, 13. November 2019

Zeitschrift "Medien Pädagogik"

Bei meiner Recherche bin ich auf die Zeitschrift "Medien Pädagogik" gestoßen. Dabei handelt es sich um eine Open-Access Zeitschrift, welche einen wissenschaftlichen Anspruch und ausgebaute peer-review Prozesse vorweist. Vornehmlich richtet sie sich an Fachpersonen aus der Wissenschaft und Praxis, die sich mit Fragen der Vermittlung zwischen Mensch & Medien (Medienpädagogik) beschäftigt. Vor allem für die Erziehungs- und Medienwissenschaft kann sie einen großen Beitrag leisten.

Hinsichtlich des Erfordernisses digitaler Bildung schon im Kindesalter ist es unumstritten, digitale Bildung in weiterführenden Schulen, Hochschulen und in Fortbildungsmaßnahmen einzubringen. Allerdings hapert es hierzulande oft an definitorischen Grundlagen. Vor allem das Spannungsfeld zwischen medienpädagogischen und informatischen Inhalten ist ein Problem. Dies und Weiteres versucht die Zeitschrift " Medien Pädagogik" aufzuklären, indem man versucht, ein gemeinsames Verständnis von digitaler Bildung zu schaffen.

Auf dieser Seite werden viele Begriffe sowie das Konzept genauer erklärt: https://www.medienpaed.com/about

Wie genau es auszusehen hat, wenn man selbst etwas hochladen möchte, sehen sie hier: https://www.medienpaed.com/about/submissions

Mittwoch, 22. Mai 2019

Website "Medien in die Schule"

Auf der Homepage Medien in die Schule werden den Lehrkräften (und natürlich jeder anderen Person) kostenlos Unterrichtsmaterialien, Werkzeugkästen und Praxisanwendungen zur Verfügung gestellt. Zu finden sind außerdem Praxisberichte von einzelnen Schulen.

Es wird nicht nur Wert darauf gelegt, dass die „neuen“ Medien, wie zum Beispiel das Tablet, im Unterricht zum Einsatz kommen, sondern auch die Sensibilisierung zum Thema Internet und seine Nutzung.

Angesprochen werden die Sekundarstufe 1 und 2. Die Materialien können sowohl im Regelunterricht als auch an Projekttagen und/oder in Projektwochen eingesetzt werden. Unterrichtseinheiten gibt es zum Beispiel zu den Themen
Ein mögliches Thema für einen Werkzeugkasten ist Lernen & Lehren mit Apps. Wenn man sich im Unterricht mehr mit den Medien auseinandersetzen möchte und nicht genau weiß, wie man vorgehen soll, findet man auf dieser Internetseite auf jeden Fall Hilfestellungen und Anregungen.

Freitag, 12. April 2019

Mobbing 2.0 - Wenn das Internet zur Waffe wird

Cybermobbing – ein Thema, das täglich präsent ist, jedoch oft vergessen oder verdrängt wird. Im Blog wurde bereits auf den Fall von Amanda Todd hingewiesen, jedoch kann nicht oft genug gesagt werden, was Cybermobbing bei Menschen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, auslösen kann.

Auch Hannah Smith, ein 14-jähriges Mädchen aus Großbritannien, nahm sich aufgrund böswilliger User-Kommentare das Leben. Dies sind nur zwei Beispiele für die Gefahren von Kommunikationsplattformen im Internet. Denn genau hier wurde deutlich: Das Internet KANN zur Waffe werden. Und im schlimmsten Fall verheerend enden.

Daher ist es wichtig, über das Thema aufzuklären und zu zeigen, welche Folgen Cybermobbing mit sich bringt und welche Präventionsmaßnahmen Schulen vornehmen können, um Cybermobbing zu stoppen.


Der Begriff „Cybermobbing“

Cybermobbing. Ein Begriff, der Eltern, Lehrer, aber vor allem auch Schüler immer mehr zusammenschrecken lässt und Angst bereitet. Doch was genau bedeutet Cybermobbing überhaupt? Es lässt sich feststellen, dass es keine eindeutige und gültige Definition von Cybermobbing gibt. Jedoch sind gewisse Faktoren erkennbar, die in vielen Definitionen enthalten sind und von Roll (2017, S. 47) zusammengefasst werden:
„Demnach lässt sich Cybermobbing als wiederholtes absichtliches Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen von Personen via elektronischer oder digitaler Medien wie z.B. Handy oder Internet beschreiben. Dieses Verhalten wird entweder von einzelnen Personen oder von Gruppen durchgeführt, mit der Absicht dem Gegenüber (sozial) zu schaden.“
Cybermobbing, auch Cyberbullying oder Cyberstalking genannt, kann dabei in unterschiedlichen Formen stattfinden. Das aggressive Verhalten kann entweder verbal in Form von Chats, WhatsApp-Nachrichten und E-Mails erfolgen oder nonverbal, indem Bilder oder Videos auf öffentlichen Plattformen, wie beispielsweise Facebook, Twitter oder YouTube, veröffentlicht werden (vgl. ebd.).

Mittwoch, 13. Juni 2018

Medienbildung im Kunstunterricht.

Im Kunstunterricht gelten ganz andere Regeln als im Mathe- oder Deutschunterricht. Kunst fördert eine kritische Denkweise. Sie ist das einzige Fach, das sich mit dem Bild als Bild auseinandersetzt.

Das Bild in Kunst und Gesellschaft. Bilder erfüllen eine der wichtigsten symbolischen Funktionen. Sie fungieren wie Zeichen und Buchstaben; stellen Werte, Normen, Sichtweisen dar; geben Impulse der kommunikativen Auseinandersetzung mit sich selbst, der Umwelt, den Anderen. Bilder können auch manipulieren und manipuliert werden, vor allem in der Zeit der Digitalisierung. Bilder (Gemälde, Grafiken, Fotografie) dienen der Abbildung von Realität, unterstützen Erinnerung (Urlaubsfoto), dienen der Vermarktung (Werbung), der Orientierung (Piktogramme) und auch der Bildung.

Das bewegte Bild ist das Leitmedium des 21. Jahrhunderts. Die technischen Medien verändern unsere Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten. Trotz allem sollen sie um Anerkennung als Kunstform kämpfen und werden im Kunstunterricht vernachlässigt. Konflikt zwischen Kunst und Medien ist desto absurder, je mehr sich zeitgenössische Kunst auf mediale und technische Ereignisse bezieht. Die Bilder tauchen heute nicht nur im Museum auf, sondern machen ein Teil des Internet aus.

Bildung mit und über Medien. Kunstunterricht ist eine ideale Voraussetzung für die Integration mediendidaktischer und medienerzieherischer Ansätze. Medien können sowohl Mittel als auch Inhalt des Unterrichts werden. Und die Aufgabe des Kunstunterrichts ist auch, neue digitale Techniken zu rezipieren und zu produzieren. Die inhaltliche und methodische Ausrichtung ändert sich durch die Kombination unterschiedlicher Medien, Techniken, Geräte, die sich mit einem Thema befassen.

Zum Beispiel Kurzfilmprojekte sind hervorragend, um aktiv die ästhetische, analytische und mediale Kompetenzen zu fördern, sich im Team zu organisieren, Lösungen zu finden und sinnvoll die Techniken einzusetzen.

Quelle: https://lmz-bw.de/medienbildung-kunstunterricht.html

Dienstag, 31. Oktober 2017

Medienkompetenz und politische Bildung - neuer Sammelband der bpb

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat kürzlich einen für dieses Blog unmittelbar einschlägigen Sammelband veröffentlicht:

Gapski, Harald / Oberle, Monika / Staufer, Walter (Hg.) (2017), Medienkompetenz. Herausforderung für Politik, politische Bildung und Medienbildung, bpb Bonn.

Das Buch kann bei der bpb bestellt (4,50 €) oder kostenlos als pdf oder ebook heruntergeladen werden. Die Beschreibung auf der bpb-Website lautet:
Die digitale Transformation der Gesellschaft ist in vollem Gange und macht auch nicht vor dem politischen System halt: Bots und Big Data Analysen in Wahlkämpfen, Leaks und Fake News in der Berichterstattung und neue digitale Partizipationsmodelle verändern die politische Kommunikation und Willensbildung. Um Verunsicherung über deren Wirkungsweise zu begegnen ist kritisches Denken gefragt, diese neuen Phänomene und die Mechanismen zu verstehen. Dabei wachsen Medienbildung und politische Bildung zusammen. Medienkompetenz kommt eine Schlüsselrolle als Demokratiekompetenz zu.

Der Schriftenband beschreibt die lange gewachsenen und jetzt aktuellen Herausforderungen über digitale Gesellschaft und politisches Handeln, skizziert Medien- und bildungspolitische Positionen, Forderungen und Strategien und begründet Medienkompetenz als eine Schlüsselkompetenz für politische Urteils- und Handlungsfähigkeit. Medienkompetenz als Aufgabe für Politik und Ziel politischer Bildung:

Der Band zeigt Wege in die Bildungspraxis, Gestaltungsmöglichkeiten der Medienkompetenzförderung und der Professionalisierung und fordert Politik, politische Bildung und Medienbildung mit strukturierten Beiträgen zum Handeln auf, die Digital- und Medienkompetenzen entlang der Bildungskette - von der Kita bis zur außerschulischen Bildung - zu stärken und neue, zeitgemäße Formate zu entwickeln. Dieser Schriftenband will Diskurse der Medienpädagogik/Medienbildung und der Politikdidaktik/politischen Bildung in einen fruchtbaren Austausch miteinander bringen.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Surfen ohne Risiko

Surfen ohne Risiko ist ein Internetangebot des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugendliche. Ziel des Angebots ist es, dass Kinder und Eltern gemeinsam Verhaltensweisen einüben, die für einen kompetenten Umgang mit Medien wichtig sind. Eltern und Kinder finden auf der Website hilfreiche Informationen zu Themen wie Abzocke und sicheres Chatten sowie nützliche Tipps zum Schutz der persönlichen Daten.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Frag Barbara! Elternratgeber für den Alltag im Internet

Der Elternratgeber Frag Barbara ist ein Angebot der östereichischen Initiative Saferinternet.at, welches vor allem Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrende beim sicheren, kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien unterstützt. In diesem Elternratgeber wird versucht, auf die Herausforderungen bei der Erziehung im Zeitalter von Internet und Handy einzugehen.

Sollten Eltern Fragen zu diesem Themenfeld haben, können sie einfach eine E-Mail an
office@saferinternet.at mit dem Betreff "Frag Barbara!" senden. Diese Frage wird dann in einem Video beantwortet.



Die Videos selbst sind in einem "Retro Design" gehalten, in den Filmen wird der Einsatz digitaler Medien relativ gering gehalten, so werden die Fragen beispielsweise mit Hilfe von Stichpunktkarten beantwortet. Die Zielgruppe dieser Videos ist ja schließlich auch die Gruppe der sogenannten digital immigrants, nicht die der digital natives...

Links: Die Initiative Saferinternet.at  -  Youtube Channel Frag Barbara!

Filesharing - ein Straftatbestand, jedoch gängige Art, an die neueste Musik zu gelangen

Die Klägerinnen ließen den Beklagten durch Anwaltsschreiben abmahnen; sie behaupteten, es seien über seinen Internetanschluss fast 4.000 Musikaufnahmen, an denen sie die ausschließlichen urheberrechtlichen Nutzungsrechte besäßen, in einer Internet-Tauschbörse zum Herunterladen verfügbar gemacht worden.

Der Stiefsohn des Beklagten gestand, dass er mit dem Tauschbörsenprogramm „BearShare“ Musik auf seinen Computer heruntergeladen habe. Auf den Beklagten kommen nun Abmahnkosten zu, die sich fast auf die gleiche Zahl der heruntergeladenen Musikaufnahmen belaufen.

Dies ist kein Einzelfall. Seit Anfang 2007 wurden 25.000 Strafanzeigen gegen Internetnutzer gezählt, die sich illegal Musik heruntergeladen haben und diese im Netz anbieten. Die meisten Menschen wissen, dass der Musiktausch illegal ist, aber das nötige Unrechtsbewusstsein fehlt. Es ist ein Straftatbestand und der Großteil der Tatverdächtigen sind Jugendliche.

Rechtlicher Hintergrund und Nutzerverhalten

,,Eltern haften für ihre Kinder‘‘. Inwieweit dieses Motto greift, hängt von der Beurteilung der Gerichte ab. Mit dem Urteil des Landgerichts Frankfurt gilt seit Ende 2007, dass für Erziehungsberechtigte die sogenannte „Störerhaftung“ nicht greift. Damit können die Eltern nicht ohne weiteres dafür haftbar gemacht werden, was ihre Kinder online tun. Sie müssen auch nicht ständig die Internetnutzung ihrer Kinder überwachen. Folglich gibt es keine Haftung für ungeschütztes WLAN.

Man müsse den Kindern klarmachen, dass die Nutzung von Filesharing Programmen wie BearShare, Limewire, Frostwire und andere Programme verboten ist. Überwachungspflicht bestehe aber nur, wenn man konkrete Anhaltspunkte dafür hat, dass es zu Verstößen gegen das Urheberrecht kommen könnte.

Demgegenüber hat das Landgericht München entschieden, dass in Fällen von Filesharing Eltern für ihre Kinder haften, da sie ihre Kontrollpflichten verletzt haben. Die Eltern müssten hinreichende Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit es nicht zum Missbrauch kommen kann.

Tipps

Es sollte eine Firewall installiert sein, um so das Herunterladen von Filesharing-Software zu verhindern. Aufgabe der Musikindustrie ist es, die User aufzuklären sowie Angebote für legale Nutzungsformen zu machen und zu propagieren. Darüber hinaus sollten Eltern ihre Kinder zu einem medienbewussten Umgang erziehen und vor diesen Gefahren warnen. Strafverfolgung trägt jedenfalls nicht zur vollständigen Lösung des Problems bei.

Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen: http://medienbewusst.de/musik-und-hoerbuecher/20081130/musik-download-risiko-oder-chance.html

Samstag, 11. Juni 2016

Konferenz "Digitaler Wandel in der Bildung: Perspektiven für Deutschland"

Nicht nur wir im Seminar, auch die Bundesregierung kümmert sich um das Thema "Digitale Bildung". In der Pressemitteilung zur gestrigen Konferenz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Kultusministerkonferenz (KMK) heißt es:
"Lernen in der digitalen Welt bedeutet weit mehr als der bloße Umgang mit Smartphones, Tablets und Computern. Ein reflektierter und  konstruktiver Umgang mit digitalen Medien ist für Kinder und Jugendliche heutzutage genauso bedeutsam wie Rechnen, Lesen und Schreiben. Medienbildung und Lernen mit digitalen Medien sind in den Schulen häufig bereits Alltag. Es bedarf aber weiterer Impulse. Die Kultusministerkonferenz wird daher bis Jahresende eine umfassende Strategie zur Bildung in der digitalen Welt‘ verabschieden. Die Nutzung digitaler Medien kann zu einer Verbesserung der Unterrichtsqualität beitragen. Entscheidend ist dabei nicht, wie häufig oder wie lange die digitalen Technologie genutzt werden, sondern dass sie mit der bestehenden Didaktik klug verknüpft werden", sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bremer Senatorin für Kinder und Bildung, Claudia Bogedan.
Die gesamte Pressemitteilung mit weiterführenden Links gibt es hier...

Donnerstag, 9. Juni 2016

Blinde Kuh - kinderleicht im Web recherchieren

http://www.blinde-kuh.de/
Blinde Kuh ist eine deutschsprachige Suchmaschine für Kinder. Sie richtet sich an Kinder von 8 bis 12 Jahren und trägt den Namen des Kinderspiels ,,Blinde Kuh''.

Die Website wird seit 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und bietet den Kids zahlreiche Möglichkeiten, das Web zu erkunden.

In einer Übersicht auf der Startseite kann man zwischen folgenden Rubriken auswählen: Nachrichten, Surftipps, Kinderseiten, Kids-E-Zine (Mitmachseite), Spiele, Sicherheit und Türkisch Web. Die bildhafte Darstellung von Begriffen erleichtert den Kids, den Überblick zu bewahren. 

Was gibt es zu entdecken?

In der ,,Kids-E-Zine'' hat man die Möglichkeit, eine Geschichte, Gruselgeschichte, Berichte, Reportagen, Stars oder Mangas zu schreiben und veröffentlichen zu lassen.

In der Rubrik ,,Spiele'' können die Kinder bspw. zwischen Denk-, Audio-, Geschicklichkeits-, Lern-, Sport-, Legespielen und einem Quiz wählen und spielen. ,,Türkisch Web'' wurde eigens für türkischsprachige Kinder entwickelt, die damit in ihrer Landessprache auf dieser Seite surfen können.

Besonders hervorzuheben ist das Thema ,,Sicherheitstipps''. Unter dem Motto ,,Internetsicherheit: Keine Macht den Doofen!'' werden die Kids über Datensicherheit, Jugendschutz, Bilder im Netz, Chatten, Communities, Flirten im Netz, Mädchen im Netz etc. aufgeklärt. Die Sensibilisierung für diese Themen ist Grundvoraussetzung für einen sinnvollen Medienkonsum.
http://www.blinde-kuh.de/

Montag, 25. Januar 2016

Tagung: Extremismus im Netz

Das Archiv der Stuttgarter Tage der Medienpädagogik ist eine wahre Fundgrube für Vortragsvideos zu den Themen dieses Blogs. Die bevorstehende Tagung am 15. März 2016 beschäftigt sich mit dem Thema "Extremismus im Netz" (Programm). Auf der Website findet sich folgender Ankündigungstext:
"Demokratiefeindliche, rechtsextreme, rechtspopulistische sowie islamistische/salafistische Gruppierungen verwenden die sozialen Netzwerke zunehmend für ihre eigenen Zwecke und umwerben allen voran junge Menschen für die Durchsetzung ihrer Interessen. Sie nutzen die Vorteile des Internets in Bezug auf Vernetzung, Veranschaulichung und einfachen Zugang und erreichen über die sozialen Netzwerke in kürzester Zeit ein breites Publikum. Oft ist insbesondere für Jugendliche nicht sofort ersichtlich, welche Gefahr von ihnen ausgeht.

Es wird zu Demonstrationen aufgerufen, Hetze gegen bestimmte Gruppen betrieben und Hass verbreitet. Für diese Gruppierungen ist es über soziale Netzwerke attraktiv und einfach, Jugendliche für "ihre Sache" zu begeistern und mit diversen Versprechungen anzulocken. Die zunehmende Professionalität extremistischer Gruppierungen begünstigt diese Absicht zusätzlich. Voraussetzung für ein effizientes und nachhaltiges Vorgehen gegen diese Entwicklungen sind Medienkompetenz und Sensibilisierung als Komponenten politischer Bildung und bürgerschaftlichen Engagements.

Die 39. Stuttgarter Tage der Medienpädagogik informieren über Hintergründe rund um die Themen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Islamismus/Salafismus sowie ihre Präsenz im Internet und vermitteln Handlungsstrategien für die Medienpädagogik."

Donnerstag, 21. Januar 2016

Landesmedienzentrum Baden-Württemberg

Das LMZ bietet sowohl Lehrern als auch Trägern der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung medienpädagogische Beratung, Fort- und Weiterbildung, technische Unterstützung und didaktisch sinnvolle Medien. Es werden auch Schüler- und Elternworkshops rund um die sichere Nutzung des Internets angeboten: https://www.lmz-bw.de/landesmedienzentrum.html

Mittwoch, 20. Januar 2016

Schau hin - was dein Kind mit Medien macht

http://www.schau-hin.info/

"Schau hin" ist ein Elternratgeber, der durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ins Leben gerufen wurde. Die Seite soll Eltern darüber informieren, wie sie ihre Kinder bei der Mediennutzung unterstützen und vor allem auch begleiten können.

Ausführlich wird erklärt, welche Sicherheitseinstellungen es in Bezug auf das Internet, den Computer oder das Handy gibt und was man beim Umgang beachten sollte. Eltern finden auf der Seite zum Beispiel eine Liste "kinderfreundlicher" Seiten sowie Informationen und Anleitungen über das Chatten und andere Themengebiete. Zum Mitmachen gibt es den Elterntest oder eine Schau-Hin-App mit Medien- und Spieletipps.

Ein Versuch, Eltern die Welt des Internets und sozialer Netzwerke näherzubringen und
mit Sicherheitshinweisen auszustatten.