Freitag, 25. November 2022

Generation Z

Wer ist die sogenannte ,,Gen Z"?

Kreativ, nachhaltig, auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Das ist die stereotype Beschreibung für all jene, die um die 2000er Jahre herum geboren wurden. Man nennt sie auch die „Generation Z“. Typische Klischees der Generation Z sind, dass sie eine 9-to-5 Arbeitswoche ablehnen, flache Hierarchien bevorzugen und einen angenehmen Ausgleich aus Berufs- und Privatleben wollen.

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Anne Fiedler, Generation Y, CC BY-SA 3.0

Diese Generation der „Digital Natives“ ist geprägt von ständiger Vernetzung, Interaktion und Gedankentransfer im Web 2.0. Express – Connect – Share ist die Devise. Mit dem Web 2.0 steht zum ersten Mal in der Geschichte eine Plattform zur Verfügung, mit der im großen Maßstab das vernetzte Zusammenarbeiten und die Nutzung der Weisheit der Vielen ermöglicht wird. Braucht man ein neues Kochrezept, so öffnet man einen der unzähligen Kochblogs und lässt sich von anderen beraten. Haben Schüler*innen einen neuen Weg gefunden, das Spicken in Klassenarbeiten auf ein neues Niveau zu heben, geht diese Erkenntnis sofort viral auf Instagram, TikTok & Co. 

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Today Testing (for derivative), Social media icons, CC BY-SA 4.0

Smartphones und die damit verbundene Netznutzung sind allgegenwärtig, alltäglich und für die meisten der zwischen Mitte der 90er Jahre bis Anfang der 2000er Jahre geborenen Menschen nicht mehr wegzudenken.

Möglichkeiten und Chancen der Generation Z

Dass die jungen Menschen heute ihre Werte anders setzen als die Generationen vor ihnen, ist offensichtlich und, wie ich finde, völlig normal. Dass sich die Menschen von Generation zu Generation wandeln, war schon immer so, und es wird auch immer so bleiben. Für die Generation Z sind vor allem Sinnsuche, Nachhaltigkeit und politisches Engagement wichtig. Allerdings: Ausnahmen bestätigen die Regel. Die Generation Z ist keine homogene Gruppe. Man kann auf keinen Fall allen Menschen, die in einem ähnlichen Zeitfenster geboren wurden, ähnliche Denk- und Verhaltensmuster und Wertvorstellungen unterstellen.

Wenn man sich überlegt, mit welchen Weltthemen wir angesichts aktueller Krisen vermehrt konfrontiert sind, stellt man fest, dass diese ziemlich, wenn nicht sogar zu 100 % deckungsgleich sind mit den Themen, mit denen sich junge Menschen auseinandersetzen möchten. Und das ist gut so, denn schließlich brauchen wir unbedingt Menschen, die die Probleme von heute wie Klimawandel, Energieversorgung oder Ernährung einer weiter wachsenden Weltbevölkerung für sich und die nachfolgenden Generationen lösen wollen.

Dabei stehen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen aber unterschiedliche Dinge im Weg. Das eine ist die Schulbildung. In den Schulen wird immer noch vermehrt darauf gesetzt, klassische Schulfächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch zu vermitteln. Viel zu kurz kommt dagegen oft die Vermittlung sozialer, wirtschaftlicher und medialer Kompetenzen. Außerdem gibt es in vielen Schulen wenig Angebote zum Thema „Stärken stärken“ und „Schwächen schwächen“. Der moderne Ansatz von Vielfältigkeit und Individualität kann aber nur dann funktionieren, wenn die Werte von Diversität und Individualität auch von Lehrerinnen und Lehrern in der Schule begleitet und unterstützt werden.

Das andere ist der Beruf. Was ihre beruflichen Perspektiven angeht, stehen den Heranwachsenden und jungen Erwachsenen zu ihren Themen nur begrenzt Möglichkeiten zur Verfügung. Jobs in sozialen Berufen wie z.B. Pflege und Erziehung sind unterdurchschnittlich bezahlt und Stellen im Umweltschutz rar. Da sollte sich niemand wundern, warum junge Menschen eine andere Richtung einschlagen, indem sie BWL studieren oder ein Startup-Unternehmen gründen wollen. Es können aber weder alle selbstständig sein, noch können alle Klimaaktivisten werden und die Welt retten.

Wenn dem nicht entgegengearbeitet wird, hat die Generation Z keine Chance auf eine bessere Zukunft. Allein mit Selbstständigen, Ingenieurinnen, Betriebswirten oder Betreiber*innen eines weiteren Chai-Latte-Koffeinfrei-Ladens in Berlin kann unser System nicht funktionieren.

Zusammengefasst würde ich sagen, dass wir vor großen Herausforderungen stehen, genau weil wir heutzutage so viele verschiedene Menschentypen haben. Das bietet große Vorteile, weil ein System in dem jeder dasselbe macht und denkt, nicht funktionieren würde, und erst recht nicht demokratisch wäre. Darüber hinaus darf man Themen, die die Generation Z besonders beschäftigen, nicht einfach ignorieren. Man sollte viel mehr versuchen, Kommunikation zwischen altersheterogenen Gruppen herzustellen, um Anliegen der einen wie auch der anderen Seite nachvollziehen zu können.

Donnerstag, 24. November 2022

Von Kindfluencern und Familienvlogs

Klingt schlimm, ist es auch: Ein "Kindfluencer" oder "Kidfluencer" ist genau das, was man sich nicht vorstellen will, aber man muss bei dem Begriff daran denken.

Influencer*innen kennt ja in der Zwischenzeit jede*r. Sie posten Bilder von sich und werben für Produkte, zeigen der ganzen Welt ihren tollen Lifestyle und häufig wird der Alltag dann auch noch in Vlogs festgehalten. Sie teilen sehr große Bereiche ihres Lebens mit der Öffentlichkeit im Internet. Ob es nur Urlabsorte sind, eine neue Bikini-Kollektion oder etwas zum Essen. Einfach alles wird geteilt. So weit so gut. Das sind erwachsene Menschen, die teilen können, was sie wollen. Sie sind ja schließlich selber dafür verantwortlich und können beziehungsweise sollten die Konsequenzen eines Posts einschätzen und damit leben können.

Anders sieht es bei Kindern aus. Seit mehreren Jahren gibt es auf YouTube, aber auch auf Instagram eine große Anzahl von sogenannten "Kindfluencern". Sie machen das, was die Erwachsenen machen, eifern ihnen nach, teilen ihr Leben im Internet. Natürlich teilen sie die Bilder zum Großteil nicht alleine, sie bekommen Hilfe von den Eltern, ja die Eltern inszenieren teils die Bilder. Doch damit einher gehen viele Probleme. Neben Privatsphäre und Persönlichkeitsrechten sollte man sich Gedanken über die Arbeitsverhältnisse der Kinder machen, denn andauerndes Filmen und Fotografieren ist nicht gut für Kinder. Die ARD hat zu den Arbeitsrechten der Kinder einen tollen Artikel geschrieben: Kinder-Influencer - Wieviel Arbeit ist erlaubt? | Das Erste (mdr.de).

Doch es gibt nicht nur Videos, in denen sich die Kinder zum Großteil selber filmen, sondern auch sogenannte Familienvlogs, in welchen es um Neugeborene oder junge Kinder und deren Alltag geht. Dem Alter sind hier nach unten und nach oben keine Grenzen gesetzt. Alles wird gefilmt. Und wer denkt, dass ich übertreibe, dem muss ich leider sagen, dass dem nicht so ist. Ob beim Essen, beim Tanzen oder auch beim Baden, alles wird gezeigt. Privatsphäre war gestern, heute stellt man seine sehr junge Tochter im Bikini einfach direkt ins Netz, zeigt allen, was für tolle neue BHs der Tochter geschenkt wurden...

Zum Großteil sind die gefilmten Kinder Mädchen, aber auch Jungs werden ins Netz gestellt. Netzpolitik.org hat zu dem Thema einen sehr informativen Text geschrieben, welcher die Probleme durch Videos und Fotos von Kindern im Netz darstellen: Kinder als Influencer:innen: Aufwachsen vor Millionenpublikum (netzpolitik.org). Auf der Seite ist auch ein Video von Alicia Joe verlinkt, welches das Thema Kindervlogs und Familienvlogs sehr gut beleuchtet.


Zum Schluss sei gesagt, dass ich mir wünsche, ich wäre nie auf solche Videos, Bilder und sonstige Aufnahmen gestoßen. So verstörend das ist, umso wichtiger finde ich es, auf diese Videos aufmerksam zu machen, Kinder vor dieser Art von Ausnutzung und Verletzung zu schützen und die Eltern haftbar zu machen.

Datensammler – passgenaue Werbung im Internet

Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter. 83 Prozent der Deutschen besitzen heute mindestens eines (1). Pausenlos sind wir vernetzt, kommunizieren mit unseren Freunden, googlen, was uns interessiert, und teilen, was uns gefällt. Wir planen unsere Urlaube, bewerten Restaurants und lassen uns navigieren. Wir lassen uns unterhalten und bestellen uns neue Schuhe. Wir organisieren quasi unseren gesamten Alltag mit unseren Smartphones. Dabei hinterlassen wir Spuren.

Tech-Konzerne wie Google, Meta und Amazon nutzen diese Spuren, um uns personalisierte Werbung schalten zu können und damit Geld zu verdienen. Sie erstellen anhand dieser persönlichen Informationen Internet-Nutzungs-Profile, um unser Kaufverhalten zu kennen und vorhersagen zu können. Sie können ganz private Dinge wie unser Alter, das Einkommen, die politische Orientierung, sexuelle Vorlieben oder die Zufriedenheit im Job einschätzen und uns damit bestimmten Zielgruppen zuordnen.

Big Data nennt man diese Datenmassen, die da im Internet über uns gesammelt werden. So wissen diese Konzerne schon, was für Produkte uns interessieren könnten, bevor wir überhaupt nur daran gedacht haben. Und wenn wir uns dann mal so ein Produkt anschauen, das uns in die Instagram-Timeline gespült wurde, halten sie es uns Tag für Tag vor Augen in der Hoffnung, dass wir irgendwann schwach werden.

Es ist wichtig, dass wir uns als Teil unserer Medienkompetenz dessen bewusst werden, um vernünftig mit diesem Schwall an personalisierter Werbung umgehen und unser Konsumverhalten kritisch hinterfragen zu können: Brauche ich das jetzt wirklich oder will ich es nur, weil es mir seit Wochen auf Instagram eingeredet wird? Wir sollten uns dringend darüber klar werden, wie kostbar unsere Daten im Internet sind und wie viel damit angestellt werden kann. Auch weit über Werbezwecke hinaus. Damit dürfen wir nicht erst in der Uni anfangen, sondern am besten schon in der Grundschule. Denn laut einer Statista Umfrage besitzen 50 Prozent der Kinder in Deutschland schon zwischen 10 und 11 Jahren ihr erstes Smartphone (2).

Quarks & Co, ein Format vom WDR, hat schon 2012 ein sehr schönes Video veröffentlicht, in dem kindgerecht erklärt wird, wie das mit dem Datensammeln und der personalisierten Werbung abläuft. Das Video fasst in drei Minuten das Wesentliche zusammen und ist sehr spielerisch visualisiert. Big Data, bezogen auf personalisierte Werbung, wird hier ironisch und vereinfacht als „freundliche Einkaufshelfer“ beschrieben. Diese würden uns so gut wie möglich kennenlernen wollen, um uns optimal beraten zu können. Den Kindern wird klargemacht, dass wirklich alles, was wir im Internet machen, irgendwie verfolgt oder gespeichert wird und so ein sehr deutliches Gesamtbild über uns entsteht. Je mehr Daten, desto genauer. Das Video wurde getextet und vertont, als würde sich der Sprecher riesig über diese tolle Dienstleistung und das Interesse dieser „Einkaufshilfen“ freuen:

„Auch wir profitieren davon. Haben wir uns ein Produkt angeschaut, aber noch nicht gekauft, dann werden wir am nächsten Tag erinnert. Und am übernächsten. Und am überübernächsten. So können wir es einfach nicht mehr vergessen“ (Quarks & Co – Datensammler im Internet, 2012, Minute 1:00).

Diese ironische Verpackung verlangt von den jungen Zuschauern, dass sie sich selbst, oder begleitet durch Lehrpersonal, kritisch damit auseinandersetzen und hinterfragen, was auf den ersten Blick eigentlich ganz nützlich erscheint.



Big Data ist ein komplexes Thema, das weit über personalisierte Werbung hinausgeht. Es geht um Datenschutz und Privatsphäre und darum, wie diese Daten in den falschen Händen gefährlich werden können. Es geht auch um Macht und Kontrolle, Sicherheit und Freiheit. Um Geld geht es sowieso. Nicht umsonst hört man immer wieder, Daten seien das neue Öl (3). Passgenaue Werbung in Sozialen Medien ist dennoch ein nicht zu unterschätzendes Teilgebiet in einer Gesellschaft, in der sowieso schon viel zu viel konsumiert wird. Es sollte im 21. Jahrhundert fest in jedem Lehrplan verankert sein.

Quellen:

McDonalds Skandal - wenn Prominente für Massentierhaltung werben

Momentan wird auf Social Media einiges stark kritisiert. Neben dem Gastarbeiter-Skandal der Weltmeisterschaft in Qatar steht die Sängerin Shirin David im Mittelpunkt. Doch in welchem Zusammenhang? Hat die 27-jährige Hamburgerin einen schlechten Song rausgebracht? Hat sie im letzten Event ein auffälliges Kleid getragen, wie man es von ihr gewohnt ist? Nein, sie hat für die Fast Food-Kette McDonalds einen Werbespot gedreht. Was ist das Problematische dabei?

Shirin David wurde am 11. April 1995 in Hamburg als Barbara Schirin Davidavicius geboren. Bekannt wurde sie 2014 auf der Plattform YouTube, wo sie Comedy-Videos mit ihrem YouTube Kollegen und Freund "Simon Desue" veröffentlichte. Diese kamen gut an, weshalb sie beschloss, ihren eigenen YouTube-Account zu eröffnen, und mit gerade einmal 19 Jahren schossen ihre Video-Klicks in die Höhe. Shirin David wurde innerhalb von Wochen eine der bekanntesten Influenzerinnen in Deutschland. Bekannt wurde sie unter anderem für ihre aufgeschlossene Art, ihr auffälliges Auftreten mit wechselnden Frisuren, dramatischen MakeUp-Looks und pompösen Outfits.

Sie war schon immer anders als die Anderen, was sie dann auch als Teil der Jury im Jahr 2017 in der Talentshow DSDS bestätigte. Die Jahre danach beschäftigte sich Shirin mit Musik. Nach ihrem ersten Song, "Du liebst mich nicht" mit Ado Kojo, der im Jahre 2016 veröffentlicht wurde, kam sie 3 Jahre später mit ihren eigenen Songs groß raus. Das Album "Supersize" kam bei ihren Fans richtig gut an und sie beendete daraufhin ihre Karriere als Youtuberin und fokussierte sich auf ihre Plattformen auf Instagram und ihre Laufbahn als Rapperin und Sängerin.

Doch kommen wir nun zum Thema "McDonalds". Den Deal mit dem Restaurant kündigte Shirin über ihre Accounts auf den Plattformen Instagram, TikTok und Facebook an. Auf diesen hat sie insgesamt mehr als 8 Millionen Follower. Stolz präsentierte sie ihren umgeschriebenen Song "Lieben wir" als Werbespot für den Giganten, dieser wird in Sekunden von mehreren deutschen Influenzern mit der gleichen Menge an Followern unterstützt und gefeiert.

Doch genauso schnell wurde Kritik geäußert. In den Medien wurde Shirin in wenigen Minuten als "verantwortungslos", "geldgierig" und dergleichen beschimpft. Nach dem "Burger King-Skandal" der letzen Wochen wurde nicht verstanden, weshalb eine Sängerin mit einer so großen Reichweite für eine Kette wie McDonalds wirbt. Vor allem weil sie für die Monopoly Kampagne wirbt, bei der es trotz großer Preise fast unmöglich ist, etwas zu gewinnen, und die Firma damit nur Werbestrategien nutzt, um Kunden anzulocken.

Das Schlimmste daran ist, dass Shirin ihre Follower, darunter auch Kinder, nicht über Themen wie Massentierhaltung aufklärt, sondern diese durch die Werbung zum Essen hinlockt und somit die unmoralische Haltung der Tiere unterstützt. Viele Eltern bedrückt auch, dass Kinder heutzutage durch Werbung angelockt werden, ungesund zu essen und sich falsch zu ernähren.

Quellen:

Dieter Baacke Preis 2022

Am vergangenen Freitag, den 18.11.2022, wurden erneut diverse außerschulische oder in Kooperation mit Schulen tätige medienpädagogische Projekte mit dem Dieter Baacke Preis ausgezeichnet. Unter dem Jahresthema „Let’s save our planet – Medienpädagogische Projekte zur ökologischen Transformation“ wurde der Preis vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) in den folgenden sechs Kategorien verliehen:

  • Kategorie A: Projekte von und mit Kindern (0 bis 13 Jahre)
  • Kategorie B: Projekte von und mit Jugendlichen (14 bis 21 Jahre)
  • Kategorie C: Interkulturelle und internationale Projekte
  • Kategorie D: Inklusive und intersektionale Projekte
  • Kategorie E: Netzwerkprojekte
  • Kategorie F: Sonderpreis zum Jahresthema

Alle ausgezeichneten Projekte erhielten hierbei ein Preisgeld in Höhe von 2000 €. Die Projekte beziehen sich dabei mit unterschiedlichem Fokus auf die vier Dimensionen der Medienkompetenz nach Baacke (Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung). So kombiniert das ausgezeichnete Projekt „TruthTellers – Trust me, if you can…?“ unter anderem die Dimension der Medienkritik mit der Dimension der Mediennutzung, indem Jugendliche die Mechanismen und Wirkungen von Fake News durch eigens erfundene Erzählungen und deren mediale Ausgestaltung selbst testen und damit sensibilisiert werden.

Im Rahmen des Sonderpreises zum Jahresthema spielt die Dimension der Mediennutzung ebenfalls eine zentrale Rolle, indem eine ganze Schule durch das Projekt „#CoR – Gemeinsam. Nachhaltig. Handeln.“ diverse Medienprodukte zu Nachhaltigkeitsaspekten entwickelte. Auch für den schulischen Kontext sind viele dieser Projekte interessant, weshalb sich ein Blick in die kurzen Beschreibungen dieser Projekte in jedem Fall lohnt.

Quellen:

Dienstag, 22. November 2022

Sollte man Bilder kennzeichnen, die durch Filter oder Retuschen bearbeitet worden sind?

Der erste Link führt zu einer Seite, auf der man eine Petition unterschreiben kann, die sich für eine Kennzeichnung einsetzt, wenn Filter oder sonstige "verschönernde" Retuschen verwendet worden sind. Der zweite Link führt zu einem vertiefenden Artikel zu dieser Thematik.

Ins Leben gerufen wurde die Petition von Silvi Carlsson, einer Kulturkritikerin, Aktivistin und Youtuberin. Unterstützt wird dieses Begehren auch von einigen anderen Personen, die in der Öffentlichkeit stehen. Durch die Kennzeichnung, die jedem Bild beigefügt werden soll, welches Filter enthält oder retuschiert worden ist, soll den User*Innen verdeutlicht werden, dass die in den Sozialen Medien geposteten Bilder oftmals nicht der Realität entsprechen.

Grund für diese Petition sind diverse Untersuchungen, die gezeigt haben, dass die Sozialen Medien, vor allem selbstdarstellende Medien wie Instagram, Facebook oder Snapchat, einige negative Auswirkungen auf junge Menschen haben können. Dabei spielt die immer verzerrter werdende Wahrnehmung in Bezug auf Körperideale eine große Rolle. Die durch Filter und Retuschen suggerierten Schönheitsideale werden immer unerreichbarer und führen bei vielen zu einem extremen psychischen Leidensdruck. Durch die Kennzeichnung soll allen User*Innen bewusst gemacht werden, dass es sich bei diesen Bildern um retuschierte und damit realitätsferne Abbildungen handelt. Durch diese Maßnahme soll der psychische Leidensdruck verringert werden.

Der zweite Link geht dieser Thematik auf den Grund. Der Zeitungsartikel wurde von Nora Voit geschrieben und greift viele Schönheitsphänomene auf, die in den vergangenen Jahren aufgekommen sind. Darunter herzförmige Lippen oder die perfekt gezwungenen Wimpern. Sie nimmt ebenfalls Bezug auf die Petition und ergänzt die Thematik mit sehr informativen Fakten.

Der Unterricht während der Corona-Pandemie

Während der Präsenzunterricht für alle Schüler*innen als normal galt und jeder seinen alltäglichen Weg ging, glaubte niemand daran, dass dieser einmal eine erhebliche Wendung bekommen würde. Als im März 2020 die ersten Schulen geschlossen worden sind, ahnte keiner, dass dies für einen langen Zeitraum anhalten werde. Viele Lehrer*innen waren überfordert und wussten nicht, wie sie sich verhalten sollen. Die Schüler*innen mussten sich neu einrichten und sich Methoden aneignen, die sie in dieser Form nie zu bewältigen hatten. Die Kinder und Jugendlichen mussten nun einiges an neuen Regeln akzeptieren, was für manche bedeutsame Folgen nach sich zog.

Die Corona-Pandemie stellte eine einschneidende Veränderung in der Bildung dar. Der Online- bzw. Distanz-Unterricht kam als neues Mittel für Lernende hinzu. Als beim ersten Lockdown noch wenig Informationen über die Pandemie vorlagen, gab es ein großes Durcheinander bei der Vermittlung von Lerninhalten. Viele Prüfungen für Abschlussklassen wurden überarbeitet und auf den jeweiligen Kenntnisstand gebracht. Abiturientinnen und Abiturienten fühlten sich benachteiligt und starteten Petitionen gegen die trotz Pandemie anspruchsvollen Prüfungen.

Insbesondere litten Schüler*innen in dieser Zeit darunter, dass sie außerhalb der Schule keinerlei Unterstützung erhielten und ihnen nicht zugehört wurde. Viele jüngere Menschen verloren den Anschluss und bekamen durch die soziale Abgrenzung mehr psychische Krankheiten. Soziale Medien wie Instagram, Youtube, TikTok oder Telegram traten verstärkt in den Vordergrund. Jugendliche fanden in diesen Plattformen ihre "neue Welt“ und verbrachten viel Zeit darin. Durch verschiedene Challenges hatten sie eine neue Beschäftigung und Ablenkung. Was jedoch zunächst keiner dachte, war, dass viele Kinder unter Depressionen zu leiden begannen.

Des weiteren spielten die Eltern in dieser Zeit eine wichtigere Rolle, etwa in Bezug auf die Erhaltung des schulischen Leistungsniveaus und für die Sozialisation. Die Eltern sollten speziell als Unterstützung für die jüngeren Schüler*innen in Erscheinung treten, denn vor allem die Kinder in der Grundschule haben in dieser Zeit einen Rückschritt in grundlegenden Bereichen wie Lesen oder Rechnen gemacht.

Alles in allem kann ich aus meiner persönlichen Sicht sagen, dass ich in dieser Zeit eine gewisse Entwicklung in Sachen Digitalisierung und Eigenständigkeit gemacht habe. Als der erste Lockdown in Kraft getreten war, war ich im ersten Jahr auf dem WG und musste schauen, wie ich die Inhalte lerne und sie in meinen Wissensstand einfüge. Jedoch muss ich sagen, dass alle Lehrer*innen ihr bestes getan haben und ich es dadurch leichter hatte und man als Klasse trotz schwierigerer Verhältnisse gut auf die Klassenarbeiten respektive für die späteren Prüfungen vorbereitet wurde.


Literatur

Montag, 21. November 2022

Nudes im Netz

[Triggerwarnung: Im Folgenden geht es um pornographisches Material im Netz, wenn du dich damit unwohl fühlst, dann überspringe bitte diesen Blog-Beitrag!]

„Einmal im Netz immer im Netz“ - ein Spruch, der die jüngere Generation seit vielen Jahren begleitet und gerade von Eltern und Lehrkräften oft ausgesprochen wurde. Trotz aller Warnungen, keine Nacktbilder/ Nudes zu versenden oder zu posten, wird dies oft getan. Die Folge: Fotos können im Bekanntenkreis, in der Schule oder auf der Arbeit verbreitet oder auf offen zugänglichen pornographischen Webseiten hochgeladen werden. Auf das Warum gibt es viele Antworten.


In der Reportage „Nackt im Netz: Mein Ex veröffentlichte meine Nacktbilder | Wie nackt dürfen wir uns zeigen“ des Formats „Die Frage“ wird ein Fall beschrieben und eine Betroffene interviewt, deren Nudes aufgrund von Rache im Netz veröffentlicht wurden.

Da viele Menschen, die diesen Beitrag gerade lesen, Menschen kennen, deren Bilder ungewollt versendet wurden, und sogar vielleicht selbst davon betroffen sind, stellt sich die Frage, warum im Unterricht so selten auf diese Gefahren im Netz hingewiesen wird. Ist dieses Thema zu unangenehm für Lehrkräfte und wird es deshalb oft im Bereich „Medienkompetenz“ ausgelassen?

Samstag, 12. November 2022

Sind Smartphones an steigender Einsamkeit schuld?

Simplicissimus ist ein YouTube Kanal, der seit 2015 existiert und Video-Essays produziert – bis Juni 2022 für FUNK, nun eigenständig. In dem eingebetteten Video geht es um die vermeintliche „loneliness epidemic“ der Ellenbogengesellschaft.

In dem Video werden Studien vorgestellt, die sowohl für als auch gegen die These sprechen, dass wir uns in einer „loneliness epidemic“ befinden. Dazu werden Experten wie Dr. Janosch Schobin oder Prof. Dr. Sonia Lippke interviewt. Es werden Studien ausgewertet, die von den 1960ern bis in die 2000er reichen, bei denen Einsamkeit verglichen wird. Außerdem wird erörtert, welche Faktoren Einsamkeit beeinflussen können: Faktoren wie zum Beispiel Pandemien können gerade für chronisch einsame Menschen gefährlich werden. Das können zum Beispiel Student:innen oder Renter:innen sein. Vor der Corona-Pandemie war im Durchschnitt eine von zehn Personen in Deutschland chronisch krank. Gegen Ende des Video-Beitrags kommen die Autoren zu einem überraschenden Ergebnis.


Nachteile der Mediennutzung im Unterricht

Es wird viel debattiert, diskutiert und informiert über die Nutzung von digitalen Medien im Unterricht und wie man sie weiterentwickeln und einsetzen sollte. Es werden vielen Vorteile beschrieben, doch die negativen Seiten werden sehr wenig thematisiert.

Die USA stellt momentan den Vorreiter der digitalen Lernprogramme dar. Durch einen akuten Lehrermangel an öffentlichen Schulen werden hier digitale Optionen, die die Lehrkräfte ersetzen sollen, angeboten. Der Philologenverband, der in Deutschland vor allem für Gemeinschaftsschulen und Gymnasien zuständig ist, warnt vor einer „naiven Digitalisierung“ und das gegensätzlich zu der Wahlkampagne der FDP aus dem Jahr 2017 „Digitalisierung first, Bedenken second“. Man sollte sich laut dem Verband auch auf die Grenzen der Digitalisierung an den Schulen konzentrieren. Und digitale Angebote sollten sinnvoll eingesetzt werden. Gesellschaftliche Probleme können nicht allein durch die Digitalisierung gelöst werden.

Der Pädagogik-Professor Karl-Heinz Dammer der Pädagogischen Hochschule Heidelberg betrachtete die bisherige Digitalstrategie Deutschlands sowie dessen Strategiepapier und kritisierte beides. Analoge Medien sollten einfach durch digitale Medien ersetzt werden. Dass diese kombiniert werden könnten, wird dabei nicht berücksichtigt. Auch dass die Lernqualität sinken könnte, wird nicht erwähnt. Die Einsparung von Lehrkräften durch digitale Lerninhalte kann die Bildungsungerechtigkeit noch weiter zuspitzen, da die persönlichen Kompetenzen der Lehrkräfte als entscheidend für den schulischen Erfolg gelten.

Lehrkräfte, die den Unterricht leiten und strukturieren, können nicht vollständig ersetzt werden. Pädagogik macht einen großen Teil eines "guten" Unterrichtes aus. Schwächere Schüler*innen könnten durch digitale Medien gefördert werden, allerdings nur, wenn eine Lehrkraft unterstützend hinzutritt. Ziel der Schulen sollte es nicht sein, den Unterricht komplett zu digitalisieren, denn gemeinsames Lernen und soziale Erfahrungen bringen zusätzlichen Lernerfolg. Laut Dammer sollte auch die Medienmündigkeit ein Thema sein und berücksichtigt werden. Auch gäbe es laut Dammer noch ungeklärte Fragen in Sachen Datenschutz.

Als sehr problematisch wird außerdem gewertet, dass durch den Einsatz von Medien die Individualisierung gestört werden könnte. Lern- und Entwicklungsprozesse der Schüler*innen sind Algorithmen unterworfen und diese führen zu einem sehr subjektiven Meinungsbild. Die Entfaltung der eigenen Meinung sowie Persönlichkeit kann somit gestört oder sogar behindert werden.

Zum Problem wird auch, dass die Vorzüge, die digitalen Medien in Bezug auf den Lernerfolg zugeschrieben werden, nicht empirisch nachgewiesen werden können. Daher fordern die Vorsitzenden des deutschen Philologen-Verbandes, dass Lehrer*innen in den Prozess eingebunden werden sollten, und es solle eine begleitende Evaluation geben.

Interessant sind hierbei auch die Untersuchungen des Pädagogik-Professors Klaus Zierer, der herausfand, dass egal in welchem Schulfach digitale Medien eingesetzt wurden, diese den Schüler*innen mehr schaden als nutzen. Auch andere Studien (z.B. OECD) kamen zu ähnlichen Ergebnissen in puncto Lesefähigkeit.

Anbei habe ich noch einen Beitrag des Morgenmagazins eingefügt. Zwar ist dieser Beitrag über 7 Jahre alt, doch immer noch aktuell. Er beschreibt die Risiken der Nutzung von digitalen Medien in der frühen Kindheit und im Schulkontext. 


Literatur

Freitag, 23. September 2022

Schule, Unterricht und Social Media in Baden-Württemberg

Lernen - Wenn Sie dieses Wort lesen, was schießt Ihnen durch den Kopf? Der letzte VHS-Kurs in südostasiatischer Kampfkunst oder doch eher zähe Stunden vor dem Mathebuch? Egal welches Bild Sie jetzt gerade im Kopf haben, eines ist sicher: Wie gelernt wird, hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Wer heute Gitarre lernen möchte, schaut sich Videos auf Youtube an und lädt sich die Noten im Internet herunter. Wer eine Sprache lernen möchte, benutzt Sprachlernapps und vernetzt sich mit anderen Menschen über das Internet. Wir lernen aber auch ungewollt: Auf Instagram weckt ein Post über den Ameisenigel unser Interesse, wir folgen dem Link und einige Artikel (und viele Stunden) später sind wir auf einmal Experten für Kloakentiere.
 
Während sich also das Lernverhalten im Privaten stark gewandelt hat, scheint dies in Schulen in Baden-Württemberg nur langsam anzukommen. Hier lernen meist noch alle gemeinsam mit der gleichen Stelle im Englischbuch. Wen es nicht interessiert, der bekommt unter Umständen eine schlechte Note. Wer schon weiter ist, soll sich zurückhalten, und dass die Darstellung der Entdeckung Amerikas in dem Buch nicht mehr ganz zeitgemäß ist, geht neben dem Streit um das offene Fenster unter.
 
Zugegeben, diese Schilderungen sind natürlich überspitzt, jedoch lassen sich die Vorteile des Lernens durch und mit Social Media schlecht von der Hand weisen: Stets aktuelle und an die individuellen Interessen angepasste Informationen warten dort auf die Rezipienten und laden zur Interaktion ein. Doch natürlich hat die zögernde Haltung der Schulen und des Ministeriums in Baden-Württemberg Gründe.
 
Aufgrund datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist die Nutzung von Social Media im schulischen Kontext nur sehr eingeschränkt zulässig (s.u.). Hieraus resultiert, dass die Beschäftigung mit Social Media im Rahmen des Unterrichts zwar möglich ist, der eigentliche Einsatz zur Unterstützung von Lernprozessen jedoch nicht. Die entsprechende 2013 veröffentlichte Handreichung wurde kontrovers diskutiert (s.u.).
 
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Social Media im Kontext des Unterrichts in Baden-Württemberg bearbeitet werden kann und welche konkreten Vor- und Nachteile sich hieraus ergeben. Hierfür soll zunächst kurz auf „Social Media“ bzw. „Social Network Sites“ eingegangen werden, um sich dann die aktuelle rechtliche Situation für Schulen in Baden-Württemberg etwas genauer anzuschauen. Anschließend sollen Einsatzmöglichkeiten von Social Media und deren Risiken im Kontext des Unterrichts beleuchtet werden, um zu diskutieren, welche der aufgezeigten Möglichkeiten in Baden-Württemberg zulässig wären und welche Vor- und Nachteile sich hieraus ergeben.

Dienstag, 20. September 2022

Aktionstage Netzpolitik & Demokratie 2022

 Vom 14. bis 20. November 2022 finden bereits zum fünften Mal die bundesweiten Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ statt, die von den Landeszentralen für politische Bildung in ihren jeweiligen Bundesländern sowie der Bundeszentrale für politische Bildung koordiniert werden. Es geht darum, das Thema Netzpolitik bundesweit in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und politische Medienkompetenz zu fördern.

Warum Netzpolitik und Demokratie? Digitalisierung, Internet und Netzpolitik sind ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags geworden und bestimmen die Art und Weise unserer Kommunikation und die Möglichkeiten von politischer Beteiligung. Debatten über die Macht von Algorithmen, Datenschutz, Netzneutralität, künstliche Intelligenz oder Fragen zum Urheberrecht in einer digitalen Welt sind nur einige Beispiele für das weite Themenfeld Netzpolitik. Auch Desinformationen und Hass im Netz werden zunehmend zur Bedrohung für unsere Gesellschaft. Welche Konsequenzen haben die digitalen Entwicklungen für unsere Demokratie und wie kann sie auch in digitalen Räumen bewahrt, vertieft und gefördert werden?

Wie können Sie sich aktiv beteiligen? Wir wollen Sie dazu einladen, selbst Teil der Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ 2022 zu werden und sich mit eigenen Veranstaltungen zu beteiligen. Ob klassische Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops oder Ausstellungen, Filmvorführungen und künstlerische Darbietungen zum Themenfeld: alle erdenklichen Formate – ob in Präsenz oder online – aus sämtlichen netzpolitischen Themenbereichen sind willkommen. Voraussetzung ist einzig die Überparteilichkeit der Veranstaltung.

Sie wollen die Aktionstage aktiv mitgestalten oder haben sogar schon eine Veranstaltungsidee? Dann nehmen Sie Kontakt zur Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg auf und klären Sie alle wichtigen Eckdaten für Ihre Veranstaltung im Rahmen der Aktionstage. Nutzen Sie dafür gern das Onlineformular auf der Webseite der Aktionstage oder wenden Sie sich direkt an den Ansprechpartner vor Ort (Mail: daniel.henrich@lpb.bwl.de; Tel.: 0711 164 099 64). Eine entsprechende Übersicht aller Ansprechpartner:innen finden Sie auf der Webseite.

Was gibt es bereits? Auf der Website www.netzpolitische-bildung.de finden Sie alle Ansprechpartner:innen sowie Pressematerial. Zeitnah werden hier auch alle geplanten Veranstaltungen für die Aktionstage vom 14. bis 20. November 2022 zu finden sein. Auf Social Media sind die Aktionstage „Netzpolitik & Demokratie“ mit Kanälen auf Facebook, Twitter, Instagram und neuerdings auch auf Mastodon vertreten. Falls Sie dies nicht ohnehin bereits tun, laden wir Sie herzlich dazu ein, uns zu folgen und unsere Inhalte zu liken und zu teilen.

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